LETZTER BEITRAG

Erhardt Klonk (1898-1984), Erhardt Jakobus Klonk (1932-2024): Evangelische Bergkirche in Osthofen (1964)

1963/64 arbeiteten die Glaskünstler Klonk, Vater und Sohn, intensiv an zwei Aufträgen der evangelischen Kirche. Bei diesen handelte es sich um neue Fenster in einem älteren Bestand; zwei Fensterbahnen, die durch schwarze horizontale Träger strukturiert waren. Der erste Auftrag kam aus Osthofen (Bergstrasse), nach wenigen Monaten folgte der zweite aus

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Rudolf Yelin (1902-1981): Wandmalerei von St. Georg in Pflummern (1964)

Eine 40 Quadratmeter große Wandmalerei von Rudolf Yelin dem Jüngeren (1902-1991) wurde in der evangelischen Kirche von Pflummern, einem Ortsteil von Riedlingen in der Schwäbischen Alb, ausgeführt. Diese Malerei wurde speziell in einer Glättspachteltechnik auf Basis von Kunstharzdispersionen im Altarbereich aufgetragen. Die damals neue Verfahrensweise steht im Zusammenhang mit den

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Fresken aus St. Vitus in Heidelberg (1400-1450)

St. Vitus ist die römisch-katholische Pfarrkirche in Heidelberg-Handschuhsheim. Sie ist die älteste Kirche Heidelbergs und sogar eine der ältesten Kirchen der Neckarregion, deren sakrale Nutzung durchgehend belegbar ist. Auf ihrer Westwand befinden sich Fresken aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die im Jahr 1911 freigelegt und restauriert wurden. Im

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Hermann Gottfried (1929-2015): Deckengemälde in Herkenrath (1977)

Die römisch-katholische Kirche St. Antonius Abbas in Herkenrath, einem Ortsteil von Bergisch-Gladbach, stammt in Teilen noch aus dem 12. Jahrhundert. 1963/64 wurde sie umfangreich erweitert. Kurz darauf wurde der Kirchenmaler Hermann Gottfried (1929-2015), der in Herkenrath ansässig war, beauftragt, die Kirche im Erweiterungsbau mit einem neuen Altarbild des auferstandenen Christus,

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Franz Dewald (1911-1990): St. Mauritius in Kippenheim (1964)

Das rechtsseitige Chorfenster der römisch-katholischen Kirche St. Mauritius in Kippenheim (Breisgau) wird von der Gemeinde auch als „Himmelsfenster“ bezeichnet. Der Himmel ist als leuchtender strahlender, annähernd runder Kreis dargestellt, in dem das Lamm Gottes thront, in hellen Gelbtönen. Darunter stehen die zwölf Tore des Himmlischen Jerusalem. Es sind alles Rundbögen,

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Martin Wagner: Michaelskirche in Eltingen (1617)

Ein Jahr vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges wurde die Michaelskirche in Eltingen ausgemalt. Die Gemeinde war zu Wohlstand gelangt, man konnte sich ein umfangreiches Bildprogramm leisten. Unter dem damaligen Pfarrer, Johann Ludwig von Grab, wurde der Maler Martin Wagner, ein „Tüncher“ aus dem nahen Leonberg, mit der Innenausgestaltung beauftragt. An

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Heinrich Wittkop (geb. 1851): St. Peter in Ketten in Montabaur (1878)

Zu der römisch-katholischen Kirche St. Peter in Ketten in Montabaur (Rheinland-Pfalz) gehört ein älteres Wandgemälde in Seccotechnik an der Chorbogenwand. Die Darstellung des Jüngsten Gerichtes dürfte in der ursprünglichen Substanz aus der ersten Hälfte des 14. Jh. stammen, wurde dann aber immer wieder in späteren Jahren überarbeitet und übermalt. Völlig

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Fresko aus St. Laurentius in Dassel im Solling (um 1575)

In St. Laurentius in Dassel im Solling (Niedersachsen) wurde um das Jahr 1575 von einem unbekannten Maler ein monumentales Bild des Jüngsten Gerichts angebracht. Es muss ein Meister gewesen sein, der vornehmlich in der Porträtkunst bewandert war. Es war zu einer Zeit, zu der eigentlich das Weltgericht als Bildmotiv aus

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St. Reinoldi-Kapelle in Rupelrath (um 1500)

Die wenig bekannte St. Reinoldi-Kapelle auf der Anhöhe oberhalb der Hofschaft Rupelrath birgt Malereien aus der Zeit um 1500. Sie wird zwar nicht zu den fünf „Bunten Kirchen“ des Bergischen Lands gezählt, hat aber ebenso farbige Ausmalungen. Der Einzug der Seligen in das Himmlische Jerusalem zeigt die Gottesstadt als einen Kirchturm,

