LETZTER BEITRAG

Claus Wallner (1926-1979): Mosaik der Immanuelkirche Laatzen (1959)

Die Immanuelkirche Laatzen ist eine evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Kirchenkreis Laatzen-Springe, der zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover gehört. Dort baute die Gemeinde 1959 ihre im Krieg zerstörte Kirche neu, wobei, wie es zu jener Zeit in Niedersachsen Mode wurde, das Himmlische Jerusalem von Anfang an Teil der Wandgestaltung war, wie auch in

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Apokalypsemanuskript der Altgläubigen aus Russland (um 1800)

Diese farbenfrohen Darstellungen des Himmlischen Jerusalem sind im Umkreis der Altgläubigen-Gemeinschaft in Russland entstanden. Sie sind in Farbe, Ausführung und Motivwahl an mittelalterliche Manuskripte angelehnt, entstanden aber erst um 1800. Da den Altgläubigen in Russland der Buchdruck untersagt war, mussten sie, wie im Mittelalter, ihre Schriften mühsam per Hand abfassen

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William Bell Scott (1811-1890): Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1865

„The pilgrim’s progress“ erschien „with Sixty-Five original illustrations by David and William B. Scott“ in einer Ausgabe 1865 in London. Das bezog sich auf eine Neuedition des erfolgreichen Romans von John Bunyan aus dem 17. Jahrhundert. Die beiden im Titel genannten Künstler waren zur Zeit des Viktorianismus bekannt und beliebt,

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Han Bijvoet (1897-1975): Fresko aus Onze Lieve Vrouw ter Nood in Heiloo (1930)

Heiloo ist ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf im Nordwesten der Niederlande in der Provinz Nordholland. Wenige Kilometer südlich der Ortschaft liegt eine Quelle, die schon in vorchristlicher Zeit als heiliger Ort galt. Dort steht jetzt die Kapelle Onze-Lieve-Vrouwe ter Nood („Unsere Liebe Frau zur Not“), zu der mehrmals im Jahr römisch-katholische

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Reinhold Schröder (1932-2024): Abgeschaffter und inzwischen wieder rückgeholter Tabernakel aus St. Johannes in Dorsten (1982)

Der Tabernakel von St. Johannes in Dorsten am Übergang vom südlichen Münsterland ins nördliche Ruhrgebiet fügte sich mit seiner hölzernen Stele und dem Aufsatz aus Bronze harmonisch in die Struktur des modernisierten Altarraumes ein. Er ist 1982, als unter dem Pfarrer Günter Kiefer der Kircheninnenraum komplett umgestaltet wurde, von dem

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Charles Crodel (1894-1973): Mosaik der Kaiser-Friedrich-Gedächtnis-Kirche Berlin (1957) und Fenster der Schloßkirche Pforzheim (1958)

Nachdem die 1895 erbaute Berliner Kaiser-Friedrich-Gedächtnis-Kirche im November 1943 durch Luftangriffe total zerstört worden war, wurde auf ihren alten Fundamenten nach Entwürfen von Professor Ludwig Lemmer das neue Gotteshaus gebaut. Es wurde am 30. Juni 1957 von Bischof Otto Dibelius (1880-1967) zur Internationalen Bauausstellung eingeweiht. Die deutsche und schweizerische Aluminium-Industrie

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William M. Craig (1765-1834): Pilgrim’s Progress, Ausgaben 1805 und 1808

„Christian and Hopefull arriving at the opposite side of the River“ („Christian und Hopefull erreichen das gegenüber liegende Ufer“) und „Mercy received in at the Gate“ („Mercy erreicht die Pforte“) sind zwei Kupferstiche von William M. Craig (1765-1834), gestochen von dem Briten T. Wallis aus der Ausgabe von 1805. Es

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Mittelalterliches Gedicht „Perle“ (um 1392)

Das Gedicht „Perle“ wurde von einem unbekannten Dichter gegen Ende des 14. Jahrhunderts in Mittelenglisch verfasst. Der oder die Unbekannte bekam den Notnamen „Perlenpoet“. Das Original befindet sich heute in der British Library (unter der Signatur Cotton Nero A.x., Art. 3). Es gibt verschiedene moderne und kommentierte Veröffentlichungen der Jahre

