LETZTER BEITRAG
Johann Andreas Pfeffel der Ältere (1674-1748): Kupferstich „Symbola B. Mariae“ (1738)
Es handelt sich hier um eine Grafik von Johann Andreas Pfeffel dem Älteren (1674-1748), einem deutschen Kupferstecher, Radierer und Verleger aus Augsburg. Obwohl er zu seiner Zeit zu den führenden Augsburger Künstlern gehörte, hat die

Johann Andreas Pfeffel der Ältere (1674-1748): Kupferstich „Symbola B. Mariae“ (1738)
Es handelt sich hier um eine Grafik von Johann Andreas Pfeffel dem Älteren (1674-1748), einem deutschen Kupferstecher, Radierer und Verleger aus Augsburg. Obwohl er zu seiner Zeit zu den führenden Augsburger Künstlern gehörte, hat die moderne Wissenschaft ihn vergessen – eine Pfeffel-Forschung existiert nicht, obwohl zu seiner Biografie und zu

Jean Ganiere (um 1615-1666): Kupferstich „Refugium Peccatorum“ (1650 um)
Neben hochwertigen Ölmalereien und hochwertigen Kupferstichen akademischer Meister hat es auch immer wieder Arbeiten gegeben, die von der Kunstgeschichte ignoriert wurden, manchmal zu unrecht, manchmal aber einfach auch aufgrund der grottenschlechten Ausführung. Hier haben wir ein besonders problematisches Beispiel vor uns: Bei der Figur denkt man, wegen des Bartes, der

Cars François (1631-1701): Kupferstich „Maria Immaculata“ (1665)
Der Franzose Cars François (1631-1701) ist der „incisore“, also der Kupferstecher dieser einfarbigen Grafik in Ätztechnik. Dieses 30 x 20 Zentimeter großen Exemplar befindet sich im Besitz der katholischen Kirche in Rom. Herausgebracht wurde die Arbeit von Philippus Borde, Laurentius Arnaud, Petrus Borde und Guillelmus Barbier, die auch an anderer

Théodore van Merlen (1609-1672): „Gratiae et Virtutes tuae Virgo Maria sunt inenarrabiles“ (1815)
99 Prozent aller Wiedergaben der Lauretanischen Litanei zeigen Maria im Sternenmantel, auf einer Mondsichel, meist umgeben von einigen ihrer Symbole oder von Engelchen. Wahlweise erscheint darüber Gott in den Wolken, Heilige oder Stifterpersonen unten an den Seiten. Es gibt aber auch die einprozentigen Werke, auf denen Maria Immaculata in einen

vermutlich Cornelis Cort (1533-1578): Maria Immaculata-Darstellung (1587)
Dieser Kupferstich ist dem dritten Teil des Werkes „De Origine Seraphicae Religionis Franciscanae“ (S. 860) entnommen, eines der vielen Werke des 16. Jahrhunderts, in dem versucht wird, die Jungfräulichkeit Mariens zu erklären und für diese Vorstellung zu werben. Francesco Gonzaga hat diese Schrift, an der mehrere Theologen des Franziskanerordens beteiligt

Francesco Lamarra (um 1710-1780): Radierung „König David“ (um 1766)
Francesco Lamarra (auch La Marra) war ein gebürtiger Neapolitaner, der von etwa 1710 bis 1780 lebte und im Königreich Neapel tätig war. Hauptsächlich war Lamarra als akademisch geschulter Zeichner tätig, aber wir kennen von ihm auch zwei Ölmalereien der Heiligen Maria. Die römisch-katholische Kirchengemeinde von Andria (Apulien) besitzt einen ganzen

Conrad Hillebrand: Kastenbild der heiligen Familie (1608)
Im Vordergrund ist übergroß eine Marienfigur zu sehen, auf deren Schoss Christus Platz genommen hat; im Hintergrund rechts tränkt Joseph einen Esel – Thema ist die heilige Familie auf der Flucht, bzw. während einer kurzen Pause auf dieser Flucht. Darauf hin deutet der beiseite gelegte Tornister und Wanderstab unten rechts.

Umkreis des Antonio Palomino (1655-1726): Ölmalerei der Maria Immaculata (um 1697)
Antonio Palomino (mit vollem Namen Acisclo Antonio Palomino de Castro y Velasco, 1655-1726) war ein spanischer Maler, der heute noch in der Wissenschaft als Kunsttheoretiker etwas bekannter ist (sein Band „El Museo Pictórico y Escala Óptica“ gilt als eine der wichtigsten Quellen zur spanischen Barockmalerei). Er hatte zunächst Theologie studiert,

Girolamo da Santacroce (um 1480-1556): Ölmalerei der Maria Immaculata (1535)
Die in Frankreich sich im späten Mittelalter herausgebildete Darstellungsweise der Lauretanischen Litanei verbreitete sich schnell im ganzen katholischen Europa. Ein frühes Beispiel ist eine Malerei auf der Predella des Hauptaltars der Kirche Mariä Verkündigung in Košljun. Košljun ist eine kleine Insel in der Bucht von Punat an der Küste von

Gregorio Forstman: Kupferstich einer Marienerscheinung (1660)
Diego Jarava (auch Xarva) del Castillo, ein Verfasser theologischer Schriften der späten Gegenreformation, veröffentlichte im Jahr 1660 „Triunfos gozosos de Maria Sacratissima concebida, santa, pura, limpia y sin mancha de pecado original“, eine enthusiastische Lobeshymne auf Maria, die in Madrid bei Mateo Fernandez mit königlichem Privileg gedruckt wurde. Ein Kupferstich

