LETZTER BEITRAG

Paul Weigmann (1923-2009): St. Barbara in Ippendorf (1963)

Der mächtige, neogotische Chorbereich von St. Barbara wird ganz von seinen Buntglasfenstern dominiert. Die römisch-katholische Kirche befindet sich in Ippendorf, einem Ortsteil von Bonn. In mehreren Etappen hat der Paul Weigmann (1923-2009), später zusammen mit seiner Mitarbeiterin Marie-Theres Werner (geb. 1942), die Fenster der Kirche neu gestaltet. Was sich auf

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Hermann Gottfried (1929-2015): Evangelische Kirche St. Bartholomäus in Wahlscheid (1963)

Die Arbeiten von Hermann Gottfried (1929-2015) zum Himmlischen Jerusalem standen unter keinem guten Stern: Die Chorwand von St. Johannes in Gladbeck mit einer malerischen Interpretation Gottfrieds (1977) wurde abgerissen, das Deckengemälde in Herkenrath (1977) ist nicht im ursprünglichen Zustand überliefert, die Fenster in St. Ewaldi in Duisburg-Laar (1962) beschädigt und

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Henk Schilling (1928-2005): Mosaik im Gemeindehaus von Oberhausen-Alstaden (um 1955)

Henk Schilling (vollständig Johannes Hendrik Schilling, 1928-2005, geboren in Voorburg, Niederlanden) ist vor allem als Glasmaler hervorgetreten, überwiegend im Ruhrgebiet, etwa in Essen, Oberhausen, Düsseldorf. Dann kennt man ihn in Fachkreisen noch als Gestalter kirchlicher Siegel, die im Urkundenwesen ihre Bedeutung hatten, heute aber durch digitale Signaturen ersetzt sind. So

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Otto Lauterbach (1909-1985): St. Peter und Paul in Straelen (1952)

Otto Lauterbach (1909-1985) war ein Glasmaler, der vor allem nach 1945 im Rahmen des Wiederaufbaus bei Kirchenfenstern nachgewiesen ist, fast ausschließlich in Nordrhein-Westfalen, schwerpunktmäßig im Ruhrgebiet. Seine Stärke waren freie Kompositionen und geometrische Muster, er war ein Vertreter der abstrakten Malerei, die er bei seinem Studium an der Kunstgewerbeschule Krefeld

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Bottenbroicher Weltgericht (1533)

Weltgerichte auf Glasfenstern muss es im Mittelalter und der Frühen Neuzeit massenweise gegeben haben. Schriftliche Quellen bezeugen dies, und die Beliebtheit dieses Motivs lässt sich noch auf Miniaturen und auf Wandmalereien ablesen. Im Gegensatz dazu haben sich die brüchigen Werke auf Glas nur selten über Jahrhunderte erhalten. Gerade in Deutschland

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Erentrud Trost (1923-2004): Klosterkapelle Arenberg (1992)

Arenberg bei Koblenz mit seiner „historischen Landschaftsbilderbibel“ war schon seit langem mit dem Neuen Jerusalem verbunden. Ihr Gründer, Pfarrer Johann Baptist Kraus, ist auch der Gründer des Klosters, für das er eigens Nonnen aus der Schweiz an den Rhein einlud. Im Laufe er Zeit entstand eine immer größer werdende Klosteranlage,

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Rudolf Schillings (1925-2003): Himmelspforte aus St. Maria in Picard (1959)

Die Saarregion war nach dem Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und wurde erst einmal von einem Hochkommissar Frankreichs verwaltet. Mit dem Bau der Marienkirche in Picard, einem kleine Stadtteil von Saarlouis, wollte man einen Neuanfang wagen. Der Bau von 1949 wirkt von der Straßenseite wie eine kleine Kapelle, besitzt aber einen

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Erhardt Klonk (1898-1984): Rundfenster in der Nikolaikirche Caldern (1973)

Die Nikolaikirche im nordhessischen Caldern war ursprünglich Teil eines Zisterzienserklosters, dessen Anlage noch im Kern erkennbar ist. Von hier aus wurde das Lahntal urbar gemacht und Kulturarbeit geleistet, bis das Kloster verfiel und im Zuge der Reformation aufgelöst wurde. Die Kirche wurde dann zur heutigen evangelischen Ortsgemeinde von Caldern. Das

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Albert Feld (1916-2010): Himmelspfote aus St. Michael in Körprich (um 1948)

