LETZTER BEITRAG
„Das Leben und der Bericht über Wunder des heiligen Basilius sowie der Vision seines Schülers Gregors“ aus Moskau (1912)
„Das Leben und der Bericht über Wunder des heiligen Basilius sowie der Vision seines Schülers Gregors“ erschien 1912 in Moskau. Es war ein Projekt der christlichen Druckerei des Preobraschenski-Almosenhaus, dem spirituellen Zentrum der altgläubigen Kultur

Charles Filiger (1903-1905): „Jérusalem céleste“ (1905)
Diese Zeichnung mit dem Titel „Jérusalem céleste“ oder auch „La chapelle au Christ couronne“ stammt von dem Elsässer Charles Filiger (1863-1928), sie ist auch rechts unten mit C. F. signiert. Der Künstler arbeitete daran von 1903 bis 1905. Filiger stand Gauguin und seinem Kreis Pont-Aven nahe. Stark war seine Kunst

Josef Anton Mohr (1809-1888): Himmelspforte der Kapelle von Zaisenhofen (1857)
Die Abbildung zeigt eine einfache Himmelspforte im Rahmen einer Lauretanischen Litanei, bei der verschiedene Symbole versammelt sind, die der Reinheit und Heiligkeit Mariens Ausdruck verleihen sollen. Die einfache, volkstümliche Malerei in hellen Pastelltönen des ansonsten nicht weiter bekannten Malers Josef Anton Mohr (1809-1888) aus Rohrbach (im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an

Jakob Berwanger (1900-1959): St. Katharina in Solingen-Wald (1955)
Im Jahr 1955 entstand ein Jerusalems-Fenster im Kirchenschiff der römisch-katholischen Kirche St. Katharina in Solingen-Wald im Bergischen Land. Es befindet sich dort oberhalb der Sakristeitür an der linken Seite vorne am Altarbereich. In Farbe und Ausführung ist es eine typische Arbeit im Zuge der Beseitigung von Bombenschäden, die auch hier

Gregorio Gamarra (um 1570-1642): Verschiedene Maria Immaculata-Darstellungen (1600-1630, 1609, um 1620 und um 1625)
Aus dem Umkreis oder aus der Schule des Malers Gregorio Gamarra stammt diese Himmelspforte in weichen Pastelltönen. Sie gehört zu einem zwischen 1600 und 1630 entstandenen Ölgemälde, einer Immaculata-Darstellung mit den üblichen Marienattributen. Die Pforte ist oben links positioniert. Das barocke Gemälde ist heute Teil der Sammlung Barbosa-Stern in Lima.

Ludwig von Gerichten (1873-1945), Theodor von Gerichten: St. Paul’s Evangelical Lutheran Church in Columbia (1913)
Die protestantische St. Paul’s Evangelical Lutheran Church in Columbia (South Carolina, USA) besitzt ein Glasfenster, welches die deutsche Glasmanufaktur Von Gerichten im Jahr 1913 hergestellt hat. Die Brüder Ludwig und Theodor von Gerichten kamen Ende der 1880er Jahre in die USA und führten, neben ihrer neuen „Von Gerichten Art Glass

Weltgericht der Dorfkirche in Knutby (um 1500)
Die pastellfarbenen Malereien der Saalkirche von Knutby im schwedischen Bistum Uppsala zeigen das Himmlische Jerusalem auf einer Gewölbekappe als großen, dreischiffigen Kirchenbau. Mit Seitenstreben und einem vorgelagerten Narthex versucht der Maler eine komplexe, anspruchsvolle Sakralarchitektur wiederzugeben, wie es sie in Knutby sicher nicht gegeben hat. Kleine Details wie Kreuze oder

Yngve Lundström (1885-1961): Kirche in Älmhult (1930)
Die protestantische Kirche in Älmhult in der schwedischen Provinz Blekinge wurde mit einem Fenster von Yngve Lundström (1885-1961) ausgestattet. Über dem Altar im Süden wurde im Triumphbogen das Rundfenster „Det himmelska Jerusalem“ („Das Himmlische Jerusalem“) angebracht, im Jahre der Kirchenfertigstellung 1930. damit dürfte es für ganz Schweden die älteste Darstellung

Russische Weltgerichtsdarstellungen mit Türmen, „Turmjerusalem“ (17. Jh.)
Für die Entwicklung des Neuen Jerusalem auf Ikonen ist dasjenige aus der St.-Boris-und-Gleb-Kirche (um 1550) aus dem Staatlichen Museum Nowgorod zentral. Von hier aus bildeten sich zwei Entwicklungslinien von Ikonen weiter aus: Einerseits die Arkaden (Arkadenjerusalem), andererseits Türme oben und Heilige auf einem Wolkenband unten. Um diese zweite Linie des

Weltgerichtsikone aus der Kirche der Verkündigung in Edon (um 1780) und Kopie (1780-1800)
Die russisch-orthodoxe Kirche der Verkündigung in Edon besaß einst eine Ikone mit einer Weltgerichtsdarstellung, die in Folge der russischen Revolution und ihrer Ablehnung des Christentums in das staatliche Museum von Tscherepowez im Bezirk der Region Wologda gelangte. Das Kunstwerk ist kaum bekannt und wenig erforscht. Die außerordentlich fein gezeichnete, insgesamt

