LETZTER BEITRAG
Renate Strasser (1924-2012): Schmuckmosaik aus der Martin-Luther-Kirche in Bentheim (um 1970)
Die Bielefelder Künstlerin Renate Strasser (1924-2012) ist vor allem als Glasgestalterin hervorgetreten, dort kennt man auch zwei Werke mit dem Neuen Jerusalem, nämlich einmal in der Kirche Zum Heiligen Kreuz in Berlin (1973) und in

Johann Franz Perdeth: Ölgemälde Maria Immaculata aus St. Bäumel in Thalmassing (1673)
Eines der wenigen Ölgemälde in Deutschland mit einer Darstellung der Maria Immaculata, das sich zudem noch nicht in einem Museum befindet, besitzt die römisch-katholische Kirche von St. Bäumel. Die intime Wallfahrtskirche befindet sich bei einem entlegenen Hof nahe bei Thalmassing südlich von Regensburg. Heute wird der Kirchenraum nur noch an

Kerstin Hofmann (geb. 1965): Aussegnungshalle in Alstätte (2017)
Die Aussegnungshalle auf dem Friedhof von Alstätte im westfälischen Westmünsterland war seit Jahren zu klein, so dass man um 2015 begann, bauliche Veränderungen zu planen. Ähnlich wie bei der nahegelegenen Friedhofskapelle in Ochtrup (1990) wollte man auch hier eine Zweisichtverglasung, so dass die Motive sowohl von innen wie auch von

Heinrich Wilthelm (1913-1969): Altenheim Heilige Drei Könige in Köln-Ehrenfeld (um 1960)
Heinrich Wilthelm (1913-1969) hat einmal in seinem Leben das Neue Jerusalem in Glas dargestellt, doch ging die ursprüngliche Raumkonzeption dieses einen Werkes inzwischen verloren. Auch von seinen anderen Glasfenstern haben sich nur Reste erhalten: In Bochum befand sich einst das Redemptoristenkloster Maria Hilf. In der Kirche des Klosters war das

Franz Hofstötter (1871-1913): Herz-Jesu-Kirche in Ludwigsthal (1896-1901)
Die Herz-Jesu-Kirche ist die römisch-katholische Pfarrkirche in Ludwigsthal, einem Ortsteil der Gemeinde Lindberg im niederbayerischen Landkreis Regen. Die Ausstattung des Baus ist ein Gesamtkunstwerk des Künstlers Franz Hofstötter (1871-1913). Die neuromanisch-byzantinische Jugendstilkirche mit ihrer kompletten Innenbemalung, die auch das Neue Jerusalem darstellt, ist in Bayern einzigartig. 1893/94 nach Plänen von

Ingeborg Scholz (geb. 1940): Antependium aus der Friedhofskirche in Wasungen (2013)
Vom Himmlischen Jerusalem, wie es im letzten Buch der Bibel beschrieben ist, ließ sich Ingeborg Scholz leiten, als sie das Antependium für die evangelische Friedhofskirche St. Peter in Wasungen (Thüringen) schuf. Dort schmückt das Werk seitdem den Altarbereich und passt sich gut in die mittelalterliche Raumarchitektur des Bauwerkes ein mit

Erentrud Trost (1923-2004): Messgewand der Gemeinde St. Bonifatius in Dorsten (1993)
Messgewänder (lateinisch Kasel/Casel) der liturgischen Farbe Weiß sind durchaus dafür geeignet, das Himmlische Jerusalem als Motiv zu präsentieren. Die heilige Stadt symbolisiert ja auch Vollendung, ewige Feier und Freude, womit sie für hohe Feiertage, denen die weiße Farbe vorbehalten ist, prädestiniert erscheint. Im Himmlischen Jerusalem ist gewissermaßen jeder Tag ein

Russische Apokalypsehandschrift (um 1810)
Den handgeschriebenen Text der Johannesoffenbarung samt einer Interpretation vereint dieser Band mit 72 Miniaturen aus der Zeit um 1810. Er gehört zum jüngeren Teil der Sammlung handgeschriebener Bücher von E. E. Egorova in der Russischen Staatsbibliothek zu Moskau, dort Signatur F.98 Nr. 372. Fol. 55v bringt ein in der Ostkirche

Johann Schuster (1668-1724): Michaelskirche in Fechheim (um 1704)
Die evangelische Kirche in Fechheim (Oberfranken) ist dem Heiligen Michael geweiht. 1702 bis 1704 wurde das neue Kirchenschiff nach Plänen des Coburger Ratszimmermeisters Hans Friedrich Weinlein im Inneren im Barockstil errichtet. Um 1704 hat dort der sächsische Hofmaler Johann Schuster (1668-1724) aus Coburg drei Ausschnitte aus der Johannesoffenbarung als Gemälde

Wandfresko aus St. Agatha in Leveste (um 1510)
St. Agatha in Leveste (bei Hannover) ist ein dreijochiger Saalbau mit Westturm aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts. Im frühen 16. Jahrhundert wurde der Innenraum umfassend im Stil der ländlichen Hochrenaissance Niedersachsens farbig ausgemalt. In den vier Gewölbekappen des östlichen Gewölbejochs ist das Weltgericht dargestellt, darunter in der nördlichen

Alois Plum (1935-2024): Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Fraulautern (1980)
Die römisch-katholische Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit zu Saarlouis-Fraulautern (Saarland) ist für ihre qualitätsvollen Farbfenster bekannt, sie sind der hauptsächliche Schmuck des Kirchengebäudes. Sein heutiges Bild erhielt das Kircheninnere in den Jahren 1979/1980. Der nüchterne Zweckbau der Nachkriegszeit erfuhr damals unter Pastor Willi Rodermann nach den Plänen des Architekten Karl-Peter Böhr aus

