LETZTER BEITRAG

Tympanon des Rottweiler Kapellenturms (um 1340)

Gerichtsszenen auf einem Tympanon hat es selbstverständlich auch in Deutschland gegeben. Ein bekannteres Beispiel aus Süddeutschland ist das Jüngste Gericht eines unbekannten Bildhauers am Kapellenturm aus der Mitte des 14. Jahrhunderts in Rottweil. Dieser Kapellenturm

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Hilda Sandtner (1919-2006): Wandteppich aus St. Peter und Paul in Waldkirchen (1954)

Dieser Wandteppich hängt an der vorderen rechten Seitenschiff-Abschlussmauer der römisch-katholische Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul in Waldkirchen im Bayerischen Wald (Niederbayern). Es ist eine Webarbeit nach einem Entwurf der Künstlerin Hilda Sandtner (1919-2006), einer Textil-, Mosaik- und Zeichenkünstlerin der Universität Augsburg. Ausgeführt wurde ihr Entwurf von 1945 bis 1954 durch

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Armenischer Wandteppich (1701)

Ein Wandteppich aus Armenien wird auf das Jahr 1701 datiert und ist damit eins der ältesten Beispiele für die exzellente Webkunst der Armenier im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert. Der Teppich befindet sich in Etschmiadsin, eine Stadt in der armenischen Provinz Armawir, etwa zwanzig Kilometer westlich von Jerewan mit

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Max Faller (1927-2012): Menorah-Jerusalem (ab ca. 1985)

Das Motiv „Himmlisches Jerusalem“ wurde von Max Faller mehrfach künstlerisch bearbeitet. Er erfand seine eigene Darstellungsweise, die er auch als „Hagia Sion“ (griechisch „Heiliger Berg Zion“) bezeichnete. Nach Auskunft des Künstlers kam ihm die Idee dazu auf einer Studienreise nach Jerusalem: Aus einer siebenarmigen Menora erwächst die heilige Stadt. Von

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Bildtafeln mit Marienlitaneien aus dem katholischen Kulturraum (ab 18. Jh.)

Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert wurden vermehrt Bildtafeln vertrieben, auf denen zahlreiche Symbole Mariens aneinander gereiht sind. Sie waren mit dem Text der Lauretanischen Litanei versehen und wurden fast immer in katholischen Wallfahrtszentren an die Pilger verkauft. Um das Rezitieren der Litanei zu erleichtern, ist auf den Tafeln

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Wandmalerei der Kapelle Sankt Peter und Paul in Ehingen (15. Jh.)

Im Stadtteil Berkach in Ehingen an der Donau, zu Fuß der Schwäbischen Alb, befindet sich die Kapelle Sankt Peter und Paul, die einst aus einer Burgkapelle hervorgegangen ist. Diese Kapelle wurde wohl vom Ehinger Heilig-Geist-Spital gestiftet, das 1390 die Burg gekauft hatte. Der in der Kirche befindliche Triumphbogen besitzt spätmittelalterliche

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Erhard Altdorfer: Himmlisches Jerusalem und Binden Satans auf tausend Jahre (1533)

Nachdem Albrecht Dürer 1498 in seinem berühmten Apokalypsezyklus das Neue Jerusalem mit dem Binden Satans für tausend Jahre in einem Bild verknüpft hatte, folgten bald weitere Künstler dieser Kombination in ihren Arbeiten. Freilich ist Jerusalem noch unscheinbar und schemenhaft dargestellt, denn während des Tausendjährigen Reichs befindet es sich quasi im

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Ignatius Geitel (1913-1985): Glasfenster in Heilig Geist in Bochum-Harpen (1953/54)

Ignatius Geitel (1913-1985) schuf 1953/54 für die römisch-katholische Kirche Heilig Geist in Bochum-Harpen (Ruhrgebiet) „Das Himmlische Jerusalem“ als Rundfenster im Kirchenschiff. Es ist eine Arbeit aus rötlichem und blauem Antikglas, Blei und Schwarzlot. Auf dem breiten, dunkelgrünen Band im Vordergrund ist der Pilgerweg eingesetzt, der die Personen im Vordergrund und

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Joseph Mages (1728-1769): Deckenbild des Klosters Altomünster (1766)

Auch auf barocken Klosterkirchen konnte das Himmlische Jerusalem zur Darstellung gelangen. Ein interessantes, originelles Beispiel ist das Deckengemälde des ehemaligen Brigitten-Doppelklosters Altomünster (Oberbayern) in der Erzdiözese München und Freising. Die Deckengemälde stammen von dem Tiroler Maler Joseph Mages (1728-1769). Es handelt sich um eine Malerei um die Platte oder um

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Antonio Vázquez (um 1485-1563): Maria Immaculata (1540)

