LETZTER BEITRAG
Julien-Léopold Lobin (1814-1864), Lucien-Léopold Lobin (1837-1892): Fenster aus Sainte Marie-Madeleine in Montargis (1863)
Der Name Duchesne Rabier (auch Duchesne-Rabier) ist untrennbar mit einer historischen Wohltäterin in der französischen Stadt Montargis (Département Loiret, Region Centre-Val de Loire) verbunden. Madame Duchesne-Rabier hinterließ der Stadt Montargis im 19. Jahrhundert eine Summe

Alessandro Monteleone (1897-1967) und Francesco Nagni (1897-1977): Kathedrale „Immaculate Conception“ von Manila (um 1957)
Die römisch-katholische Kathedrale von Manila, der Hauptstadt der Philippinen, wurde zwischen 1953 und 1958 neu errichtet. Sie wurde bei dieser Gelegenheit zur Basilika der „Immaculate Conception“ erhoben und von daher lag es nahe, auch Mariensymbole an und in dem Bau künstlerisch zur Darstellung zu bringen. Das ist bereits der Fall

Ulrich Henn (1925-2014): Supraporte der St. James Cathedral in Seattle (1999)
Am 24. Dezember 1999 wurden in einer Mitternachtsmesse die neuen Bronzetüren der St. James Kathedrale feierlich eingeweiht. Damit wurde in der römisch-katholischen Kirche St. James Cathedral in First Hill, einem Stadtteil von Seattle, USA, das Jubiläumsjahr 2000 eingeleitet. Gleichzeitig verschwanden die ursprünglichen Türen aus der Erbauungszeit der Kirche von 1907.Die

Rudolf Yelin (1902-1991): Wandgestaltung der Stadtkirche von Schwenningen (1965)
Die evangelische Stadtkirche von Schwenningen am Neckar besitzt eine Altarwand, die zur christlichen Meditation und Kontemplation auffordern möchte. Diese Wand wurde der tragenden Wand vorgesetzt, anlässlich einer radikalen Neugestaltung des Innenraums von 1963 bis 1965. Hier wie auch anderswo ist der Stuttgarter Bildhauer Rudolf Yelin (1902-1991) gleichsam als Kunstvernichter wie

Max Walter (1933-2017): Schmuck-Jerusalem der St. Josef-Kirche von Marktheidenfeld (1967)
Ein ungewöhnlicher und in Franken seltener Sakralschmuck befindet sich in der römisch-katholischen St. Josef-Kirche von Marktheidenfeld in Unterfranken. Zur Ausstattung des Baus gehört auch ein Schmuck-Jerusalem zur reinen Zierde des modernen Neubaus, ohne liturgische Funktion, welches 1992 zum silbernen Priesterjubiläum von Robert Heßberger (geb. 1940) angebracht wurde.Im vorderen Bereich fand

Afrikanisches Altarkreuz aus der Margaretenkirche in Stuttgart-Aldingen (um 1990)
In der Sakristei der evangelischen Margaretenkirche in Aldingen am Neckar findet sich ein Kruzifix mit einem schwarzen Christus. Es handelt sich dabei um eine Leihgabe aus dem Jahr 1991, die der ehemalige Aldinger Pfarrer Dr. Jochen Tolk (geb. 1943), der vor seiner Aldinger Tätigkeit in Afrika gewesen war, der Kirche

Hermann Josef Baum (1927-2009): Friedhofskapelle von Kerpen (1964)
In Kerpen bei Sindorf im Rhein-Erft-Kreis findet sich eine Friedhofskapelle, die an der überdachten Außenseite mit einem Relief in der Größe 2 x 2 Meter ausgestattet ist. Die wesentlichen Merkmale sind mit wenigen Linien skizziert: Die dort wiedergegebene Stadt ist eine Kombination aus quadratischem und kreisförmigem Umriss. Von dem nach

Kurt Wolf von Borries (1928-1985): Friedhof von Stommeln (1967)
Im Jahr 1967 entwarf der pommerische Bildhauer Kurt Wolf von Borries (1928-1985) die beiden Bronzeportale der Martinuskirche auf dem Stommelner Friedhof. Stommeln ist ein Ortsteil der Stadt Pulheim im Nordwesten von Köln, wo nach 1945 beachtlich viele Darstellungen des Himmlischen Jerusalem entstanden sind. Überwiegend sind es Werke in Glas, hier

Joseph Krautwald (1914-2003): Ehemalige Bronzearbeit aus St. Marien in Oer-Erkenschwick (um 1995)
Die römisch-katholische Kirche St. Marien in Oer-Erkenschwick findet man im nördlichen Ruhrgebiet unweit von Recklinghausen. Erbaut wurde sie von Otto Weicken (1911-1948) und im Jahre 1963 eingeweiht. Sie war eine der Vertriebenenkirchen vor allem für die vielen katholischen Flüchtlinge aus Schlesien und dem Sudetenland, die sich hier niedergelassen hatten. Die

Siegfried Assmann (1925-2021): Schmuckkreuz der Kirche Am Roland in Wedel (1975)
Hängende, manchmal auch stehende Kreuze als Schmuck waren ein Phänomen der 1960er Jahre. Die Werke haben keine klare Begrifflichkeit, sie werden Triumphkreuze, Hängekreuze, Schmuckkreuze, Altarkreuze oder noch ganz anders genannt. Ein großflächiges Schmuckkreuz ist der Mittelpunkt der künstlerischen Ausgestaltung der evangelisch-lutherischen Kirche Am Roland in Wedel/Schleswig-Holstein, unweit von Hamburg. Es

