LETZTER BEITRAG
Glasmalerei aus der Kathedrale von Sens (1205-1215)
Die römisch-katholische Kathedrale von Sens in Burgund ist einer der ersten sakralen Großbauten der Gotik, was nicht nur für die Fassade, sondern auch die Glasmalereien im inneren gilt. Der gesamte Raum ist mit hochwertigen Malereien

Jan Luyken (1649-1712): „De Onwaardige Wereld“ (um 1709)
Um das Jahr 1709 erschien „De Onwaardige Wereld“ (zu Deutsch: „Die eitle Welt“). Es ist eine der letzten Arbeiten des niederländischen Altmeisters Jan Luyken (1649-1712), der das Himmlische Jerusalem während seines umfangreichen Schaffens immer wieder zeichnerisch dargestellt hat (vgl. Arbeiten von 1681, 1682, 1687, 1712). Die 12 x 11 Zentimeter

Paolo Marchiano (1535-1628): Ölmalerei „Maria Immaculata“ (1598)
Das Ölgemälde „Immacolata Concezione“ wird Paolo Gerolamo Marchiano (1535-1628), einem Maler und Kartographen der Renaissancezeit aus Savona (Region Ligurien), zugeschrieben. Einst wurde das Werk für den Altar in einer Kapelle der römisch-katholischen Kirche geschaffen, doch heute ist es Teil der städtischen Kunstsammlung von Savona. Es zählt dort zum besonders kostbaren

Luis de Ayala: Mexikanische Himmelspforte (1781)
Das Kloster der Franziskanermönche in der Stadt Puebla de los Angeles (auch Heroica Puebla de Zaragoza genannt, kurz Puebla) in Mexiko wurde im Jahr 1781 mit einem umfangreichen ikonographischen Bildprogramm ausgestattet. Die drei Lünetten der römisch-katholischen Klosterkirche Templo conventual de San Francisco wurden von Luis de Ayala zu dem Thema

Simon Thaddäus Sondermayr (1700-1799): Kupferstich aus „Series Romanorum Imperatorum“ (1724)
Simon Thaddäus Sondermayr (1700-1799) war ein Kupferstecher, der zwischen 1727 und 1747 in römisch-katholischen Kreisen Süddeutschlands nachgewiesen ist. Bekannt ist er auch für seine Jerusalemsdarstellung in der Schrift „Geistliche(s) Zeug-Hauß“, welche 1747 in Augsburg herausgebracht wurde. Das hier gezeigte links unten signierte Blatt findet sich als Frontispiz in Gregor Kolbs

Biagio d’Antonio (1446-1516): „Der Heilige Michael wiegt die Seelen“ (1504)
Das Ölgemälde „Saint Michel partageant les âmes“, zu Deutsch „Der Heilige Michael wiegt die Seelen“, wurde von dem italienischen Renaissancemeister Biagio d’Antonio (1446-1516) im Jahr 1476 als Auftrag des Adeligen Stifters Nicolò Ragnoli begonnen. Sie gilt als erste in Florenz begonnene Arbeit dieses Malers, wurde aber erst im Jahr 1504

Gérard Héman (1914-1992): Triptychon „Leben und der Tod der Heiligen Liduina“ aus St. Bavo in Haarlem (1945)
1945 setzte in ganz Europa der Wiederaufbau ein. Das zerstörte Deutsche Reich war daran im Ausland insofern beteiligt, als dass umfangreiche Reparationen in Geld und Sachmitteln zu leisten waren. Vor allem kam dies den größeren Gotteshäusern der Konfessionskirchen zu gute, die oftmals als erstes repariert oder instandgesetzt wurden. Das war

Édouard Goerg (1893-1969): L’Apocalypse (1945)
1945 setzte in ganz Europa der Wiederaufbau ein. Das zerstörte Deutsche Reich war daran im Ausland insofern beteiligt, als dass umfangreiche Reparationen in Geld und Sachmitteln zu leisten waren. Vor allem kam dies den Gotteshäusern der Konfessionskirchen zu gute, die oftmals als erstes repariert oder instandgesetzt wurden. Das war auch

Utrechter Wandpanorama (1562)
Das beidseitig bemalte Wandpanorama aus dem Centraal Museum von Utrecht (Inventarnummer 2473) ist aufgrund seiner außergewöhnlichen Länge von dreieinhalb Metern ein Ausnahmekunstwerk. Das Gemälde auf nordeuropäischem Kiefernholz entstand 1562 in den Niederlanden, wohl von einem namentlich nicht bekannten Künstler in Utrecht. Den Auftrag dazu gab der „Armenpot van Sint Jacob“,

Andrea Bordone: Darstellungen der Maria Immaculata (1596 und 1625)
Die römisch-katholische Kirche San Francesco d’Assisi in Forio d’Ischia besitzt ein 195 x 138 Zentimeter großes Ölgemälde, das noch aus dem Vorgängerbau stammen muss. Es wurde 1596 gemalt und früher Marco Pino (um 1525 – 1587), heute Andrea Bordone zugeschrieben. Die Porta Coeli und die Civitas Dei sind auf dieser

Nicolò und Giovanni: Weltgericht aus Rom (11. Jh.)
Vor uns befindet sich eines der frühesten Gemälde mit einer Darstellung des Himmlischen Jerusalem. Es ist eine Gemeinschaftsarbeit von Nicolò und Giovanni, die vermutlich Benediktinermönche in Rom oder Latium waren. Gezeigt wird eine Gerichtsdarstellung (Giudizio Finale), ein bereits im frühen Mittelalter überaus beliebtes Thema. Die gesamte Tafelmalerei in Tempera auf

