1625, Augustin Ridaura, Pforte © Ayuntamiento de Valencia, Spanien

Agustín Ridaura: Maria-Immaculata-Darstellung aus Valencia (1625)

Da die Himmelspforte dieses Ölgemäldes eine ähnliche Farbtönung wie der Hintergrund hat, ist sie selbst auf dem Original kaum zu erkennen. Es ist in klassizistischer Bau mit einem Dreiecksgiebel, der nicht mittig, sondern nach links verschoben wirkt. Auch die Pfeiler sind unterschiedlich stark, der rechte ist kürzer und kleiner. Ungewöhnlich sind auch die zahlreichen Bögen, die von dem linken zum rechten Pfeiler führen – ein Schmuckelement, das man aus der Romanik kennt. Durchaus originell ist das Schriftband mit der lateinischen Widmung „Porta Caeli“, also „Pforte des Himmels“. Diese schiebt sich hier um einen Pfeiler der Pforte und tritt dann aus der Tür nach vorne. Das Bauwerk ist oben links über einer zentralen Marienfigur positioniert.
Das Ölgemälde der Größe 199 x 142 Zentimeter wurde von dem wenig bekannten Maler Agustín Ridaura signiert, welcher es 1625 geschaffen hat. Der Künstler war zwischen 1619 und 1634 in Spanien aktiv. Dieses seiner Werke mit dem Titel „Inmaculada Concepción“ (Maria Immaculata) entstand vermutlich für eine römisch-katholische Kirche oder Kloster; heute befindet es sich im Stadthaus von Valencia.

Miguel-Angel Catalá Gorgues: Colección pictórica del excmo. Ayuntamiento de Valencia, 1, Valencia 1981.
Antonio de la Banda Vagas, Miguel Angel Catalá Gorgues: Immaculada: 150 anos de la proclamación del dogma, Sevilla 2004.
Claus Bernet: Maria Immaculata: Das katholische Jerusalem, Norderstedt 2014 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 14).
Angelika Michael: Rubens’ Inmaculada im Prado: Zur Sinnkomplexität eines Marienbildes, in: Kunstgeschichte. Open Peer Reviewed Journal, 2014.

 

tags: Porta Caeli, Maria Immaculata, Spanien, Barock, Rathaus, Schriftband
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