LETZTER BEITRAG
Malereien aus der Laurentiuskirche in Mont d’Astarac (auch St. Gilles, um 1490)
Mont d’Astarac ist ein mittelalterlich geprägtes Dorf in der Gascogne (Département Gers, Region Okzitanien), das um die dem Heiligen Laurentius geweihte Kirche aus dem 15. Jahrhundert und den kleinen Dorffriedhof herum erbaut wurde. Die fünfeckige

Katholische Kapelle Maria Immaculata in Attendorn-Röllecken (1958)
Bei einer Kapelle mit dem Namen „Maria Immaculata“ lag es nahe, bildliche Motive heranzuziehen, die diesen Namen verdeutlichen. So war es auch der Fall bei der römisch-katholischen Kapelle in Röllecken bei Attendorn im Kreis Olpe im westlichen Sauerland. Die Himmelspforte ist, wie die Abbildung belegt, nicht mehr lateinisch bezeichnet, sondern

Clemens Fischer (1918-1992), Ulla Hase (geb. 1966): St. Martinus in Langerwehe-Schlich (1993)
Das monumentale Chorfenster aus dem Jahr 1993 in der römisch-katholischen Kirche St. Martinus in Langerwehe-Schlich im Kreis Düren besteht aus farbintensivem Antik- und Opalglas, Blei sowie aus Schwarzlot. Nach einer Erläuterung des Grafikers und Glasmalers Clemens Fischer (1918-1992) soll hier, hinter einer hölzernen Christusfigur über dem Altar, unter anderem auch

Hubert Spierling (1925-2018): St. Michael in Bielefeld-Ummeln (1996)
Die römisch-katholische Kirche St. Michael im Ortsteil Bielefeld-Ummeln besitzt eine Arbeit von Hubert Spierling (1925-2018). Im Jahr 1996 wurden dort die ursprünglich klaren Glasfenster durch Buntglasfenster ersetzt. Die einzige Vorgabe an den Künstler war, dass das neue Fenster ausreichend Licht in den Altarbereich lassen sollte. Das große, meterhohe Rundbogenfenster zur

Dagmar Binanzer-Kraus (geb. 1959): Fensters des Mehrzwecksaals des Altenheims in Friedensau (1998)
Im Jahr 1998 wurden die Fensterbilder in der neuerbauten Kapelle und dem Mehrzwecksaal des Altenheims in Friedensau bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) fertiggestellt, zum Thema „Von der Schöpfung bis zur neuen Erde“. Diese karitative Einrichtung wird von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland betrieben. Bei den Adventisten hat das Himmlische Jerusalem einen

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Bartholomäuskirche in Oberboihingen (1956)
Neben seinen Arbeiten in der Henri-Arnaud-Kirche in Schöneberg (1949), der Stiftskirche Stuttgart (1953/54), einer Kapelle in Kirchheim unter Teck (1954), in Mengen (1955) gibt es noch eine weitere Fenstergestaltung von Wolf-Dieter Kohler (1928-1985) aus seinem Frühwerk, die das Himmlische Jerusalem zeigt. Sie führt in das Jahr 1956. Damals wurde mit

Wilhelm Buschulte (1923-2013): St. Maria Königin in Kerpen-Sindorf (1957)
In der römisch-katholischen Kirche St. Maria Königin in Kerpen-Sindorf unweit von Köln schuf Wilhelm Buschulte (1923-2013) in Zusammenarbeit mit der Firma Oidtmann im Jahr 1957 mehrere Buntglasfenster. Diese zeigen verschiedene Motive aus der Lauretanischen Litanei. Dieses Thema, auch Maria Immaculata oder Tota Pulchra genannt, war vor allem im 16. Jahrhundert

Günter Johl (1908-1965): Evangelische Kirche in Rothemühle (um 1957)
Die evangelische Kirche des Ortes Rothemühle bei Wenden im Sauerland besitzt eine Glasfensterwand, welche das Himmlische Jerusalem in rhythmischen, geometrischen Formen zeigt. Insgesamt stellen zwölf Halbbögen die zwölf Himmelspforten dar (vgl. eine spätere Arbeit von Christof Grüger in Magdeburg). Sie sind in Dreiergruppen zusammengefasst, die zum Teil auch übereinander und

Rudolf Yelin (1902-1991): Johanneskirche in Feudenheim (1956)
Von Rudolf Yelin dem Jüngeren (1902-1991) ist das 1956 entstandene Chorfenster in der evangelischen Johanneskirche von Feudenheim bei Mannheim. Es waren damals Reparaturen der bereits 1943 schwer zerstörten Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Das neue Fenster hat den Titel „Auferstehung“ (neuerdings in der Gemeinde auch als „Christusfenster“ bezeichnet) und zeigt

Paul Franz Bonnekamp (1925-2011): St. Peter und Paul in Eschweiler (1955)
Paul Franz Bonnekamp (1925-2011), ein ansonsten wenig bekannter Künstler aus Inden im Kreis Düren, gestaltete im Jahr 1955 ein Fenster, welches unten links Petrus und rechts Paulus zeigt. Darüber hat der Künstler in einem bereits vorhandenen neogotischen Dreipass ein Himmlisches Jerusalem in Form eines antiken Tempels gesetzt. Unten steht ein

Hubert Spierling (1925-2018): Heilig Kreuz in Detmold (1955)
Die Fenster in den Seitenschiffen der römisch-katholischen Kirche Heilig Kreuz in Detmold sind eine frühe Arbeit von Hubert Spierling (1925-2018). An den jungen Glaskünstler war die Bitte herangetragen worden, etwas Farbe in den damals kargen und als kalt empfundenen Innenraum zu bringen, der 1917 erstellt und 1950 erweitert worden war.

