LETZTER BEITRAG
Umkreis des Antonio Palomino (1655-1726): Ölmalerei der Maria Immaculata (um 1697)
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Emil Frei (1869-1942): St Luke’s in Richmond Heights (1928)
Zu sehen ist ein kleineres Fenster aus einer Serie in der neogotischen Erzdiözesankirche St Luke’s in Richmond Heights (Montana, USA). Es hat den Titel „Promise“, zu dem noch ein weiteres Glasfenster gehört. Die Glaskunstarbeit wurde nach Hebräerbrief Kap. 12, Vers 22 gestaltet, nämlich im Jahre 1928 von der Firma des

Georgos Klondzas: Weltgerichtsikone aus Korfu (1600)
Das griechisch-orthodoxe Kloster zur Heiligen Jungfrau Platitera (Platytera, griech. Πλατυτέρα) auf der Insel Korfu besitzt eine exquisite Bibliothek und erlesene Kunstsammlung. In dieser Sammlung findet man auch eine Weltgerichtsikone des kretischen Malers Georgos Klondzas. Er ist, neben Emmanuel Lombardos und Emmanuel Tzanes, der führende Vertreter der kretischen Malerschule, die unter

Otto Habel (1922-1996): Stuttgarter Kirche St. Maria (1960)
Der Glaser und Mosaizist Otto Habel (1922-1996) schuf 1960 Chorfenster für die Stuttgarter römisch-katholische Kirche St. Maria. Das Mittelfenster des Chors zeigt auf drei Bahnen Jesus als den kommenden Weltenrichter, darunter das Neue Jerusalem. Im Zentrum der quadratischen Anlage befindet sich der früchtetragende Lebensbaum, um ihn herum gruppieren sich menschliche

Fenster des Chorherrenstifts Denkendorf (1957)
In dem Maßwerk des Chorherrenstifts in Denkendorf (Landkreis Esslingen bei Stuttgart) befanden sich noch gotische Scheiben in einer Bleifassung aus dem 13. Jahrhundert. Diese nahm man bei der Renovierung 1957 heraus und ersetzte sie durch das heutige Fenster. Dazu beauftragte man die bekannte Firma Saile aus Stuttgart. Der ausführende Künstler

Elisabeth Coester (1900-1941): Glasfenster aus Sankt Cyriacus in Kellinghusen (1935)
Elisabeth Coester (1900-1941) aus Rödinghausen (Ostwestfalen) war eine bedeutende Künstlerin, die in Eisenach die Paramentenanstalt leitete. Neben Paramentik schuf Coester auch Glasfenster, die sich in Motiv und Form der Gotik näherten und sich daher besonders gut in Bauwerke dieser Epoche einfügten. 1924 bereits hatte die Künstlerin die Deutschhauskirche in Würzburg

Herold der Wahrheit, Teil 1: Jerusalem-Abbildungen bis zum Ersten Weltkrieg
„Herold der Wahrheit“ lautete der Titel einer deutschsprachigen Zeitschrift, welche von Adventisten in Hamburg herausgebracht wurde. Maßgeblich beteiligt war Ludwig Richard Conradi (1856-1939), der zahlreiche der Beiträge verfasste. Wer hingegen die Zeichnungen beisteuerte, ist bei kaum einer der Illustrationen bekannt geworden. Stilistisch lassen sich wohl einzelne Abbildungen einem kleineren Kreis

Johann Valentin Andreae (1586-1654): Christianopolis (1619)
Über keine deutsche Utopie ist so viel geschrieben und diskutiert worden wie über die „Christianopolis“. Ihr Verfasser ist Johann Valentin Andreae (1586-1654), der zuvor an Hafenreffers Werk „Templum Ezechielis“ mitgearbeitet hatte. 1619 trat er selbst mit einer Utopieschrift „Christianopolis“ an die Öffentlichkeit. Ausdrücklich verweist er zum besseren Verständnis seines an

Wandmalerei in der Kirche von Briesen (1486)
Bemerkenswert sind die Wandmalereien der evangelischen Kirche zu Briesen im Spreewald, vor allem wegen ihres Umfanges und ikonographischen Programms. Vieles spricht dafür, dass die Einweihung der Fresken 1486 geschah, denn diese Jahreszahl befindet sich im oberen Teil der Nordwand. Unbekannt ist, wer die Bilder gemalt hat. Eine Vermutung sagt, dass

Wandmalereien der Kirche Kalkwitz (um 1520)
Die evangelische Dorfkirche von Kalkwitz, einem Ortsteil der Stadt Calau am Rande des Spreewalds, schien schon dem Verfall preisgegeben – die Kirche sollte, wie das gesamte Dorf, dem Braunkohletagebau weichen und war quasi zur Ruine verkommen. Die heutige Kirche, ein rechteckiger Feldsteinbau im ursprünglich gotischen Stil, stammt aus dem frühen

Karl Hellwig (1911-1993): Kirchentür in Haßlinghausen (1963)
Lange Zeit war das Portal der evangelischen Kirche Haßlinghausen im Kirchenkreis Schwelm ohne besonderes Dekor. Im Winter 1962/63 wurden neue Schmuckelemente hergestellt und eingebaut. Der Künstler war der Glasmaler Karl Hellwig (1911-1993). Neben dem Himmlischen Jerusalem auf der Supraporte schuf Hellwig auch die beiden Griffe auf den Türflügeln. Sein Kunstwerk

