LETZTER BEITRAG
Hildegard Bienen (1925-1990): Kirche St. Johannes Bosco in Lohfelden (1978)
Auf einer Anhöhe von Lohfelden südlich von Kassel glaubt man fast bereits das Himmlische Jerusalem vor sich zu haben, so kann die gewaltige Anlage von Kirche, Gemeindehaus und freistehendem Turm beeindrucken. Das umso mehr, wenn

Paulus Krebs (1849-1935): Benediktinerinnen-Abtei St. Hildegard in Eibingen (1907-1913)
Das mittelalterliche Mosaik von Santa Prassede (um 820) in Rom gab die Inspiration und künstlerische Vorlage für das gemalte Chorbogenfeld der Benediktinerinnen-Abtei St. Hildegard in Eibingen bei Rüdesheim im Rheingau. Es ist dort im oberen Abschluss ein Teil der goldfarbenen Stadtmauer zu sehen, die an den Seiten von je zwei

„Master of the Artés Family“: Jüngstes Gericht (um 1510)
Um 1510 entstand das Gemälde „O Juízo Final e a Missa de São Gregório“, auf deutsch „Das Jüngste Gericht oder die Messe des Heiligen São Gregório“. Es ist eine Ölmalerei, die sich heute im brasilianischen Kunstmuseum in São Paulo befindet. Im Himmelsbereich oben ist Christus beiderseits von Heiligen gerahmt. Links

Wandmalerei der Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Rosenweiler (14. Jh.)
Über die Wandmalereien in der römisch-katholischen Kirche Mariä-Himmelfahrt (Notre-Dame de l’Assomption) in der Ortschaft Rosenweiler (Rosenwiller im Elsass) ist kaum etwas bekannt, auch hat sich im Elsass kein vergleichbares Beispiel erhalten. Sie entstanden wohl im 14., und nicht im 15. Jahrhundert, als bereits eine erste Restaurierung vorgenommen wurde. Im 14.

Johann Friedrich Greuter (um 1590-1662): Vision des San Pietro Nolasco (1627)
Johann Friedrich Greuter war ein Maler und Kupferstecher, der hauptsächlich in Italien wirkte. Geboren wurde Greuter um 1590 in Straßburg, verstorben ist er 1662 in Rom. Er war in erster Linie als Gehilfe seines Vaters Matteo Greuter (1564-1638) tätig, durch den er nach Rom an den päpstlichen Hof kam und

Théodore-Cyrille Deligny (1808-1887): Mariensymbol aus Saint-Denis in Remy (um 1870)
Auf diesem Ausschnitt sehen wir einen Doppelkreis vor quadratischem, braunem Hintergrund. In den Kreis ist eine gemauerte Pforte gesetzt, deren anschließender Mauerzug das Braun des Hintergrunds wieder aufnimmt. Das Bauwerk füllt fast das gesamte Innere des Tondo aus. Lediglich ganz oben vermag man noch einen schmalen Streifen des Himmels zu

John Martin (1789-1854): Ölmalereien zur Apokalypse aus der Tate Gallery London (1841, 1850-1853, und 1853)
John Martin (1789-1854) ist der Apokalypsenmeister der beginnenden klassischen Moderne. Wenige Künstler haben die Zeichen der Zeit in einer so treffenden, aktuellen Sprache auf die inzwischen zweitausend Jahre alte Offenbarungsschrift appliziert wie Martin. Seine gewaltigen Gemälde zur Offenbarung des Johannes fangen die Betrachter förmlich ein und üben suggestive, meditative Kraft

Nikolaus Pattert: Emporenmalerei aus der Bartholomäuskirche in Uettingen (1783)
In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Uettingen im Landkreis Würzburg (Unterfranken) findet man eine der letzten barocken Darstellungen des Himmlischen Jerusalem kurz vor der Französischen Revolution, die selbst Utopievorstellungen auf Erden zu verwirklichen trachtete. Die Bartholomäuskirche zu Uettingen wurde nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1754 als spätbarocker Bau errichtet. Die Gemeinde

Gotisches Glasfenster in Sainte-Anne, Mantes-la-Jolie (13. Jh.)
Mantes-la-Jolie im Département Yvelines (Île de France) ist berühmt für seine mittelalterlichen Glasmalereien, wie in der dortigen Kirche Notre-Dame, wo sich eine sehr alte Darstellung des Himmlischen Jerusalem der Zeit um 1230 erhalten hat. In dem Stadtteil Gassicourt befindet sich die römisch-katholische Kirche Sainte-Anne, die ebenfalls Bleiglasfenster im Chorbereich aus

Elisabeth Coester (1900-1941): Deutschhauskirche in Würzburg (1924)
Weil man sie zu Kriegsbeginn zum Schutz vor Bombenschäden ausgebaut hatte, haben die 10 x 1,65 Meter großen Chorfenster der evangelisch-lutherischen Deutschhauskirche in Würzburg den vernichtenden Fliegerangriff vom 16. März 1945 fast unbeschadet überstanden. Die Szenerien aus der Glaswerkstätte Heberle & Co. in Hagen-Haspe zeigen die Geschichte der sündigen und

Fresken der Abtei Saint-Évroult-Notre-Dame-du-Bois in Champs (14. Jh.)
Vom Himmlische Jerusalem in Champs (Département Orne in der Normandie) ist heute nicht mehr viel zu sehen. Reste der Malerei aus dem 14. Jahrhundert sind bzw. waren auf der Eingangsseite gegenüber dem Altar zu finden. Es handelte sich um eine traditionelle Weltgerichtsszene dieser Zeit: In der Mitte thronte Christus Pantokrator, eingerahmt

