LETZTER BEITRAG

Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)

Viele besuchen Goslar (Harz), um im Rathaus die Malereien des frühneuzeitlichen Huldigungssaals zu sehen – und stehen dann vor einer verschlossenen Glastür, durch die man nur Teile der Malereien verzerrt und ohne das räumliche Erleben

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Matthäus Bayer (1911-1990): Tabernakel aus Christkönig in Fessenheim (1963)

Der Tabernakel der römisch-katholischen Kirche Christkönig zu Fessenheim (Gemeinde Wechingen, Nördlingen) besticht durch seine wuchtige Größe von fast zwei Metern Höhe. Das zentrale Thema ist das Himmlische Jerusalem, von dem die zwölf Tore auf dem eigentlichen Tabernakel oben zu sehen sind. Sie haben eine dunkelblaue bzw. tiefrote Färbung, und von

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Uta Apolant: Leuchter aus der Christuskirche Hannover (2004)

Ein Gebetsleuchter ist ein Leuchter, der in einer Kapelle oder Nische steht, die dem Gebet oder der Meditation vorbehalten ist. Einen solchen Leuchter findet man in der evangelischen Christuskirche von Hannover. Der Leuchter ging aus einem Wettbewerb hervor, den die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Holzminden (Fachbereich Architektur und

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Hubert Distler (1919-2004): Wandmalerei der Stadtkirche von Bad Reichenhall (1981)

Die Innenrenovierung zum hundertjährigen Jubiläum der evangelischen Stadtkirche von Bad Reichenhall (Oberbayern) gab ihr ein neues Gesicht: Die Chorwand der neogotischen Kirche schmückt seitdem ein Fresko zu Themen aus der Offenbarung des Johannes. Dafür beauftragte die Gemeinde den Künstler Hubert Distler (1919-2004) aus Grafrath bei München, der mit seiner Reduktion

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Hans Bock: St. Nikolaus in Wendelstein (1963)

Der Gold- und Silberschmied, Uhrmacher und Juwelier Hans Bock hatte in seiner Werkstatt in Beilngries im Altmühltal einen Tabernakel für die damals neuerbaute römisch-katholische Kirche St. Nikolaus in Wendelstein bei Nürnberg (Mittelfranken) geschaffen. Das war im Jahr 1963, als man für den Altarbereich neues liturgisches Gerät benötigte. Das Bild vom

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Johann Anwander (1715-1770): Himmelspforte in St. Maria Immaculata zu Echenbrunn (um 1740)

In Echenbrunn, einem Ortsteil von Gundelfingen im Landkreis Dillingen an der Donau, befindet sich die ehemalige Klosterkirche des Benediktinerordens und heutige römisch-katholische Pfarrkirche St. Maria Immaculata. Der Name der Kirche ist Programm. Hier wurden von dem Rokokomaler und Freskateur Johann Anwander (1715-1770) zahlreiche Mariensymbole an der Decke der Kirche zur

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Himmelspforte und Gottesstadt aus der Marienkapelle Stans (1647)

Die 1647 geweihte Marienkapelle ist eine Unterkirche an der nordöstlichen linken Seite von St. Peter und Paul, der römisch-katholischen Kirche von Stans im Kanton Nidwalden. Man nannte sie früher umgangssprachlich auch „unter dem Herd“ oder „Muttergotteskapelle“. Diese Kapelle hat die Form des Buchstabens „L“. Ihr Vorraum, in dem sich die Gemeinde

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Notre-Dame-et-Saint-Paul in Saint-Paul-Trois-Châteaux (um 1220)

Notre-Dame-et-Saint-Paul ist eine ehemalige römisch-katholische Kathedrale in der Bergstadt Saint-Paul-Trois-Châteaux, nördlich von Orange (Provence). In dieser Kathedrale ist Jerusalem zweifach in verschiedener Form thematisiert. Einmal zeigt ein berühmtes romanisches Mosaik im Chor das irdische Jerusalem. Dann finden sich auch romanische Wandmalereien, die u.a. das Himmlische Jerusalem zum Thema haben. Dargestellt

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Christopher Wall (1849-1924): Gedächtnisfenster im Southwell Minster (1906)

Im Jahr 1906 schuf Christopher Whitworth Wall (1849-1924) ein Glasfenster für das Southwell Minster (anglikanische Kirche in der Grafschaft Nottinghamshire). Innerhalb der Arts and Crafts Bewegung war Whall eine der führenden Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Glaskunst. Sein Gedächtnisfenster im Southwell Minster erinnert an John Noble (1828-1896), der aus Littleover (Derby)

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James Powell & Sons: Glasfenster der Sheffield-Kathedrale (1928)

Die Sheffield-Kathedrale (Grafschaft South Yorkshire) bietet das monumentale Glasfenster „Vision of the New Jerusalem“ („Vision des Neuen Jerusalem“), auf dem die Stadt im oberen Bereich zu sehen ist. Dort steht in der mittleren der drei Fensterbahnen eine monumentale Christusfigur, die die Hand zum Siegesgruß erhebt. Von Haupt der Figur aus

