LETZTER BEITRAG
Maurice Hizette (1925-2014), Jozef Desmet (geb. 1875): Zweite Himmelspforte aus der Martinskirche in Kortrijk (1954)
Eine kleine Himmelspforte ist hoch oben unter dem südlichen Kirchenschiff des Querhauses der Martinskirche (Sint-Maartenskerk) in der belgischen Stadt Kortrijk zu finden, an der Seite rechts des Eingangs gelegen. Entworfen wurde das Fenster von dem

Carlo Nuvolone (um 1608-1609), Antonio Nuvolone: Deckenmalerei aus Son Martegn (1681)
In der römisch-katholischen Kirche Son Martegn in Savognin im Kanton Graubünden befindet sich eine der beeindruckendsten barocken Gesamtkonzeptionen einer Deckenmalerei mit dem Himmlischen Jerusalem. Über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes erhebt sich eine flache Kuppel. Das Deckengemälde von den Malern Carlo (um 1608-1609) und Antonio Nuvolone aus Mailand breitet sich

Juan Martínez Montañés (1568-1649): Spanischer Altaraufsatz Kloster aus San Leandro in Sevilla (um 1580)
Um das Jahr 1580 entstand diese kolorierte Schnitzarbeit in Andalusien. Es handelt sich um einen hölzernen Altaraufsatz mit verschiedenen Darstellungen aus der Offenbarung des Johannes. Der Meister der Arbeit ist nicht wirklich identifiziert, aber die Mitarbeit eines jungen Talentes: Juan Martínez Montañés (1568-1649), der gerade nach Sevilla gekommen war und

Joachim Klos (1931-2007): St. Johannes Baptist in Dortmund (2003)
In den Jahren 2002/2003 wurden in der römisch-katholischen Propsteikirche St. Johannes Baptist in der Dortmunder Innenstadt drei Fenster eingesetzt, die freie Kompositionen zu den Beschreibungen des Himmlischen Jerusalem nach der Offenbarung des Johannes (Johannesoffenbarung Kap. 22, Vers 1-9) darstellen. Es sind Arbeiten aus farbigem Opalglas, Blei, Schwarzlot und Schmelzfarben des

Jean-Pierre le Bihan (1934-2015): Saint Alban in Inguiniel (2000-2001)
Die Fenster im Langhaus und im Westportal der römisch-katholischen Kirche Saint Alban in Inguiniel, einer französische Gemeinde mit etwa 2.000 Einwohnern im Département Morbihan in der Region Bretagne, stammen aus einer Werkstatt in Quimper. Entworfen hat sie Jean-Pierre le Bihan (1934-2015) im Jahr 1999, gegossen wurden sie 2001 und ein

Ralph Bergholtz (1908-1988): Kirche in Jonstorp (1955)
Die Glasmalerei „Det himmelska Jerusalem“ („Das Himmlische Jerusalem“) entstand im Jahr 1955 für die evangelische Kirche im südschwedischen Jonstorp. Diese Provinz Skåne ist mit mittelalterlichen Weltgerichtsfresken überzogen, auf Glas hingegen ist das Neue Jerusalem kaum einmal zu finden. Ausgeführt wurde sie von Ralph Bergholtz (1908-1988) in Skäret. Vor einem tiefblauen

Nikolauskirche bei Matrei (um 1265)
St. Nikolaus ist eine romanische Kirche im Iselthal, einst eine Filiale der Pfarrei von Windisch-Matrei (Tirol). Durch die im Hochmittelalter beliebte Nikolaus-Wallfahrt wurde es möglich, den zweigeschossigen Chorturm unter dem quadratischen Ostturm mit reichhaltigen Fresken zu schmücken. Das Neue Jerusalem wurde, wahrscheinlich von Erzbischof Wladislaw von Salzburg, als Motiv für

Marienkirche von Hirschegg (um 1500)
Die spätgotische Marienkirche von Hirschegg (Bezirk Voitsberg, Steiermark) birgt an der Nordwand des Langhauses ein Wandfresko, welches eine traditionelle Darstellung des Jüngsten Gerichts zeigt: oben thront Christus in der noch gotischen Mandorla, in der Mitte versammeln sich zahlreiche Heilige und Engel, unten links (hier zu sehen) wurde das Himmlische Jerusalem

Triptychon aus den Philippinen (1680-1720)
Dieses kleine, tragbare Triptychon stammt von den Philippinen. Seine Höhe beträgt 15, seine Breite im geöffneten Zustand 18 Zentimeter. Es entstand in Verbindung mit spanischen oder portugiesischen Missionaren zwischen 1680 und 1720. Heute ist das Schmuckstück Teil des Victoria and Albert Museum in London (Inventarnummer 99 to B-1864). Es wurde

Norman Carter (1875-1963), John Radecki (1865-1955): St Andrew’s in Canberra (1934)
In der Stadt Canberra steht die presbyterianische Kirche St Andrew’s, eine der ältesten Kirchen unter Denkmalschutz in Australien. Auf diesem Kontinent sind die Kirchenbauten meist nüchtern gehalten, besonders viele Beispiele mit Darstellungen eines komplexen Gegenstandes, wie es das Himmlische Jerusalem eben ist, sind nicht bekannt. Umso wertvoller erscheint vor diesem

Louis Comfort Tiffany (1848-1933): Brown-Memorial-Church in Baltimore (1905)
Die presbyterianische Brown-Memorial-Church in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland ist ein neogotischer Bau aus dem Jahr 1870. Er soll an einen Finanzier aus Baltimore erinnern, der die opulente Ausstattung der Kirche einst ermöglichte. Tatsächlich ermöglicht haben es natürlich die tausende von Arbeitern, die für diesen Finanzier knechteten. Bekannt in den USA

