LETZTER BEITRAG
Malereien aus der Laurentiuskirche in Mont d’Astarac (auch St. Gilles, um 1490)
Mont d’Astarac ist ein mittelalterlich geprägtes Dorf in der Gascogne (Département Gers, Region Okzitanien), das um die dem Heiligen Laurentius geweihte Kirche aus dem 15. Jahrhundert und den kleinen Dorffriedhof herum erbaut wurde. Die fünfeckige

Edward Henry Wehnert (1813-1868): Pilgrim´s Progress, Ausgabe 1858
Eine spezielle Ausgabe für Jugendliche erschien im Jahr 1858 in London. Sie enthält 16 Zeichnungen des englischen Künstlers Edward Henry Wehnert (1813-1868). Diejenige auf Seite 19 zeigt eine breite Himmelspforte mit neogotischen Stilanklängen. Der Rahmen der breiten Pforte ist mit einer Inschrift versehen: „Knock and it shall be opened vnto

Isaac Taylor (1787-1865): Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1808
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist ein deutliches Bestreben festzustellen, endlich neue Illustrationen für die Ausgaben von „Pilgrim’s Progress“ zu erarbeiten. Eine Ausgabe mit diesem Anspruch betreute der Prediger George Burder. Sie erschien im Jahr 1808 in London. Schon im Titel wurde darauf verwiesen, dass hier sechs neue Zeichnungen enthalten

Joseph Mallord William Turner (1775-1851) u.a.: Pilgrim’s Progress, Ausgaben 1838 und 1855
1838 erschien in Paris und in London eine Parallelausgabe von John Bunyan‘s Meisterwerk „Pilgrim’s Progress“, die der Verlag „Fisher, Son, and Co.“ herausbrachte. Wie zu dieser Zeit beliebt, wurden unterschiedliche Zeichnungen bekannter und unbekannter Illustratoren zusammengestellt: Die Zeit liebte diese „bunte Mischung“, und für die Verleger war es kostengünstig, denn

Joseph Yeager (um 1792-1859): Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1830
Von dem Künstler Joseph Yeager (um 1792 – 1859) aus Philadelphia kennen wir eher einzelne Kupferstiche und Drucke, wie „The ‚Lion‘ of the Party“, ein Porträt von Samuel Egerton Brydges, „The Young Lord“ oder das Schlachtengemälde „Battle of New Orleans and the Death of Major General Packenham on the 8th

Howard Dudley (1820-1864): Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1848
Howard Dudley (1820-1864) schuf den Kupferstich „Mercy at the Gate“, welcher der Londoner Ausgabe des Romans „Pilgrim’s Progress“ des John Bunyan vorangestellt wurde. Erschienen ist diese im Jahr 1848. Kaum eine Illustration war im Viktorianismus so beliebt wie diese Szene, das belegen zahlreiche ähnliche Arbeiten namhafter Künstler Englands, wie von

William Harvey (1786-1866): Pilgrim’s Progress, Ausgaben 1850 und 1857
Neue Illustrationen nach Vorlagen von William Harvey (1786-1866), welche von den drei Brüdern Dalziel gestochen wurden, bringt eine Londoner Ausgabe aus dem Jahr 1850. Seite 254 zeigt eine offene, aber fast zugewachsene Pforte in freier Natur. Aus dieser dringt Licht nach draußen und beleuchtet bzw. erleuchtet die Personen davor. Mit

Trierer Apokalypse und Apokalypse von Cambrai (9. Jh.)
Die Trierer Apokalypse wurde in Nordfrankreich in einem karolingischen Skriptorium geschrieben und illustriert (Stadtbibliothek Trier, Cod. 31: fol. 67r, 69r, 70r, 71r, 72r und 73r). Sie gilt als Meisterwerk der Romanik. Von 74 ganzseitigen, rot gerahmten Miniaturen zeigen sechs das Himmlische Jerusalem. Entstanden vermutlich zu Beginn des 9. Jh. sind

John Martin (1789-1854): Mezzotinto-Fassungen (1824/25)
John Martin (1789-1854) ist vor allem für sein Ölgemälde „The Last Judgement“ bekannt (1853), doch er hat das Himmlische Jerusalem bereits früher mehrfach dargestellt. Um 1824 hatte der junge Verleger Septimus Prowett (vor 1820-1867) Martin mit der Anfertigung einer Reihe von Mezzotinto-Illustrationen zu Miltons „Paradise Lost“ beauftragt, wofür Martin die

Oden Hetrick (1922-2001): Jerusalems-Logo (um 2000)
Die am Computer entstandene Arbeit von Oden Hetrick (1922-2001) soll das Thema Himmlisches Jerusalem streng bibelgläubigen Christen pädagogisch illustrieren. Markant sind in der Frontalsicht links das ausladende Edelstein-Fundament und der Strahlenkranz aus dem Zylinder im Inneren des Kubus, der Thron Gottes. Das erste Bild ist auch das Cover von Hetricks

Manuel de Samaniego (1767-1824): Himmelspforten einer Malerei der Maria Immaculata (1790)
Manuel de Samaniego (1767-1824) schuf im Jahre 1790 in seiner Geburtsstadt Quito eine Maria Immaculata. Die kostbar ausgeführte Ölmalerei ist heute Teil der Sammlung der Zentralbank von Ecuador. Auf ihr sind viele Symbole Mariens in Gold aufgemalt, so auch mittig links eine geschlossene Pforte (hier links abgebildet). Ihr gegenüber ist

