LETZTER BEITRAG
Conrad Hillebrand: Kastenbild der heiligen Familie (1608)
Im Vordergrund ist übergroß eine Marienfigur zu sehen, auf deren Schoss Christus Platz genommen hat; im Hintergrund rechts tränkt Joseph einen Esel – Thema ist die heilige Familie auf der Flucht, bzw. während einer kurzen

Amalie von Maltitz: Nederduitse Gereformeerde Kerk Aasvoelkop in Johannesburg (1959)
Die „Nederduitse Gereformeerde Kerk Aasvoelkop“, die Niederdeutsch-Reformierte Kirche von Aasvoelkop, hat ihren Sitz im Norden von Johannesburg. In ihren Wurzeln geht die Kirche auf die Burenzeit im 19. Jahrhundert zurück. Im Hauptschiff des modernen Kirchengebäudes im rechten Gang bzw. an der Turmseite wird zuletzt auf einem Glasfenster das Himmlische Jerusalem

John Kebrle (geb. 1927): Spring Valley United Methodist Church in Dallas (1982)
Die Spring Valley United Methodist Church befindet sich in Dallas, im US-Bundesstaat Texas. In diesem Bundesstaat ist es vermutlich heute die älteste Darstellung des Neuen Jerusalem. Eines ihrer sechseckigen Fenster aus dem Jahr 1982 zeigt dieses Motiv in überwiegend blauen, gelben und roten Glasscheiben. Es ist ein Werk aus der

Pauls Valley Church in Oklahoma (um 1998)
Die kleine, neu erbaute Adventistenkirche von Pauls Valley in Oklahoma wurde um das Jahr 1998 mit einem Fenster über dem Altarbereich ausgestattet. Der Künstler oder die Künstlerin ist leider nicht bekannt, jedoch die Person, die dieses Fenster stiftete: Era P. Cross (1918-2004) aus der Gemeinde. Die Art der Darstellung, vor

St Matthew in Flint (1930)
In der römisch-katholischen Kirche St Matthew in Flint im US-amerikanischen Bundesstaat Michigan wird das Himmlische Jerusalem in einer Civitas-Dei-Darstellung repräsentiert, frei angelehnt an mittelalterliche Vorbilder. Dieses Fenster wurde, Dank Stiftungen, 1930 in die im Jahr 1911 erbaute Kirche nachträglich eingesetzt. Es ist für den Bundesstaat die älteste erhaltene Darstellung des

Raymond Mirande (1932-1997): Kapelle Notre-Dame des Flots (1967)
Beim Umbau der Kapelle Notre-Dame des Flots in Lacanau-Océan (Region Nouvelle-Aquitaine) wurden im Jahr 1967 mobile Glasstellwände von Raymond Mirande (1932-1997) vor die Altarwände gestellt. Es sind überwiegend abstrakte Arbeiten, die von Form und den typischen Farben der 1970er Jahre, Braun und Orange, leben. Eine dieser Stellwände hat an ihrer

Tenold Peterson (geb. 1938): First Methodist Church in Junction City (1985)
Eines der bedeutendsten Kunstwerke der weltweiten Methodistenkirche befindet sich in der First United Methodist Church in Junction City im Bundesstaat Oregon, USA. Es sind sieben Glasfenster, angelehnt an den Stil des Art déco zu Beginn des 20. Jahrhunderts, etwa an Fenster aus der St. Paul’s Evangelical Lutheran Church in Columbia

Max von Mühlenen (1903-1971): Kirche zu Alblingen (1973)
Das Fenster in der reformierten Kirche zu Alblingen im schweizerischen Kanton Bern erinnert an die irdische Pilgerschaft in Richtung des neuen, himmlischen Jerusalem. Sein „offizieller“, von den beiden ausführenden Künstlern (s.u.) bestätigter Titel ist auch „Neues Jerusalem“. Auf dem zentralen Südfenster über dem Altarbereich erkennt die versammelte Gemeinde eine übergroße

Cesarina Giordani (1919-2007): Kirche Nostro Signore Gesù Cristo Divino Maestro in Rom (1970)
Die moderne römisch-katholische Titelkirche Nostro Signore Gesù Cristo Divino Maestro („Unser Herr und göttlicher Meister Jesus Christus“) in einem Vorort von Rom besitzt ein Oberlicht als mittig eingebrachte Lichtlaterne mit Glasfensterreihen, die jeweils in vier Gruppen zusammengefasst sind. Die Fenster wurden nach einer Konzeption von dem Priester Giacomo Alberione (1884-1971)

Crear McCartney (1931-2016): St Michael in Linlithgow (1992)
Das Buntglasfenster in der St. Katherinenkapelle in der Kirche Sankt Michael ist 1992 von der „Society of Friends of St Michael’s“ anlässlich der 750-jährigen Konsekration der schottischen Kirche in Linlithgow gestiftet worden. Das Monumentalfenster zum Thema Pfingsten stellt unten in hellen Farben zwölf Tore der Himmelsstadt dar, in zwei übereinander

Emil Frei & Associates: Christ Our King in Mount Pleasant (1982)
Die römisch-katholische Kirche Christ Our King (Christus unser König) befindet sich in Mount Pleasant im US-Bundesstaat South Carolina. Schon dieser Name Mount Pleasant ist ein versteckter Hinweis auf das Neue Jerusalem. Ein Kirchenfenster der Südseite, angefertigt im Jahr 1982, besteht aus vier rechteckigen Segmenten. Es zeigt im unteren Bereich braune