Tympanon der Kathedrale Notre Dame von Bayeux (um 1260)
Das südliche, rechts befindliche Westportal der Kathedrale Notre Dame von Bayeux ist äußerst komplex aufgebaut, es ist eine der detailreichsten Weltgerichtsdarstellungen des Mittelalters in Stein an einem Sakralbau. Das Portal besteht aus fünf Feldern oder Etagen, die nach unten immer länger werden. Oben befindet sich Christus Pantokrator als Weltenherrscher, unten

José Samson: Lilla Alby-Kirche in Sundbyberg (1957)
Dieses Segmentbogenfenster befindet sich oberhalb des Altares der alten Lilla Alby-Kirche in Sundbyberg, einer protestantischen Gemeinde in der schwedischen Provinz Stockholm. Die Arbeit aus dem Jahr 1957 stammt von José Samson, der in Sundbyberg lebt und arbeitet.Das Segmentfenster erinnert auf den ersten Blick an ein Wimmelbild, hier gibt es keinen

Frederick Wilson (1858-1932): First Presbyterian Church in Buffalo (1917)
Der britische Glasdesigner Frederick Wilson (1858-1932), ein gebürtiger Ire, entwarf im Jahr 1917 ein dreischiffiges Zentralfenster für die First Presbyterian Church in Buffalo im US-Bundesstaat New York. Es gilt zu Recht als ein Meisterwerk des Art Nouveau in den USA, wie überhaupt Wilson auf die Kunstentwicklung der USA im Bereich

Amalie von Maltitz: Nederduitse Gereformeerde Kerk Aasvoelkop in Johannesburg (1959)
Die „Nederduitse Gereformeerde Kerk Aasvoelkop“, die Niederdeutsch-Reformierte Kirche von Aasvoelkop, hat ihren Sitz im Norden von Johannesburg. In ihren Wurzeln geht die Kirche auf die Burenzeit im 19. Jahrhundert zurück. Im Hauptschiff des modernen Kirchengebäudes im rechten Gang bzw. an der Turmseite wird zuletzt auf einem Glasfenster das Himmlische Jerusalem

John Kebrle (geb. 1927): Spring Valley United Methodist Church in Dallas (1982)
Die Spring Valley United Methodist Church befindet sich in Dallas, im US-Bundesstaat Texas. In diesem Bundesstaat ist es vermutlich heute die älteste Darstellung des Neuen Jerusalem. Eines ihrer sechseckigen Fenster aus dem Jahr 1982 zeigt dieses Motiv in überwiegend blauen, gelben und roten Glasscheiben. Es ist ein Werk aus der

Vittorio Bertoldi: Mariensymbole aus Sant’Andrea in Terlach/Terlag (1947)
Man geht davon aus, dass die Künstler vorangegangener Generationen als Meister eine akademische Ausbildung hatten und meist gedankenvoll und durchdacht Sakralkunst schufen – so ist es auch in den allermeisten Fällen. Mitunter gibt es aber auch Beispiele für Unwissen und/oder

Uwe Fossemer (geb. 1942): Ehemaliges Kloster Bruche in Betzdorf (2006)
Parallel zu den Glasfenstern für die Osterkirche in Neuengörs kam es 2006 zu einer weiteren Glasarbeit Uwe Fossemers (geb. 1942) zum Thema. Es handelt sich um zahlreiche Fenster im Rahmen einer umfangreichen Verglasung an der Südseite eines Verbindungsgangs des ehemaligen

Siegfried Assmann (1925-2021): Chorfenster der Christuskirche in Pinneberg (1967)
Die Fensterarbeiten von Siegfried Assmann (1925-2021) für den Meldorfer Dom (1964) waren bei der Gemeinde, in der Fachwelt und in der Landeskirche gut aufgenommen worden, der Künstler galt in den 1960er Jahren als einer der wegweisenden Glasmaler Norddeutschlands. Beides führte

Uwe Fossemer (geb. 1942): Buntglasfenster in der Osterkirche von Neuengörs (1998)
1998 kam es zur ersten Ausführung von Uwe Fossemer (geb. 1942) zu dem Thema Himmlisches Jerusalem, für die evangelische Kirche in Neuengörs (Kreis Segeberg, Holstein). Es gehört dort zu einem Ensemble von drei Fenstern im Kirchenschiff (linke Seite) zu den

Jozef Thissen (1840-1920): Tympanon der Kirche „Onze Lieve Vrouw Tenhemelopneming“ in Roermond (1896)
In Roermond gibt es die Kirche Onze Lieve Vrouw Tenhemelopneming (Mariä Himmelfahrt), zu der eine Klosteranlage der Redemptoristen, eine Wallfahrtskapelle und ein Parkgelände gehört. An dieser Stelle soll 1418 ein polnischer Hirte eine Marienstatue gefunden haben, seitdem ist die Stätte

Barbara Haeger (1919-2004): Fassadenschmuck an der Christuskirche Hamburg-Wandsbek (1954)
Die evangelisch-lutherische Christuskirche in Wandsbek liegt direkt am mehrspurigen autobahnähnlichen Innenstadtring, mit problematischen Auswirkungen: Das Gebäude ist fast nur unter Lebensgefahr zu besuchen, die Lärmbelästigung ist extrem, die verschmutzte Luft greift das Kunstwerk an der Westfassade an, um das es
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






