LETZTER BEITRAG
Hildegard Bienen (1925-1990): Kirche St. Johannes Bosco in Lohfelden (1978)
Auf einer Anhöhe von Lohfelden südlich von Kassel glaubt man fast bereits das Himmlische Jerusalem vor sich zu haben, so kann die gewaltige Anlage von Kirche, Gemeindehaus und freistehendem Turm beeindrucken. Das umso mehr, wenn

Fresko aus der Stadtkirche Bissingen (1691)
Der gesamte Zyklus in der evangelischen Stadtkirche von Bissingen (Schwaben) entstand zwischen den Jahren 1677 und 1691, dank der Stiftung wohlhabender Bürger. Dieser lange Zeitraum ist ein Indiz dafür, dass hier ein ortsansässiger Maler oder Malerbetrieb die Verantwortung trug. Die Fresken sind über das Kirchenschiff verteilt; kaum ein zusammenhängendes Wandstück

Emil Wachter (1921-2012): Altargemälde in St. Philippus zu München (1991)
In der römisch-katholischen Kirche St. Philippus zu München befindet sich ein komplexes Altarwerk von Emil Wachter (1921-2012), das 1991 in Öl gemalt wurde. Es besteht insgesamt aus sieben Bildtafeln, die in Form eines Kreuzes angeordnet sind, unter dem Gesamttitel „Das Heilswirken Gottes in Schöpfung, Erlösung und Vollendung“.Das oberste Bild in

Friedrich Koller (geb. 1939): Jerusalemstele der Antoniuskirche in Vohburg (1998)
Der Bildhauer Friedrich Koller (geb. 1939) aus Laufen hat 1998 eine Jerusalemstele für die römisch-katholische Antoniuskirche in Vohburg an der Donau (Oberbayern) geschaffen. Um das schmale, aber außerordentliche Kunstwerk, das in seinem geometrischen Stil nach Ansicht vieler Gemeindemitglieder überhaupt nicht in die Kirche passt, gab es viel Verdruss. Das Kunstwerk

Max Lacher (1905-1988): Fenster der Frauenkirche zu München (1965)
Im römisch-katholischen Dom Zu Unserer Lieben Frau (umgangssprachlich Frauenkirche) in München gibt es selbstverständlich mehrere Kunstgegenstände, die die Heilige Maria verehren oder ihr zur Ehre gestaltet sind. Darunter befindet sich auch ein Glasfenster mit einer Mariendarstellung. Hier ist das Himmlische Jerusalem nicht im oberen Bildbereich zu finden, sondern rechts neben

Fresken aus St Mary’s in Kempley (um 1120)
Bei den Malereien der St Mary’s Kirche zu Kempley in Gloucestershire handelt es sich um einige der ältesten erhaltenen Kirchenausmalungen Englands. Sie dürften um 1120 entstanden sein und gelten als wichtiges Beispiel für die anglo-normannische Romanik. Nach der Reformation wurden sie mit einer Gipsschicht unsichtbar gemacht und zu Beginn der

Gebhard Fugel (1863-1939): Apokalypsezyklus (1933)
Gebhard Fugel (1863-1939) wuchs in Oberschwaben auf und studierte ab 1879 an der Kunstschule Stuttgart. Er wandte sich schon während seiner Studienzeit christlichen Motiven zu, die er zunächst in einem realistischen, von der Historienmalerei und den Nazarenern beeinflussten Stil verwirklichte. 1890 zog Fugel nach München und gründete dort mit Kollegen

Deckenmalerei von Notre-Dame-la-Grande in Poitiers (um 1210)
Von dem Deckengemälde der ehemaligen Stiftskirche Notre-Dame-la-Grande in Poitiers (Départements Vienne) können heute vom Boden der Kirche aus keine Einzelheiten mehr erkannt werden. Auch bei näherer Betrachtung lassen sich nur Fragmente erahnen, die bei verschiedenen Renovierungen seit 1887 immer wieder nachgezeichnet und bearbeitet wurden. Die ursprüngliche Anordnung der großflächigen Freskenmalerei,

Fresken der Kirche von Tømmerup (um 1250)
Tømmerup, zu Deutsch Tömmerup, ist ein kleiner Ort im Westen der dänischen Insel Fünen (Region Syddanmark). Kunsthistorisch bedeutend ist dort die romanische Wehrkirche, die von weither auf der flachen Insel zu sehen ist und von der aus man ebenso weit ins Umland Ausschau halten konnte. Das Gebäude wurde um 1200

Tota Pulchra aus Metztitlán (16. Jh.)
Großformatige Wanddarstellungen der Tota Pulchra haben sich selten erhalten: in Europa in Frankreich, in Lateinamerika nur gelegentlich. Sie wurden überwiegend nach Ölmalereien oder Kupferstichen kopiert. Es sind meistens monochrone Darstellungen, hier in verschiedenen Rottönen. Das hiesige Beispiel im Renaissancestil stammt aus der Pförtnerloge des römisch-katholischen Klosters Santos Reyes in Metztitlán

Freskenmalerei aus Abtei Saint-Aubin in Angers (1130-1154)
Saint-Aubin war eine bedeutende Klosterabtei der Benediktiner in Angers (Loire). Der Ort ist heute mit dem Apokalypse-Bildteppich aus dem 14. Jahrhundert verbunden, hat aber eine wesentlich ältere Darstellung des Neuen Jerusalem. Unter dem Abt Robert de la Tour-Landry wurden umfangreiche Bauarbeiten vorgenommen, vor allem Steinmetzarbeiten im Kreuzgang. Dieser wurde dann