Jane Hayward (1918-1994): Stonehill-College in Easton (1978)
Die Chapel of Mary des römisch-katholischen Stonehill-College in Easton (Maryland), nahe Boston, besitzt eine ganze Reihe schöner, harmonischer Glasfenster aus dem Jahr 1978. Das ovale Fenster Nummer sieben hat den Titel „The Book of Revelation“ oder „Apocalypse Window“ und findet sich rechts neben dem Altar. Es wurde bewusst in handwerklichen

Ernest-Pascal Blanchard (1861-1945): Saint Jean de Montmartre in Paris (1920)
Die Bleiglasfenster im Seitenschiff der römisch-katholischen Pfarrkirche Saint Jean de Montmartre im 18. Arrondissement von Paris zeigen verschiedene Symbole nach der Lauretanischen Litanei, welche die Reinheit und Heiligkeit Mariens verherrlichen. Seit dem Mittelalter ist Frankreich das Zentrum dieser Darstellungsform. So findet man in den Bogenfenstern dieser Kirche die weiße Lilie,

Carel Bruens (1925-2024): „Open Hof Kerk” in Katwijk aan den Rijn (1994)
Im Jahr 1994 wurde das Buntglasfenster Nummer 23 für die protestantische „Open Hof Kerk” in der Gemeinde Katwijk aan den Rijn nördlich von Leiden an der Nordsee (Provinz Südholland) fertiggestellt. Das Glasfenster entwarf der römisch-katholische Künstler Carel Bruens aus Leiden, wo es, finanziert von Gemeindemitgliedern, von der Manufaktur Jilleba hergestellt

Max Hunziker (1901-1976): Johanneskirche in Bern (1960)
Im Jahr 1960 wurde die Berner Johanneskirche mit drei Chorfenstern von dem Züricher Künstler Max Hunziker (1901-1976) ausgestattet. Es war die Zeit, als sich die reformierte Kirche von ihren nüchternen Innendekorationen verabschiedete und ähnliche Buntglasfenster wie die evangelischen oder katholischen Kirchen haben wollte. Im dritten Fenster ist oben das Lamm

Luxfer Studios aus Concord: Ehemalige Presbyterianischen Kirche St. Andrew’s in Windsor (1975)
Am 5. Oktober des Jahres 1975 wurden die neuen Chorfenster der presbyterianischen Kirche St. Andrew’s in Windsor (Ontario, Kanada) mit einem Gottesdienst feierlich eingeweiht. Eines der neuen Buntglasfenster zeigt im unteren Bereich eine Abendmahlsszene und darüber in einem Tondo das Himmlische Jerusalem. Es ist eine der frühesten Darstellungen der Stadt

Paramentwerkstatt Stuttgart: Weißes Antependium für die Kirche von Fornsbach (um 1965)
1949 wurden gleichzeitig das Rathaus, die Dorfschule und die evangelische Kirche von Fornsbach im oberen Murrtal (östliches Baden-Württemberg) neu errichtet, zum Teil auf dem ehemaligen Standort und in den einstigen Proportionen. Der erste Wiederaufbau war einfach und zweckdienlich, Kunst spielte

Albert Birkle (1900-1986): Chorfenster in St. Jakob in Gernsbach (1966)
Zu Beginn der 1960er Jahre stand für die evangelische Gemeinde von Gernsbach, einer badischen Stadt am Rande des Schwarzwalds, endgültig fest, dass der Chorbereich mit neuen, hochwertigen Glasfenstern ausgestaltet werden sollte. Pfarrer Siegfried Diemer kam damals überein, damit den Glasmeister

Adolf Saile (1905-1994): Altarfenster der evangelischen Kirche in Gammertingen (1956)
Bereits im Jahr 1851 wurde in Gammertingen (Schwäbische Alb) eine evangelische Kirchengemeinde gegründet, damals noch in einem überwiegend katholischem Umfeld. Die Gemeinde gehörte damals zum Kirchenkreis der hohenzollerischen Lande der evangelischen Kirche der altpreußischen Union. 1891 wurde dann in Gammertingen

Anonym: Himmelspforte einer mexikanischen Kreuzigungsdarstellung aus San Martin Obispo de Tours in Huaquechula (17. Jh.)
Dieses Himmlische Jerusalem gehört einmal nicht zu einer Darstellung der Maria Immaculata, sondern zu einer Kreuzigungsdarstellung aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde in Mexiko angefertigt und befindet sich heute im Schiff der ehemaligen römisch-katholischen Klosterkirche San Martin Obispo de Tours,

Erich Horndasch (1926-2010): Rupertuskapelle der Abtei Ottobeuren (1964)
Erich Horndasch (1926-2010) war als Sakralkünstler vor allem in Bayern südlich der Donau über einen langen Zeitraum gefragt, erste Arbeiten finden sich bereits in den 1940er Jahren, letzte Werke im 21. Jahrhundert. Heute so gut wie vergessen, war Horndasch in

Siegfried Assmann (1925-2021): Betonfenster aus St. Gertrud in Lübeck (1962)
St. Gertrud in Lübeck ist eine gewaltige Großkirche des Protestantismus, 1909/10 nach den Plänen der Berliner Architekten Peter Jürgensen und Jürgen Bachmann als historistischer Bau im Übergang zum Jugendstil errichtet, im Prinzip ähnlich wie die St. Jakobikirche in Peine (1904)
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.





