LETZTER BEITRAG

Tympanon des Rottweiler Kapellenturms (um 1340)

Gerichtsszenen auf einem Tympanon hat es selbstverständlich auch in Deutschland gegeben. Ein bekannteres Beispiel aus Süddeutschland ist das Jüngste Gericht eines unbekannten Bildhauers am Kapellenturm aus der Mitte des 14. Jahrhunderts in Rottweil. Dieser Kapellenturm

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Bernardino Poccetti (1548-1612): San Pietro in Pontignano (1596)

Bernardino Poccetti (auch Barbatelli oder Bernardino delle Grottesche, delle Facciate oder einfach delle Muse genannt) war ein italienischer manieristischer Maler und Radierer. Er stand zeitlebens im Austausch mit Meistern wie Santi di Tito, Domenico Cresti (Il Passignano), Lodovico Cigoli, Michele Tosini, Jacopo Chimenti da Empoli und Andrea Boscoli, mit denen

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Hans Gottfried von Stockhausen (1920-2010): Chorfenster im Ulmer Münster (1956)

Das Ulmer Münster ist auch eine Art Freilichtmuseum der Glasmalerei, denn hier finden sich Fenster von zahlreichen Glaskünstlern aus Süddeutschland, die vor allem nach 1945 gearbeitet haben, wie Rudolf Yelin, Wilhelm Geyer, Wolf-Dieter Kohler, Peter Valentin Feuerstein und auch Hans Gottfried von Stockhausen (1920-2010). Welche Kirche kann so etwas bieten?

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Gianfrancesco da Tolmezzo: Fresko in Sant’Antonio Abate in Barbeano (um 1485)

Gianfrancesco da Tolmezzo, auch bekannt als Gianfranco del Zotto, wurde in Socchieve bei Udine geboren, in der heutigen italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. Er lebte dort von etwa 1450 bis 1510. Der Maler gilt als einer der Begründer der Tolmezzo-Malerschule bzw. war der Initiator der friaulischen Renaissance und dessen bedeutender Vertreter

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Yoël Benharrouche (geb. 1961): Vase „Himmlische Jerusalem“ (1995)

Möbelstücke im Zusammenhang mit dem Himmlischen Jerusalem sind eine Rarität, bislang gab es beispielsweise einen Tisch, eine Vitrine, eine Sitzbank oder auch einmal einen Schrank. Ein mehr dekoratives Werk ist eine Vase, die im Jahr 1995 designet wurde. Es handelt sich dabei um einen Entwurf mit dem Titel „Himmlisches Jerusalem“

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Maria Kiess (geb. 1949): Heiligtum der Schönstatt-Bewegung (2010)

Die Ölmalerei der Größe von 55 x 40 Zentimeter wurde im Jahr 2010 von der Malerin und Glaskünstlerin Maria Kiess (geb. 1949) aus Freising geschaffen. Ihre Arbeit gehört der Schönstatt-Bewegung Deutschland, wo sie im Büro des Leiters einen festen Platz gefunden. Schönstatt ist ein Ortsteil von Vallendar bei Koblenz (Reinland-Pfalz).

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Franz Nagel (1907-1976): Wandmalerei aus St. Benedikt in Ebenhausen (1965)

St. Benedikt in Ebenhausen südlich von München wird derzeit profaniert, ich hatte unmittelbar vor Schließung der römisch-katholischen Kirche noch Gelegenheit, die dortigen Wandmalereien ein letztes Mal anzusehen und zu dokumentieren. Die Erzdiözese München/Freising erklärte dazu: „Das asbesthaltige Dach und die durchfeuchtete Bausubstanz würden keine 60 Jahre nach Einweihung eine Instandsetzung

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Egon Stöckle (geb. 1936): Rauminstallation im Zentralklinikum Augsburg (1999)

Die Außenwand der überkonfessionellen Kapelle im Zentralklinikum von Augsburg (Schwaben) wurde durch Egon Stöckle (geb. 1936) im Jahr 1999 mit dem Thema „Himmlisches Jerusalem“ umgestaltet. Stöckle, der auch Theologie studiert hatte (ähnlich wie Franz Bernhard Weißhaar), trat vor allem als Bildhauer hervor. Für die Klinik schuf er eine Installation aus

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Marianne Neuburger: Triptychon aus der Dettinger Arche (2008)

