LETZTER BEITRAG
Umkreis des Antonio Palomino (1655-1726): Ölmalerei der Maria Immaculata (um 1697)
Antonio Palomino (mit vollem Namen Acisclo Antonio Palomino de Castro y Velasco, 1655-1726) war ein spanischer Maler, der heute noch in der Wissenschaft als Kunsttheoretiker etwas bekannter ist (sein Band „El Museo Pictórico y Escala

Griechische Ikone aus Kloster Préveli (um 1750)
Griechenland besitzt mit seinen orthodoxen Kirchen und Klöstern auch zahlreiche Ikonen, die langeoch nicht alle dokumentiert und schon gar nicht abschließend wissenschaftlich bearbeitet sind. Eine dieser wenig bekannten Ikonen mit einem farbenfrohen Himmlischen Jerusalem ist auf Kreta zu finden. Das dortige Kloster Préveli besitzt dieses Kunstwerk, welches vermutlich um die

Fresken der Kirche zu Bringstrup (um 1460)
In der Dorfkirche des dänischen Ortes Bringstrup auf der dänischen Insel Sjælland wurden um das Jahr 1460 einfache Freskenmalereien ausgeführt. Thema war, wie oft in dieser Zeit und in dieser Region, das Weltgericht mit Christus auf dem Regenbogen in der Mitte, mit links dem Paradies und rechts der Hölle.Typisch für

Fresken der Kirche in Fulltofta (um 1400)
Die Gewölbe der Fulltofta Kirche im schwedischen Skåne, auch Sankta Magnhilds Källa genannt, wurden um das Jahr 1400 mit spätgotischen Fresken ausgemalt. Erhalten haben sich kräftige Farben, auch einmal violette und türkisfarbene Farbtöne. Das Himmlische Jerusalem hat sich hier in einer Form erhalten, die in Skandinavien noch öfters kopiert werden

Weltgericht aus St Thomas in Salisbury (um 1475)
Ein unter architekturhistorischen Aspekten interessantes Himmlisches Jerusalem bietet dem Betrachter das Wandgemälde in der Kirche St Thomas in Salisbury (England). Es ist eines der wenigen Beispiele, wo Jerusalem sich als Stadtlandschaft unterhalb der Dachzone über dem Chorbogen ausbreitet, und zwar zu beiden Seiten von Christus Pantokrator, der in der Mitte

Russisches Weltgericht aus Nowgorod (um 1550)
Eine Ikone mit einer umfangreichen Weltgerichtsdarstellung stammt aus der russisch-orthodoxen St.-Boris-und-Gleb-Kirche in Nowgorod. Sie ist in der Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden, basiert auf Temperafarben und hat eine Gesamtgröße von 136 x 115 Zentimetern. Heute wird das Kunstwerk im Staatlichen Museum von Nowgorod aufbewahrt und ist dort Teil der Dauerausstellung.

Adolf Quensen (1851-1911): Jugendstildeckenmalerei in Alt-Lehndorf (1904)
In der evangelischen Kreuzkirche in Alt-Lehndorf am westlichen Stadtrand von Braunschweig, das im dortigen Dom bereits ein wertvolles Kunstwerk mit einem Himmlischen Jerusalem besitzt, wurde diese Thematik 1904 erneut ins Bild gesetzt. Nachdem die alte Lehndorfer Kirche zum Teil baufällig geworden war, kam es zwischen 1903 und 1905 zu umfangreichen

Anders Falck: Evangelische Kirche von Bottnaryd (1693-1695)
Das schwedische Dorf Bottnaryd bei Jönköping (Provinz Småland) hatte im 17. Jahrhundert nur wenige Hundert Einwohner, entschloss sich aber 1666 zum Bau einer neuen Kirche aus Holz. An dieser Kirche musste damals die gesamte Gemeinde mitarbeiten. Nach Fertigstellung des Außenbaus dauerte es weitere zwanzig Jahre, bis genügend Gelder angespart waren,

Hans Gottfried von Stockhausen (1920-2010): Fenster aus St. Michael in Fürth (1967)
Ein überwiegend in blauen Farbtönen gehaltenes Glasfenster von Hans Gottfried von Stockhausen (1920-2010) findet sich in der evangelischen Kirche St. Michael in Fürth (Mittelfranken). Das datierte und signierte Fenster mit drei Bahnen, das im Jahre 1963 entworfen und erst 1967 eingebaut wurde, ist eine Stiftung von Johann Rössler. Es zeigt

Angela Gsaenger (1929-2011): Mosaik der Lukaskirche Wolfsburg (1957)
Entworfen wurde das Altarmosaik 1957 von Angela Gsaenger (1929-2011), der Tochter des Architekten der Kirche, Gustav Gsaenger (1900-1989). Dieses Mosaik parallel zu anderen Mosaikarbeit entstanden, die die Künstlerin für die Altarwand der evangelischen Kirche St. Matthäus in München und der Christuskirche Sulzbach-Rosenberg entworfen hat. Von allen drei Mosaiken zeigt sich

T. R. Williams: John Bunyan: Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1952
Im Jahr 1952 erschien im Londoner Verlag „Independent Press“ eine Nacherzählung von Pilgrim’s Progress, dem frühneuzeitlichen Erfolgsroman des Geistlichen John Bunyan (1628-1688) aus dem 17. Jahrhundert. Diese modernisierte und gekürzte Fassung hatte der Methodist Raymond George (1912-1998) speziell für Jungen und Mädchen angefertigt. Die schwarzweißen Illustrationen dazu fertigte ein T.