„Virgen de Vallicella“ aus Santa Vera Cruz y San Felipe Neri in Puebla (17. Jh.)
Die „Virgen de Vallicella“, die „Jungfrau aus Vallicella“ ist eine großflächige Darstellung der Maria Immaculata mit zahlreichen ihrer Symbole nach der Lauretanischen Litanei aus dem Mittelalter. Der Künstler hat sie jeweils in ein eigenes Medaillon gefasst, das von einem Engel gehalten wird – nichts neues, man kennt es bereits von

Claes Braau (um 1636-1707): Jerusalem-Labyrinth (1667)
In den Niederlanden wurde im Jahre 1676 ein Kupferstich angefertigt, der ein funktionierendes Labyrinth zeigt. Solche Labyrinthe mit dem Himmlischen Jerusalem kennen wir bereits aus dem Mittelalter und dann wieder aus dem 17. Jahrhundert von emblematischen Kupferstichen. Überschrieben ist dieses Werk: „Dool-Hoff. Proverb. 14. 12. Meenighen behaeght eenen weg wel,

Severin Walter: Apsismalerei aus St. Martin in Augsburg (1964)
St. Martin ist eines der wenigen Baudenkmale in Augsburg-Oberhausen. Der römisch-katholische Sakralbau entstand dort in den 1930er Jahren für die sich erweiternde Vorstadt. Anfang der 1960er Jahre entschloss man sich zu einem Umbau. Es entstand ein farbenprächtiges Apsisbild mit Christus im Zentrum, umgeben von verschiedenen Heiligen, den Toren der Stadt

Siegfried Moroder (1911-1989), Manfred Bergmeister (1927-2017): Tabernakel aus St. Josef in Nördlingen (1962)
Die römisch-katholische Kirche „St. Josef der Arbeiter“ im Wemdinger Neubauviertel von Nördlingen (Schwaben) präsentiert einen Tabernakel, der den Lebensbaum inmitten des Himmlischen Jerusalem zeigt. Man sieht seine Wurzeln, den mächtigen Stamm und weit ausgreifenden Äste. Die Früchte des Baumes sind zugleich die Edelsteine des Fundamentes der ewigen Stadt. Sie wurden

Matthäus Bayer (1911-1990): Tabernakel aus Christkönig in Fessenheim (1963)
Der Tabernakel der römisch-katholischen Kirche Christkönig zu Fessenheim (Gemeinde Wechingen, Nördlingen) besticht durch seine wuchtige Größe von fast zwei Metern Höhe. Das zentrale Thema ist das Himmlische Jerusalem, von dem die zwölf Tore auf dem eigentlichen Tabernakel oben zu sehen sind. Sie haben eine dunkelblaue bzw. tiefrote Färbung, und von

Rudolf Yelin (1902-1991): Stadtkirche in Altensteig (1961)
Direkt über der Kanzel der evangelischen Stadtkirche in Altensteig (Schwarzwald nördlich von Freudenstadt) befindet sich ein großformatiges Altarwandbild, welches die ansonsten überwiegend weiße, schmucklose Kirche optisch wie auch motivisch dominiert. Es handelt sich um eine Malerei von Rudolf Yelin dem

Weltgericht aus der Peterskirche in Weilheim (1499/1601)
Im Jahr 1489 wurde der Grundstein der heutigen evangelisch-lutherischen Peterskirche in Weilheim an der Teck (Württemberg) gelegt, und 1517 begann der Innenausbau. Aus den Jahren unmittelbar davor stammt ein gewaltiges Gemälde auf der Ostwand, welches das Langhaus vom Chor trennt.

Inge Sandeck (geb. 1940): Station „Völkerwallfahrt“ in Retzstadt (1998)
Retzstadt ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Der Retzbach-Retzstadt-Rundweg (auch Besinnungsweg oder Bibelweg genannt) geht zurück auf eine Initiative von Pater Fritz Schaub und das römisch-katholische Pfarramt Retzbach. Der 13 Kilometer lange Besinnungsweg soll Wanderer zur Ruhe kommen lassen

Emil Wachter (1921-2012): Deckengemälde in St. Martin, Ettlingen (1988)
Die evangelische Barockkirche St. Martin in Ettlingen blieb Jahrhunderte lang im Inneren unvollendet. In den 1980er Jahren präzisierten sich Pläne, die Deckenausmalung endlich anzugehen. Die Planer gingen davon aus, dass der moderne Mensch mit dem Thema Zukunft nur noch „Dunkles

Emil Wachter (1921-2012): Autobahnkirche bei Baden-Baden (1978)
Die 1970er Jahre waren die Hochzeit der Autobahnkirchen. Autobahnen sollten damals ganz Deutschland überziehen, an ihnen sollte sich das moderne Leben ereignen – da wollten die Großkirchen selbstverständlich nicht abseits stehen. Der Fairness muss hinzugefügt werden, dass etwa zeitgleich die

Klaus Arnold (1928-2009): St. Kilian in Assamstadt (1972)
Im Jahr 1972 erarbeitete Klaus Arnold (1928-2009) ein Himmlisches-Jerusalem-Fenster für die römisch-katholischen Kirche St. Kilian in Assamstadt im Main-Tauber-Kreis. Damals verließ man die alte Altstadtkirche und errichtete in einem Neubauviertel einen gewaltigen Neubau, der heute für diese ländliche Gemeinde völlig
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