Von Albert Feld sind Fensterarbeiten nur in zwei römisch-katholischen Kirchen bekannt. In beiden Fällen entstanden sie Ende der 1940er Jahre im Rahmen des Wiederaufbaus, und in beiden Fällen befinden sie sich im Landkreis Saarlouis, erstmals in Nalbach-Körprich, dann in Dillingen (Saarland). Beide Kirche liegen nur wenige Kilometer auseinander, vermutlich wird

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Ehemaliges Fenster aus der Liebfrauenkirche in Goch (1983)

Im niederrheinischen Goch stand einst die römisch-katholische Kirche Liebfrauen. Die Umstände ihrer Profanierung besiegelten auch das Ende ihrer Glasmalereien, die in Teilen nicht mehr auffindbar sind. Von ungeklärten Umständen spreche ich deswegen, weil weder Gemeindemitglieder noch ein Besuch vor Ort klären konnten, was aus den Glasbildern letztlich wurde. Über den

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Jakob Schwarzkopf (1926-2001): Kapelle im Stift St. Irminen, Trier (2000)

Jakob Schwarzkopf (1926-2001) ist in Rheinland-Pfalz und im Saarland vor allem bei Glasfenstern mit Darstellungen des Himmlischen Jerusalem hervorgetreten. Seit den 1950er Jahren bis an die Jahrtausendschwelle lassen sich da interessante Entwicklungen ablesen, die zeigen, wie sich Schwarzkopf immer wieder neu erfand und zeitgenössische Tendenzen aufnahm, weiterentwickelte. Weniger bekannt ist,

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Joachim Klos (1931-2007): Fenster für St. Cosmas und Damian in Bienen (1985)

Joachim Klos (1931-2007) überzog viele seiner sakralen Glasarbeiten mit handschriftlichen Vermerken, Buchstaben, Zahlen, geometrischen Mustern, figürlichen Elementen und anderen Zusätzen, die sich nicht alle erklären oder entschlüsseln lassen oder lassen sollen. Ein Beispiel aus den 1970er Jahren wäre St. Laurentius in Plettenberg (Sauerland), ein Beispiel aus den 1980ern St. Cosmas

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Betty Najman (1951-2013): Ölmalerei „Himmlisches Jerusalem“ (1984)

Diese Malerei besticht zunächst durch ihre schwungvollen Formen und lebensbejahenden, fröhlich wirkende Farben. So schmiegen sich blaue, gelbe und auch grüne Wogen oder auch Schleier um eine Ansammlung von goldgelben Häusern, die nach unten in eine Mauer aus Steinblöcken übergehen.

Benediktinerin aus der der Turvey Abtei in Bredfordshire: Lux Christi (1982)

Immer wieder gibt es Bildersammlungen, die den allgemeinen künstlerischen Geschmack heben sollen und zeitgemäße Entwurfsangebote an das vielleicht nicht so künstlerisch talentierte oder interessierte Publikum machen. Vor allem Pastoren und Gemeindemitarbeiter sollten sich an solchen Sammlungen für Gemeindebriefe, Internetseiten, Grußkarten

Delwin Oliver „Del“ Parson (geb. 1948): Gemälde „Stadt Zion“ (1982)

Bei Illustrationen aus dem Umkreis kleinerer Glaubensgemeinschaften ist es mitunter schwierig, die Künstler der betreffenden Illustrationen ausfindig zu machen. Einerseits gab es, anders als bei Auktionskatalogen oder Buchcovern, keine Tradition der Namensnennung, und dann haben die Redaktionen der Zeitschriften und

Charlotte Heckl-Böhm (geb. 1928): Mischtechnik „Neues Jerusalem“ (1982)

Kunstwerke, auf denen die Stadt des neuen Jerusalem tendenziell abstrakt wiedergegeben wird, kommen oft bei der Darstellung der Häuser zu rechteckigen Blöcken, die Bauklötzchen ähnlich sehen. Die Perlen der Tore werden dann zu einem runden Element, womit die Vielgestaltigkeit letztlich

Alfredo di Prinzio (1939): Freimaurer-Phantasie (1980)

Dieses Kunstwerk strahlt Dynamik, Kraft und Energie aus. Durch den gelbroten Lichtstrahl über dem Kubus wird vor allem die Vertikale betont: Hier geht es um das Streben nach höheren Dingen, um die Gleichwerdung des Menschen mit Engeln. Von den Engeln

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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