Franz Pauli (1927-1970): St. Nikolaus in Brauweiler (1965/1966 und 1967)
Wenige Kirchen haben drei Glasfenster mit dem gleichen Motiv, und noch weniger Kirchen haben drei Fenster mit gleichem Motiv vom gleichen Künstler. Eine solche Seltenheit ist der Fall bei der römisch-katholischen Kirche St. Nikolaus (der ehemaligen Abteikirche) in Pulheim-Brauweiler im Rhein-Erft-Kreis. Bislang hielt Pforzheim diesen Rekord, wo aber die drei

Triptychon-Ikone der Mariä-Schutz-Kathedrale in Moskau (17. Jh.)
Die Triptychon-Ikone ist eine der wenigen Ikonen, die das Himmlische Jerusalem zwei Mal darstellt. Die Ikone (208 x 138 Zentimeter) stammt aus dem 17. Jahrhundert. Auf drei Tafeln, die die meiste Zeit des Jahres geschlossen waren, wurden die Ereignisse der Endzeit in kräftigen Farben geschildert. Ihr Maler stammte aus Jaroslawl

Wolf Dieter Kohler (1928-1985), Rudolf Yelin (1902-1991) und Adolf Saile (1905-1994): Stiftskirche Stuttgart (1953/54)
1953/54 wurde die evangelische Stiftskirche Stuttgart mit neuen, hochwertigen Glasfenstern im Chorbereich ausgestattet, womit Schäden durch die Bombardierungen der Jahre 1944/45 beseitigt wurden. Jedes der drei Fenster kostete damals 12.000 Deutsche Mark – eine damals ungewöhnlich hohe Summe (ein der Größe vergleichbares Fenster in Ulm kostete damals gerade einmal

Louis Caillaud d’Angers (1911-2007): Apokalypsen-Zyklus (1984) und Kopie (1999)
Louis Caillaud d’Angers arbeitete 1984/85 an einer Serie, die die gesamte Apokalypse umfassen sollte. 40 Tafelbilder entstanden. Zwei farbenfrohe Ölgemälde sind aus dieser Serie entnommen. Beide zeigen das Himmlische Jerusalem; einmal als belebte Stadt von innen, mit Christus, Bewohnern (Heilige und Märtyrer) und Engeln (L’apocalypse de St-Jean, oeuvre peinte par

Alonso López de Herrera (um 1580-1675): Ölmalerei der Maria Immaculata (1640)
Alonso López de Herrera wurde um 1580 in Spanien geboren. Er ließ sich dort zum Maler ausbilden und wanderte dann in das heutige Mexiko aus, wo er 1675 verstarb. In seiner neuen Heimat, die damals ebenfalls zu Spanien gehörte, malte er im Jahr 1640 das Bild „Tota Pulchra es Amica

Garland Eastham (1897-1983): New Jerusalem (um 1960)
Die Farbzeichnung zeigt zum Betrachter hin gewendet die Kante eines Kubus, durch die man in das Innere des Objekts sehen kann, wo u.a. der Lebensbaum und der Baum der Erkenntnis stehen. Weitere Einzelheiten sind möglicherweise von dem gleißenden Lichteinfall von

Miniaturen aus der „Klugen Apokalypse“ (18. Jh.)
Die meisten Handschriften aus Russland zeigen, wenn überhaupt, das Neue Jerusalem auf einer, gelegentlich auch auf zwei Abbildungen. Anders ist es in dieser Apokalypsehandschrift aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist heute Teil der Sammlung handgeschriebener Bücher von E. E. Egorova

Kathédrale Saint-Louis in Blois: Triumphbogenpforte (um 1860)
Die Kathedrale namens Saint-Louis in Blois ist eine römisch-katholische Kirche im Departement Loir-et-Teuer (Region Centre-Val de Loire). Von der karolingischen Zeit bis heute war der Sakralbau mit einer ganzen Reihe verschiedener Glasmalereien ausgestattet. Im Jahr 1678 zerstörte ein Unwetter das

Textil aus Südschweden (1784)
Dieses Jahrhunderte alte Textil ist in gutem Zustand und auf den 30. Juli 1784 datiert. Vermutlich an diesem Tag wurde die Stickerei als Wandteppich abgeschlossen. Unter dem Bildbereich finden sich die Initialen AOS, die bislang nicht aufgelöst werden konnten. Es

Karel Škréta (um 1610-1674), Bartholomäus Kilian (1630-1696): „David mit dem Kopf Goliaths und einer Vision des Himmlischen Jerusalem“ (um 1670)
Der Grafik wurde die Bezeichnung „David mit dem Kopf Goliaths und einer Vision des Himmlischen Jerusalem“ gegeben. Es ist eine einzigartige Verbindung dieser sonst in der darstellenden Kunst stets getrennten biblischen Motive aus dem Alten Testament (Goliath) und dem Neuen

Markus Weisheit: Grabstelen und Grabsteine (1996ff.)
1996 schuf der Bildhauer Markus Weisheit für das Grabmal von F.-J. Hölscher eine Säulenbasaltstele, die von der damaligen Werkstatt Oswald Schneider in Siegburg gestaltet wurde. Die Form der 175 Zentimeter hohen und 30 bis 35 Zentimeter breiten Stele blieb weitgehend
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






