LETZTER BEITRAG
Joseph Jaekel (1907-1985): Jerusalemleuchter aus der evangelischen Kirche in Walldorff (um 1965)
Die Waldenserkirche in Walldorf, südlich von Frankfurt in Südhessen, ist ein denkmalgeschütztes, historisches Gotteshaus, das 1699 von französischen Glaubensflüchtlingen gegründet und im Jahr 1805, als die Gemeinde zur größten deutschen Waldensergemeinde herangewachsen war, neu erbaut

James Edson White (1849-1928): „Das Neutestamentliche A B C-Buch“ (1906)
„Das Neutestamentliche A B C-Buch“ ist ein biblisches Lehrbuch in deutscher Sprache, welches Adventisten 1906 in den USA herausbrachten. Verfasser war James Edson White (1949-1928). Man darf davon ausgehen, dass die daran beteiligten Künstler und Künstlerinnen aus dem Umkreis der Adventisten stammen, namentlich bekannt sind sie jedoch nicht. Das Cover

Otto Vittali (1872-1959): Himmelfahrtkirche in Jerusalem (1911)
Der Historismus brachte neue Kunstwerke mit dem Jerusalem-Motiv hervor, nicht nur Leuchter und Mosaike, sondern auch Wandmalereien. Bedeutend ist hier vor allem die Innenausmalung der evangelischen Himmelfahrtkirche im (irdischen) Jerusalem. Schon der Name der Kirche bringt es mit sich, an das Motiv des Himmlischen Jerusalem zu denken; der historische Ort

Christliches Unterweisungsbuch aus Tirol (18. Jh.)
Dieser sehr seltene Druck stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Er gehört zu einer Tafel XIII eines Buches zur christlichen Unterweisung aus Tirol (Österreich). Entstanden ist die grafische Arbeit in katholischem Umfeld. Es handelt sich nicht um einen Kupferstich, sondern um einen Holzdruck. Das Blatt wurde aus dem Unterweisungsbuch herausgerissen,

Lorenz Humburg (1906-1994): St. Elisabeth-Kirche in Mieste (1958)
Die Fenster sind der künstlerische Höhepunkt der römisch-katholischen St. Elisabeth-Kirche in Mieste (Altmark in Sachsen-Anhalt, nahe Gardelegen). Als Altarwand findet man 25 rasterförmig angeordnete einzelne Felder, die eine Art leuchtenden Bilderbogen darstellen. Dieser Bogen zieht sich von der unten dargestellten irdischen Welt zur himmlischen Sphäre oben. Dort zeigt in der

Linhart Koenbergk: Stendaler Altar (1471)
Linhart Koenbergk ist ein wenig bekannter Künstler des 15. Jahrhunderts, der in Mitteldeutschland tätig war und vermutlich in Erfurt seine Werkstatt hatte. Einflüsse wurden nachgewiesen zum Erfurter Regleraltar, zu Johannes Wisse, zur Paulinerkirche in Leipzig und zur Predigerkirche in Erfurt. Koenbergks Hauptwerk ist jedoch der auf 1471 datierte Altar der

Gerd Winner (geb. 1936): Altarbild der ehemaligen Kirche St. Heinrich in Wolfsburg (1962)
Das Altarbild der ehemaligen römisch-katholischen Kirche St. Heinrich in Wolfsburg-Süd (Siedlung Rabenberg) hat der Künstler Gerd Winner (geb. 1936) im Jahr 1962 gestaltet. Solche figürlichen Sakralarbeiten sind für Winners Œuvre eine seltene Ausnahme. Sie finden sich, wenn überhaupt, in seiner frühen Schaffensphase und zeigen den Einfluss von Josef de Ponte.

Anton Koberger (um 1440-1513): Deutsche Bibel (1483)
Lange Zeit glaubte man, dass Albrecht Dürer der erste gewesen sei, der das Verschließen Satans für tausend Jahre und das Niederkommen des Neuen Jerusalem in einem Bild vereinigt hat. Dies trifft jedoch nicht zu, Dürer war lediglich derjenige, der die bildliche Verknüpfung von Offenbarung Kapitel 20 und Kapitel 21 in

Fresko aus dem Athos-Kloster Dochiariu (16. Jh.)
Das Kloster Dochiariu (griechisch Ι. Μ. Δοχειαρίου) befindet sich auf dem Berg Athos auf der gleichnamigen Halbinsel Griechenlands. In dieser entlegenen, aber geschützten Gegend hatten sich bereits im frühen Mittelalter zahlreiche Klöster des griechisch-orthodoxen Ritus niedergelassen, um hier in Ruhe ein Leben der Anbetung und Kontemplation zu führen. Um dieses

Henry Courtney Selous (1803-1890): Pilgrim’s Progress, Ausgaben 1844 und 1875
Zu dem Frühwerk des englischen Malers Henry Courtney Selous (1803-1890) zählt seine Mitarbeit an einer Ausgabe des Romans „Pilgrim’s Progress“ von John Bunyan. Diese Neuausgabe brachten George Godwin und Lewis Pocock für die Art-Union 1844 in London heraus. Sie besteht aus zwei Teilen. Im ersten finden sich Holzschnitte von John