Abteikirche Saint-Theudere in Saint-Chef (um 1050)
In der Dauphiné, in dem Ort Saint-Chef, befindet sich die ehemalige Abteikirche Saint-Theudere. Für ihre romanischen Wandmalereien, die 1846 von dem Freskomaler Alexandre Denuelle konserviert wurden, ist sie weithin bekannt: es handelt sich um eine der ältesten Wandmalereien des Neuen Jerusalem, in etwa ebenso alt wie diejenigen aus Pietro al

J. H., F. R. u.a.: Illustrationen der Zeitschrift „Stadt Gottes“, 1889 bis 1918 (Teil 1)
Die Familienzeitschrift „Stadt Gottes“ wurde seit 1887 von der Missionsdruckerei in Kaldenkirchen, einem Stadtteil von Nettetal im Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen, herausgebracht und war eine Art Bildzeitung für den Katholizismus. Es gab eine deutsche, eine schweizerische und eine österreichische Ausgabe. In diesen findet man Kurzgeschichten, Fotodokumentationen über fremde Völker und

Théodore-Cyrille Deligny (1808-1887): Fenster aus Saint-Nicolas in Jonquières (1859)
In der französischen Provence sind nur wenige Kirchenbauten zu finden, die einmal das Neue Jerusalem zur Darstellung bringen. Eine Ausnahme ist die römisch-katholische Kirche Saint-Nicolas in Jonquières bei Orange. Man findet dort ein Buntglasfenster mit mehreren Mariensymbolen aus der Lauretanischen Litanei. Erfreulicherweise ist das Fenster datiert, ganz oben wurde die

Giovanni Baleison: Cappella dei Santi Sebastiano e Michele, Celle di Macra (1484)
Die römisch-katholische Cappella dei Santi Sebastiano e Michele in der piemontesischen Gemeinde Celle di Macra (Val Maira, Region Piemont), mitten im Wald gelegen, besitzt eine prächtige Wand- und Deckenmalerei. Ausgeführt wurde sie vom italienischen Malermeister Giovanni Baleison im Jahr 1484, als der Ort zum Herzogtum Savoyen gehörte und die Kunst

Malereien aus St Mary, North Leigh (15. Jh.)
Torszenen hat es seit seit 337 nach Christus zu allen Zeiten in vielen Ländern gegeben. Bei diesen vertritt eine einfache Himmelspforte pars pro toto das gesamte Neue Jerusalem. Man kann sich auch vorstellen, dass bei Torszenen nur eines der insgesamt zwölf Tore der Stadt zu sehen ist. Mitunter lassen sich
Russische Wolga-Ikone (um 1650)
Wolga-Ikonen aus dem 17. und 18. Jahrhundert weisen im Allgemeinen eher unauffällige Jerusalemsdarstellungen auf. Diese insgesamt 156 x 122 Zentimeter große Ikone aus der Mitte des 17. Jahrhunderts präsentiert links oben ein sehr bescheidenes, aber auch ungewöhnliches Himmlisches Jerusalem (Ausschnitt

Ikonentyp „Die zweite und schreckliche Wiederkehr unseres Herrn Jesus Christus“ (18. Jh. und 19. Jh.)
Diese Weltgerichts-Ikone entstand in Russland im 18. Jahrhundert und wurde oftmals kopiert. Ihre (hier nicht abgebildete) Überschrift lautet auf Deutsch: „Die zweite und schreckliche Wiederkehr unseres Herrn Jesus Christus, zu richten die Lebenden und Toten“, wie es in der Johannesoffenbarung
Ikonen mit Arkadenjerusalem aus Russland (ab ca. 1750)
Vom 18. bis zum 19. Jahrhundert war es populär, auf russischen Ikonen das Himmlische Jerusalem in Form mehrerer Arkaden darzustellen – eine alte Darstellungsform, die sich vermutlich auf frühmittelalterlichen Fresken in Benediktinerklöstern herausgebildet hatte. Diese Arkaden ziehen sich bei Ikonen

Ukrainische Weltgerichts-Ikone (16. Jh.)
Wie auf osteuropäischen Weltgerichtsikonen aus der Frühen Neuzeit üblich, ist das Himmlische Jerusalem auch auf dieser Ikone in der Ecke ganz oben links eingefügt. Hier ist es eine Darstellung als burgenartige Anlage sowie einem schmalen, fast schwarzem Tor. Die annähernd

Ukrainische Weltgerichtsikone (1450-1500)
Diese ukrainische Gerichtsikone kommt aus der orthodoxen Kirche in Vanivka (Weglówka); entstanden ist sie in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der Bau gilt als ein Denkmal der hohen künstlerischen Leistungen der ukrainischen sakralen Kunst, die einst von tiefer Spiritualität

„Die Jungfrau der unvergänglichen Rose mit den Heiligen St. Georg und St. Demetrius“ (1754)
Die Darstellung der Maria Immaculata mit einer stehenden Marienfigur in der Mitte, die von verschiedenen Mariensymbolen umgeben ist, geht eigentlich auf die Westkirche zurück. Dort entstand in Frankreich im Spätmittelalter die Bildkomposition nach der Lauretanischen Litanei und wurde bald zu
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.