MS 75 (um 1230), MS Français 9574 (1266-1300), MS 394 (um 1300) und MS Unv. Coll. 100 (um 1310): Apokalypsehandschriften
MS 75 ist eine mit 66 Miniaturen ausgestattete mittelalterliche Handschrift aus der Londoner Lambeth Palace Library, die einen französischen Apokalypsetext mit einem Kommentar des Berengaudus beinhaltet. Auffällig sind ihre weich gezeichneten Miniaturen in Pastelltönen. Sie wird auf die späte erste Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert. Sie ist insofern interessant, als

Adolf Ziegler (1940-2013): Apokalypse-Interpretationen auf Metall und Glas (1987 und 2007)
Im Jahr 2009 hatte ich erstmals Kontakt zu Adolf Ziegler (1940-2013) und war sogleich angetan von seiner intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit der Johannesoffenbarung, die den Künstler über viele Jahre beschäftigte. Er hatte mir damals sein Buch „Apokalypse-Zyklus. Die Geheime Offenbarung des Johannes“ zukommen lassen, welches einen umfangreichen Einblick in die

Maria Immaculata aus St. Sebastian in Ingolstadt (1556)
Die spätmittelalterliche römisch-katholische Kirche St. Sebastian in Ingolstadt besitzt an der rechten Seite vom Altar ein Kunstwerk, welches auf 1556 datiert ist. Vermutlich befand sich die steinerne Grablege einst vor der Kirche und wurde erst später an ihren prominenten Ort gebracht.Es handelt sich um eine Darstellung der Symbole Mariens der

Leopold Fetz (1915-2012): Fenster „Das himmlische Jerusalem“ aus der Mariahilfkirche in Bregenz (1979)
Im Jahr 1976 wurde die Bregenzer Mariahilfkirche im Vorarlberg um zwei neue Glasfenster bereichert. Es waren damals Bemühungen, den Bau, der als Heldendankkirche zum Ersten Weltkrieg erbaut wurde, künstlerisch umzugestalten und aufzuwerten. Dazu beauftrage man Leopold Fetz (1915-2012), der zu dieser Zeit in Bregenz lebte und in Mehrerau als Fachlehrer

Hans Strigel der Ältere: Fresko in Zell im Allgäu (um 1450)
Im Jahr 1893 wurden in der römisch-katholischen Filialkirche Sankt Bartholomäus in Zell in der Nähe von Oberstaufen im Allgäu im Chorraum Fresken freigelegt, die dann von Locher Bonifaz von 1895 bis 1896 restauriert wurden. Man findet sie an der Rückseite des Chorbogens, so dass während der Messe oder anderer Veranstaltungen

Martinsaltar aus der Pfarrkirche Sankt Peter in München (um 1406)
Der Martinsaltar befindet sich in der römisch-katholischen Pfarrkirche von Sankt Peter in der Altstadt von München. Das gefasste Sandsteinwerk entstand um 1406 für die Kirche und steht in der ersten Seitenkapelle an der Nordseite innerhalb des siebten Jochs. Dort ist auch seit dem Spätmittelalter die Grablege der Familie Schrenck. Schrenck-Altar

John Bunyans „Pilgrim’s Progress“ als Spiel (um 2000)
Fristgerecht zur Wende vom 20. in das 21. Jahrhundert erschien zu dem Pilgerroman „Pilgrim’s Progress“ auch ein neues Spiel auf einem 76 x 56 Zentimeter großen „Triumphant Journey“-Poster. Auf diesem Poster wurden als Unterlage die Spielfiguren gesetzt, mit denen man

Jan Provoost (1465-1529): Brügger Weltgerichtsaltar (1525-1529)
Ein späteres Ölgemälde der Gesamtgröße 169 x 145 Zentimeter befindet sich noch heute am einstigen Wirkungsort des Malers Jan Provoost (1465-1529) in Brügge, im dortigen Groeninge-Museum. Die Zuschreibung variiert; manche betrachten die Malerei auch als eine Arbeit von Jacob van

Jan Provoost (1465-1529): Hamburger Weltgerichtsaltar (1525-1529)
Auf diesem Weltgericht, angefertigt von ca. 1525 bis 1529 (Gesamtgröße 68 x 61 Zentimeter), ist das Himmlische Jerusalem deutlich als Tor an der linken Seite positioniert. Von ihm ist allerdings nur die rechte Hälfte zu sehen. Auch für Petrus ist

Gerhard Hausmann (1922-2015): Johanniskirche in Lüneburg (2000)
Eine Weiterentwicklung seines Fensters der Kirche St. Blasius in Hannoversch Münden (1976) schuf Gerhard Hausmann (1922-2015) im Jahre 2000: „Man war an mich herangetreten, weil man meine Arbeit in Münden kannte und es als eine passende moderne Lösung für einen

Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510): „Geistliche Schifffahrt“ (1708)
Die Texte des Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510) stießen mit seinen durchaus eigenwilligen Vorstellungen vom Himmlischen Jerusalem vor allem im Barock auf neue Popularität, was wenig verwundert. In der „Geistlichen Schiffahrt“ (Augsburg 1708) wird der sonst gängige Topos des ansteigenden

Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510): „Geistliche Schifffahrt“ (1512)
Nicht immer musste der fromme Lebenslauf zwangsläufig eine Pilgerwanderschaft sein, auch eine maritime Pilgerfahrt war vorstellbar – Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510) hat sich auch mit diesem sehr speziellen Thema der Pilgerschaft beschäftigt und dazu 1512 in Straßburg seine Schrift
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.