Johannes Beer: Gewinn und Verlust (1634)
„Gewinn und Verlust“ ist eine Schrift des Pietismus, die vermutlich im Jahr 1634 erschienen ist. Es geht darum, wie man irdische und geistliche Güter gewinnen, aber auch verlieren kann, was anhand einer angeblich erlebten Reise in die Unterwelt dem Leser exemplifiziert wird.In das Werk ist vor dem Titelblatt ein großer,

Erich J. Thomas: Christuskirche in Altenkirchen (1977)
Im Jahr 1977 wurde unter Pfarrer Wilfried Storch die evangelische Christuskirche in Altenkirchen (Westerwald) unter Leitung des Architekten Erich Johann Thomas umfangreich und grundlegend renoviert. Hervorstechendes Merkmal der Umgestaltung war damals ein Kreuzbildwerk im großen Turmbogen hinter dem Altar. Das komplexe Bildwerk des Künstlers Thomas enthält eine Fülle biblischer Aussagen.

Josef Furthner (1890-1971): Marienaltar in der Sarleinsbacher Kirche St. Peter ad Vincula (1943)
Die römisch-katholischen Pfarrkirche St. Peter ad Vincula („Peter in Fesseln“ nach Apostelgeschichte Kap. 12, Vers 1-19) befindet sich in Sarleinsbach in Oberösterreich. Die Kirche geht bis in die Spätgotik zurück und steht heute mit ihrer Innenausschmückung unter Denkmalschutz. Geprägt ist diese Innenausstattung jedoch nicht von der Gotik, sondern vom Barock.

Joseph G. Reynolds (1886-1972): Jerusalemsfenster der Washington National Cathedral (1940)
Die Cathedral Church of Saint Peter and Saint Paul, bekannt als Washington National Cathedral, ist eine episkopale Kathedrale in Washington, D.C., der Hauptstadt der USA. Sie ist eine der bekanntesten Kirchen des Landes; so wird sie als Denkmal im National Register of Historic Places geführt und auch als Nationales Gebetshaus

Hendrik Wiegersma (1891-1969): „Apocalypsis“ (1936)
Hendrik Wiegersma, geboren am 7. Oktober 1891 und gestorben am 5. April 1969, war als Künstler überwiegend in Holland aktiv. Erst lange nach seinem Tod wurde seiner Kunst vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt und seine Biographie näher erforscht. Wiegersmas Band „Apocalypsis“ mit sechzig seiner Illustrationen zum Text der Johannesoffenbarung erschien als Apokalypsezyklus

Christel Poll (1914-1992): Mosaikbänder der ehemaligen Taufkapelle von St. Liborius in Bielefeld (1964)
Die römisch-katholische Kirche St. Liborius in Bielefeld besaß eine künstlerisch hochwertig gestaltete Taufkapelle. Sie befand sich direkt unter dem Kirchenturm, gegenüber dem Altarbereich im Osten. Seit 1964 war die Kapelle mit drei Mosaikbändern der Bielefelder Künstlerin Christel Poll (1914-1992) ausgeschmückt.

Lämmerfries: Sant’Apollinare in Classe (7. Jh.)
Sant’Apollinare ist eine Kirche in Classe, einem südlich des Hauptortes gelegenen Stadtteil von Ravenna (Emilia-Romagna). Berühmt ist sie vor allem durch die Wandmosaike in ihrem Inneren. Zusammen mit sieben weiteren altertümlichen Bauwerken in Ravenna wurde Sant’Apollinare in Classe von der

Stadtkirche von Zierenberg (um 1488)
Die Kirche der oberhessischen Kleinstadt Zierenberg nordwestlich von Kassel ist umfassend mit Kalkseccomalereien aus dem 14. und 15. Jh. versehen, die vermutlich im frühen 17. Jh. im Zuge des Bildersturms unter Landgraf Moritz dem Gelehrten, der vom Luthertum zu den

Leifur Breidfjörd (geb. 1945): Kirche „Verklärung Christi“ in Steibis (1988)
Leifur Breidfjörd (geb. 1945), Glaskünstler aus Reykjavik, gestaltete zwei Rundfenster der römisch-katholischen Kirche Verklärung Christi in der Ortschaft Steibis bei Oberstaufen im Allgäu. Der moderne Bau war im Jahr 1970 fertiggestellt worden, aus Kostengründen zunächst mit schlichten Glasfenstern. Erst 18

Ehrenfenster für Dr. Valentin Christoph Möller (1734-1819) aus der Johanniskirche Lüneburg (1920)
Ohne die beigegebene Erklärung auf dem Fenster selbst wäre es schwer, diese zeitlose Arbeit genauer zu bestimmen, zumal heute weder der Künstler noch die Werkstatt bekannt sind. Die Glasmalerei wurde im Jahr 1920 geschaffen, zu Ehren des evangelischen Superintendenten Dr.

Hans Peter Brahm (1958-1999): Wittefriedhof in Oberhausen (1993)
Betritt man den römisch-katholischen Wittefriedhof von der Wittestraße aus, gelangt man durch einen Laubengang zur modernen Friedhofskapelle. Diese gehört zur Propstei St. Clemens in Oberhausen-Sterkrade (Ruhrgebiet). Dort findet sich unter einer expressiven Holzdachkonstruktion ein Wandmosaik aus dem Jahre 1993, auf
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






