Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

LETZTER BEITRAG

Heinrich Schickhardt (1558-1635): Reliefbild aus Ehningen (um 1620)

An der Brüstung der Empore der evangelischen Kirche zu Ehningen südlich von Stuttgart sind, auf zwei Reihen verteilt, 27 Reliefbilder angebracht. Sie zeigen, wie üblich, Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Derartige Stuckreliefs wurden Anfang des 17. Jahrhunderts eine Modeerscheinung, doch wegen der Fragilität haben sich nur wenige Exemplare

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Adolf Saile (1905-1994): Föhrichkirche in Stuttgart (1968)

Die Föhrichkirche ist eine evangelische Kirche, die sich in Stuttgart-Feuerbach befindet. Sie wird seit dem Jahr 2011 vornehmlich von der russisch-orthodoxen Kirchengemeinde genutzt. Dazu wurde der gesamte Innenbereich den Bedürfnissen der Orthodoxen angepasst und entsprechend ausgestaltet. Erhalten hat sich glücklicherweise das einzige Buntglasfenster an der Südwand der Kirche, welches den

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Johannes Schreiter: Heidelberger Universitätsfenster (2011)

Johannes Schreiter (geb. 1930) sollte ursprünglich Fenster für die Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg gestalten, worüber es 1984 zum Heidelberger Fensterstreit kam. Der Künstler konnte aber Jahre später in einer anderen Kirche Heidelbergs, von 2006 bis 2012, einen neunteiligen Fensterzyklus ausarbeiten und auch vollenden. Diese Fenster, ausgeführt von der Firma Derix, gehören

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Veitskapelle in Stuttgart-Mühlhausen (um 1385)

Der größte Schatz der Veitskapelle in Mühlhausen nordöstlich von Stuttgart ist, neben mittelalterlichen Altären, eine vollständig erhaltene Wand- und Gewölbemalerei aus der Zeit um 1385. Soweit bekannt, wurden sie während der Reformation und auch danach niemals übertüncht. Da mit dem Bau Meister der Bauhütte des Veitsdoms in Prag beauftragt waren,

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Hans Mayer: Grabsteine von Natursteine Mayer aus Lauf/Pegnitz (ab 2002)

Natursteine Mayer nennt sich der Betrieb von Meister Hans Mayer in Lauf an der Pegnitz. Von dort werden seit inzwischen über einhundert Jahren Design-Steine vom Fachmann für ganz Mittelfranken hergestellt. Der Betrieb ist bekannt für schnörkellose, harmonische Arbeiten in klassischen Formen; zeitlos, schön und natürlich sollen die Arbeiten sein. Der

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Grabsteine aus dem Steinmetzbetrieb Naturstein-Richter aus Sulingen (um 2020)

Der Steinmetz und Bildhauermeister Heiko Richter ist Inhaber des Betriebes Naturstein-Richter in Sulingen südlich von Bremen. Der Traditionsbetrieb stellt seit über achtzig Jahre Grabmale her und ist in der letzten Zeit durch qualitätsvolle Arbeiten mit dem Motiv der Himmelspforte aufgefallen. Alle Steine sind hier so wiedergegeben, wie sie in der

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Vita des Heiligen Basilius (1768)

Überraschend muten diese drei Tuschezeichnungen an, die in Russland entstanden sind. Man findet sie im letzte Viertel einer Lebensgeschichte über den Heiligen Basilius (um 330 – 379). Der Asket, spätantike Bischof und Kirchenlehrer Basilius von Caesarea war schon zu Lebzeiten als Basilius der Große bekannt, zusammen mit Gregor von Nazianz

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Robert Lawson (1892-1957): Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1939

Die beiden Abbildungen entstammen einer Ausgabe, welche 1939 in New York erschienen ist. Sie gehören zu einer Ausgabe des christlichen Erfolgsromans „Pilgrim’s Progress“ von John Bunyan aus dem 17. Jahrhundert. Die erste Ausschnitt, eine rotfarbene Zeichnung, findet sich auf den beiden Innenseiten des Covers jeweils am Beginn und am Ende

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Epitaph in Maulbronn (1683)

Johann Ulrich Bauder musste Zeit seines Lebens mit vielerlei Schwierigkeiten fertig werden. Geboren wurde er 1610 in Leonberg, dann studierte er u.a. in Maulbronn, wo er 1675, als er bereits alt und krank war, zum Abt und Generalsuperintendenten berufen wurde. Zur Zeit seiner höchsten Schaffenskraft wurde seine Heimat mit jahrelangen

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Daniel Mosimmanuel de Gresle: Zweiwegebild als frühneuzeitliches Flugblatt aus Straßburg (1612)

