
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)

Wandmalerei „Weltgericht“ der Geburtskirche von Bagnot (1484)

Fresken aus Saint Martin in Nohant-Vic (Mitte 12. Jh.)
LETZTER BEITRAG
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)
Viele besuchen Goslar (Harz), um im Rathaus die Malereien des frühneuzeitlichen Huldigungssaals zu sehen – und stehen dann vor einer verschlossenen Glastür, durch die man nur Teile der Malereien verzerrt und ohne das räumliche Erleben

Tympanon der Kathedrale Notre Dame von Bayeux (um 1260)
Das südliche, rechts befindliche Westportal der Kathedrale Notre Dame von Bayeux ist äußerst komplex aufgebaut, es ist eine der detailreichsten Weltgerichtsdarstellungen des Mittelalters in Stein an einem Sakralbau. Das Portal besteht aus fünf Feldern oder Etagen, die nach unten immer länger werden. Oben befindet sich Christus Pantokrator als Weltenherrscher, unten

José Samson: Lilla Alby-Kirche in Sundbyberg (1957)
Dieses Segmentbogenfenster befindet sich oberhalb des Altares der alten Lilla Alby-Kirche in Sundbyberg, einer protestantischen Gemeinde in der schwedischen Provinz Stockholm. Die Arbeit aus dem Jahr 1957 stammt von José Samson, der in Sundbyberg lebt und arbeitet.Das Segmentfenster erinnert auf den ersten Blick an ein Wimmelbild, hier gibt es keinen

Frederick Wilson (1858-1932): First Presbyterian Church in Buffalo (1917)
Der britische Glasdesigner Frederick Wilson (1858-1932), ein gebürtiger Ire, entwarf im Jahr 1917 ein dreischiffiges Zentralfenster für die First Presbyterian Church in Buffalo im US-Bundesstaat New York. Es gilt zu Recht als ein Meisterwerk des Art Nouveau in den USA, wie überhaupt Wilson auf die Kunstentwicklung der USA im Bereich

Amalie von Maltitz: Nederduitse Gereformeerde Kerk Aasvoelkop in Johannesburg (1959)
Die „Nederduitse Gereformeerde Kerk Aasvoelkop“, die Niederdeutsch-Reformierte Kirche von Aasvoelkop, hat ihren Sitz im Norden von Johannesburg. In ihren Wurzeln geht die Kirche auf die Burenzeit im 19. Jahrhundert zurück. Im Hauptschiff des modernen Kirchengebäudes im rechten Gang bzw. an der Turmseite wird zuletzt auf einem Glasfenster das Himmlische Jerusalem

John Kebrle (geb. 1927): Spring Valley United Methodist Church in Dallas (1982)
Die Spring Valley United Methodist Church befindet sich in Dallas, im US-Bundesstaat Texas. In diesem Bundesstaat ist es vermutlich heute die älteste Darstellung des Neuen Jerusalem. Eines ihrer sechseckigen Fenster aus dem Jahr 1982 zeigt dieses Motiv in überwiegend blauen, gelben und roten Glasscheiben. Es ist ein Werk aus der

Pauls Valley Church in Oklahoma (um 1998)
Die kleine, neu erbaute Adventistenkirche von Pauls Valley in Oklahoma wurde um das Jahr 1998 mit einem Fenster über dem Altarbereich ausgestattet. Der Künstler oder die Künstlerin ist leider nicht bekannt, jedoch die Person, die dieses Fenster stiftete: Era P. Cross (1918-2004) aus der Gemeinde. Die Art der Darstellung, vor

St Matthew in Flint (1930)
In der römisch-katholischen Kirche St Matthew in Flint im US-amerikanischen Bundesstaat Michigan wird das Himmlische Jerusalem in einer Civitas-Dei-Darstellung repräsentiert, frei angelehnt an mittelalterliche Vorbilder. Dieses Fenster wurde, Dank Stiftungen, 1930 in die im Jahr 1911 erbaute Kirche nachträglich eingesetzt. Es ist für den Bundesstaat die älteste erhaltene Darstellung des

Raymond Mirande (1932-1997): Kapelle Notre-Dame des Flots (1991)
Beim einem Umbau der Kapelle Notre-Dame des Flots in dem Badeort Lacanau Océan (Region Nouvelle-Aquitaine) wurden im Jahr 1991 mobile Glaswände von Raymond Mirande (1932-1997) vor die eigentlichen Altarwände gestellt. Diese Altarwände sind weiß und ohne Dekor, ebenso sind die Fenster der Kirche ohne figürlichen Schmuck. Anders die acht Bahnen

Tenold Peterson (geb. 1938): First Methodist Church in Junction City (1985)
Eines der bedeutendsten Kunstwerke der weltweiten Methodistenkirche befindet sich in der First United Methodist Church in Junction City im Bundesstaat Oregon, USA. Es sind sieben Glasfenster, angelehnt an den Stil des Art déco zu Beginn des 20. Jahrhunderts, etwa an Fenster aus der St. Paul’s Evangelical Lutheran Church in Columbia

Max von Mühlenen (1903-1971): Kirche zu Alblingen (1973)
Das Fenster in der reformierten Kirche zu Alblingen im schweizerischen Kanton Bern erinnert an die irdische Pilgerschaft in Richtung des neuen, himmlischen Jerusalem. Sein „offizieller“, von den beiden ausführenden Künstlern (s.u.) bestätigter Titel ist auch „Neues Jerusalem“. Auf dem zentralen Südfenster über dem Altarbereich erkennt die versammelte Gemeinde eine übergroße

