LETZTER BEITRAG

J. O. Adeuga: John Bunyans Pilgrim’s Progress, Ausgabe 1979

Im Jahr 1979 erschien bei der Daystar-Press in Nigeria eine afrikanische Ausgabe mit dem Titel „Ilosiwaju ero mimo. Lati aiye yi si eyi ti mbo: apa ekini ati ekeji“. Das war in Ibadan, der Hauptstadt des Bundesstaates Oyo und mit inzwischen fast vier Millionen Einwohnern damals eine der größten Städte

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Peter J. Rennings (1876-1966): Himmelspforten (1928, 1953 und 1979)

Peter J. Rennings war im 20. Jahrhundert an vielen Publikationen der Adventisten mit Illustrationen beteiligt. Der Künstler lebte von 1876 bis 1966 und hatte im Walla Walla County in Washington sein Atelier. Das bekannteste Werk der Adventisten, an dem Rennings mitarbeitete, ist mit Sicherheit die Serie „Bedtime Stories“. Viele seiner

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Ilse Schmid: Kinderbuch (1958)

Der Band „Es hat sich eröffnet das himmlische Tor“ führt den Begriff der Himmelspforte bereits im Titel. Es handelt sich um einen kleinen illustrierten Band für Kinder, der im Jahr 1958 in München beim damaligen „Verlag Ars Sacra Josef Müller“ erschienen ist, der sich auf katholische Veröffentlichungen spezialisiert hatte. Diese

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Russische Weltgerichtsdarstellung aus der Kunsthalle Perm (um 1620)

Diese russische Arbeit aus einer orthodoxen Kirche oder einem orthodoxen Kloster entstand um das Jahr 1620. Die Gesamtgröße beträgt 151 x 123 Zentimeter; es ist eine Malerei aus Tempera und Goldapplikationen auf Lindenholz. Die dunkle Tönung, die auch das Gold rotbräunlich verfärbt, ist eine Folge des Firnis. Diese Ikone ist

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Würfeljerusalem aus Nowgorod (um 1500)

Dieses einzigartige Beispiel für ein russisches Weltgericht soll aus Nowgorod stammen. Es wurde jedoch seinem Ursprungsort entnommen und kam in das Kiewer Nationalmuseum für russische Kunst, dort Inventarnummer Zh-4. Seit 2017 führt das Museum den Namen Nationalmuseum Kiewer Gemäldegalerie, kurz Kiewer Nationale Gemäldegalerie. Wie oftmals in solchen Fällen gingen damit

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Russische Weltgerichte (um 1750 und um 1830)

Das Museum Russischer Ikonen im US-amerikanischen Clinton (Inventarnummer R2007.15) kaufte dieses Werk im Juli 2007 vom internationalen Auktionshaus Christie’s an. Fachleute datieren diese ungewöhnliche aus Russland in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Wichtige Informationen, wie Provenienz, Künstler, einstige Besitzer u.a. sind längst verloren gegangen, vermutlich für immer. Die Gesamtgröße der

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Ikone aus Westrussland (19. Jh.)

Weltgerichte erfreuen sich seit dem 15. Jahrhundert in der Ikonenkunst einer ungebrochenen Beliebtheit, und das gilt genauso für das 19. Jahrhundert. Damals entstand in Westrussland eine Ikone, die man heute im Staatlichen Museum für Geschichte der Religion in St. Petersburg befindet. Es handelt sich um eine Temperamalerei mit dem ins

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Südrussische Weltgerichtsdarstellung (17. Jh.)

Diese volkstümliche Ikone stammt aus einem Synodikon einer Kirche oder Kapelle aus dem südlichen Russland. Es ist eine einfache Arbeit, vermutlich eine Kopie einer älteren Fassung, die jedoch noch nicht bekannt oder bereits wieder verschollen ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Weltgerichtsikonen des 17. Jahrhunderts fallen hier sogleich mehrere Merkmale

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Weltgerichtsikone aus Galich (1750-1800)

Diese Ikone stammt aus der russischen Kleinstadt Galich (auch Galitsch) aus der Oblast Kostroma, einem Zentrum russisch-orthodoxer Sakralkunst. Das Kunstwerk aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist vor allem deswegen ungewöhnlich und herausragend, da es in großen Teilen aus Holzapplikationen zusammengesetzt ist. Der Hintergrund wurde nachträglich teilweise in einem

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Altgläubigen-Ikone aus Russland (19. Jh.)

