LETZTER BEITRAG
Franz Dewald (1911-1990): Glaswand von St. Michael in Viernheim (1956)
Der Bau von St. Michael in der nördlichen Vorstadt von Viernheim (Baden bei Karlsruhe) war Mitte der 1950er Jahre ein ambitioniertes Projekt der römisch-katholischen Kirche, mit einem Campanile, Pfarrheim, einer Kindertagesstätte und Kirche mit Empore

Franz Pauli (1927-1970): Elisabethkirche in Ahlen (1966)
Die monumentalen Glasfenster in Sichtbeton in der römisch-katholischen Elisabethkirche in Ahlen im südlichen Münsterland entwarf der Künstler Franz Pauli (1927-1970). Hergestellt wurden sie im Jahr 1966 in der Glaswerkstatt Dr. H. Oidtmann in Linnich für die Kirche im Bistum Münster. In dieser Stadt hatte Pauli kurz zuvor für St. Stephanus

Erentrud Trost (1923-2004): Abteikirche (1955) und Meditationsraum des Klosters Varensell (1977)
Die Abtei Varensell bei Rietberg im Kreis Gütersloh (Ostwestfalen) ist ein Benediktinerinnenkloster in der Erzdiözese Paderborn, von wo aus seit etwa einhundert Jahren diakonisch, pädagogisch und seelsorgerlich gearbeitet wird. Nach dem Zweiten Weltkrieg blühte die Abtei auf, man baute großzügig und künstlerisch hochwertig. Uneins war man, mit welchen Motiven die

Hildegard Bienen (1925-1990): St. Paul in Bocholt (1980)
Hildegard Bienen (1925-1990) aus Hamminkeln schuf auch ein Jerusalems-Fenster (138 x 116 Zentimeter) für die römisch-katholische Kirche St. Paul in Bocholt. Man findet es dort als Tauffenster in einem Bereich rechts neben dem Altar, der Tauffeierlichkeiten vorbehalten ist. An dem Fenster für das Bocholter Kirchenschiff in gelbrotem Antik- und Opalglas

Rudolf Yelin (1902-1991): evangelische Kirche in Althütte (1966)
Das Innere der evangelischen Kirche in Althütte, einer Ortschaft im Rems-Murr-Kreis nordöstlich von Stuttgart, wurde bei der Renovierung im Jahr 1966/67 völlig neu gestaltet. Es handelte sich um eine Purifizierung, eine Zeiterscheinung der 1960er Jahre auf dem Lande: Große Teile der historischen Einrichtung wurden entsorgt, man wollte sich von der

Theresia Karl (gest. 2016): Kapelle des Bestattungsinstituts Mechler in Bühl (1990)
Ein weniger bekannte Buntglasarbeit mit einem Motiv des Himmlischen Jerusalem schmückt die private Kapelle des Bestattungsinstituts Mechler in Bühl am Rhein in Baden. Die Künstlerin, welche die Verglasung der Signatur nach entwarf, war Theresia Karl (gest. 2016) aus Grosselfingen in Baden-Württemberg. Leider war es mir nicht mehr möglich, mit der

Erentrud Trost (1923-2004): Fensterband in der ehemaligen Kirche St. Barbara in Möllen (1965)
Die Benediktinernonne Erentrud Trost (1923-2004) gestaltete im Jahr 1965 die Buntglasfenster für die neu erbaute römisch-katholische Kirche St. Barbara in Möllen bei Voerde am Niederrhein. Es handelte sich dabei um ein Lichtband aus überwiegend blauem, rotem und gelbem Antikglas, Blei und Schwarzlot. Dieses schmale Lichtband zieht sich in acht Meter

Georg Meistermann (1911-1990): Christuskirche von Bad Krozingen (1981)
Mit diesem Fenster, das wie die übrigen Fenster im Jahr 1981 durch ein Initiative von Paul Gerhard Schmidt (1937-2010) zustande kam, hatte die evangelische Christuskirche von Bad Krozingen im Schwarzwald zunächst einige Schwierigkeiten. Das Himmlische Jerusalem (Südseite, zweites Längsfenster vom Eingang her), dessen farbiges Fundament ganz unten zu sehen ist,

Han Bijvoet (1897-1975): St. Bavokerk in Haarlem (1953)
Im Jahr 1953 wurde das südliche Querschiff der römisch-katholischen Kirche St. Bavokerk in Haarlem mit einem Wandgemälde von Han Bijvoet (1897-1975) ausgestattet. Der Künstler aus Amsterdam ist vor allem für seine Glasfenster und Keramiken bekannt, Wandmalereien von Bijvoet gibt es ansonsten nur noch in der Gnadenkapelle in Heiloo und in

Hans Lünenborg (1904-1990): St. Pius in Köln-Zollstock (1957)
Das große monumentale Fenster auf der rechten Seite des Chorraums der römisch-katholischen Kirche St. Pius in Zollstock (einem südlichen Stadtteil von Köln) wurde nach Entwürfen des Malers und Glaskünstlers Hans Lünenborg (1904-1990) gestaltet und von der Glasmanufaktur Dr. Ritter eingebaut. Es wurde von der Gemeinde als „Himmlisches Jerusalem“ oder auch

Dieter Hartmann (1939-2022): St. Marien in Köln-Fühlingen (1987)
Diese Abbildung zeigt eigentlich keine prächtige Pforte des Himmels, sondern ein einfaches, hölzernes Gatter zwischen zwei grünen Hecken, deren Bewuchs durch Wellenlinien und Schraffuren angedeutet ist. Im Hintergrund erhebt sich nicht etwa die Stadt Gottes, sondern eine Ansammlung von Geröll oder eine Felsformation grauer Steine. Nichts ist lebendig: Keine Engel,

