
Ikone „Die Versammlung der Engel“ (16. Jh.)


Mikhail Vasilevich Nesterov: „Der Erlöser auf dem Thron“ (1905)
LETZTER BEITRAG
Ikone „Die Versammlung der Engel“ (16. Jh.)
Diese Temperamalerei auf goldenem Hintergrund hat den Titel „Die Versammlung der Engel“ und wird der russischen Schule der Ikonenmalerei zugerechnet. Sie zeigt eine Art himmlische Liturgie, bei der Engel und Heilige um Christus auf seinem

Claus Arnold (1919-2014): Wandgestaltung der Martinskirche in Hannover-Linden (1957)
Großflächige Wandgestaltungen waren in den 1950er Jahren besonders beliebt und es gab, da viele Kirchen neu gebaut oder wiederaufgebaut werden mussten, zahlreiche Gelegenheiten dazu – meist in Städten, die von Kriegszerstörungen schwer gezeichnet waren. In solchen Gemeinden, zumal, wenn sich viele Vertriebene ansiedelten, war das Himmlische Jerusalem ein schnell gefundenes

Franz Nagel (1907-1976): Apsisfresko in St. Wolfgang zu Landshut (1957)
Die neuerbaute römisch-katholische Kirche St. Wolfgang zu Landshut (Niederbayern) wurde 1956/57 im Altarbereich mit einem gewaltigen Fresko ausgestattet. Um die Monumentalität zu steigern, ist die Stadt nicht viereckig dargestellt, sondern wurde in die Breite gezogen, um möglichst die gesamte Wand zu füllen. Gestaltet hat das Bild 1957 der Günzburger Künstler

Adam Kossowski (1905-1986): St Benet’s Kapelle in London (1962)
Die ursprüngliche Gemeindekirche St Benet’s am Kollegium Queen Mary in London wurde 1940 von den Deutschen bombardiert und brannte aus. Erst 1962 war der Neubau als Kapelle des Kollegiums abgeschlossen. Der rundförmige neue Innenraum hat keine Fenster. Seine Innenwände sind mit einer Serie von Wandgemälden zur Apokalypse dekoriert. Sie stammen

Jörg Failmezger (geb. 1947): Altarwand St. Michael in Gärtringen (1994)
Der Altarraum der römisch-katholische Kirche St. Michael in Gärtringen (Landkreis Böblingen) wurde 1993/94 neu gestaltet. Der Kirchengemeinderat stellte für einen Wettbewerb einige Stichworte und Gedanken zur Anregung bereit. Diese hat der Bildhauer Jörg Failmezger (geb. 1947) aus Pleidelsheim aufgegriffen. Der Architekt Helmut Kirsch aus Tübingen, der die Gesamtverantwortung hatte, ergänzte

Franz Bernhard Weißhaar (geb. 1933): Freskodetail aus Sankt Lantpert in Freising (1999)
Die römisch-katholische Kirchengemeinde St. Lantpert in Freising (Oberbayern) beschloss unter Pfarrer und Dekan Franz Xaver Huber, die Kirche mit Malereien ausstatten zu lassen. Nach erfolgreicher Ausmalung der Nordwand wurde erneut der Theologe und Künstler Franz Bernhard Weißhaar (geb. 1933) mit der Freskenmalerei beauftragt, der dies unter Mitarbeit von Annegret Hoch

Siegfried Assmann (1925-2021): Altarwand von Kloster Nützschau in Travenbrück (1974)
In der Klosterkirche des Priorats St. Ansgar (auch Kloster Nütschau genannt) in Travenbrück bei Bad Oldesloe wurde versucht, das Himmlische Jerusalem in der Raumkonzeption und dem zentralen Kunstwerk, einem Altarbild, zum Ausdruck zu bringen. Die neue Klosterkirche, die in alten Klosteranlagen meist alles überragt, wirkt in Nütschau von außen gesehen

Relief von Elmar Hillebrand (1925-2016): Pax Christi Kirche in Essen (1975)
1975 (nach Angabe des Künstlers) stellte der Kölner Bildhauer Elmar Hillebrand (1925-2016) dieses Kunstwerk fertig. Es war das erste Mal, dass der Künstler Anfang der 1970er Jahre mit einem Himmlischen Jerusalem in Stein beauftragt wurde. Hillebrand entschied sich für einen französischen Kalksteinmonolith bei Euville (Département Meuse), aus dem das Relief

Max Herrmann (1908-1999): Monumentalwand der Johanneskirche Rechtsupweg (1963)
Der Maler und Keramiker Max Herrmann (1908-1999) aus Oldenburg war maßgeblich an der Ausgestaltung des Kircheninnenraumes der evangelischen Johanneskirche Rechtsupweg bei Siegelsum (Ostfriesland) beteiligt, auch für die Fenster des Neubaus war er verantwortlich. Das von der Gemeinde dem Künstler vorgegebene Thema für den Altarbereich war das Himmlische Jerusalem, namentlich genanntes

Elmar Hillebrand (1925-2016): Relief Neuss am Quirinus-Münster (1995)
Diese Supraporte ist Teil des sog. Schützenportals: Da die Schützen nach alter Tradition im Quirinus-Münster der Stadt Neuss am Niederrhein das Festhochamt vor der Königsparade feiern, sollte ihnen ein eigenes Eingangstor in die Kirche gewidmet werden. Der Oberpfarrer Hans Dieter Schelauske (1936-2012) legte dafür Anfang der 1980er Jahre die zunächst

Bibelgarten in Kehl am Rhein (2004)
Der südlichste Bibelgarten Deutschlands ist vor der Stadt Kehl am Rheinufer zu finden, es handelt sich um einen gebogenen Fußweg von etwa 300 Metern. Das Schöne an diesen Bibelgärten ist, dass sie in der Regel rund um die Uhr zugänglich sind. Die meisten Kunstwerke können in Museen oder Kirchen nur