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Fresko aus St. Martin in Pforzheim (um 1430)

St. Martin ist die älteste Kirche von Pforzheim, auch wenn sich der Bau heute etwas vom eigentlichen modernen Stadtzentrum entfernt befindet. Das Fresko im Chor der Nordwand mit einer Repräsentation des Weltgerichts ist etwa um das Jahr 1430 entstanden. Die genaueren Entstehungshintergründe oder der Name des Malers sowie seine Herkunft

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Werner Eckgold (1915-1998): Marienkirche von Wuppertal-Barmen (1965)

Die neuen Arbeiten in der Marienkirche in Wuppertal-Elberfeld kamen gut an, so dass ihr Maler, Werner Eckgold (1915-1998), nach wenigen Monaten den Auftrag erhielt, auch in der römisch-katholischen Marienkirche von Wuppertal-Barmen eine ähnliche Glasmalerei auszuführen. Im Grunde war es der Wiedereinbau von Buntglasfenstern in den am 23. Juni 1943 vollständig

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Marek Minar: Geschnitzte Weihnachtskrippe (2013)

Die Schnitzarbeit aus Lindenholz hat den Titel: „Narozeni Krista a nebeský Jeruzalém“, zu Deutsch etwa: „Die Geburt Christi und das Himmlische Jerusalem“. Die Höhe beträgt 70, die Breite 40 Zentimeter. Es handelt sich um einen kleinen Kabinettschrank in Tradition der weihnachtlichen Krippen, wie man es auch vom Erzgebirge her kennt.

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Reinhard Herrmann (1923-2002): Elementarbibel (1989)

Im Jahr 1989 erschien der achte und letzte Band der „Elementarbibel“. Es ist eine Bibelausgabe für Jugendliche, in bewusst einfacher Sprache gehalten von Anneliese Pokrandt und illustriert von dem Grafiker, Illustrator und Hochschullehrer Reinhard Herrmann (1923-2002). Der Band trägt den Titel „Jesus Christus im Glauben der Gemeinde“ und war ein

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Albert Wessels (1938-2010): Malerei „John Bunyans Traum“ (um 1990)

Der Ausschnitt stammt von einem größeren Ölgemälde, das der holländische Künstler Albert Wessels (1938-2010) in der niederländischen Gemeinde Rijssen geschaffen hat. Es hat den englischen Titel „Bunyans Dream“ und wird auch als Poster vertrieben. Entstanden ist es wohl 1990, als sich der Künstler mit dem Roman intensiv auseinandersetzte und kurz

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Neuspanische Franziskanerfestung (1650)

In der römisch-katholischen Klosterkirche San Francisco de Asís (Iglesia, Museo y Convento de San Francisco) im peruanischen Cusco befindet sich eine frühe Fassung der sogenannten „Franziskanerfestung“. Es ist eine Ausführung sicherlich mehrerer unbekannter Maler, die der Cusco-Malerschule zugeordnet werden. Auf

Französische Historienbibel (um 1420)

Die „Bible Historiale“ des Guyart des Moulins (geb. 1251) war zunächst noch ohne Apokalypse, wurde aber bald vervollständigt und mit entsprechenden Illustrationen verschönert. Die Königliche Bibliothek zu Brüssel besitzt eine zweibändige Edition dieser Historienbibel oder Geschichtsbibel, die mit damals modernen

Nordamerikanische Bibelausgabe (1796)

Im Laufe der letzte zweitausend Jahre gab es bezüglich Bibelausgaben fast alles, was künstlerisch möglich war: Prachtausgaben mit echten Edelsteinen, handgeschriebene Fassungen, die Bibel als Comic, die Bibel in Blindenschrift und viele andere Kuriositäten. Unter anderem gab es immer wieder

MS 10176-78: Spiegelvision des Guillaume de Digulleville (1400-1410)

Diese Ausgabe der „Pélerinage de la vie humaine“ aus dem südlichen Flandern, einem Zentrum der Miniaturmalerei im 15. Jahrhundert, entstand zwischen 1400 und 1410, wahrscheinlich in Artois. Der Prachtband, der einem Adeligen oder Geistlichen gehörte, befindet sich heute unter der

MS Beinecke 406: Spiegelvision des Guillaume de Digulleville (um 1400)

Die Ausgabe MS Beinecke 406 wird heute in der US-amerikanischen Yale University Library aufbewahrt, die sie am 25. November 1969 bei Sotheby’s ersteigerte. Einst ist sie möglicherweise im Nordosten Frankreichs angefertigt worden. Es ist eine Pélerinage des Guillaume de Digulleville,

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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