Schifffahrtsallegorie aus den Niederlanden (1600-1650)
Das niederländische Ölgemälde mit dem Titel „Allegorie op de christelijke volharding“ (zu Deutsch etwa: „Allegorie der christlichen Beharrlichkeit“) stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Vorlagen reichen jedoch in die Reformationszeit zurück, siehe dazu die „Geistliche Schifffahrt“ von 1512.Die Malerei ist heute Teil des niederländischen Museums Catharijneconvent (Inventarnummer

Francisco Rizi de Guevara (1608-1685): Ölmalerei der Maria Immaculata (um 1680)
Um 1680 entstand eine Darstellung der Maria Immaculata, für die der Maler Francisco Rizi de Guevara (1608-1685) Verantwortung trug. Die Ausführung im barocken Stil von Juan de Valdés Leal nahm aber nicht der hochbetagte und altersschwache Meister vor, sondern Schüler und Mitarbeitern seiner Werkstatt in Madrid. Der Meister selbst lebte

Francisco de Herrera el Viejo (um 1576-1656): Maria Immaculata (1613 und 1625-1630)
Das Ölgemälde „Inmaculada“ entstand im Jahre 1613 und ist im Besitz der römisch-katholischen Kathedrale von Sevilla. Im unteren Bereich sind mehrere Mariensymbole versammelt, rechts im Grünen eine pagodenähnliche Himmelspforte. Der hochbarocke Bau ist überladen mit Schmuckelementen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemälden der Maria Immaculata schwebt die Pforte hier nicht

Peter Corneli: Jerusalems-Installation in Essen-Rüttenscheid (2007)
Das Altenheim in Essen-Rüttenscheid besitzt nicht nur einen Tabernakel mit einer Darstellung des Himmlischen Jerusalem, sondern noch eine weitere Arbeit mit diesem Motiv. Dabei handelt es sich um eine Wandinstallation mit einer eher ungewöhnlichen Vorgeschichte. Zwischen 1965 und 1967 wurde in Essen-Rüttenscheid die römisch-katholische Kirche St. Martin errichtet. Wie zu

Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682): Darstellungen der Maria Immaculata (um 1640, 1653, um 1655)
Zunächst existiert heute noch ein Kupferstich, entworfen von dem andalusischen Meister Bartolomé Esteban Murillo (1618-1682). Es ist eine seiner frühen Arbeiten, an der möglicherweise noch andere Kollegen mit am Werk waren, gestochen wurde sie von einem ansonsten weniger bekannten Künstler Francisco Heylan (Archiv der Abtei Sacromonte, Granada). Die Familie Heylan

Günther Danco (1912-2000): Rundfenster aus der Gottesackerkirche in Niederlamitz (1962)
Kürzlich wurde eine weitere Arbeit von Günther Danco (1912-2000) bekannt – einem unkonventionellen Maler, dessen Spuren ich schon seit geraumer Zeit mit Interesse verfolge, da ich Danco für einen innovativen und vor allem eigenständigen Nachkriegskünstler halte. In Niederlamitz im Fichtelgebirge

Weltgericht aus dem Kloster Megisti Lavra, Athos (17. Jh.)
Die orthodoxen Klöster der Mönchsrepublik Athos bergen noch immer zahlreiche Kunstschätze, die außerhalb der Klostermauern weniger bekannt sind. Bezüglich des Neuen Jerusalem haben wir immerhin Kenntnis von mehreren Wandmalereien, die das Thema im Kontext des Weltgerichts zeigen. Darüber hinaus existieren

Mateo Pisarro: Ölmalerei der Maria Immaculata aus Yavi (um 1710)
Mateo Pisarro, auch Pizarro, war ein südamerikanischer Barockmaler, von dem lediglich noch bekannt ist, dass er im 18. Jahrhundert im Gebiet des heutigen Argentinien tätig gewesen war. Ausschließlich religiöse Malereien haben sich erhalten. Eines seiner größeren Werke ist ein Ölgemälde

Nach Juan Sebastián de Soria: „Vergine dell’Elevazione“ aus Santa Rosa in Ambato (1856)
In der römisch-katholischen Basilika Santa Rosa in Ambato (Tungurahua, Ecuador) genießt ein Bildnis der Maria Immaculata hohe Verehrung. Es geht zurück auf eine warnende Marienerscheinung im Jahr 1695. Am Ort der Erscheinung wurde dann eine erste Kirche erbaut, die nach

Ikone „Meine Seele preise den Herrn“ (um 1675)
Eine russisch-orthodoxe Weltgerichtsikone von ca. 1675 gehört zu der Ikonengruppe „Meine Seele preise den Herrn“. Es gibt unterschiedliche Darstellungsformen dieser Gruppe, nicht immer wird auf ihnen das Himmlische Jerusalem gezeigt. Der genauerer Entstehungshintergrund dieser Ikone ist ebenso unbekannt wie der

Männlicher Insasse: Jerusalemsgemälde aus dem Gefängnis Heerhugowaard (1960er Jahre)
Die Bildkomposition lebt ganz von der breit angelegten Völkerwallfahrt zum Himmlischen Jerusalem. Während im Mittelalter überwiegend würdevolle Standesvertreter (Papst, Kardinal, König, Fürst und vielleicht ausnahmsweise noch ein Mönch) versammelt sind, in Darstellungen aus den USA oft eine fromme Familie (Mann
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