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Alfred Heller (1924-2012): Fensterwand in St. Johannes Nepomuk in Feilitzsch (1992)

Das bestimmende Element der römisch-katholischen Filialkirche St. Johannes Nepomuk in Feilitzsch bei Hof (Oberfranken) ist das 1992 eingebaute Altarfenster. Es wurde vom Bamberger Kunst- und Glasmaler Alfred Heller (1924-2012) gestaltet. Im reichhaltigen Schaffen Hellers hat der Künstler hier letztmalig das Himmlische Jerusalem dargestellt, nachdem er um 1967 in einem Altenheim

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Glidden Parker (1913-1980): Trinity Kathedrale in Phoenix (1967)

Die Episcopal Church mit Sitz in den USA und weiteren Diözesen im Ausland ist eine Mitgliedskirche der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft. Eines ihrer bedeutendsten Bauwerke ist die Dreieinigkeits-Kathedrale in Phoenix, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona. Elmer Bradbury Usher, der Direktor der Kathedrale, beschloss bei Dienstantritt im Jahr 1964, neue Glasfenster in

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Helmut Lang (1924-2014): Fenster aus St. Theresia in Essen-Stadtwald (1977)

Im Juni 1977 erhielt die römisch-katholische Pfarrkirche St. Theresia oberhalb ihrer Eingänge zwei neue, große Fenster mit den Titeln: „Der schmale Weg zum Heil“ und „Der breite Weg zum Unheil“ (hier nicht abgebildet). Damit handelt es sich um eine der traditionellen, seit dem Mittelalter bekannten Zweiwegebild-Darstellungen. Im Fenster „Der schmale

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MS Germ. Fol. 624: Spiegelvision des Guillaume de Digulleville (1479)

Eine der schönsten Ausgaben der „Pélerinage de la vie humaine“ stammt von Guillaume de Digulleville (auch Déguileville, 1295-1358). Die Ausgabe befindet sich unter der Signatur MS germ. Fol. 624 in der Staatsbibliothek zu Berlin. Die erste urkundliche Erwähnung für diese mittelhochdeutsche Ausgabe „Pelgrimagie der menschelycke nature“ stammt aus dem Jahre

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Fresken aus der Kathedrale von Saint-Lizier (um 1080)

In Saint-Lizier (Département Ariège, Okzitanien, nördliche Pyrenäen) befindet sich in der Altstadt eine romanische Kathedrale, einst berühmt für ihre Freskomalereien, die inzwischen, wie bald jede Kathedrale, natürlich zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Zu Recht, denn in ganz Okzitanien ist dies die älteste Darstellung eines Himmlischen Jerusalem, welche bald eintausend Jahre alt sein

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Sigwardskirche in Idensen (um 1130)

Die Sigwardskirche in Idensen bei der Stadt Wunstorf wurde um 1130 farbig ausgemalt. Zur Zeit ihrer Entstehung im 12. Jahrhundert gehörte die Kirche zu den bedeutenden Sakralbauten Niedersachsens. Sie wurde den 11.000 Jungfrauen gewidmet: Die christliche Königstochter Ursula sollte den

Friedrich Pohl (geb. 1957): Kirche am Jungfernkopf (2004)

Anfang des 21. Jahrhunderts setzte sich der Bildhauer und Glaskünstler Friedrich Pohl (geb. 1957) intensiv mit der Raumsituation der Kirche am Jungfernkopf auseinander. Diese ist eine evangelische Kirche in einer Neubausiedlung von Kassel, die 1953/54, damals hauptsächlich für viele zugezogene

Charles Crodel (1894-1973): Peterskirche in Frankfurt am Main (um 1965)

Die evangelische Peterskirche ist eine der sogenannten Dotationskirchen der Stadt Frankfurt am Main. Sie ist seit 1803 Eigentum der Stadt, die zu ewigem Unterhalt und Betrieb verpflichtet ist, unabhängig davon, ob es in Zukunft überhaupt noch Christen in Frankfurt gibt.

Heinz Kassung (1935-2013): Liebfrauenkirche in Koblenz (2013)

Zwei neue Kirchenfenster des Künstlers Heinz Kassung (1935-2013) wurden während eines Gedenkgottesdienstes im November 2013 in der römisch-katholischen Liebfrauenkirche in Koblenz eingeweiht. Es war eine der letzten Arbeiten des Künstlers überhaupt, der wenige Wochen nach der Einweihung verstarb. Kassung war

Tristan Ruhlmann (1923-1982): St. Martin in Schwalbach (1973)

Tristan Ruhlmann (1923-1982) war ein französischer Glasmaler und Mosaizist, der vor allem im Elsass und im Saarland arbeitete. In der römisch-katholischen Kirche St. Martin Schwalbach war er sogar zwei Mal tätig, zunächst 1954 bis 1956, und dann erneut von 1972

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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