LETZTER BEITRAG
Cristóbal Lloréns (um 1553-1617) zugeschrieben: Ölmalerei der Maria Immaculata (um 1597)
Cristóbal Lloréns (um 1553-1617) war ein spanischer Maler der Spätrenaissance aus Bocairent. Um 1597 ist er in Valencia nachgewiesen, einer Stadt, die in Spanien damals in der Malerei führend war. An wenigen Werken aus kirchlichen

Enricus Mazzucco, Giovanni Mazzucco: Fresko aus San Fiorenzo in Bastia Mondovi (1472)
Die Fresken der Kirche San Fiorenzo zeigen auf der Südwand das Himmlische Jerusalem. Es ist mit einer Entstehungszeit im Jahr 1472 eines der frühesten exakt datierten Fresken mit dieser Thematik. Damals gehörte der Ort zum Herzogtum Savoyen, dessen Fahne auf der Malerei oben zu finden ist. Im Jahr 1887 wurde

Antonio José Rebolloso: Kuppelmalerei im Santuario Virgen de las Huertas in Lorca (um 1750)
Die römisch-katholische Wallfahrtskirche Virgen de las Huertas liegt am „Plaza del atrio de la Virgen de las Huertas“ etwas außerhalb des Stadtzentrums der spanischen Stadt Lorca, im Bezirk Tiata (Region Murcia). Der Sakralbau zählt zu den typischen Barockklöstern mit prächtigen Wandmalereien von Fernández de Espinosa und Rebolloso Jiménez. Die Kirche

Jacques Canavesi: Kapelle Sainte Elisabeth in Vence (1491)
Die Malereien in der Kapelle Sainte Elisabeth in Vence unweit von Nizza (Département Alpes-Maritimes) wurden von Jacques Canavesi (Jacques de Canavesis), einem italienischen Mönch aus Turin, ausgeführt. Das war, wie die neueste Forschung belegt, 1491, kurz nachdem die Stadt nicht länger dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation angehörte. Nicht wenige

MS M 484: Apokalypse der Margareta von York (um 1475)
Diese illuminierte Handschrift entstand um 1475 in Gent, als die Stadt unter der Herrschaft der Burgunder nach militärischen Niederlagen eine wirtschaftliche Blüte erlebte. Margareta (auch Margarete) von York (1446-1503) war als dritte Gattin Karls des Kühnen Herzogin von Burgund geworden. Nach dem Tod ihres Mannes trat sie als Sammlerin und

MS M. 1043. 2r: Burckhardt-Wildt-Apokalypse (1280-1295)
Die Burckhardt-Wildt-Apokalypse umfasste einst einen Illustrationszyklus zum Offenbarungstext neben dem Kommentar von Berengaudus in Latein und Französisch. Diese Apokalypseausgabe ist heute nur als Fragment erhalten. Vermutlich entstand sie in England oder Lothringen zwischen den Jahren 1280 und 1290. Das Manuskript gelangte später in die Hände des Schweizer Kunstsammlers Peter Birmann

Maria Immaculata aus Saint Michel in Montaner (um 1520)
Die römisch-katholische Kirche Saint Michel in Montaner, einer kleinen Gemeinde im Département Pyrénées-Atlantiques, ist mit Fresken aus dem frühen 16. Jahrhundert ausgemalt. Weder über die genaueren Entstehungshintergründe noch über die ausführenden Künstler sind wir näher informiert. Ein strenger Winter im Jahr 1956 ließ den damaligen Putz in der Kirche aufbrechen,

MS B.10.2: Apokalypsehandschrift (um 1310)
Die Miniaturen der Westminster-Handschrift MS B. 10.2 des Cambridger Trinity Colleges (fol. 36v, 37r und 37v) sind von großer Schönheit und stehen außerhalb der gängigen Bildtradition der englischen Apokalypsen zu diesem Thema. Das gilt auch für die bevorzugten Farben Rosa und Türkis. Das wird besonders auf fol. 37v deutlich. Die

MS R.16.2: Trinity-Apokalypse (um 1255-1260)
Die Trinity-Apokalypse gilt als Meisterwerk der hochmittelalterlichen Illustrationskunst und verdient besondere Beachtung. Auch sie fällt in den Zeitraum der wenigen Jahre von 1255 bis 1260, der in England eine schier unglaubliche Vielfalt von Illustrationen der Apokalypse hervorbringen ließ. Diese Handschrift bietet dem Leser eine gekürzte Apokalypse mit Extrakten eines Kommentars

Dublin-Apokalypse MS 64 (1250-1300)
Die Dublin-Apokalypse der Trinity College Library TCD MS 64 (früher MA K. 4.31) wird ihrer Qualität wegen durchweg gelobt, zu Recht. Sie ist ein eigenständiges Werk, das kaum auf andere zeitgenössische Apokalypseausgaben aus England oder Frankreich Bezug nimmt. Sicherlich liegt das daran, dass hier Illustratoren am Werke waren, die

Nicolai Greschny (1912-1985): Saint Pierre et Saint Paul in Aston (1961)
Ein Fresko mit dem Himmlischen Jerusalem befindet sich auch in Saint Pierre et Saint Paul, einer römisch-katholischen Kirche im Ort Aston. Aston ist ein Dorf in den Pyrenäen, im Département Ariège in der Region Okzitanien. Das dortige Fresko stellte Nicolai Greschny (1912-1985) im Jahr 1961 fertig, nachdem er schon kurz