Gebrüder Vaessen: Kanzelrelief von St. Jozef in Ubach over Worms (1845)
Ein seltenes Beispiel eines Kanzelreliefs mit dem Himmlischen Jerusalem aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt aus den Niederlanden. Im Bistum Roermond befindet sich in der römisch-katholischen Kirche St. Jozef in Ubach over Worms in der Gemeinde Landgraaf (Provinz Limburg) eine Holzkanzel aus Eiche. Das Werk kann wahrscheinlich auf das

Heinz Geuer: St. Martinus von Tours in Schmidtheim (1965)
St. Martinus von Tours (auch St. Martin) in dem Ort Schmidtheim in der Eifel ist eine römisch-katholische Kirche, die in der Fachliteratur bislang unbeachtet geblieben ist. Vielleicht zu Unrecht, denn immerhin reicht der Sakralbau im Kern bis in das 12. Jahrhundert zurück. 1964/65 wurden umfangreiche Renovierungen und aus heutiger Sicht

Weltgerichtsfresko aus dem St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues (um 1460)
Bernkastel-Kues ist eine idyllische Moselstadt in Rheinland-Pfalz. Das dortige St. Nikolaus-Hospital (Cusanusstift) ist eine bekannte Sehenswürdigkeit, vor allem, weil dort der Gelehrte Nikolaus von Kues (1401-1464) lebte und wirkte. Künstlerischer Höhepunkt der Hospitalskapelle ist ein mittelalterliches Wandfresko an der Nordwand. Es zeigt eine Darstellung des Jüngsten Gerichts der Zeit um

Sepp Hürten (1928-2018): Altar aus St. Laurentius in Marmagen (1997)
Dieser Altar, der einem spätgotischen Altar (im Hintergrund an der Wand) vorgelagert ist, besteht aus rotem, matten Eifelsandstein. Der warme Stein sollte bewusst ein Gegengewicht zu den kalten, glänzenden Granitplatten des Bodens erzeugen. Lediglich die Altarplatte wurde aus rotem Veronamarmor gearbeitet, ist aber fast immer mit einem weißen Stoff belegt.

Hildegard Bienen (1925-1990): St. Petrus Canisius in Recklinghausen (1963)
Hildegard Bienen (1925-1990) war eine der Künstlerinnen, die das Neue Jerusalem im Laufe ihres langen Schaffens mehrfach dargestellt hat. Viele ihrer aus den 1960er und 1970er Jahren geschaffenen Werke, besonders Tabernakel und Glasfenster, stehen inzwischen unter Denkmalschutz und bilden oft mit dem Gesamtsakralraum eine intime Einheit. Ein Schlüsselwerk Bienens ist,

Louis Comfort Tiffany (1848-1933): Fenster aus der ehemaligen May Memorial Unitarian Universalist Church in Syracuse (1903)
Louis Comfort Tiffany (1848-1933) ist einer der bedeutendsten Glasmaler seiner Epoche gewesen – vielleicht ist dieser sein Beitrag zum Himmlischen Jerusalem die wichtigste Glasmalerei in dieser Dokumentation. Was zeichnet einen „großen“ Meister aus? Ich würde sagen, von einem wirklich großen

Deckenmalerei aus der Kirche Madonna del Perello in Algua (1899)
In dem kleinen, entlegenen Dorf Algua (400 ständige, 200 temporäre Bewohner) bei Bergamo (Lombardei) befindet sich die römisch-katholische Kirche Madonna del Perello aus dem 13. Jahrhundert. Das dortige Sanktuarium ist Maria geweiht; es steht an der Stelle, an der der

Francisco Solano (1743-1818): „Das Jüngste Gericht“ (um 1770)
„El Juicio Final“, also zu Deutsch „Das Jüngste Gericht“, ist ein Ölgemälde des brasilianischen Malers und Franziskanermönchs Francisco Solano (1743-1818), inspiriert von einem Gemälde von Pascual Pérez, genannt „El Mixtequito“. „El Juicio Final“ befindet sich in der römisch-katholischen Kirche San

MS Harley 1527: Bible moralisée (um 1250)
Teile dieser Bible moralisée aus der Zeit um 1250 werden in der Londoner British Library aufbewahrt, unter der Signatur MS Harley 1527. Es sind genau die Blätter, die auch die Johannesoffenbarung illustrieren. Die übrigen, fehlenden Teile vor allem zum Alten

Ambrogio Monaco: Hellenistische Weltgerichtsikone (um 1675)
Diese Weltgerichtsikone ist vermutlich um das Jahr 1670 auf der Balkanhalbinsel oder im nördlichen Griechenland im Stil des späten Hellenismus entstanden. Ungewöhnlich für eine Ikone hat sich hier einmal der Maler mit seiner Signatur verewigt: ein orthodoxer Mönch mit Namen

Carlo Tora (geb. 1924): „Nelson’s Picture Bible“ (1973)
Eine der populären Kinder- und Jugendbibeln war die „Nelson’s Picture Bible“, die schon im Titel auf reichhaltige Bebilderung verweist, die Carlo Tora (geb. 1924) beigesteuert hat, der auch bekannte Kinder- und Jugendbücher, wie etwa Pinocchio oder Heidi, illustriert hatte.Erstmalig erschien
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Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