US-amerikanisches Zweiwegebild (The Two Ways) (vor 1897)
Die obige Illustration stammt aus der US-amerikanischen Zeitschrift „Signs of the Times“, die von Adventisten in den USA noch heute herausgegeben wird. Sie ist die führende Zeitschrift dieser Glaubensgemeinschaft. In der Ausgabe vom 15. Juli 1897 findet man ein kleines Zweiwegebild, bezeichnet als „The Two Ways“. Es ist nur wenige

Maler James: Maria Immaculata aus Jerusalem (17. Jh.)
In der Frühen Neuzeit war das Motiv der Maria Immaculata mit ihren Symbolen populär, vorzugsweise die weiße Lilie, das Goldene Haus, der Morgenstern usw. Zwei der Symbole repräsentieren das Neue Jerusalem, nämlich die Himmelspforte und die Civitas Dei (Gottesstadt). Zahlreiche solcher Beispiele findet man in westeuropäischen Kirchen, Klöstern und Museen.

Thietmarleuchter, früher Azelinleuchter, aus dem Hildesheimer Dom (1038-1044)
Obwohl Radleuchter so selbstverständlich zum romanischen Kircheninterieur gehörten, haben sich nur sehr wenige Exemplare bis in unsere Zeit erhalten. Der älteste in Deutschland erhaltene Leuchter ist wohl der „Thietmarleuchter“ (früher Azelinleuchter genannt) aus dem Hildesheimer Dom. Er entstand im Jahrzehnt der Regierungszeit des Hildesheimer Bischofs Thietmar zwischen 1038 und 1044

Heziloleuchter aus dem Hildesheimer Dom (1054-1079)
Ein weiterer Radleuchter im Hildesheimer Dom neben dem älteren Thietmarleuchter wurde von Bischof Hezilo (1054-1079) gestiftet. Damit sollte dem unter seiner Herrschaft nach einem Brand wieder aufgebauten Mittelschiff des Altfrid-Doms eine würdige Beleuchtung gegeben werden. Es ist mit sechs Metern Durchmesser und heute 72 Lichtern der größte der fünf in

Pedro „Unser Heim im Paradies“ (um 1930)
Sands Harvey Lanes (1844-1906) Traktat „Unser Heim im Paradies. Gottes Absicht bei der Schöpfung dieser Welt, dargelegt in Geschichte und Weissagung vom alten zum neuen Paradies“ ist eine Übersetzung der erfolgreichen und mehrfach aufgelegten Schrift „Our Paradise Home“. Sie bringt bereits auf dem Cover das Himmlische Jerusalem, wo es zwischen

Meister der Claude de France: MS Typ 252 (1510)
Die Handschrift Houghton MS Typ 252 entstand im Jahr 1510 in einer monastischen Schreibstube in Tours. Heute ist sie im Besitz der Houghton-Library der Harvard Universität in Cambridge. Es handelt sich um ein kleines Lektionar mit 63 Illustrationen, also um ein liturgisches Buch, welches die biblischen Lesungen im Ablauf des

Armenische Bibeleditionen (1619, 1645, 1648, 1666)
Innerhalb der armenischen Kirche bildete sich eine Präsentation des Neuen Jerusalem heraus, die anhand ihrer Merkmale schnell erkannt werden kann. Eine der frühen Fassungen ist die Lemberger Bibel aus dem Jahr 1619, die im Kunstmuseum Matenadaran in Jerewan, dem Zentralarchiv

Louis Charles Auguste Steinheil (1814-1885) und Nicolas Coffetier (1821-1884): Kartäuserkapelle von Lyon (um 1865)
Die Kapelle der Kartäusermönche im ersten Arrondissement von Lyon (Region Rhône-Alpes) ist offiziell eine geweihte römisch-katholische Kirche. Im Jahr 1837 wurde auf dem damals noch offenen Gelände ein Erziehungsinstitut errichtet, für das der Architekt Tony Desjardins (1814-1884) von 1859 bis

MS 19: Apokalypsehandschrift (1300-1330)
Die Bodleian-Apokalypse, die Tanner-Apokalypse, MS M 524 Morgan, die Lambeth-Apokalypse, MS B.10.2 und andere, sicher auch einige, die die Jahrhunderte nicht überstanden haben, bilden eine Gruppe, zu der auch MS 19 gehört. Diese Gruppe zeichnet aus, dass in ihr das

John Bunyan: Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1981
Für eine populäre Taschenbuchausgabe, herausgebracht im Jahr 1981, wurde eine Farbzeichnung mit dem Himmlischen Jerusalem für das Cover ausgewählt. Es war eine Zeit, in der das Taschenbuch größte Erfolge feierte und sich viele in dem (irrigen) Glauben befanden, dass Hardcover

J. O. Adeuga: John Bunyans Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1979
Im Jahr 1979 erschien bei der Daystar-Press in Nigeria eine afrikanische Ausgabe mit dem Titel „Ilosiwaju ero mimo. Lati aiye yi si eyi ti mbo: apa ekini ati ekeji“. Das war in Ibadan, der Hauptstadt des Bundesstaates Oyo und mit

Peter J. Rennings (1876-1966): Himmelspforten (1928, 1953 und 1979)
Peter J. Rennings war im 20. Jahrhundert an vielen Publikationen der Adventisten mit Illustrationen beteiligt. Der Künstler lebte von 1876 bis 1966 und hatte im Walla Walla County in Washington sein Atelier. Das bekannteste Werk der Adventisten, an dem Rennings
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






