
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)

Wandmalerei „Weltgericht“ der Geburtskirche von Bagnot (1484)

Fresken aus Saint Martin in Nohant-Vic (Mitte 12. Jh.)
LETZTER BEITRAG
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)
Viele besuchen Goslar (Harz), um im Rathaus die Malereien des frühneuzeitlichen Huldigungssaals zu sehen – und stehen dann vor einer verschlossenen Glastür, durch die man nur Teile der Malereien verzerrt und ohne das räumliche Erleben

MS Arsenal 5071: Pélerinage de la vie humaine des Guillaume de Digulleville (15. Jh.)
Kleinstminiaturen schmücken diese Pélerinage auf fol. 1v (zwei Abb.) und 2r (drei Abb.). Fünf der insgesamt 102 Miniaturen der Handschrift Arsenal 5071 aus der Französischen Nationalbibliothek in Paris zeigen das Himmlische Jerusalem, niemals identisch, sondern mit gewissen Ähnlichkeiten wie bedachten Türmen und offenen Toren. Vor denen steht stets links ein

MS Français 2225: Tota Pulchra (um 1500)
Ein frühes Bildbeispiel für den im 15. Jahrhundert neuen Frömmigkeitstypus „Maria Immaculata“ findet man auf fol. 17v in einem „Französischem Marienlob“, einer Handschrift der Zeit um 1500, die heute in der Französischen Nationalbibliothek (Paris) aufbewahrt wird (unter der Signatur MS Français 2225). Sie bezieht sich auf die Lauretanische Litanei und

Weltgericht in Saint-Sulpice-Sur-Risle (14. Jh.)
Die römisch-katholische Kirche Saint-Sulpice-Sur-Risle in dem gleichnamigen Ort des Département Orne wurde ihrer Wandmalereien und Skulpturen wegen im Jahr 1988 zum „Monument historique“ erklärt. Sie ist heute im kommunalen Besitz.Die ehemalige Kirche einer Abtei entstand im 13. Jahrhundert, wurde aber mehrfach umgebaut. Die Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert zeigen ein

Weltgerichtsfresko aus dem Dom Wiener Neustadt (1275-1300)
Irgendwann im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts entstand das gewaltige Weltgerichtsfresko am Ende des Mittelschiffs im Wiener Neustädter Dom. Im heutigen Österreich ist es das älteste erhaltene Weltgerichtsfresko. Der Triumphbogen zeigt in zehn Meter Höhe an der linken Seite einen schiefen Turm als Himmelspforte. Es ist ein extrem lang nach

Georg Ettl (1940-2014): Saint-Barnard in Romans-sur-Isère (2000)
Romans-sur-Isère ist eine französische Gemeinde mit gut 30.000 Einwohnern im Département Drôme in der Region Auvergne-Rhône-Alpes im Südosten Frankreichs. Die dortige römisch-katholische Kirche führt den Namen Saint-Barnard. Im Jahr 2000 wurden dort für die französische Sakralkunst drei überaus moderne Westfenster eingebaut. Der Künstler war der deutscher Bildhauer, Maler, Objektkünstler und

Maronitenikone „Zeit der Fleischwerdung des Herrn“ (1999)
Diese moderne Ikone mit dem Namen „Zeit der Fleischwerdung des Herrn“ ist eine Gemeinschaftsarbeit eines anonymen Teams von Frauen und Männern aus der syrisch-maronitischen Diözese Zyperns in Nikosia. Es konnte im Jahr 1999 fertig gestellt werden. Gleichzeitig ist es eine der wenigen Darstellungen des Himmlischen Jerusalem seitens der Syrisch-Maronitischen Kirche

Max van der Linden (1922-1999): „Turm zu Babel“ (um 1980)
Der belgische Keramikkünstler Max (vollst. Maximilian) van der Linden (1922-1999) hat das Sujet Himmlisches Jerusalem mehrfach in seinem umfangreichen Schaffen aufgegriffen. Das erste Mal vermutlich 1965 bei einem Werk aus glasiertem Ton in der Krypta von St. Jan in Beauraing (belgische Provinz Namur). Dort befindet sich ein Kreuzweg. Dessen zwölfte

Sarum-Meister: Paris-Apokalypse (1245-1255)
Innerhalb eines kurzen Zeitraumes entstanden in England – gemessen an mittelalterlichen Verhältnissen – massenweise Apokalypsehandschriften. In diesen ist das Neue Jerusalem überwiegend auf drei Miniaturen zu finden. Unter den Ausgaben sind bekannte Exemplare, wie etwa die Apokalypse Douce aus Oxford oder die Apokalypse von Abingdon, aber auch relativ unbekannte Pretiosen.

Deckenmalerei der Kapelle Mariazell (1657/58)
Aus der Zeit der Erbauung der Wallfahrtskapelle Mariazell bei Sursee (Kanton Luzern), 1657/58, stammt eine frühbarocke Ölmalerei der Kassettendecke. Sie wurde im Jahr 1949 vom Kunstmaler Willi Huwiler aus Ruswil mit einer dunklen Lasur versehen. Diese Lasur wurde bei der letzten Renovierung mühsam und kostspielig wieder entfernt, was der Decke

Reformierte Stadtkirche Biel (um 1475)
Das Fresko mit dem Jüngsten Gericht in der heute reformierten Stadtkirche von Biel (Kanton Bern) befindet sich auf der nördlichen Hochschiffwand. Diese Position, also einmal nicht auf dem Triumphbogen oder gegenüber auf der Orgelempore, hat vor allem im süddeutschen Bereich Tradition, etwa in Trochtelfingen (um 1480), in Mundelsheim (um 1480)

Clemens Hillebrand (geb. 1955): Pfarrkirche in Triberg-Gremmelsbach (2000)
Die ursprünglich historistisch ausgemalte römisch-katholische Dorfkirche St. Josef in Triberg-Gremmelsbach, einem entlegenen Ort in einem Seitental des Schwarzwalds unweit von Triberg, wurde 1964 in einen schmucklosen, kalten Raum umgewandelt, der einer Industriehalle ähnelte. Ende des letzten Jahrtausends entschloss man sich, wieder eine Ausmalung vorzunehmen und beauftragte damit Clemens Hillebrand (geb.

