
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)

Wandmalerei „Weltgericht“ der Geburtskirche von Bagnot (1484)

Fresken aus Saint Martin in Nohant-Vic (Mitte 12. Jh.)
LETZTER BEITRAG
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)
Viele besuchen Goslar (Harz), um im Rathaus die Malereien des frühneuzeitlichen Huldigungssaals zu sehen – und stehen dann vor einer verschlossenen Glastür, durch die man nur Teile der Malereien verzerrt und ohne das räumliche Erleben

Martin Wagner: Michaelskirche in Eltingen (1617)
Ein Jahr vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges wurde die Michaelskirche in Eltingen ausgemalt. Die Gemeinde war zu Wohlstand gelangt, man konnte sich ein umfangreiches Bildprogramm leisten. Unter dem damaligen Pfarrer, Johann Ludwig von Grab, wurde der Maler Martin Wagner, ein „Tüncher“ aus dem nahen Leonberg, mit der Innenausgestaltung beauftragt. An

Heinrich Wittkop (geb. 1851): St. Peter in Ketten in Montabaur (1878)
Zu der römisch-katholischen Kirche St. Peter in Ketten in Montabaur (Rheinland-Pfalz) gehört ein älteres Wandgemälde in Seccotechnik an der Chorbogenwand. Die Darstellung des Jüngsten Gerichtes dürfte in der ursprünglichen Substanz aus der ersten Hälfte des 14. Jh. stammen, wurde dann aber immer wieder in späteren Jahren überarbeitet und übermalt. Völlig

Fresko aus St. Laurentius in Dassel im Solling (um 1575)
In St. Laurentius in Dassel im Solling (Niedersachsen) wurde um das Jahr 1575 von einem unbekannten Maler ein monumentales Bild des Jüngsten Gerichts angebracht. Es muss ein Meister gewesen sein, der vornehmlich in der Porträtkunst bewandert war. Es war zu einer Zeit, zu der eigentlich das Weltgericht als Bildmotiv aus

St. Reinoldi-Kapelle in Rupelrath (um 1500)
Die wenig bekannte St. Reinoldi-Kapelle auf der Anhöhe oberhalb der Hofschaft Rupelrath birgt Malereien aus der Zeit um 1500. Sie wird zwar nicht zu den fünf „Bunten Kirchen“ des Bergischen Lands gezählt, hat aber ebenso farbige Ausmalungen. Der Einzug der Seligen in das Himmlische Jerusalem zeigt die Gottesstadt als einen Kirchturm,

Fresko aus St. Martin in Pforzheim (um 1430)
St. Martin ist die älteste Kirche von Pforzheim, auch wenn sich der Bau heute etwas vom eigentlichen modernen Stadtzentrum entfernt befindet. Das Fresko im Chor der Nordwand mit einer Repräsentation des Weltgerichts ist etwa um das Jahr 1430 entstanden. Die genaueren Entstehungshintergründe oder der Name des Malers sowie seine Herkunft

Werner Eckgold (1915-1998): Marienkirche von Wuppertal-Barmen (1965)
Die neuen Arbeiten in der Marienkirche in Wuppertal-Elberfeld kamen gut an, so dass ihr Maler, Werner Eckgold (1915-1998), nach wenigen Monaten den Auftrag erhielt, auch in der römisch-katholischen Marienkirche von Wuppertal-Barmen eine ähnliche Glasmalerei auszuführen. Im Grunde war es der Wiedereinbau von Buntglasfenstern in den am 23. Juni 1943 vollständig

Marek Minar: Geschnitzte Weihnachtskrippe (2013)
Die Schnitzarbeit aus Lindenholz hat den Titel: „Narozeni Krista a nebeský Jeruzalém“, zu Deutsch etwa: „Die Geburt Christi und das Himmlische Jerusalem“. Die Höhe beträgt 70, die Breite 40 Zentimeter. Es handelt sich um einen kleinen Kabinettschrank in Tradition der weihnachtlichen Krippen, wie man es auch vom Erzgebirge her kennt.

Reinhard Herrmann (1923-2002): Elementarbibel (1989)
Im Jahr 1989 erschien der achte und letzte Band der „Elementarbibel“. Es ist eine Bibelausgabe für Jugendliche, in bewusst einfacher Sprache gehalten von Anneliese Pokrandt und illustriert von dem Grafiker, Illustrator und Hochschullehrer Reinhard Herrmann (1923-2002). Der Band trägt den Titel „Jesus Christus im Glauben der Gemeinde“ und war ein

Albert Wessels (1938-2010): Malerei „John Bunyans Traum“ (um 1990)
Der Ausschnitt stammt von einem größeren Ölgemälde, das der holländische Künstler Albert Wessels (1938-2010) in der niederländischen Gemeinde Rijssen geschaffen hat. Es hat den englischen Titel „Bunyans Dream“ und wird auch als Poster vertrieben. Entstanden ist es wohl 1990, als sich der Künstler mit dem Roman intensiv auseinandersetzte und kurz

Maria Bilger-Biljan (1912-1997): Hauskapelle der Steyler Missionare in Mödling (1963)
Die Steyler Missionare, eigentlich nach ihrem lateinisch Namen Societas Verbi Divini („Gesellschaft des Göttlichen Wortes“), sind eine Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechts in der römisch-katholischen Kirche. Man findet sie vor allem in den Niederlanden, Deutschland und in Österreich. In der Exerzitien-Hauskapelle der Steyler Missionare in Mödling bei Wien besitzen sie ein Kleinod