Ulrich Henn (1925-2014): Ehemalige Altarbekrönung aus St. Bartholomäus in Namedy (1976)
Der historische Teil der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Namedy, einem Stadtteil von Andernach in Rheinland-Pfalz, stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, ein moderner Erweiterungsbau wurde am 25. März 1977 eingeweiht. Zur Innenausstattung der römisch-katholischen Kirche gehörte seitdem die Altarbekrönung „Himmlisches Jerusalem“. Sie besteht aus Bronze und befand sich über

Josef Henger (1931-2020): Kirchentür von St. Benedikt in Jestetten (1964)
Jestetten unweit von Schaffhausen unmittelbar an der Grenze zur Schweiz hatte einst eine im Kern mittelalterliche Kirche, St. Benedikt. Aus Spekulationsgründen, Modernitätswahn und völlig überzogenen Gemeindewachstumsphantasien wurde dieser Bau ohne Notwendigkeit bis auf den Turm abgerissen und 1961/62 durch einen Billigbau im Stil standardisierter Supermärkte ersetzt. Für die Gestaltung des

Maurice Calka (1921-1999): Außenfassade der Kirche Saint-Jean-l’Évangéliste in Dole (1964)
Seit 1960 projektierte der slowakische Architekt Anton Korady (geb. 1931) zusammen mit André David-Cottet die römisch-katholische Saint-Jean-Kirche in Dole, im Département Jura in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Die Außenhülle des Gebäudes wurde mit filigranen Metallarbeiten von dem polnischen Bildhauer Maurice Calka (1921-1999) verziert, die verschiedene Motive der Apokalypse des Johannes zum

Roland Peter Litzenburger (1917-1987): Dreitürenportal aus St. Joseph in Karlsruhe (1956)
Grünwinkel ist ein moderner Stadtteil von Karlsruhe, der in der Nachkriegszeit durch Gewerbe wie Brauereien und Autozulieferer geprägt wurde. Ende der 1950er Jahr entschloss sich die römisch-katholische Kirche, in dem nach 1945 schnell wachsenden Gebiet eine neue Kirche zu errichten. Diese erhielt, wie damals viele Kirchen, den Namen St. Joseph,

Harry MacLean (1908-1994): Taufdeckel in der Friedenskirche Ludwigshafen (um 1957)
Nach schweren Kriegszerstörungen, die den Industriestandort Ludwigshafen am Rhein besonders hart trafen, musste auch für die wiederaufgebaute Evangelische Friedenskirche liturgisches Gerät angeschafft werden. Um 1957 entstand ein Taufstein, auf dem das Himmlische Jerusalem zu finden ist. Die Idee war, an diesem Ort Jerusalem als Friedensstadt zu thematisieren. Taufsteine oder Taufbecken

Süddeutsches Kanzelrelief (um 1780)
Anfang des 21. Jahrhunderts tauchte im Wiener Auktionshaus Dorotheum eine bislang unbekannte Schnitzerei mit dem Motiv des Himmlischen Jerusalem auf. 2010 wurde sie auf einen Wert zwischen 1.800,- € bis 2.000,- € geschätzt.Es handelte sich dabei um das vordere, zentrale Relief einer barocken Kanzel, die vermutlich verloren oder doch zumindest

Sepp Hürten (1928-2018): Tabernakel aus St. Martinus in Bedburg-Kaster (1975)
Der Kölner Bildhauer Sepp Hürten (1928-2018), bekannt und geschätzt für seine Arbeiten angelehnt an die Romanik, hat in seinem späteren Schaffen mehrere Tabernakel angefertigt (so etwa mit dem Jerusalemsmotiv in St. Adelheid in Müllekoven). Man findet sie alle in römisch-katholischen

Unbekannt: Berufsschule St. Hildegard in Münster (1958)
Das römisch-katholische Kolleg St. Hildegard, kurz Hildegardisschule, wurde nach 1945 um einen Kirchenraum erweitert, der an Größe und Ausstattung viele Ortskirchen im Münsterland übertroffen hat. Die Schule befand sich damals noch in Trägerschaft von der Ordensgemeinschaft der Vorsehungsschwestern. 1958 waren

Egon Stratmann (1936-2024): St. Dionysius aus Altenbeken-Buke (1994)
Das Lamm im Himmlischen Jerusalem ist das Thema einer hochwertigen Buntglasmalerei, die man in der Kirche St. Dionysius in Altenbeken-Buke entdecken kann. Sie schmückt dort ein Rundfenster im Chorbereich direkt über dem Altar. An dieser Stelle sollte durch eine Neuverglasung

Sammelband F.98 Nr. 784 der Russischen Staatsbibliothek zu Moskau (18. Jh.)
Unter der Signatur F.98 Nr. 784 der Sammlung handgeschriebener Bücher von E. E. Egorova in der Russischen Staatsbibliothek zu Moskau findet man eine komplexe Zusammenstellung verschiedener Werke. Darin enthalten sind Worte über das zweite Kommen von Mönch Palladius, das Teilwerk

Franz Pauli (1927-1970): Ehemalige Kirche Christ König in Oberhausen (1963)
Die einstige römisch-katholische Kirche Christ König in Buschhausen, einem Ortsteil von Oberhausen, besitzt seit 1963 ein kleines Neues Jerusalem als Teil von verschiedenen Szenen aus der Johannesoffenbarung. Diese ziehen sich als gläsernes Lichtband in sieben Meter Höhe um den Altarraum,

Werner Kothe (geb. 1945): St. Peter-und-Paul in Bisperode (2011)
Der gebürtige Berliner Glaskünstler Werner Kothe (geb. 1945) hat zehn Glastafeln zu biblischen Themen gestaltet. Sie schmücken seit Ostern 2011 die evangelische Peter-und-Paul-Kirche zu Bisperode im Weserbergland. Die Tafeln, hergestellt in der Fusing-Technik, haben eine Größe von jeweils 160 x
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