Cesarina Giordani (1919-2007): Kirche Nostro Signore Gesù Cristo Divino Maestro in Rom (1970)
Die moderne römisch-katholische Titelkirche Nostro Signore Gesù Cristo Divino Maestro („Unser Herr und göttlicher Meister Jesus Christus“) in einem Vorort von Rom besitzt ein Oberlicht als mittig eingebrachte Lichtlaterne mit Glasfensterreihen, die jeweils in vier Gruppen zusammengefasst sind. Die Fenster wurden nach einer Konzeption von dem Priester Giacomo Alberione (1884-1971)

Crear McCartney (1931-2016): St Michael in Linlithgow (1992)
Das Buntglasfenster in der St. Katherinenkapelle in der Kirche Sankt Michael ist 1992 von der „Society of Friends of St Michael’s“ anlässlich der 750-jährigen Konsekration der schottischen Kirche in Linlithgow gestiftet worden. Das Monumentalfenster zum Thema Pfingsten stellt unten in hellen Farben zwölf Tore der Himmelsstadt dar, in zwei übereinander

Emil Frei & Associates: Christ Our King in Mount Pleasant (1982)
Die römisch-katholische Kirche Christ Our King (Christus unser König) befindet sich in Mount Pleasant im US-Bundesstaat South Carolina. Schon dieser Name Mount Pleasant ist ein versteckter Hinweis auf das Neue Jerusalem. Ein Kirchenfenster der Südseite, angefertigt im Jahr 1982, besteht aus vier rechteckigen Segmenten. Es zeigt im unteren Bereich braune

Jane Hayward (1918-1994): Stonehill-College in Easton (1978)
Die Chapel of Mary des römisch-katholischen Stonehill-College in Easton (Maryland), nahe Boston, besitzt eine ganze Reihe schöner, harmonischer Glasfenster aus dem Jahr 1978. Das ovale Fenster Nummer sieben hat den Titel „The Book of Revelation“ oder „Apocalypse Window“ und findet sich rechts neben dem Altar. Es wurde bewusst in handwerklichen

Ernest-Pascal Blanchard (1861-1945): Saint Jean de Montmartre in Paris (1920)
Die Bleiglasfenster im Seitenschiff der römisch-katholischen Pfarrkirche Saint Jean de Montmartre im 18. Arrondissement von Paris zeigen verschiedene Symbole nach der Lauretanischen Litanei, welche die Reinheit und Heiligkeit Mariens verherrlichen. Seit dem Mittelalter ist Frankreich das Zentrum dieser Darstellungsform. So findet man in den Bogenfenstern dieser Kirche die weiße Lilie,

Alexandre Cingria (1879-1945): Notre-Dame du Valentin in Lausanne (1933)
Die Zahl der Buntglasfenster in der Schweiz ist, aus verschiedenen Gründen, überschaubar. Daher ist die früheste Darstellung des Himmlischen Jerusalem aus dem Jahr 1933, also noch relativ jung, etwa im Verglich mit älteren Werken aus England oder Frankreich. Relativierend muss

Isabelle Tabin-Darbellay (geb. 1947): Fenster aus Notre Dame de l’Assomption in La Neuveville (1997)
Ein Fenster „Jérusalem Céleste“ findet sich in der römisch-katholischen Kirche Notre Dame de l’Assomption (Mariä Aufnahme in den Himmel) im schweizerischen La Neuveville am Rand des Juragebirges im Kanton Bern. Der Bau war 1954 mit einfachen Mitteln errichtet worden, und

Philippus Endlich (1700-1768): „Der Glaube an das Licht“ (1709)
„Zegepraal der goddelyke liefde“ („Triumph der göttlichen Liebe“) lautet der originale Titel eines Bandes des Dichters Jan van Hoogstraten (1662-1736), der erstmals 1709 in Gouda von Lucas Kloppenburg, dann in zweiter Auflage 1728 von Johannes Ratelband in Amsterdam herausgebracht wurde.

Totenbuch der Tübinger Stiftskirche: Einträge zu Friderika G. Märklin (1768), Adam Schöpf (1770), Christina Friderika Märklin (1772)
Totenbücher waren, ähnlich wie die Leichenpredigten, eine Form des Andenkens an das fromme und weltliche Leben für die Hinterbliebenen, auch hatten die Dokumente rechtliche Funktion und wurden im Pfarramt aufbewahrt. Ein besonders schönes Exemplar mit handkolorierten Zeichnungen hat sich aus

Yves Voirol (1931-2015): Rundfenster aus der Kirche Saint-Germain in Moutier (2000)
Die reformierte Kirche Saint-Germain in Moutier im schweizerischen Juragebirge besitzt abstrakte Fenster des Glasmalers Yves Voirol (1931-2015). Sie entstanden in Etappen zwischen 2000 und 2002 und wurden zum großen Teilen aus Mitteln der Gemeinde ermöglicht. Unter ihnen zeigt das runde

Weltgericht aus Südrussland (um 1620)
Hin und wieder gelingt es Museen, Kunstwerke aus Privatsammlungen zu erlangen, die unser kunsthistorisches Wissen erheblich erweitern. Sicherlich trifft das im vorliegenden Fall zu. Über die Ikone liegen überraschend viele Informationen vor: Entstanden ist das Werk um 1620 in Russland
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.



