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Erika Steinbeck: Markuskirche in Velbert zu „Offb. 21, 2“ (1997)

Die Glasmalerin Erika Steinbeck hat in den Jahren 1995 bis 1997 vierundzwanzig Glasfelder zu biblischen Themen des Alten und Neuen Testaments gestaltet. Es war eine Auftragsarbeit für die evangelische Markuskirche in Velbert (Kreis Mettmann), die damit Jahre nach der Baufertigstellung ihre einfache Verglasung verschönern wollte. Die Farbglasarbeiten wechseln mit einfachen, transparenten Feldern ab und finden sich alle an der rechten Seite, wo das Gebäude zur Straße angrenzt. Damit sind die Arbeiten auch für Passanten gut zu sehen. Es ist übrigens der wesentliche Bauschmuck der ansonsten schlicht gehaltenen Kirche.
Von den vierundzwanzig Arbeiten sind zwei zur Johannesapokalypse abschließend 1997 hinzugekommen. Sie befinden sich im oberen Bereich auf Höhe der Empore. Hinter Bögen in kräftigen Farben – die Tore der Stadt, organisch ineinander verschlungen – sieht man ganz unterschiedliche Menschen als deren Bewohner und Bewohnerinnen in das Glas eingezeichnet. Einige der Menschen umarmen sich, andere erheben voller Freude ihre Hände.

Manche Glasscheiben sind opak, andere wiederum transparent. Viele dieser transparenten Felder sind mit schwarzen Linien versehen, die Bögen und Wellen nachzeichnen und ein Merkmal der Arbeiten von Steinbeck sind. An einer Stelle ist durch die Aufschrift „Offb. 21, 2“ eine genaue Bestimmung dieser Szene möglich. Der Künstlerin ist es in einmaliger Weise gelungen, eine freundliche, liebevolle Atmosphäre entstehen zu lassen, die das Fenster zum Himmlischen Jerusalem zu einem Höhepunkt der Ausstattung der Markuskirche macht.

Claus Bernet: Spezialband: Himmelspforten vom Mittelalter bis heute (Kirchenfenster und Glasarbeiten, Teil 4), Norderstedt 2018 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 46).

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tags: Bergisches Land, NRW
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