Es ist erstaunlich: Die Altgläubigen (auch Altorthodoxen) sind eine kleine Minderheit der russisch-orthodoxen Lebenswelt, die zudem zeitweise verfolgt und vielfach benachteiligt sowie mindergestellt waren. Dennoch hat gerade diese Gruppierung, deren Mitglieder zudem finanziell eingeschränkt waren, eine überraschende Zahl hochwertiger und anspruchsvoller Ikonen hervorgebracht. Dieses Werk ist ein Beispiel dafür. Es

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Stefan Popovych Medytsky: Fresken aus St. Georg in Drohobych (1666)

Die umfangreichen Wandmalereien aus der Kirche St. Georg in der galizischen Stadt Drohobych (Galizien, heute in der Ukraine, Oblast Lemberg) stammen wohl aus dem Jahr 1666. Der Maler ist erfreulicherweise namentlich bekannt, es war Stefan Popovych Medytsky, vermutlich, darauf deutet der Name, der Sohn eines orthodoxen Priesters. Viele Einzelheiten belegen,

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Griechischer Flügelaltar aus Kreta (16. Jh.)

So gut wie unbekannt ist diese Meisterwerksikone aus dem 16. Jahrhundert, die heute in einer Privatsammlung aufbewahrt wird. Anhand von stilistischen Vergleichen wird vermutet, dass sie wohl auf dem Gebiet des heutigen Griechenlands entstanden sein muss, vermutlich auf der Mittelmeerinsel Kreta. Die Insel war damals ein Zentrum byzantinistischer Kunst und

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Weltgerichtsikone von Serpuchow (um 1690)

Am Fluss Lopasnya etwa zwanzig Kilometer vor der Großstadt Serpuchow, fünfzig Kilometer südlich von Moskau entfernt, befindet sich die russisch-orthodoxe Klosteranlage „Himmelfahrt Davids in der Wüste“. Obwohl das Kloster in das 16. Jahrhundert zurückreicht, gibt es so gut wie keine brauchbare kunst- oder geschichtswissenschaftliche Literatur über die Anlage, geschweige denn

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Russische Weltgerichtsdarstellung (um 1780)

Diese Ikone zeigt die Geschichte von Adam und Eva in Verbindung mit dem Weltgericht. Sie stammt aus Russland. Angefertigt wurde das Kunstwerk, über dessen Entstehungshintergrund, Auftraggeber oder ausführenden Künstler wir keine wirklich gesicherten Kenntnisse besitzen, da es an Quellen und an Forschungsliteratur mangelt, für eine russisch-orthodoxe Kirche oder ein Kloster.

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Jan Provoost (1465-1529): Brügger Weltgerichtsaltar (1525-1529)

Ein späteres Ölgemälde von Jan Provoost (1465-1529) der Gesamtgröße 169 x 145 Zentimeter befindet sich noch heute am einstigen Wirkungsort des Malers in Brügge, im dortigen Groeninge-Museum (Inventarnummer 0000.GRO0117.I). Vieles in der Altstadt blieb seit dem Mittelalter unverändert, so dass

Jan Provoost (1465-1529): Hamburger Weltgerichtsaltar (1525-1529)

Auf diesem Weltgericht, angefertigt von ca. 1525 bis 1529 (Gesamtgröße 68 x 61 Zentimeter), ist das Himmlische Jerusalem deutlich als Tor an der linken Seite positioniert. Von ihm ist allerdings nur die rechte Hälfte zu sehen. Auch für Petrus ist

Gerhard Hausmann (1922-2015): Johanniskirche in Lüneburg (2000)

Eine Weiterentwicklung seines Fensters der Kirche St. Blasius in Hannoversch Münden (1976) schuf Gerhard Hausmann (1922-2015) im Jahre 2000: „Man war an mich herangetreten, weil man meine Arbeit in Münden kannte und es als eine passende moderne Lösung für einen

Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510): „Geistliche Schifffahrt“ (1708)

Die Texte des Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510) stießen mit seinen durchaus eigenwilligen Vorstellungen vom Himmlischen Jerusalem vor allem im Barock auf neue Popularität, was wenig verwundert. In der „Geistlichen Schiffahrt“ (Augsburg 1708) wird der sonst gängige Topos des ansteigenden

Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510): „Geistliche Schifffahrt“ (1512)

Nicht immer musste der fromme Lebenslauf zwangsläufig eine Pilgerwanderschaft sein, auch eine maritime Pilgerfahrt war vorstellbar – Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510) hat sich auch mit diesem sehr speziellen Thema der Pilgerschaft beschäftigt und dazu 1512 in Straßburg seine Schrift

Friedrich Stummel (1850-1919): Himmelspforte aus St. Antonius Einsiedler in Ahden (1912)

Der Maler Friedrich Stummel (1850-1919) war, was die Glasmalerei angeht, einer der fleißigsten Himmelspfortenproduzenten, das belegen entsprechende Bildmotive in Herten-Westerholt, Nordkirchen-Capelle, Ahlen oder Kalkar-Hönnepel, alles römisch-katholische Kirchen. Sie liegen ausnahmslos auf dem Land, was damit zu tun hat, dass viele

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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