LETZTER BEITRAG

Emil Wachter (1921-2012): Wandfresko in Rickenbach (1986)

Der Karlsruher Künstler Emil Wachter (1921-2012) hatte in der römisch-katholischen Kirche von Rickenbach im Hotzenwald (Südschwarzwald) nicht allein die Glasfenster gestaltet, sondern er übernahm auch umfassende Freskierungen an verschiedenen Wandbereichen der Kirche. Seitdem ist der

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Robert Temple Ayres (1913-2012): „Golden Treasury of Bible Stories“ (1954)

1954 erschien in Washington die „Golden Treasury of Bible Stories“, posthum herausgegeben aus dem Nachlass von Arthur Witefield Spalding (1877-1953), einem Siebenten-Tags-Adventisten. Zahlreiche Künstler waren eingeladen, sich an dem üppig bebilderten Band zu beteiligen. Einer von ihnen, der US-Amerikaner Robert Temple Ayres (1913-2012), war für die Bebilderung der Apokalypse zuständig

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Christian K. Witmyer: Zweiwegebild (um 1890)

Das klassische Zweiwegebild war vor allem in der Volkskunst des 19. Jahrhunderts beliebt, der Aufbau ist fast immer gleich. Ein Mensch muss sich entscheiden: Geht er den angenehmen Weg, den viele einschlagen, wird er in der Hölle landen. Beschreitet er aber den einsamen Pfad nach oben, wird es mühsam und

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Henry Dawson (1811-1878): „Pilgrims in the sight of the Celestial City“ (1854)

Als Autodidakt, der keine Professur innehielt und in keine Akademie gewählt wurde, hat die Kunstgeschichte sich für den britischen Maler Henry Dawson (1811-1878) nie ernsthaft interessiert. Dawson war von den Arbeiten des englischen Apokalypsemeisters John Martin (1789-1854) begeistert, was vielleicht sein Verhängnis war, denn er trat aus dem Schatten seines

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Laszlo Najmanyi (1946-2020): Map of New Jerusalem (1979/1982)

1979 begann das Projekt „The map of New Jerusalem“, das sich bis zum 12. Dezember 1982 hinzog und 1.440 Arbeitstage beanspruchte. Oben ist eine Entwurfszeichnung (Toronto) zu sehen und unten die fertige „map of New Jerusalem“ der Gruppe SPIONS. Maßgeblich Beteiligter, auch als Ideengeber, war „108 AM“ aus Ungarn. Fiktiver

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Ernst Strom (1929-2019): Wandbild in „Zum kostbaren Blut Christi“ in Vaterstetten (1995)

Das von Ernst Strom (1929-2019) aus Vaterstetten bei München gestaltete Wandbild zeigt in freier Interpretation die Frontalansicht einer aufragenden, vieltürmigen Stadt. Die Häuser, Mauern, Türme und Tore sind auf einfache, geometrische Grundformen reduziert, wie man es von Kunstwerken der 1970er Jahre her kennt. Die leuchtenden, goldgelben und orangen Farben sollen

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Alfred D. Sandstrom: Malerei ohne Titel (2000)

Alfred D. Sandstroms Vater war Swedenborgianer. Bei der „Swedenborgian Church of North America“ spielt das mystische Jerusalem eine hervorgehobene Rolle. Dem Vater zu Ehren ist dieses Bild geschaffen worden. Sein Sohn wurde in Schweden geboren, zog aber mit 17 Jahren in die USA, wo er erst die Bryn Athyn Academy

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Peter Valentin Feuerstein (1917-2000): Fenster aus St. Jakobus zu Unterkirnach (1990)

St. Jakobus ist eine römisch-katholische Kirche aus dem Jahr 1907 in Unterkirnach im südlichen Baden, tief im Schwarzwald gelegen. Nach Kriegszerstörungen hatte man im Kirchenschiff lediglich eine Notverglasung. Nachdem zunächst die Chorfenster durch Maximilian Bartosz (1913-2000) erneuert wurden, konnte und wollte man sich Ende der 1980er Jahre kunstvolle oder kunstvollere

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Jobst Weniger: Weltgericht in der Magdalenenkapelle in Hall (1466)

Eine umfassende komplexe Gerichtsdarstellung aus dem Jahr 1466 findet man als Fresko in der Magdalenenkapelle in Hall (Tirol). Diese ehemalige Friedhofskapelle bildet heute nur noch einen Appendix an der südöstlichen Ecke der Pfarrkirche St. Nikolaus und ist dennoch die älteste Kirche der Stadt Hall. Eine überregional bekannte Sehenswürdigkeit der Kirche

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Silvia Vanossi Este: Gemälde „Das Neue Jerusalem“ (1998-2005)

