LETZTER BEITRAG

Max von Mühlenen (1903-1971): Kirche zu Alblingen (1973)

Das Fenster in der reformierten Kirche zu Alblingen im schweizerischen Kanton Bern erinnert an die irdische Pilgerschaft in Richtung des neuen, himmlischen Jerusalem. Sein „offizieller“, von den beiden ausführenden Künstlern (s.u.) bestätigter Titel ist auch „Neues Jerusalem“. Auf dem zentralen Südfenster über dem Altarbereich erkennt die versammelte Gemeinde eine übergroße

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Cesarina Giordani (1919-2007): Kirche Nostro Signore Gesù Cristo Divino Maestro in Rom (1970)

Die moderne römisch-katholische Titelkirche Nostro Signore Gesù Cristo Divino Maestro („Unser Herr und göttlicher Meister Jesus Christus“) in einem Vorort von Rom besitzt ein Oberlicht als mittig eingebrachte Lichtlaterne mit Glasfensterreihen, die jeweils in vier Gruppen zusammengefasst sind. Die Fenster wurden nach einer Konzeption von dem Priester Giacomo Alberione (1884-1971)

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Crear McCartney (1931-2016): St Michael in Linlithgow (1992)

Das Buntglasfenster in der St. Katherinenkapelle in der Kirche Sankt Michael ist 1992 von der „Society of Friends of St Michael’s“ anlässlich der 750-jährigen Konsekration der schottischen Kirche in Linlithgow gestiftet worden. Das Monumentalfenster zum Thema Pfingsten stellt unten in hellen Farben zwölf Tore der Himmelsstadt dar, in zwei übereinander

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Emil Frei & Associates: Christ Our King in Mount Pleasant (1982)

Die römisch-katholische Kirche Christ Our King (Christus unser König) befindet sich in Mount Pleasant im US-Bundesstaat South Carolina. Schon dieser Name Mount Pleasant ist ein versteckter Hinweis auf das Neue Jerusalem. Ein Kirchenfenster der Südseite, angefertigt im Jahr 1982, besteht aus vier rechteckigen Segmenten. Es zeigt im unteren Bereich braune

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Jane Hayward (1918-1994): Stonehill-College in Easton (1978)

Die Chapel of Mary des römisch-katholischen Stonehill-College in Easton (Maryland), nahe Boston, besitzt eine ganze Reihe schöner, harmonischer Glasfenster aus dem Jahr 1978. Das ovale Fenster Nummer sieben hat den Titel „The Book of Revelation“ oder „Apocalypse Window“ und findet sich rechts neben dem Altar. Es wurde bewusst in handwerklichen

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Ernest-Pascal Blanchard (1861-1945): Saint Jean de Montmartre in Paris (1920)

Die Bleiglasfenster im Seitenschiff der römisch-katholischen Pfarrkirche Saint Jean de Montmartre im 18. Arrondissement von Paris zeigen verschiedene Symbole nach der Lauretanischen Litanei, welche die Reinheit und Heiligkeit Mariens verherrlichen. Seit dem Mittelalter ist Frankreich das Zentrum dieser Darstellungsform. So findet man in den Bogenfenstern dieser Kirche die weiße Lilie,

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Carel Bruens (1925-2024): „Open Hof Kerk” in Katwijk aan den Rijn (1994)

Im Jahr 1994 wurde das Buntglasfenster Nummer 23 für die protestantische „Open Hof Kerk” in der Gemeinde Katwijk aan den Rijn nördlich von Leiden an der Nordsee (Provinz Südholland) fertiggestellt. Das Glasfenster entwarf der römisch-katholische Künstler Carel Bruens aus Leiden, wo es, finanziert von Gemeindemitgliedern, von der Manufaktur Jilleba hergestellt

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Max Hunziker (1901-1976): Johanneskirche in Bern (1960)

Im Jahr 1960 wurde die Berner Johanneskirche mit drei Chorfenstern von dem Züricher Künstler Max Hunziker (1901-1976) ausgestattet. Es war die Zeit, als sich die reformierte Kirche von ihren nüchternen Innendekorationen verabschiedete und ähnliche Buntglasfenster wie die evangelischen oder katholischen Kirchen haben wollte. Im dritten Fenster ist oben das Lamm

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Luxfer Studios aus Concord: Ehemalige Presbyterianischen Kirche St. Andrew’s in Windsor (1975)

Am 5. Oktober des Jahres 1975 wurden die neuen Chorfenster der presbyterianischen Kirche St. Andrew’s in Windsor (Ontario, Kanada) mit einem Gottesdienst feierlich eingeweiht. Eines der neuen Buntglasfenster zeigt im unteren Bereich eine Abendmahlsszene und darüber in einem Tondo das Himmlische Jerusalem. Es ist eine der frühesten Darstellungen der Stadt

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Harry Harvey (1922-2011): St Mary in Alne (1958)

Im Jahr 1958 wurde in St Mary in Alne in der Grafschaft Yorkshire ein neues expressionistisches Ostfenster von dem Glasmaler Harry Harvey (1922-2011) eingesetzt. Grund dafür waren Schäden des Vorgängerfensters durch den Zweiten Weltkrieg in den 1940er Jahren. Die eigentliche Stadt Gottes ist in die mittlere von drei Fensterbahnen gesetzt.