Im späteren 16. Jahrhundert wurde Spanien führend bei der Gestaltung der Maria Immaculata (Tota Pulchra), Meister wie Joan de Joanes, Nicolás Borrás oder Juan Sariñena übertrafen sich mit immer neuen Einfällen, ausgeklügelten Feinheiten, durchdachten Konzeptionen. Mit diesem Kreis konkurrierte auch der spanische Maler Antonio Vázquez. 1540 trat er mit seiner

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MS Cod. Lat. 3900: Lateinisches Psalterium (1259)

Ein Psalterium oder Psalter ist nichts anderes ein mittelalterliches liturgisches Textbuch in lateinischer Sprache mit Psalmen und gelegentlichen Wechselgesängen, das heute noch in der orthodoxen und römisch-katholischen Kirche Verwendung findet. Es ist keine homogene Gruppe von Handschriften, sondern die Werke haben unterschiedlichen Inhalt und verschiedene Aufmachung. In diesen Handschriften finde

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Olaus Magnus: Maria Immaculata aus „Memoriale effigiatum“ (1556)

Das Himmlische Jerusalem wurde bei Protestanten im 16. Jahrhundert in Bibelausgaben fast immer bildlich als Stadt dargestellt, bei Katholiken waren es Abbildungen der Maria Immaculata nach der Lauretanischen Litanei an erster Stelle, und gelegentlich auch als Festung oder Glaubensburg. 1556 und bereits erneut im August des Jahres 1557 erschienen in

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Retabel aus Dorfkemmathen (um 1450)

Die evangelische Pfarrkirche in Dorfkemmathen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken) besitzt mehrere Kunstwerke aus der Zeit der späten Gotik. Vor allem ein imposanter Marienaltar zieht die Aufmerksamkeit der Besucher an sich, da es sich vermutlich um ein Werk eines Schülers von Albrecht Dürer handelt. Die kleine Kirche birgt aber auch eine

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Diakonissenanstalt Neuendettelsau: Konsteiner Antependium (1970)

Die ursprünglich römisch-katholische Apostelkirche im oberbayerischen Konstein nahe Eichstätt (Oberbayern) beschloss Ende der 1960er Jahre, ihre Kirche u.a. mit einem Antependium für den Altartisch zu verschönern. Der frühneuzeitliche Kirchenbau war bereits im Inneren im Barockstil umgestaltet. Nach dem Bau einer neuen, größeren katholischen Kirche in unmittelbarer Nachbarschaft wurde der Bau

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Friedrich Herlin: Zwölfbotenaltar in Sankt Jakob, Rothenburg ob der Tauber (1466)

Die Rückseite eines Altars bekamen die meisten Gemeindemitglieder über das Jahr nicht zu Gesicht. Lediglich in der Fastenzeit, wenn der Altar geschlossen wurde, wurde die Rückseite zur Vorderseite. Warum diese Seiten überhaupt künstlerisch bearbeitet wurden, ist nicht eindeutig zu beantworten. Jedenfalls sind die Malereien, die man hier findet, keinesfalls mit

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Apsismosaik von Peter Paul Etz (1913-1995): St. Alban (1952)

St. Alban ist eine römisch-katholische Kirche in der Mainzer Oberstadt mit einem beeindruckenden Blick auf den Rhein. Der Nachkriegsbau wurde 1952 unter Priester Valentin Gleich eingeweiht, nach Plänen noch aus dem Jahr 1936. Von Beginn an befand sich in der

Fährmännertafel aus Berlin-Heiligensee (um 1935)

Bekannt ist das Bild des Priesters als Hirte seiner Gemeinde, weniger bekannt das des Fährmanns. Ein solches Motiv findet sich auf einer Tafel im Eingangsbereich einer Berliner Kirche, auf welcher zu lesen ist: „Die Fährmänner kommen und gehen, Gott aber

Kurt Wolff (1916-2003): Antependium aus Essen (1963)

1963 entstand ein 85 x 87 Zentimeter großes Parament, welches heute in der „Alten Kirche“ der evangelischen Gemeinde von Essen-Kray aufbewahrt wird. Ursprünglich war es im Gemeindezentrum Eckenbergstraße in Verwendung. Dort befand sich ein Altar mit einer grauen, mächtigen Steinplatte,

Arlo Greer und Paul Remmey (1903-1958): „Forever Heaven“ (1948)

Zu sehen ist das Himmlische Jerusalem des Covers der kleinen, aber zu ihrer Zeit erfolgreichen Schrift „Forever Heaven“, die Arthur S. Maxwell (1896-1970) im Jahr 1948 herausbrachte. Es ist eine signierte Arbeit von Arlo Greer, der in den 1940er und

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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