Diese Stadt wird fast vollständig von einer Wolke verdeckt, vor der Christus als Weltenrichter erscheint. Er thront auf einem Regenbogen, begleitet von zwei Engeln, die mit Posaunen zum Jüngsten Gericht rufen. Hinter der Wolke, die an eine mittelalterliche Mandorla angelehnt ist, sieht man zahlreiche kleine Wohnhäuser wie in mitteleuropäischen Städten

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Ann Therese Kelly: St. Gabriel’s Church in Elma (2006)

In den letzten Jahren sind Glasmalereien von Künstlern wie René Pouillard, Horst Bohatschek, Richard Hanley, Marjorie Blake oder Maria Agar Loche entstanden, die sich durch hohe Flächigkeit, kräftige Farben und große Glasscheiben auszeichnen. Dadurch ist es möglich, dass man ohne Ablenkung sofort die wesentlichen Bestandteile und Aussagen eines Fensters bzw.

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Erich Waske (1889-1978): „Ein Engel zeigt Johannes das neue Jerusalem“ (1919)

Es war unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, als „Die Offenbarung Johannis“ 1919 im Berliner Verlag Axel Juncker erschien und in Weimar bei Dietsch & Brückner gedruckt wurde. Von den 150 handsignierten Drucken haben sich nur ein Dutzend erhalten. Zu diesem Zeitpunkt hatten Untergangspropheten und düstere Visionen einer ungewissen Zukunft ebenso

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Anonyme Himmelpforten (16. Jh.)

Gelegentlich tauchen auf Auktionen oder bei Kunsthändlern Ölmalereien der Maria Immaculata bzw. Tota Pulchra auf, die bereits im 16. Jahrhundert entstanden sein sollen. Vor allem im 21. Jahrhundert haben diese Funde auffällig zugenommen. Es ist erstaunlich, dass über Jahrhunderte diese Preziosen ein stilles Dasein geführt haben, wissenschaftlich nirgends dokumentiert sind,

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Pere Abadal i Morató (um 1630-1685): Maria Immaculata (um 1650)

Die Familie Abadal mit Sitz in Moyá und später in Manresa nördlich von Barcelona war in der Barockzeit im 17. und 18. Jahrhundert einer der wichtigsten Kupferstichdrucker in Katalonien. Die Biblioteca de Catalunya kaufte kurz nach ihrer Gründung eine große Anzahl von Illustrationen dieser Familie, sowohl Xylografien als auch Holzschnitte.

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Hermann Geyer (1934-2016): Heilig Geist Kapelle in Ergenzingen (1980)

Die Heilig Geist Kapelle in Ergenzingen (Landkreis Tübingen) ist ein ganz besonderes Gotteshaus, was man bereits von außen ablesen kann. Sie befindet sich unmittelbar am Kirchenturm und ist von der modernen Kirche getrennt. Vom spätmittelalterlichen Vorgängerbau blieben Dank radikaler Abrissarbeiten

Würzburger Tafelmalerei (um 1430)

Um 1430 entstand diese Tafelmalerei mit Basis auf Öl und Tempera auf Laubholz, vermutlich im Bistum Würzburg, und auch heute noch ist sie im Besitz des Bischöflichen Ordinariats. Weiteres über die Herkunft des Kunstwerks ist nicht bekannt; allein, dass es

Rudolf Yelin der Jüngere (1902-1991): Stadtkirche in Altensteig (1961)

Direkt über der Kanzel der evangelischen Stadtkirche in Altensteig (Schwarzwald nördlich von Freudenstadt) befindet sich ein großformatiges Altarwandbild, welches die ansonsten überwiegend weiße, schmucklose Kirche optisch wie auch motivisch dominiert. Es handelt sich um eine Malerei von Rudolf Yelin dem

Weltgericht aus der Peterskirche in Weilheim (1499/1601)

1489 wurde der Grundstein der heutigen evangelisch-lutherischen Peterskirche in Weilheim gelegt, und 1517 begann der Innenausbau. Aus den Jahren unmittelbar davor stammt ein gewaltiges Gemälde auf der Ostwand, welches das Langhaus vom Chor trennt. Es ist ein Werk der Malerschule

Inge Sandeck: Station „Völkerwallfahrt“ (1998)

Retzstadt ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Der Retzbach-Retzstadt-Rundweg (auch Besinnungsweg) geht zurück auf Initiative von Pater Fritz Schaub und das katholisch Pfarramt Retzbach. Der 13 km lange Besinnungsweg soll Wanderer zur Ruhe kommen lassen und inneren Einkehr führen.

Emil Wachter (1921-2012): Deckengemälde in Ettlingen (1988)

Die evangelische Barockkirche St. Martin in Ettlingen blieb Jahrhunderte lang im Inneren unvollendet. In den 1980er Jahren präzisierten sich Pläne, die Deckenausmalung anzugehen. Die Planer gingen davon aus, dass der moderne Mensch mit dem Thema Zukunft nur noch „Dunkles und