Juan Bautista Vázquez d. Ä. (1510-1588), Melchor Turín: Schnitzereien des Hauptretabels der Kirche Santa María in Medina-Sidonia (um 1575)
Es handelt sich bei dieser Darstellung der Maria Immaculata nach der Lauretanischen Litanei um einen Ausschnitt des großen Retabels von Santa María la Coronada der Stadt Medina-Sidonia in Andalusien. Das Kunstwerk aus vergoldeten und polychromen Schnitzereien gilt als eines der schönsten von ganz Andalusien. Allein mit seiner gewaltigen Größe von

Anonymer Meister: Maria Immaculata als Kastenbild (um 1620)
Was das Himmlische Jerusalem angeht, ist dieses Malerei eine interessante Fassung, deren Anlage, geschweige denn Aussage, man erst Stück für Stück zu fassen vermag. Im mittleren Bildfeld erscheint eine exzellent ausgearbeitete Madonna im blau-roten Sternengewand, die auf einer Mondsichel schwebt. Um sie sind fast zwanzig ihrer Symbole gelegt, alle mit

Hovnatanian Jonathan (1730-1801): Ölgemälde der Maria Immaculata (1750-1800)
Die Familie Hovnatanyan war in Armenien über Jahrhunderte die einflussreichste und vor allem eine verzweigte Künstlerfamilie. Der Nachname leitet sich angeblich von Hovnatan ab, dem armenischen Äquivalent zu Jonathan. Die Wurzeln der Sippe liegen im 17. Jahrhundert im Dorf Shorot im Bezirk Yernjak in Nachitschewan (Autonome Republik Nachitschewan); im 19.

Matías Jimeno: Ölmalerei der Maria Immaculata (um 1625)
Die Malerei, selbst nicht signiert, wurde von Experten dem spanischen Maler Matías Jimeno (auch Ximeno) zugewiesen. Viel ist über Jimeno/Ximeno bislang nicht bekannt: Matías Jimeno war ein Schüler von Vincente Carducho und wirkte als kastilischer Maler um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Diese Ölmalerei der Immaculata soll um 1625 entstanden

Bethune-Breviarium (um 1500)
Im Spätmittelalter kam das Motiv der Lauretanischen Litanei zunächst als Miniatur auf. Um 1500 fand das Werk Eingang in Druckausgaben, was wiederum die Voraussetzung bot für die weite Verbreitung dieses Motivs als Ölmalerei im 16. und 17. Jahrhundert. Danach stand fest: Die Maria Immaculata war eines der populärsten Bildmotive der

Johann Andreas Pfeffel der Ältere (1674-1748): Kupferstich „Symbola B. Mariae“ (1738)
Es handelt sich hier um eine Grafik von Johann Andreas Pfeffel dem Älteren (1674-1748), einem deutschen Kupferstecher, Radierer und Verleger aus Augsburg. Obwohl er zu seiner Zeit zu den führenden Augsburger Künstlern gehörte, hat die moderne Wissenschaft ihn vergessen –

Jean Ganiere (um 1615-1666): Kupferstich „Refugium Peccatorum“ (1650 um)
Neben hochwertigen Ölmalereien und hochwertigen Kupferstichen akademischer Meister hat es auch immer wieder Arbeiten gegeben, die von der Kunstgeschichte ignoriert wurden, manchmal zu unrecht, manchmal aber einfach auch aufgrund der grottenschlechten Ausführung. Hier haben wir ein besonders problematisches Beispiel vor

Cars François (1631-1701): Kupferstich „Maria Immaculata“ (1665)
Der Franzose Cars François (1631-1701) ist der „incisore“, also der Kupferstecher dieser einfarbigen Grafik in Ätztechnik. Dieses 30 x 20 Zentimeter großen Exemplar befindet sich im Besitz der katholischen Kirche in Rom. Herausgebracht wurde die Arbeit von Philippus Borde, Laurentius

Théodore van Merlen (1609-1672): „Gratiae et Virtutes tuae Virgo Maria sunt inenarrabiles“ (1815)
99 Prozent aller Wiedergaben der Lauretanischen Litanei zeigen Maria im Sternenmantel, auf einer Mondsichel, meist umgeben von einigen ihrer Symbole oder von Engelchen. Wahlweise erscheint darüber Gott in den Wolken, Heilige oder Stifterpersonen unten an den Seiten. Es gibt aber

vermutlich Cornelis Cort (1533-1578): Maria Immaculata-Darstellung (1587)
Dieser Kupferstich ist dem dritten Teil des Werkes „De Origine Seraphicae Religionis Franciscanae“ (S. 860) entnommen, eines der vielen Werke des 16. Jahrhunderts, in dem versucht wird, die Jungfräulichkeit Mariens zu erklären und für diese Vorstellung zu werben. Francesco Gonzaga

Francesco Lamarra (um 1710-1780): Radierung „König David“ (um 1766)
Francesco Lamarra (auch La Marra) war ein gebürtiger Neapolitaner, der von etwa 1710 bis 1780 lebte und im Königreich Neapel tätig war. Hauptsächlich war Lamarra als akademisch geschulter Zeichner tätig, aber wir kennen von ihm auch zwei Ölmalereien der Heiligen
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

