Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

LETZTER BEITRAG

Thomas Resetarits (1939-2022): Bronzetür am Dom zu Eisenstadt (1985)

Der Bildhauer Thomas Resetarits (1939-2022) schuf zum Diözesanjubiläum 1985 die beiden Bronze-Türen des Eisenstädter Doms St. Martin im Burgenland. Man findet sie am westlichen Hauptportal. Das Zentrum des Tors, zugleich Mitte der Kirche, ist die Eucharistie, hier symbolisch dargestellt durch die Versammlung zum Abendmahl. Mit der Eucharistie stehen die übrigen

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Gerhard Henschel: Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow (2000)

Die evangelische Sankt-Marien-Andreas-Kirche in der brandenburgischen Stadt Rathenow beseitigte erst um die Jahrtausendwende wesentliche Kriegsschäden des Zweiten Weltkriegs, indem acht neue Chorfenster eingesetzt wurden. Der Künstler war der Maler und Grafiker Gerhard Henschel (geb. 1938). Ein zweibahniges Fenster, das den Titel „Die Verheißung oder das Paradies“ trägt, wurde von Charlotte

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Die Dürerapokalypse mit Himmelspforte (1498)

Die später weltbekannte Serie „Apocalipsis cum figuris“ entstand in den Jahren von 1496 bis 1498. Albrecht Dürer war gerade einmal 25 Jahre alt. 1498 erschienen in Nürnberg zwei Ausgaben der Apokalypse mit den von Dürer gefertigten Bildern, eine in deutscher und eine in lateinischer Sprache. Es war Dürers erste große

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Else Bircks (1905-1995): Kirchenfenster aus Christkönig in Borken (1965)

In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts war die kleine römisch-katholische Notkirche Christkönig in Borken (Hessen, Schwalm-Eder-Kreis) aus dem Jahre 1932 für die auf 2.400 Gemeindemitglieder angewachsene Gemeinde nicht mehr ausreichend, da zahlreiche Flüchtlinge aus Schlesien und Pommern hier eine neue Heimat gefunden hatten. 1965 wurde daher durch den Architekten

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Juan Sánchez Cotán (1560-1627): Himmelspforten (1618 und um 1620)

Juan Sánchez Cotán (1560-1627) war ein spanischer Maler des Barock, der in seiner Heimat für malerische Stillleben eine gewisse Bekanntheit erlangte. Nach einem religiösen Bekehrungserlebnis wurde er 1612 katholischer Mönch und malte fortan ausschließlich sakrale Themen, so 1618 eine Maria Immaculata mit zahlreichen ihren traditionellen Symbolen. Auf dem 260 x

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Elmar Hillebrand u.a.: Synagogendenkmal in Hildesheim (1988)

In Hildesheim steht weltweit das wohl einzige Holocaustdenkmal, das das Himmlische Jerusalem thematisiert. Das Denkmal besteht aus einem steinernen Kubus, an dessen vier Schauseiten mehrere Bronzeplatten angebracht sind. Über dem Kubus schwebt oben die Gottesstadt. Sie wird von vier Löwen aus dem Stamme Juda in den jeweiligen Ecken des Quadrats

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Relief aus Sankt Andreas in Braunschweig (um 1480)

Diese Skulptur zeigt eine Gerichtsszene in der üblichen Dreiteilung, wie sie im 15. Jahrhundert oft vorzufinden ist, sei es in Bibelausgaben, auf Altargemälden, oder, wie hier, als Steinrelief: in der Mitte befindet sich der thronende Christus auf einer Weltkugel, von einer Mandorla umschlossen. Aus seinem Mund erwächst eine Lilie und

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Ölgemälde der Dreifaltigkeitskirche in Görlitz (1482)

Ein spätmittelalterliches Ölgemälde mit einer Darstellung des Weltgerichts befindet sich in der Dreifaltigkeitskirche in der Altstadt von Görlitz. Es wird auf die Zeit um 1482 datiert und war damals das Modernste, was dieses Genre am Ausgang des 15. Jahrhunderts zu bieten hatte. Es soll einst in Breslau entstanden sein, als

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Gottlieb Mordmüller (1913-1998): Buntglasfenster St. Magnikirche, Braunschweig