Zu sehen ist eine Stadt, die an den französischen Ort Le Mont Saint Michel erinnert, vor allem auch durch die tiefblauen Lichtspiegelungen im Vordergrund, die an Wasser denken lassen. Das Ölbild „La Nuova Gerusalemme“ („Das Neue Jerusalem“) lässt jedoch keinen Zweifel, dass es sich wohl eher um Wolken handelt, zwischen

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Jacques Gassmann (geb. 1963): Ölgemälde der Augustinerkirche Würzburg (2011)

Die Würzburger Augustinerkirche wurde 2010/11 unter Prior Peter Reinl und dem Bau- und Kunstreferent der Diözese, Jürgen Lenssen (geb. 1947), für fast zwei Millionen Euro komplett umgebaut, obwohl dies baulich wie künstlerisch überhaupt nicht notwendig gewesen war und gegen Protest der ansässigen Bevölkerung durchgesetzt wurde. Überflüssig empfundener Schmuck und Gold

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Fresko aus St. Elisabeth in Steinbach (um 1300)

Das Motiv „Torszenen“ hat sich im deutschsprachigen Raum nicht nur auf Gemälden erhalten, sondern auch bei Fresken in Kirchen. Nur wenige Beispiele aus dem frühen oder hohen Mittelalter haben in Deutschland – im Gegensatz etwa zu England, Frankreich oder Italien – die vielen Kriege und Bilderstürme überstanden. Man findet es

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Gerichtsfresko der St. Andreas-Kirche in Riede (1350-1370)

Die Fresken der St. Andreas-Kirche in Riede sind die ältesten in der ehemaligen Grafschaft Hoya, sie sind noch kurz vor den Arbeiten in Schwaföden, Scholen, Südwalde und Marklohe entstanden. Sie wurden nicht von Handwerkern, sondern von einem Meister entworfen, der in der Lage war, eine eigenständige Komposition zu erarbeiten: Die

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Weltgericht der Guild-Chapel zu Stratford (1470 bis 1485)

Zwischen 1470 und etwa 1485 wurde die Guild-Chapel of the Holy Cross zu Stratford-upon-Avon in Warwickshire mit einer monumentalen Gerichtsszene über dem Bogen des Altars ausgemalt. Es ist heute eine der größten dieser Darstellungen in Großbritannien, die sich aus dem Spätmittelalter erhalten hat. Die Gilde des Heiligen Kreuzes, die ihren

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Weltgericht aus Hjembaek (um 1475)

Die Wandfresken in der evangelischen Kirche der dänischen Gemeinde Hjembaek (Insel Sjælland) entstanden um 1475. Der oder die Maler sind namentlich nicht bekannt, auch über die genaueren Entstehungshintergründe weiß man eigentlich so gut wie nichts, außer der Tatsache, dass es die gleiche Malwerkstatt war, die zuvor die Fresken in Bringstrup

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Maria Immaculata aus St. Sebastian in Ingolstadt (1556)

Die spätmittelalterliche römisch-katholische Kirche St. Sebastian in Ingolstadt besitzt an der rechten Seite vom Altar ein Kunstwerk, welches auf 1556 datiert ist. Vermutlich befand sich die steinerne Grablege einst vor der Kirche und wurde erst später an ihren prominenten Ort

Hans Strigel der Ältere: Fresko in Zell im Allgäu (um 1450)

Im Jahr 1893 wurden in der römisch-katholischen Filialkirche Sankt Bartholomäus in Zell in der Nähe von Oberstaufen im Allgäu im Chorraum Fresken freigelegt, die dann von Locher Bonifaz von 1895 bis 1896 restauriert wurden. Man findet sie an der Rückseite

Martinsaltar aus der Pfarrkirche Sankt Peter in München (um 1406)

Der Martinsaltar befindet sich in der römisch-katholischen Pfarrkirche von Sankt Peter in der Altstadt von München. Das gefasste Sandsteinwerk entstand um 1406 für die Kirche und steht in der ersten Seitenkapelle an der Nordseite innerhalb des siebten Jochs. Dort ist

Mantel der Heiligen Kunigunde (um 1025)

Kunigunde (um 980 bis 1033), geborene Gräfin von Luxemburg, war die Ehefrau von Kaiser Heinrich II. (973-1024). Sie förderte in dem zu ihrer Zeit teilweise noch paganen Bayern massiv die Kirche und beteiligte sich aktiv an der Regierungspolitik. Sie ist

Edward Bawden (1903-1989): Teppich „Bunyan’s Dream“ (1977)

Mitte der 1970er Jahre wurde der bereits damals gefeierte Edward Bawden (1903-1989) von der Cecil Higgins Art Gallery beauftragt, einen Wandteppich zu entwerfen. Bawden war ein englischer Maler, Illustrator und Grafiker, geschätzt für seine Drucke, Bucheinbände, Poster und Gartenmöbel aus

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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