Clemens Hillebrand (geb. 1955): Herz-Jesu-Kirche zu Hagen-Eilpe (1998)
Nach dem Krieg wurde die Herz-Jesu-Kirche zu Hagen-Eilpe im nördlichen Sauerland in den Jahren 1955/56 wegen der vermehrten Nutzung vor allem durch Flüchtlinge im brutalen Betonstil als Vertriebenenkirche erweitert. Die Chorraumwand verblieb zunächst ohne jeden nennenswerten Schmuck. Erst zum hundertjährigen Jubiläum der Kirche 1998 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, den der

Regina Holzhauser (1908-2001): Pfarrkirche Namen Jesu in München-Laim (1983)
Die römisch-katholische Pfarrkirche Namen Jesu in München-Laim zeigt als Abschluss der Altarinsel an ihrer Südwand einen 2,80 Meter hohen, insgesamt 6,05 Meter breiten dreiteiligen Wandteppich. Auf dem linken Seitenteil ist das Abendmahl, im Mittelteil das Himmlische Jerusalem und auf dem rechten Seitenteil die Himmelfahrt Christi dargestellt. Das 4,05 Meter breite

Benedict Schmitz (1935-2015): St. Margaretha in Reichertshofen (1977)
Das Mosaik im Altarraum der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Margaretha in Reichertshofen bei Ingolstadt (Oberbayern) ist eine Arbeit von Benedict Schmitz (1935-2015). Schmitz gehörte seit 1953 zur Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales und lebte als Bruder Benedictus in Ingolstadt. Sein monumentales Mosaik wurde nachträglich in eine von dem

MS Français 167: Bible Moralisée (1349)
Eine späte Bible Moralisée entstand in Paris. Wahlweise wird das Entstehungsdatum auf das Jahr 1349 oder auch, wenngleich seltener, auf 1352 angegeben. Die Handschrift dürfte damit unter dem König Jean le Bon (1319-1364) entstanden sein. Heute wird sie von der Französischen Nationalbibliothek in Paris verwahrt, unter der Signatur MS Français

Hugh Ray Easton (1906-1965): Clifton-College (1939)
Das blaufarbene Jerusalem-Fenster der anglikanischen Kapelle des Clifton-College in der englischen Stadt Bristol ist etwas bekannter als gewöhnliche Glasfenster, da es als Besonderheit im unteren Bereich ein Cricketfeld mit Feldspielern zeigt. Cricketfeld waren begeistert, humorlose Geistliche erklärten damals ihr Unverständnis.

Andreas Untersberger (1874-1944): Vignette (1918)
1918 entwarf Andreas Untersberger (1874-1944) in seinem Münchner Atelier eine einfarbige Vignette, im Auftrag für die Zeitschrift „Stadt Gottes“, für die er regelmäßig Zeichnungen erstellte. Die neue Vignette (links unten signiert) wurde dann erstmals zum Oktober im ersten Heft des

Viktor von der Forst (1901-1941): St. Antonius Abt in Vreden-Ammeloe (1931)
Die römisch-katholische Kirche St. Antonius Abt befindet sich in Ammeloe bei Vreden im Münsterland. Die mächtige Hallenkirche mit vier Jochen wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Backstein errichtet, schon damals überdimensioniert für das landwirtschaftlich geprägte Dorf. Hier schuf

Himmelspforten aus St. Remaklus in Waldorf (1949)
Nach dem zweiten verlorenen Weltkrieg modernisierte sich in Deutschland die Sakralkultur, was man bei folgendem Beispiel aus dem Saarland feststellen kann: Die lateinischen Beschriftungen waren abgeschafft, jetzt hatte das Trierer Bistum die deutsche Sprache zugelassen, oder verzichtete inzwischen ganz auf

Fresken der Thomas-Kapelle (San Tumasgiu) in Pastoreccia (um 1500)
Auf Korsika hat sich neben der Ausmalung von Santa Maria Assunta in Furiani (Ende 15. Jh.) noch eine weitere Variante der Malerei mit dem Himmlischen Jerusalem erhalten. Es handelt sich um die Chormalerei der Thomas-Kapelle (San Tumasgiu) in Pastoreccia (Pastureccia).

Meister von Schöder: Spätmittelalterliche Himmelspforte aus der Nikolauskirche in Bad Gastein (um 1460)
In Bad Gastein (Bundesland Salzburg) findet sich an einer südöstlichen Ecke des Schiffes der römisch-katholischen Nikolauskirche eine Weltgerichtsdarstellung. Sie ist von etwa 1460, als der Ort noch kein Wintersportzentrum und kein Bad war, sondern eine Ansammlung größerer landwirtschaftlicher Gehöfte und
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.