Der lutherische Pastor Johann Heinrich Wieke erteilte dem Künstler Gottlieb Mordmüller (1913-1998) den Auftrag zu drei großen Buntglasfenstern für die evangelische St. Magnikirche in der Braunschweiger Innenstadt. Das zentrale Westfenster entstand im Jahr 1961 und hat das Himmlische Jerusalem zum hauptsächlichen Thema. Mordmüller zeigt auf zwei schmalen Bahnen die Himmelstore

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Adrien Napoléon Cornuel: Fenster in Saint-Jean-Baptiste, Nemours (1864)

Saint-Jean-Baptiste ist eine römisch-katholische Kirche in Nemours, einer französischen Kleinstadt in der Region Île-de-France, heute im südlichen Einzugsbereich von Paris gelegen. Neben dem Schloss ist die gotische Kirche der bedeutendste Bau der Ortschaft. Im Laufe der Jahrhunderte mussten in Saint-Jean-Baptiste immer wieder die Glasfenster erneuert werden. In einer Seitenkapelle findet

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Virgil Solis (1514 bis 1562): Allegorie (1560 und 1562)

Virgil Solis lebte und arbeitete als Maler und Kupferstecher von 1514 bis 1562 in Nürnberg. „Virgil Solis“ ist kein Humanistenname, sondern tatsächlich der Taufname des späteren Künstlers. Im Laufe der Jahre kamen aus seiner Werkstätte nicht weniger als 700 Holzschnitte und 1.300 Kupferstiche – eine beispiellose Schaffenskraft. Sogar bis kurz

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Justus Heering (1609-1649): Jesusburg (1648)

In einer von Brandschatzung, Verwüstung und Vergewaltigung geprägten Zeit wie der des Dreißigjährigen Krieges wurde das Himmlische Jerusalem weniger als Friedensstadt denn als Festung oder Burg gesehen. Das beste Beispiel dafür ist die „Jesusburg“ des Lutheraners Justus Daniel Heering (1609-1649) aus Nürnberg. Ein Jahr vor seinem Tod veröffentlichte er eine

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Radleuchter aus St. Stephanus und St. Sixtus, Halberstadt (1516)

Der evangelische Dom St. Stephanus und St. Sixtus in Halberstadt (Harz) ist einer der wenigen großen Kirchenbauten, der im typisch französischen Baustil in Ostdeutschland noch heute besichtigt werden kann. Als letzte Ergänzung wurde 1514 der neue Kapitelsaal fertiggestellt und kurz darauf, 1516, kam der Radleuchter im Mittelschiff hinzu. Nach einer

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Lorenz Borchhard: Rostocker Uhrenschmuck (1641-1643)

Die Rostocker Marienkirche besitzt eine astronomische Uhr mit zum weit überwiegenden Teil mittelalterlichem Uhrwerk, das noch heute mit sämtlichen alten Funktionen und Anzeigen funktioniert. Solche Uhren waren schon zu ihrer Entstehungszeit eine Sensation, am bekanntesten ist vielleicht die Uhr im

Erentrud Trost (1923-2004): Kloster Sankt Augustinus in Berlin (1995)

Ein prächtiges, aber selbst in Berlin wenig bekanntes Buntglasfenster befindet sich in dem römisch-katholischen Kloster Sankt Augustinus im Ortsteil Lankwitz. Es ist eine Arbeit von der Benediktinerin Erentrud Trost (1923-2004) aus dem Jahr 1995, ein Jahr vor der Weihung der

Helmut Ammann (1907-2001): Erlöserkirche in Würzburg-Zellerau (1964)

Die Erlöserkirche in Würzburg-Zellerau hat eine 16 Meter hohe Altarwand, die „Stadtmauer“ des Himmlischen Jerusalem. Sie besteht aus Ziegelsteinen, welche sich in der Form, in der Farbe und in der Anordnung unterscheiden. Der Künstler, Helmut Ammann (1907-2001), hat zusammen mit

Irene Dilling: St. Michael in Schwanberg (1987)

St. Michael ist eine Kirche im unterfränkischen Schwanberg, die hauptsächlich von der Communität Casteller Ring genutzt wird. Der Schwanberg ist eine von weit her sichtbarer Tafelberg, auf dem sich über Jahrhunderte ein Wallfahrtszentrum herausgebildet hat. Hier hat die evangelische Schwesterngemeinschaft