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Michael O’Connor (1801-1867), Arthur O’Connor (1826-1873): Southwell Minster (1865)

Dieses Rundbogenfenster vereint auf mehreren Ebenen unterschiedliche biblische Szenen aus dem Leben Mariens. Als erstes bzw. letztes ist ganz oben Christus auf einem Thron dargestellt. Dieser Thron ist von einem Baldachin umgeben, der sich selbst bereist als Architektur präsentiert. Zu seinen Seiten öffnen zwei Engelsfiguren mit Palmwedeln die Flügel der Himmelspforte. Gleichzeitig symbolisiert diese Pforte auch das Reich des Todes, das nun überwunden ist. Die beiden Türflügel, von denen wir hier eigentlich nur die Innenseiten sehen, sind außerordentlich kostbar gestaltet. So findet man auf ihnen eine Applikation grüner, blauer und violetter Glasscheiben, die an Edelsteine erinnern.
Bei dem Fenster handelt es sich um eine gemeinschaftliche Arbeit von Michael O’Connor (1801-1867) und seinem Sohn Arthur O’Connor (1826-1873), die hier erstmals, noch zwei Jahre vor ihrer Arbeit in St Eurgain and St Peter in Northop (1867), das Himmlische Jerusalem thematisieren.
Es gehört zu einer Serie ähnlicher Fenster der Kirche, die von den beiden Künstlern 1865 im Seitenschiff von Southwell Minster ausgeführt wurden. Der Southwell Minster in der mittelenglischen Stadt Southwell ist der Bischofssitz der Diözese von Southwell und Nottingham in der anglikanischen Church of England. 

Arthur Dimock: The cathedral church of Southwell, a description of its fabric and a brief history of the episcopal see, London 1898.
Norman Summers: A prospect of Southwell. An architectural history of the church and domestic buildings of the collegiate foundation, London 1974.
John Beaumont: The stained glass of Southwell Minster. A brief guide to the stained and painted glass at the Parish Church and Cathedral of St Mary, Southwell, commonly known as Southwell Minster, Southwell 1988.

 

tags: Anglikanische Kirche, Münster, England, Historismus
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