Peter Valentin Feuerstein (1917-1999): Evangelische Johannes-Täufer-Kirche in Hornberg (1955)
Zwischen den Jahren 1953 bis 1955 wurden in Hornberg im östlichen Schwarzwald anlässlich der Renovierung der frühneuzeitlichen evangelischen Johannes-Täufer-Kirche neue Buntglasfenster eingesetzt. Dies war wegen starker Kriegszerstörungen notwendig geworden. Dazu beauftragte die Gemeinde den Künstler Peter Valentin Feuerstein (1917-1999) aus dem südlichen Hessen. Feuerstein gestaltete später das Himmlische Jerusalem auch

Heinz Bienefeld (1926-1995), Dominikus Böhm (1880-1955): St. Maria Königin in Köln-Marienburg (1954)
In den ersten Nachkriegsjahren war Bescheidenheit angesagt. Das belegt diese Darstellung einer Himmelspforte, die fast ausschließlich auf Blau und Schwarz basiert und nur an wenigen Stellen rote und gelbe Einsprengsel aufweist. Die Pforte selbst ist ein einfacher Torbogen, umgeben von grau-weißen Glassteinen, die sich zur Mitte hin ausrichten und, vor

Rudolf Yelin (1902-1991): Bergkirche in Wimberg bei Calw (1954)
Ein Glasfensterentwurf für die ab 1953 erbaute evangelische Bergkirche in Wimberg in Württemberg wurde im darauffolgenden Jahr 1954 von der Firma Saile aus Stuttgart ausgeführt. Die Motive wurden von Rudolf Yelin (1902-1991) aus Stuttgart in seinem Atelier gestaltet. Wimberg wurde später zu Calw eingemeindet, wo Yelin Anfang der 1950er Jahre

Albert Burkart (1898-1982): St. Peter und Paul zu Bühl (1953)
Im Jahr 1953 wurden in der römisch-katholischen Kirche zu St. Peter und Paul zu Bühl am Rhein (Baden) alle Glasfenster neu gestaltet. Ausgeführt wurden die Arbeiten von dem Künstler Albert Burkart (1898-1982) aus München, der damals auch den „Deutschen Einheitskatechismus“ bebildert hat. Das Fenster Nummer sechzehn, im Eingangsbereich seitlich links,

Rudolf Fuchs (1868-1918): Kreuzkirche in Herne (1951)
Im Zentrum von Herne (nördliches Ruhrgebiet) am heutigen Europaplatz befindet sich die evangelische Kreuzkirche. Nach den schweren Kriegszerstörungen wurde der Backsteinbau glücklicherweise nicht abgerissen, sondern konnte gerettet werden. Zwischen den Jahren 1951 und 1953 wurden neue Fenster in farbigem Antikglas, Blei und Schwarzlot nach alten Entwürfen des Wiener Malers Rudolf

Anonym: Himmelspforte einer mexikanischen Kreuzigungsdarstellung aus San Martin Obispo de Tours in Huaquechula (17. Jh.)
Dieses Himmlische Jerusalem gehört einmal nicht zu einer Darstellung der Maria Immaculata, sondern zu einer Kreuzigungsdarstellung aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde in Mexiko angefertigt und befindet sich heute im Schiff der ehemaligen römisch-katholischen Klosterkirche San Martin Obispo de Tours,

Erich Horndasch (1926-2010): Rupertuskapelle der Abtei Ottobeuren (1964)
Erich Horndasch (1926-2010) war als Sakralkünstler vor allem in Bayern südlich der Donau über einen langen Zeitraum gefragt, erste Arbeiten finden sich bereits in den 1940er Jahren, letzte Werke im 21. Jahrhundert. Heute so gut wie vergessen, war Horndasch in

Siegfried Assmann (1925-2021): Betonfenster aus St. Gertrud in Lübeck (1962)
St. Gertrud in Lübeck ist eine gewaltige Großkirche des Protestantismus, 1909/10 nach den Plänen der Berliner Architekten Peter Jürgensen und Jürgen Bachmann als historistischer Bau im Übergang zum Jugendstil errichtet, im Prinzip ähnlich wie die St. Jakobikirche in Peine (1904)

Erhart Mitzlaff (1916-1991): Bremer Kirche St. Stephani (1967)
Mitte der 1960er Jahre erhielt der Künstler Erhart Mitzlaff (1916-1991) den Auftrag für Glasfenster für die Bremer Kirche St. Stephani. Das gesamte altstädtische Stephaniviertel der Hansestadt Bremen ging im Zweiten Weltkrieg verloren, allein die Kirchenruinen wurden wieder aufgebaut, zunächst mit

Luis Tristán de Escamilla (1585-1624): Ölgemälde „Maria Immaculata“ aus San Julián in Santa Olalla (um 1620)
Die Ölmalerei der Unbefleckten Empfängnis, die einst unter der lateinischen Bezeichnung „Tota Pulchra Est“ bekannt war, ist zweifellos das bedeutendste Staffeleiwerk, das in der Kirche San Julián in Santa Olalla (Zentralspanien) aufbewahrt wird. Es ist ein Werk (167 x 111

Anonyme Darstellungen der Maria Immaculata aus Europa (17. Jh.)
Bei Darstellungen der Maria Immaculata nach den textlichen Angaben der Lauretanischen Litanei gibt es fast einhundert verschiedene Symbole, die mit Maria in Verbindung gebracht werden und ihre Tugenden versinnbildlichen. Eines der Symbole findet sich oft, vielleicht ist es unter den
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