Gerhard Ribka (geb. 1955): Fenster aus dem Glasmuseum Frauenau (2005)
Eines des wenigen Fenster mit dem Himmelsstadtmotiv an einem nichtsakralen Ort findet man im Glasmuseum Frauenau im bayerischen Wald (Niederbayern). Es bildet dort den Abschluss der Mittelalterabteilung, wo zum Thema folgendes auf eine Tafel geschrieben ist: „Mit filigranen Türmen, Bögen, Streben, bunt und goldfunkelnd, wurde die gotische Kathedrale zum Abbild

Walter Schimpf (1928-2007) und Günther Anton: Buntglasfenster aus der Michaelskirche in Eltingen (1989)
Im Jahr 1988 feierte die evangelische Michaelskirche in Leonberg-Eltingen im Einzugsbereich von Stuttgart das fünfhundertjährige Jubiläum. Aus diesem Anlass beschloss die Gemeinde damals, den Chorbereich mit Buntglasfenstern von Walter Schimpf (1928-2007) aus Leinfelden-Echterdingen und Günther W. Anton, einen Eltinger Kunstglaser, auszustatten. Die neuen Fenster wurden dann am 16. April 1989

Nikolaus Bette (geb. 1934): Fenster aus St. Crescentius in Naumburg (1991)
Naumburg gibt es nicht nur als mittelalterliche Handelsstadt an der Saale in Sachsen-Anhalt, sondern auch als beschaulichen Kneippkurort im Landkreis Kassel in Nordhessen. Dort zeigt das mittlere Chorfenster der römisch-katholischen Kirche St. Crescentius heute wieder seine ursprüngliche Form. Es war eine lange Zeit zugemauert und wurde erst im Jahr 1991

Walter Loosli (1932-2015): Katholische Kirche Heiliggeist in Interlaken (1991-1992)
Nachdem die 1967 eingebaute Warmluftheizung der römisch-katholischen Kirche Heiliggeist in Interlaken (Kanton Bern) unbrauchbar wurde, kam es 1990 eine größere Umgestaltung. Die einst zugemauerten neogotischen Fenster wurden wieder freigelegt und neue Buntglasfenster von Walter Loosli angefordert, dessen Entwürfe hier von der Glasmanufaktur Reich & Co in Bern angefertigt wurden. Walter

Joachim Klos (1931-2007): Glasfenster aus Heilig Geist in Dinslaken-Hiesfeld (1998)
Der Obergaden und Deckenbereich der römisch-katholischen Kirche Heilig Geist in Dinslaken-Hiesfeld (Niederrhein am Rand des Ruhrgebiets) wurde 1998 mit Glasmalereien neu ausgeschmückt. Die Arbeiten sind klein und haben eine Größe von nur 400 x 80 Zentimetern, so dass man vom Fußboden aus keinesfalls alle Details in zehn Meter Höhe zu

Gislebertus: Tympanon der Kathedrale von Autun (um 1120)
Bekannt und in der Kunstgeschichte hochgeschätzt ist das Tympanon der Kathedrale von Autun. Wie viele gotische Kathedralen besitzt diese Kirche einen westlichen Haupteingang, der im Tympanon eine Darstellung des Jüngsten Gerichts zeigt. Geschaffen wurde das Werk vom Steinmetz Gislebertus zwischen

Altar von Benoît Gilsoul (1914-2000) aus „Our Lady of Good Counsel“ aus New York (1968)
Ein Hauptaltar mit dem Motiv des Himmlischen Jerusalem befindet sich in „Our Lady of Good Counsel“ (Kirche „Unserer lieben Frau des guten Rates“), einer römisch-katholischen Kirche des Augustinerordens in Staten Island, einem Stadtbezirk von New York (USA). Seit dem Zweiten

Nancy Salvador: Jerusalem-Banner (1982)
Anfang der 1980er Jahre hatte Nancy Salvador aus Kingston (Kanada) eine Audition und bekam die Worte „New Jerusalem: Let God mold you into the right shaped stone“ durch göttliche Zuweisung innerlich zu hören. Dieses Motto wurde von ihr mittels eines

Harold Reitterer (1902-1987): Altarbild Marienkirche in Maurach am Achensee (1983)
Auch in der römisch-katholischen Marienkirche in Maurach am Achensee (Tirol) gibt es ein Altarbild, welches das Neue Jerusalem zeigt. Der Künstler war Harold Reitterer (1902-1987, signiert und datiert rechts unten). Reitterer wurde in Wien geboren und besuchte dort von 1920

Siegfried Assmann (1925-2021): Fenster des Meldorfer Doms (1964)
Der Meldorfer Dom zeigt im Altarraum auf dem Ostfenster ein Himmlisches Jerusalem. Eigentlich ist es kein richtiger Dom, sondern der korrekte Name des lutherischen Gotteshauses in Meldorf bei Heide lautet Sankt-Johannis-Kirche.Der Künstler war bemüht, den zwölf Toren im oberen Bereich

Ursula Dethleffs (1933-1994): Fenster der Nikolai-Kirche in Isny (1972)
Ursula Dethleffs (1933-1994) hat in vielen Bereichen künstlerisch gearbeitet, es gibt von ihr Wandteppiche, Zeichnungen, Keramiken, Hinterglasbilder und auch einige Kirchenfenster. Drei neue Kirchenfenster dieser Künstlerin wurden im Jahr 1972 in den südlichen spätgotischen Chor der evangelischen Nikolai-Kirche in Isny
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.



