LETZTER BEITRAG

Alois Plum (1935-2024): Verglasung von Herz-Jesu in Kassel-Niederzwehren (1984)

Alois Plum, ein Glaskünstler aus Mainz, hat zu Beginn der 1980er Jahre bis in 1990er Jahre eine Serie von ähnlichen Glasmalereien des Himmlischen Jerusalem geschaffen. Bei dieser wird die Stadt als rotgelber Lichtkreis dargestellt, mittels großer, ineinander greifender Bahnen. Diese Lichtkreise findet man in der Christuskirche in Neunkirchen (1984), in

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Hermann Wirth (1900-1973): Wandmalerei aus St. Franz-Xaver in Arzell (1948)

Sakralkunst aus den 1930er Jahren ist in Deutschland immer schwerer zu finden, für das Bildmotiv des Neuen Jerusalem gilt das im Besonderen. In der ersten Hälfte der 1930er Jahre verhinderten ökonomische Zwänge die Bautätigkeit, in der zweiten Hälfte politische Erschwernisse. Zusätzlich hat der Krieg und die der Purifizierungswahn der 1960er

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David Hetland (1947-2006): Kapelle des Riverview Place in Fargo (1987)

Riverview Place in Fargo (Nort Dakota), zu dem auch eine Kapelle für die Seniorenwohnanlage gehört, wurde von den Presentation Sisters gegründet. Die Einrichtung wurde zur Bereitstellung von Wohnraum und Pflege entwickelt und verfügt über eine Kapelle als Teil ihres Dienstes. Die Gemeinschaft selbst wurde Ende der 1980er Jahre gegründet. 1985

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David Hetland (1947-2006): Bethlehem Lutheran Church in Fergus Falls (1993)

Dieses Fenster war ein Auftragswerk einer US-amerikanischen protestantischen Gemeinde aus dem Jahr 1993. Es gibt einen Klappentext auf einer Grußkarte, der die Fensterkunst auf dem Cover zeigt, übersetzt lauten die Zeilen: „Auf dem Umschlag ist die Darstellung eines Buntglasfensters zu sehen, das für den Eingang der Bethlehem Lutheran Church in

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„Das Leben und der Bericht über Wunder des heiligen Basilius sowie der Vision seines Schülers Gregors“ aus Moskau (1912)

„Das Leben und der Bericht über Wunder des heiligen Basilius sowie der Vision seines Schülers Gregors“ erschien 1912 in Moskau. Es war ein Projekt der christlichen Druckerei des Preobraschenski-Almosenhaus, dem spirituellen Zentrum der altgläubigen Kultur der Fedoseyevo-Gemeinde seit dem frühen 19. Jahrhundert. Vorlage war ein handgeschriebenes Menäon des Metropoliten Makarios.

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Gury Nikitin (um 1620-1691): Fresken im Dreifaltigkeitskloster Danilov in Pereslawl (1661-1668)

Eine der ersten großen Aufträge des russischen Malers Gurij (Gury) Nikitin war die Ausschmückung des Danilov-Klosters der Heiligen Dreifaltigkeit in Pereslawl (auch Dreifaltigkeitskloster Danilov). Danilov bezieht sich dabei auf den Heiligen Daniel, dessen 1652 entdeckten Reliquien in der Kathedrale aufbewahrt werden. Die Folge: Zahlreiche Pilger aus der gesamten Rus pilgerten

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Escudos de Monja (Nonnenschilder) aus Mexiko (17. Jh.)