Nicolai Greschny (1912-1985): Fresko aus Sainte-Anne in Châtel-Guyon (1956)
In den 1950er Jahren war Nicolai Greschny (1912-1985) ein gefeierter Künstler, der in Frankreich viele römisch-katholische Kirchen ausgemalt hat. Darunter fällt auch die Wallfahrtskirche Sainte-Anne in Châtel-Guyon, einer Gemeinde nördlich von Clermont-Ferrand in der Auvergne. Die Arbeiten gingen während eines extrem kalten Winters, der dem Künstler schwer zu schaffen machte,

Pierre Cuypers (1827-1921): Deckenmalerei der Amsterdamer Vondelkerk (1880)
Der Bau und die Innengestaltung der römisch-katholischen Amsterdamer Vondelkerk ist eine Arbeit des niederländischen Architekten, Kunst- und Kunsthandwerksunternehmers Pierre Cuypers (1827-1921) aus Roermond. Die Grundsteinlegung war 1872, die endgültige Fertigstellung fiel in das Jahr 1880. Die achteckige Vierung des Sternengewölbes auf blauer Grundierung zeigt, nach Norden gesehen, in der Mitte

Fresken der Dorfkirche von Mørkøv (1460-1480)
Mørkøv, südlich von Holbæk, ist eine Kirchspielgemeinde auf der Insel Sjælland in Süddänemark. Diese Insel ist geradezu gesegnet mit mittelalterlichen Freskenmalereien – zahlreiche zeigen biblische Motive, allein ein Dutzend das Himmlische Jerusalem. Im Gegensatz zu künstlerischen Höhepunkten wie in Svaerdborg oder Bringstrup ist die spätgotische Kalkmalerei in Mørkøv, wie überhaupt

Wandmalerei aus der Vank-Kathedrale in Isfahan (um 1660)
Im Stadtteil Dschulfa der heute iranischen Stadt Isfahan befindet sich die armenisch-apostolische Vank-Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert. Die hier aufgemalten Wandfresken aus der Zeit um 1660 hatten Vorbildcharakter für viele orthodoxe Kirchen in der iranisch-irakischen Region, von denen sich jedoch nur wenige erhalten haben. Das Fresko „Himmel und Hölle“ gehört

Fresko der Erzengel-Michael-Kathedrale in Moskau (1652-1666)
Im Zeitraum von 1652 bis zum Jahr 1666 wurde die Erzengel-Michael-Kathedrale des Moskauer Kremls innen und außen neu bemalt. Beteiligt waren einheimische russische Meister aus Jaroslawl, Kostroma oder aus Weliki Nowgorod, aber auch Ikonenmaler der zarenhofeigenen Rüstkammer. Ergänzt wurden die Innenfresken durch weitere Fassadenmalereien über dem westlichen Eingangsportal, die das

Archibald K. Nicholson (1871-1937), Gerald Edward Roberts Smith (1883-1959): Dorfkirche Little Missenden (1941)
Der Glaskünstler Archibald K. Nicholson (1871-1937) hat am Ende seiner Karriere nochmals ein Himmlisches Jerusalem entworfen, diesmal zusammen mit seinem Schüler, Kollegen und Nachfolger Gerald Edward Roberts Smith (1883-1959). Sie elaborierten in den 1930er Jahren gemeinsam an einem Doppelfenster, das

Kalkmalerei aus Rymättylän in Finnland (um 1510)
In Finnland ist die Zahl der erhaltenen Wandmalereien aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit überschaubar, was nicht allein an dem rauen Klima liegt, sondern vor allem daran, dass diese Region damals viel weniger besiedelt war als beispielsweise Flandern oder

Meister von Schöder: Spätmittelalterliche Himmelspforte aus St. Bartholomä in Hohentauern (1492)
Inzwischen wurde ein weiteres Himmlisches Jerusalem dem Meister von Schöder zugewiesen. Es geht um spätgotische Fresken aus St. Bartholomä in dem Gebirgsort Hohentauern. Mit über 1.2000 Metern über dem Meeresspiegel dürfte es eines der höchstgelegenen mittelalterlichen Weltgerichte am Originalstandort sein.

Bernhard Kraus (1867-1935): Ss. Fabian und Sebastian in Osterwick (1922)
Unmittelbar nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg war in Deutschland kaum Geld für teure Kirchenausstattungen vorhanden. Umso bemerkenswerter ist die Ausnahme der römisch-katholischen Kirche Ss. Fabian und Sebastian im Ortsteil Osterwick in Rosendahl im Kreis Coesfeld (Münsterland). Dort lebte nochmals der

Bernhard Kraus (1867-1935): St. Kilian in Iserlohn-Letmathe (1917)
Auch im Sauerland war Bernhard Kraus (1867-1935), der seine Glasmanufaktur in Mainz betrieb, aktiv. Mitten im Ersten Weltkrieg erhielt er vom Paderborner Bistum den Auftrag für mehrere Glasarbeiten für die römisch-katholische Hauptkirche St. Kilian in Iserlohn-Letmathe, seiner Größe wegen auch

Bernhard Kraus (1867-1935): St. Ludger in Selm (1908)
Der Künstler Bernhard Kraus (1867-1935), gebürtig aus Offenbach, war am Ende des Kaiserreichs vor allem als traditioneller historistischer Glasmaler gefragt. Als Katholik aus dem Bistum Mainz arbeitete er überwiegend für römisch-katholische Kirchen und Kapellen seines Bistums. Im Gegensatz zu anderen
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.