Erhardt Klonk (1898-1984): Evangelische Stadtkirche in Lengerich (1967)
„Das Himmlische Jerusalem“ ist ein Fenster des Marburger Glaskünstlers Erhardt Klonk d. Ä. (1898-1984), der kurz zuvor schon Fenster mit dem Himmlischen Jerusalem für Kirchen in Marburg und Osthofen entworfen hat. Der goldgelbe Lichtkreis in der mittleren Fensterbahn soll das Zentrum der Stadt markieren. An den Außenbahnen zweier Bögen findet

Paul Weigmann (1923-2009): St. Vinzenzhaus in Bad Godesberg (1965)
Nach Unterlagen des Kölner Bistums wurde im Jahr 1965 in Bonn-Bad Godesberg das St. Vinzenzhaus errichtet. Dies ist ein Alten- und Pflegeheim, welches von Vinzentinerinnen geführt wird. Zu der Erstausstattung der Kapelle gehören Symbole aus der Lauretanischen Litanei, darunter auch die Pforte des Himmels. Dieses Fenster gehört in eine Reihe

Rudolf Krüger-Ohrbeck (1930-2000): St. Marien-Hospital in Borken (1966)
Glasfenster mit Darstellungen des Neues Jerusalem außerhalb von Kirchen sind eine Rarität, am häufigsten findet man sie noch in Rathäusern als Gerichtsbild, in Friedhofskapellen oder in Krankenhäusern. Die Kapelle im Untergeschoss des St. Marien-Hospitals in Borken (Münsterland) wird von der örtlichen römisch-katholischen Remigiuskirche mit betreut. Das Betonfenster links neben dem

Paul Weigmann (1923-2009): Christuskirche in Zülpich (1976)
Die einstige Römerstadt Zülpich im Rheinland ist die Heimstätte einer evangelischen Christuskirche. Ihre einfache Nachkriegsverglasung wurde im Dezember 1976 zum 25-jährigen Gemeindejubiläum durch eine anspruchsvollere Arbeit ausgetauscht, womit man den Glaskunstmeister Paul Weigmann (1923-2009) beauftragte. Weigmann schuf unter der Orgelempore der Kirche eine großformatige Komposition aus blauem und rotem Antikglas,

Erentrud Trost (1923-2004): Herz Jesu Kirche in Gütersloh-Avenwedde (1987)
Das „Lamm im Himmlischen Jerusalem“, so der Titel des Kunstwerks, zeigt ein rundes Glasfenster im rechten Chorbereich der römisch-katholischen Kirche Herz Jesu in Avenwedde, einem ländlich geprägten Ortsteil von Gütersloh in Ostwestfalen. Es basiert auf den traditionellen Jerusalemsfarben blau-rot. Das Lamm, ein Symbol für Christus, wird umringt von zahlreichen Figuren,

Mindener Lutherbibel (1718)
Man findet dieses Frontispiz erstmals in der Mindener Lutherbibel (WLB, B deutsch 1718 04) im Verlag von Johann Detleffsen aus dem Jahr 1718. Der Bildaufbau ist ungewöhnlich, aber seine Grundaussage leuchtet sogleich ein: Unten zeigt sich ein Innenraum mit ornamentierten

„Passion Christi und das Leben des Heiligen Basilius“ (1820)
Im Oktober 1820 wurde eine Handschrift fertiggestellt, welche die Passion Christi und das Leben des Heiligen Basilius vereint. Ungewöhnlich genug für diese beiden Themen bietet sie einen ganzen Reigen verschiedener Darstellungen des Himmlischen Jerusalem. Sie sind einfach gearbeitet und beschränken

Josef Michael Neustifter (geb. 1949): Stele „Werke der Barmherzigkeit“ in Oberroth (2003)
Auf dem kleinen Friedhof vor der römisch-katholischen Kirche St. Peter und Paul in Oberroth bei Dachau (Niederbayern) wurde eine Stele aus Bronze im Freien erreichtet, auf einem steinernen Sockel aus Granit. Sie hat keine liturgische oder utilitaristische Funktion, sondern steht

Margaret Watts (geb. 1932): „Queen of Peace“ in Ocala (1995)
In den USA sind Wandgemälde mit dem Himmlischen Jerusalem nicht gerade häufig anzutreffen. Dass es sie dennoch gibt, belegt eine seltene Arbeit in der römisch-katholischen Kirche „Queen of Peace“ in Ocala, einem Ort im Bundesstaat Florida. Dort entschloss man sich

Sammlung geistlicher und lieblicher Lieder (1725)
Zu den umstrittensten Schriften der Brüdergemeine zählten ihre Liedersammlungen. Mit der „Sammlung geistlicher und lieblicher Lieder“ setzten sich die Herrnhuter von den Lutheranern ab und pflegten ihren eigenen Kirchengesang.Auf dem Kupferstich ist unten das Himmlische Jerusalem zu sehen. Darüber befindet

Esther Frye (1914-2011): „Life’s Railway to Heaven“ und „John on Patmos“ (um 2000)
Esther Frye (1914-2011) aus Stanton (Michigan) war eine US-amerikanische Malerin und Zeichnerin. Diese hatte unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen Privatunterricht in Malerei bei dem Erfinder der Schwarzlichtkreide, Dr. Karl Steele, genommen und später an dem John Herron Art Institute studiert. Anschließend
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