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Åke Pallarp (1933-2013): Sankt Birgitta-Kirche in Knivsta (1992)

Zu sehen ist das Fenster „Det himmelska Jerusalem“ („Das Himmlische Jerusalem“) an der östlichen Wand der Sankt Birgitta-Kirche in der Gemeinde Knivsta (Schweden, Provinz Uppsala). Es ist eine Arbeit des Künstlers Åke Pallarp (1933-2013), ausgeführt im Jahr 1992 von der Firma P. Hegsgaard. Der Titel des Fensters wurde von dem

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Christopher Webb (1886-1966): All Saints in Brenchley (1950)

Die anglikanische Kirche All Saints (Allerheiligen) in Brenchley in der englischen Grafschaft Kent zeigt das Himmlische Jerusalem in einer zeitgenössischen Architektur, durchzogen von den goldenen und schwarzen Strahlen einer Gloriole. Ganz rechts gehen die Strahlen in fliegende Vögel über, ein altes außerbiblisches Motiv aus der Reformationszeit, popularisiert durch Albrecht Dürer.

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Henry Lee Willet (1899-1983): Glastür der Grosse Pointe Memorial Church (1948)

Diese Glasmalerei gehört einmal nicht zu einem Kirchenfenster, sondern ist ein Detail der gläsernen Eingangstür der presbyterianischen Kirche „Grosse Pointe Memorial Church“. Diese befindet sich in der gleichnamigen Stadt Grosse Pointe Farms in Michigan, USA. Die Malerei stammt von Henry Lee Willet (1899-1983) aus den Willet-Studios in Philadelphia, die sein

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Gustave Zanter (1916-2001): Ehemalige Kirche Saint-Joseph in Ernster (1949)

Saint-Joseph in Ernster war eine römisch-katholische Kirche in Luxemburg. Die dortigen Kirchenfenster aus vorwiegend rotem und blauem Antikglas, Blei und Schwarzlot wurden mit verschiedenen Symbolen der Lauretanischen Litanei ausgestattet. Verantwortlich war 1948/49 damals der luxemburgische Glasmaler und Mosaizist Gustave Zanter (1916-2001), womit Kriegsschäden durch einen Granatenbeschuss beseitigt werden mussten. Damit

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Fresko aus der St. Clemens-Romanus-Kirche in Marklohe (1520)

Im linken Gewölbe, also zur rechten Seite Christi, befindet sich in der Markloher Kirche ein komplexes Jerusalem. Der Maler hat es als vieltürmige, hochaufragende Stadt gestaltet. Fast immer ist das Neue Jerusalem ja als kleine Kirche dargestellt (schon aus Platzgründen, aber auch wegen der Kosten), die ganz andere Präsentation in

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Ad Maas (1930-2013): Glasfenster aus St. Josef in Keent (1962)

Wie in Deutschland, so wurden auch in den Niederlanden aus heutiger Sicht überdimensionierte Kirchen errichtet, erweitert und großzügig mit Kunstwerken ausgestattet. Mit einem entscheidenden Unterschied: In Deutschland förderte der Staat durch die Kirchensteuer solche Bautätigkeit, während in den Niederlanden Gleiches

Weltgericht aus der Gemeindekirche San Pedro in Urubamba (1784)

Die römisch-katholische Gemeindekirche San Pedro Apostol in Urubamba (vollständiger Name: Templo de San Pedro Apóstol) versammelt in sich mehr bedeutende Kunstwerke als manches Kolonialmuseum. Unter dem Bestand von Ölmalereien, von denen aus Platzgründen nur ein Teil in der Kirche aufgehängt

Maître de Papeleu: Apokalypsehandschrift „Somme le Roi“ (1295)

Die Miniaturen, die diese Apokpalypsehandschrift auszeichnen, zeigen noch Spuren der Romanik, sind überwiegen aber bereits im Stil der Gotik gehalten. Fol. 44v präsentiert im Kontext des Weltgerichts auch die Himmelspforte in dem Neuen Jerusalem. Romanisch ist noch der blockartige Aufbau

Wilhelm Rengshausen (1818-1989): Christ-König in Springe (1980)

Erklärende Tafeln neben den Fenstern der römisch-katholischen Kirche Christ-König in Springe verweisen darauf, dass diese nach einem „geistlichen Konzept“ von Pfarrer M. Mertes konzipiert wurden, das dann von dem Künstler Wilhelm Karl Franz Rengshausen (1918-1989) aus Warstein ausgeführt wurde. Das

Siegfried Assmann (1925-2021): Chorfenster von St. Michaelis in Eutin (1961)

Üblicherweise zeigt der Glasmaler und Bildhauer Siegfried Assmann (1925-2021) das Himmlische Jerusalem mit seinen zwölf Toren, wobei der Künstler in Farbe und Form eine eigene Darstellungsweise gefunden hat, die man schnell wiedererkennt. Etwas anders ist es in der evangelischen Stadtkirche

Friedrich-Paul Scholz (1916-1993): Pauluskirche in Lenzinghausen (1962)

Für Jahrzehnte war die evangelische Pauluskirche das Zentrum des Orts Lenzinghausen bei Spenge, doch die Zukunft dieses Bauwerks ist ungesichert, so dass ich es bevorzugt aufsuchte, bevor die Kirche umgewidmet oder abgerissen sein wird. Für den einfachen Kastenbau mit freistehendem

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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