„Escudos de Monja“ gab es in Deutschland kaum, daher fehlt auch eine gängige Bezeichnung. Wortwörtlich heißt es aus dem Spanischen übersetzt „Nonnenschild“ oder „Nonnenabzeichen“. Es waren kleine Medaillons von etwa zehn Zentimetern im Durchmesser mit einer frommen Malerei, fast immer Maria. Sie konnten dazu verwendet werden, am Hals das Gewand

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Weltgericht aus Iwanowo (1700-1750)

Diese russische Weltgerichtsikone befindet sich heute in der Sammlung des Museum-Reservats Pereslavl. Pereslavl gehört zum sogenannten „Goldenen Ring“ nordöstlich von Moskau mit zahlreichen historischen Klosteranlagen und Kirchen mit einem heute noch beachtlichen Bestand an Ikonen. Diese mit dem Motiv des Weltgerichts soll aus dem 18. Jahrhundert stammen, als die bildlichen

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Iwan Plotnikow: Weltgerichtsikone aus Kostroma (1750-1800)

Die russische Stadt Kostroma war im 17. und 18. Jahrhundert führend in der Produktion von Ikonenmalereien. Die Motive waren von großer Unterschiedlichkeit, viel Neues lässt sich erstmals in Kostroma nachweisen. Was das Neue Jerusalem angeht, lässt sich hier ebenfalls Vielfalt feststellen; die Stadt konnte als barockes Jerusalemoval ebenso erscheinen wie

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Gury Nikitin (um 1620-1691): Wandmalerei aus der Kirche zum Heiligen Kreuz in Tutajew (1658)

Die Kirche zum Heiligen Kreuz (auch Kreuzerhöhungskathedrale) ist eine von zwei Kathedralen in Tutajew in der Oblast Jaroslawl, einem Zentrum der russischen Ikonenmalerei. Demnach besitzt auch diese Kirche zahlreiche Ikonen im typischen Jaroslawl-Stil, ermöglicht durch das Adelshaus der Romanows, die den Bau dieser Kirche 1658/59 maßgeblich förderten. Die Kirche ist

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MS 119: Französisches Stundenbuch (um 1550)

In der Mitte des 16. Jahrhundert war das Thema Tota Pulchra, also die Maria Immaculata mit ihren Symbolen der Reinheit nach der Lauretanischen Litanei, längst etabliert. Die großen Stundenbücher waren geschrieben, das Thema findet sich jetzt eher auf Kupferstichen und als Glasmalerei. Dennoch ist um 1550 noch eine letzte Miniatur

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Matteo da Milano (um 1440 – um 1520): Brevier des Ercole I. d’Este (1504)

Vor allem im späten 15. Jahrhundert entstand eine Darstellungsweise des Himmlischen Jerusalem, bei der eine gerundete Stadtmauer sich meist vollständig, oder doch annähernd komplett von links nach rechts zieht. Dadurch wird ein kleinerer Himmelsbereich oben von dem größeren irdischen Bereich

Jerusalems-Radleuchter aus der Walburgiskerk Zutphen (1395)

Der wichtigste Jerusalems-Radleuchter der Niederlande hängt in der Walburgiskerk von Zutphen (Provinz Gelderland, Niederlande); er inspirierte später Joseph Cuypers zu seinem Leuchter in der Urbanuskerk in Nes aan de Amstel. Weltweit ist der Leuchter aus der Walburgiskerk der Viertälteste, der

Georg K. Rohde (1874-1959): Jesus-Christus-Kirche in Bad Rothenfelde (1928)

Georg Karl Ernst Rohde (1874-1959) war ein norddeutscher Glasmaler, der seit 1906 in Bremen eine Werkstatt führte. Zuvor hatte er eine Lehre als Maler gemacht, dann die Kunstgewerbeschule in Oldenburg besucht, schließlich eine Gesellenzeit bei dem Kirchenmaler Lauterbach in Hannover verbrachte.

Marc de Klijn (geb. 1939): Gemälde in der Kirche „Open Hof“ in Kampen (1994)

Die protestantische Kirche „Open Hof“ in Kampen (Provinz Overijssel, Niederlande) ist tatsächlich rund um die Uhr geöffnet. Nächtliche Gäste müssen allerdings kurz warten, bevor sie eingelassen werden. Eine weitere Besonderheit dieser Kirche ist, dass hier eine Flüchtlingsfamilie Kirchenasyl gefunden hat,

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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