Der Treffpunkt Arche e. V. in Dettingen bei Gerstetten (Schwäbische Alb) in der Nähe von Ulm gehört zu einer Gemeinde innerhalb des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Sie stützt sich insbesondere auf Apostelgeschichte Kap. 2, Vers 37-47 und vor allem auf den Missionsbefehl Jesu in Matthäusevangelium Kap. 28, Vers 19 sowie Markusevangelium

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Fresko in der Burgkapelle von Obergrombach (14. Jh. und um 1460)

Burgkapellen sind nicht gerade ein traditioneller Ort für Darstellungen des Himmlischen Jerusalem. Eine Ausnahme ist die Kapelle der Marienburg in Obergrombach bei Bruchsal im Kraichgau. Das historische Gebäude befindet sich noch heute in Besitz der Adelsfamilie von Bohlen und Halbach, ist aber bei evangelischen Gottesdiensten (nur im Sommer) oder Führungen

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Wandmalereien der Pfarrkirche von Rauschenberg (um 1490)

Die Wandmalereien im Chorbogen der evangelischen Pfarrkirche von Rauschenberg im Kreis Marburg-Biedenkopf haben sich nur als farbige Fragmente erhalten. Das gilt auch für die Himmelspforte. Allein vom steinernen spätgotischen Türsturz sind noch Spuren vorhanden, darunter auch die vergoldet scheinende Tür. Links erahnt man Reste von Wolken, rechts einige Gerettete. Möglicherweise

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Livio Retti (1692-1751): Jerusalems-Medaillon aus dem Schloss Ludwigsburg (1748)

Das Ludwigsburger Schloss ist eine Residenzanlage aus dem frühen 18. Jahrhundert. Anlässlich der Eheschließung des katholischen Landesherrn Herzog Karl Eugen (1728-1793) mit der evangelischen Markgräfin Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth (1732-1780) wurde eine protestantische Kirche innerhalb des Schlosses als notwendig erachtet. Die katholische Ordenskapelle, die der Italiener Donato Giuseppe Frisoni

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Heinrich Skudlik (1927-2020): Fastentuch aus St. Laurentius in Parsberg (1978)

Das Bild oben zeigt einen Ausschnitt aus dem Fastentuch der Parsberger römisch-katholischen Kirche nach einem Entwurf zum Neuen Jerusalem von Heinrich Skudlik (1927-2020). Dabei handelt es sich um den ehemaligen Kunstlehrer am Miesbacher Gymnasium und späteren Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden in Parsberg bei Miersbach im Allgäu. Nachweislich hat Skudlik in seinen Kunststunden die

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Daniel „Dan“ Reed Miller: Gemälde „New Jerusalem“ (1995)

Daniel „Dan“ Reed Miller, ein Maler, Musiker, evangelikaler Pastor und, nach eigenen Angaben, „Schüler der Weltreligionen“, ist ein gesellschaftlicher Aussteiger und künstlerischer Autodidakt, der in einer Blockhütte in Portland lebte und dort den Weltuntergang erwartete. Im Jahr 1995, bereits von

Silvia Kum: Gemälde „Neues Jerusalem Nummer 2“ (um 2000)

Weltweit entstanden bei der Wende vom zweiten ins dritte Jahrtausend in Ländern der christlichen Zeitrechnung deutlich mehr Arbeiten mit apokalyptischem Hintergrund, speziell Darstellungen des Himmlischen Jerusalem waren in Mode. Das lässt sich auch in Argentinien feststellen. Silvia Kum aus Resistencia,

Bob Miller: Farbzeichnung „Johannes sieht das Neue Jerusalem“ (2000)

Die im Internet weitverbreitete und dadurch populär gewordene Zeichnung „John sees the New Jerusalem“ („Johannes sieht das Neue Jerusalem“) geht zurück auf ein zweiteiliges Video, welches im Jahr 2000 unter dem Titel „The Revelation of Jesus Christ“ („Die Offenbarung von

David Henry und Steven Henry: Grafik Neues Jerusalem (um 1995)

Eine der frühen, vielleicht sogar ersten Graphiken des Himmlischen Jerusalem, die ausschließlich am PC entworfen wurden, gestaltete die Familie Henry, maßgeblich Vater David Henry und sein Sohn Steven Henry. Das war um das Jahr 1995. Der Vater war vor allem

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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