Weltgericht aus Karelien (1750-1800)
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand in Karelien eine Weltgerichtsikone, die sich einst in der Kirche Maria Schutz und Fürbitte in Kischi befand. Kischi ist eine russische Insel im Onegasee; ihr Ensemble von Kirchen und Kapellen in Holzbauweise (Freiluftmuseum Kischi) gehört seit dem Jahr 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die

Christoph Merker (geb. 1969): Plastik „Das himmlische Jerusalem“ (2014)
„Das himmlische Jerusalem“ ist eine Arbeit in Mixed Media (zu Deutsch: Mischtechnik) aus dem Jahr 2014. Was auf den ersten Blick wie ein herkömmliches Architekturmodell aussieht, entpuppt sich auf den zweiten Blick als alltägliche Verpackungen und Schlagmetall. Dieses wurde zu einer Gruppe zusammengestellt, um die einzelnen Bauten der Stadt darstellen.

Severino Fabris (1922-2016): „Gerusalemme Celeste“ (1978)
Die unscheinbare, kleinformatige Abbildung ist aus dem Büchlein „Quadri liturgici domenicali“ entliehen, mit dem Severino Fabris (1922-2016) der römisch-katholischen Sakralkunst Anregungen geben und etwas Modernität verleihen wollte. Dazu wurde er eigens vom Verlagshaus Elledici zu diesem Werk beauftragt. Nach heutigem Empfinden sind die Abbildungen auf Einzelblättern durchaus traditionell, doch damals

Spiegelvision des Guillaume de Digulleville: MS 1.2003 und MS 11.2005 (um 1440)
Die Blätter MS 1.2003 und MS 11.2005 stammen aus dem Fitzwilliam-Museum in Cambridge. Diese und andere Blätter einer spätmittelalterlichen Handschrift gelangten über unterschiedliche Wege in das Fitzwilliam-Museum, und daher hat man ihnen auch unterschiedliche Signaturen gegeben, bis man diese „Pélerinage de la vie humaine“ des Guillaume de Digulleville annähernd rekonstruieren

Tympanon des Würzburger Doms (um 1420)
Der St.-Kilians-Dom zu Würzburg besitzt einen Kreuzgang aus dem Spätmittelalter. Auf der Westseite dieses Domkreuzgangs findet man einen schmalen Durchgang zum Hauptschiff des Doms, der nach 1945 mit einer modernen schmiedeeisernen Tür versehen wurde. Über dieser Tür hat sich zur Dominnenseite hin ein spätgotischer Tympanon erhalten. Da in einem Kreuzgang

Hans Caldenbach gen. Hess (um 1430-1504): Weltgerichtszeichnung (um 1500)
Üblicherweise werden Entwürfe, Skizzen, Vorstudien wie Nachstudien hier nicht eingepflegt, da der Erkenntnisgewinn überwiegend zu gering ist. Zudem ist es auch ein mengenmäßiges Problem: Von einigen modernen Kunstwerken gibt es bis zu 50 Entwürfe mit zum Teil nur geringen Abweichungen

Helmut Münch (1926-2008): Fenster aus der Kreuzkirche in Dortmund-Berghofen (1994)
Ein Glasfenster der evangelischen Kirche in Mainburg zu dem Thema Neues Jerusalem war für Helmut Münch (1926-2008) der Anlass, sich intensiver mit dem Thema der Apokalypse zu beschäftigen. Schon bald folgte ein weiteres Fenster von Münch zu diesem in der

Margaret Edith Rope (1891-1988): Fensterrose in St Mary in Chelsea (1948)
Es existiert, neben einem Fenster aus Hereford (1934), eine weitere Glasmalerei von Margaret Edith Rope (1891-1988) mit einem Bezug zum Himmlischen Jerusalem. Die anglikanische Kirche St Mary (Bourne Street) im englischen Chelsea ist mit einer eindrucksvollen, metergroßen Fensterrose ausgestattet. Das

Hugh Ray Easton (1906-1965): Kathedrale von Durham (1948)
Nach dem Zweiten Weltkrieg gestaltete Hugh Ray Easton (1906-1965) im Jahr 1948 ein schmales Buntglasfenster für die anglikanische Kathedrale von Durham (England). Finanziert wurde diese Arbeit von den „Free and Accepted Masons“, der örtlichen Vereinigung der Freimaurer von Durham. Im

Hugh Ray Easton (1906-1965): Clifton-College (1939)
Das blaufarbene Jerusalem-Fenster der anglikanischen Kapelle des Clifton-College in der englischen Stadt Bristol ist etwas bekannter als gewöhnliche Glasfenster, da es als Besonderheit im unteren Bereich ein Cricketfeld mit Feldspielern zeigt. Cricketfeld waren begeistert, humorlose Geistliche erklärten damals ihr Unverständnis.

Andreas Untersberger (1874-1944): Vignette (1918)
1918 entwarf Andreas Untersberger (1874-1944) in seinem Münchner Atelier eine einfarbige Vignette, im Auftrag für die Zeitschrift „Stadt Gottes“, für die er regelmäßig Zeichnungen erstellte. Die neue Vignette (links unten signiert) wurde dann erstmals zum Oktober im ersten Heft des
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.