Robert Clark (1920-1997): „The Resurrection“ (1965)
„The Crucifixion“ ist ein Gemälde, welches der polnische Künstler Jan Styka (1858-1925) im Jahr 1897 angefertigt hatte. Heute befindet es sich in einer besonderen Ehrenhalle des Museums des Forest Lawn Cemetery in Los Angeles. 1965 wurde es nach jahrelanger Suche nach einem geeigneten Werk im Auftrag der Direktorin Alison Bruesehoff

Benjamin Shiff (1931-2011): Gemälde „Heavenly Jerusalem“ (um 2000)
Um das Jahr 2000 entstand das Bild „Heavenly Jerusalem“ („Himmlisches Jerusalem“), ein 110 x 90 Zentimeter großes Ölgemälde. In einem über einer Landschaft schwebenden Kreis erscheint die Architektur des Himmlischen Jerusalem. Es präsentiert sich als Erscheinung des historischen Jerusalem; einzelne Wohnbauten und Sakralbauten (so die evangelische Erlöserkirche) lassen sich ausfindig

Bernard Quentin (1923-2020): „Jérusalem céleste“ (um 1969)
Der französische Maler „Bernard“ (Bernard Quentin, 1923-2020) lebte und arbeitete in Paris. Er fühlte sich sein ganzes Leben den Armen und Benachteiligten sehr verbunden. Dies zeigt auch die ausdrucksstarke Bleistiftzeichnung mit dem vollständigen Titel „Jérusalem céleste avec le Christ-Roi donnant à boire à un pauvre dans le calice de son

Josef de Ponte (1922-2006): Malerei „Das neue Jerusalem“ (1966)
Josef de Ponte (1922-2006) stammt aus Budakeszi/Wudigeß bei Budapest. Er absolvierte von 1940 bis 1944 ein Studium an der Hochschule für angewandte Künste in Budapest und Wien. 1946 wurde seine Familie aus der ungarischen Heimat ausgewiesen. Nach Heirat 1949 und der Geburt von vier Kindern ließ sich der Donauschwabe und

Marcel Chirnoagă (1930-2008): Bilderzyklus „Die Apokalypse“ (1992)
Marcel Chirnoagă (1930-2008) wurde im rumänischen Buşteni-Prahova geboren. Er studierte Mathematik und Physik in Bukarest, beschäftigte sich dann aber autodidaktisch mit Kunst und wurde schnell einer der führenden Künstler seines Landes. Seit 1953 war er Mitglied in der Union der bildenden Künstler Rumäniens. 1992 entstand der Bilderzyklus „Die Apokalypse“ mit

Walther Senf (1909-1985): Bildtafel „Himmlisches Jerusalem“, ursprünglich in der Erlöserkirche Dettingen (1961)
Die evangelische Erlöserkirche Dettingen am Main (Unterfranken) wurde 1961 eingeweiht. Bei den Formen des Baukörpers spielt das Quadrat die zentrale Rolle, vielleicht hat dies mit dazu angeregt, sich mit dem Thema Himmlische Jerusalem näher zu beschäftigen. Als zentraler Schmuck des

Eugène Laudy (1921-1995): Onze Lieve Vrouw Tenhemelopneming in Roermond (1991)
Zwölf rote Engel und zwölf Tore stellen das Himmlische Jerusalem dar. Dabei wurden jeweils drei Engel und Tore zu vier Dreiergruppen zusammengefasst. Diese Gruppen wurden jedoch nicht starr übereinander gesetzt, sondern buchten seitlich leicht aus, so dass sich eine leichte

Elmar Hillebrand (1925-2016) und Theo Heiermann (1925-1996): Jerusalemsleuchter aus St. Ursula in Bielefeld (1987)
In St. Ursula in Schildesche, einem Stadtteil von Bielefeld, befand sich bereits ein Glasfenster mit einer Darstellung des Neuen Jerusalem von Wilhelm Buschulte (1923-2013), geschaffen 1956. Später kam noch ein weiteres Werk mit diesem Motiv für die Kloster- und Schulkirche

Giuseppe Borgogno: Malerei an der Kirche Cristo Re in Trient (1992)
Wandmalereien im Außenbereich sind an Kirchen eine Seltenheit, auch wenn es solches schon im Mittelalter und den Jahrhunderten danach immer mal wieder gegeben hat (letztes Beispiel vor Cristo Re: ein Wandfresko an der Erzengel-Michael Kathedrale in Moskau von 1652-1666). Noch

Jupp Gesing (1922-1998): St. Michael in Arnsberg-Neheim (1981)
„Das Himmlische Jerusalem“ ist ein weiteres Glasfenster von Jupp Gesing mit dem Neuen Jerusalem, welches er erstmals 1974 in Erwitte-Eikeloh thematisierte. Vergleicht man beide Arbeiten, glaubt man kaum, dass sie vom gleichen Künstler stammen und in einem Abstand voneinander liegen,

Günther Danco (1912-2000): Johanneskirche in Feuchtwangen (1963)
Der Maler Günther Danco (1912-2000) gehörte in den 1960er und 1970er Jahren zu den explizit gesellschaftskritischen Künstlern aus München-Schwabing; heute hingegen ist er so gut wie vergessen. Man kennt von dem 1912 geborenen Künstler einige Zeichnungen, Wandmalereien und eine Handvoll
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.