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Luke Clennell (1781-1840): Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1811

Im Jahr 1811 erschien in London eine, laut Titelangabe, „stereotype Edition“ mit sechs neuen Holzschnitten des Engländers Luke Clennell (1781-1840). In dieser Ausgabe ist das Himmlische Jerusalem auf einem Holzschnitt im zweiten Teil zwischen den Seiten 360 und 361 zu finden. Dort hat die Illustration den Titel „Christiana Crossing the

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Markus von Gosen (1913-2004): Martinikirche in Minden (1954)

Das kriegszerstörte Chorfenster der lutherischen Martinikirche in Minden (Ostwestfalen) wurde 1954 erneuert. Lässt man die Notverglasungen außer acht, dann ist hier eine der frühesten bedeutenden Glasarbeiten der Nachkriegszeit entstanden. Die lange Fensterbahn zeigt unten die Arche Noah, darüber das Gleichnis vom Weinberg, dann das Neue Jerusalem (hier zu sehen) und

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McLoughlin Brothers: Pilgrim’s-Progress-Spiel (1893)

Kein Buch wurde so oft als Spiel oder Puzzle genutzt wie John Bunyans Roman „Pilgrim’s Progress“. Bereits 1893 wurde das Brettspiel „The New Pilgrim’s Progress“ auf dem amerikanischen Markt angeboten. Die ungewöhnliche Idee stammt von den McLoughlin Brothers aus New York, die dort einen umfangreichen Kinderbuch- und Spieleverlag führten. Produziert

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Hubert Distler (1919-2004): Perlentore der Michaelskirche in Grafrath (1987)

Zu sehen ist ein Auszug aus dem sogenannten „Distlerfries“. Man findet ihn in der evangelischen Michaelskirche in Grafrath südlich von Fürstenfeldbruck in Oberbayern. Der Fries gehört nicht zur Originalausstattung, sondern wurde 1987 nachträglich in die 1964 erbaute Kirche eingesetzt. Er ist unmittelbar am Deckenende unter dem Dachansatz in fünf Meter

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Siegfried Assmann (1925-2021): Fenster des Meldorfer Doms (1964)

Der Meldorfer Dom zeigt im Altarraum auf dem Ostfenster ein Himmlisches Jerusalem. Eigentlich ist es kein richtiger Dom, sondern der korrekte Name des lutherischen Gotteshauses in Meldorf bei Heide lautet Sankt-Johannis-Kirche.Der Künstler war bemüht, den zwölf Toren im oberen Bereich

Ursula Dethleffs (1933-1994): Fenster der Nikolai-Kirche in Isny (1972)

Ursula Dethleffs (1933-1994) hat in vielen Bereichen künstlerisch gearbeitet, es gibt von ihr Wandteppiche, Zeichnungen, Keramiken, Hinterglasbilder und auch einige Kirchenfenster. Drei neue Kirchenfenster dieser Künstlerin wurden im Jahr 1972 in den südlichen spätgotischen Chor der evangelischen Nikolai-Kirche in Isny

Auguste Dujardin (1847-1925): Tympanon der Kathedrale von Metz (1903)

Die römisch-katholische Kathedrale Saint-Étienne im lothringischen Metz ist etappenweise in den Jahren 1220 bis 1520 errichtet worden. Der Bau gilt als eines der schönsten und größten gotischen Kirchenbauwerke in Frankreich, er ist ein nationales Kulturdenkmal ersten Ranges. Eines seiner Höhepunkte,

Radleuchter der Christuskirche in Mannheim (um 1911)

Nach dem Jugendstil kam der Art déco, und aus dieser relativ kurzen Stilepoche hat sich in Deutschland zumindest ein Jerusalems-Radleuchter erhalten. Man findet den Kronleuchter in der Mitte des Kirchenschiffs der evangelischen Christuskirche in Mannheim, entstanden um das Jahr 1911.

Sarkophag der Inês de Castro (um 1355)

Der Sarkophag der Inês de Castro befindet sich im Kloster Alcobaça, dem „Real Abadia de Santa Maria de Alcobaça“. Es handelt sich um ein mittelalterliches, katholisches Zisterzienserkloster in der portugiesischen Stadt, welches 1153 vom ersten König Portugals, Afonso Henriques, gegründet

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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