LETZTER BEITRAG
Saint-Gervais-Saint-Protais: Orgelfenster für die Kirche Saint-Gervais-Saint-Protais in Paris (2000-2003)
Für die römisch-katholische Kirche Saint-Gervais-Saint-Protais in Paris (viertes Arrondissement; Paris IV), benannt nach den beiden Heiligen Gervasius und Protasius, schuf der Glasmachermeister und Restaurator Claude Courageux (geb. 1938) um die Jahrtausendwende eine Serie von Buntglasfenstern.

Siegfried Assmann (1925-2021): Schmuckkreuz der Kirche Am Roland in Wedel (1975)
Hängende, manchmal auch stehende Kreuze als Schmuck waren ein Phänomen der 1960er Jahre. Die Werke haben keine klare Begrifflichkeit, sie werden Triumphkreuze, Hängekreuze, Schmuckkreuze, Altarkreuze oder noch ganz anders genannt. Ein großflächiges Schmuckkreuz ist der Mittelpunkt der künstlerischen Ausgestaltung der evangelisch-lutherischen Kirche Am Roland in Wedel/Schleswig-Holstein, unweit von Hamburg. Es

Ulrich Henn (1925-2014): Ehemalige Altarbekrönung aus St. Bartholomäus in Namedy (1976)
Der historische Teil der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Namedy, einem Stadtteil von Andernach in Rheinland-Pfalz, stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, ein moderner Erweiterungsbau wurde am 25. März 1977 eingeweiht. Zur Innenausstattung der römisch-katholischen Kirche gehörte seitdem die Altarbekrönung „Himmlisches Jerusalem“. Sie besteht aus Bronze und befand sich über

Josef Henger (1931-2020): Kirchentür von St. Benedikt in Jestetten (1964)
Jestetten unweit von Schaffhausen unmittelbar an der Grenze zur Schweiz hatte einst eine im Kern mittelalterliche Kirche, St. Benedikt. Aus Spekulationsgründen, Modernitätswahn und völlig überzogenen Gemeindewachstumsphantasien wurde dieser Bau ohne Notwendigkeit bis auf den Turm abgerissen und 1961/62 durch einen Billigbau im Stil standardisierter Supermärkte ersetzt. Für die Gestaltung des

Maurice Calka (1921-1999): Außenfassade der Kirche Saint-Jean-l’Évangéliste in Dole (1964)
Seit 1960 projektierte der slowakische Architekt Anton Korady (geb. 1931) zusammen mit André David-Cottet die römisch-katholische Saint-Jean-Kirche in Dole, im Département Jura in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Die Außenhülle des Gebäudes wurde mit filigranen Metallarbeiten von dem polnischen Bildhauer Maurice Calka (1921-1999) verziert, die verschiedene Motive der Apokalypse des Johannes zum

Roland Peter Litzenburger (1917-1987): Dreitürenportal aus St. Joseph in Karlsruhe (1956)
Grünwinkel ist ein moderner Stadtteil von Karlsruhe, der in der Nachkriegszeit durch Gewerbe wie Brauereien und Autozulieferer geprägt wurde. Ende der 1950er Jahr entschloss sich die römisch-katholische Kirche, in dem nach 1945 schnell wachsenden Gebiet eine neue Kirche zu errichten. Diese erhielt, wie damals viele Kirchen, den Namen St. Joseph,

Harry MacLean (1908-1994): Taufdeckel in der Friedenskirche Ludwigshafen (um 1957)
Nach schweren Kriegszerstörungen, die den Industriestandort Ludwigshafen am Rhein besonders hart trafen, musste auch für die wiederaufgebaute Evangelische Friedenskirche liturgisches Gerät angeschafft werden. Um 1957 entstand ein Taufstein, auf dem das Himmlische Jerusalem zu finden ist. Die Idee war, an diesem Ort Jerusalem als Friedensstadt zu thematisieren. Taufsteine oder Taufbecken

Süddeutsches Kanzelrelief (um 1780)
Anfang des 21. Jahrhunderts tauchte im Wiener Auktionshaus Dorotheum eine bislang unbekannte Schnitzerei mit dem Motiv des Himmlischen Jerusalem auf. 2010 wurde sie auf einen Wert zwischen 1.800,- € bis 2.000,- € geschätzt.Es handelte sich dabei um das vordere, zentrale Relief einer barocken Kanzel, die vermutlich verloren oder doch zumindest

Goldener Altar von Sahl (1250-1300)
Ungewöhnlich gut erhalten ist der goldene Altar aus der romanischen Sahl-Kirche im dänischen Jütland (allerdings in der kleineren Ortschaft Sahl unweit von Vinderup und nicht im gleichnamigen Ort in der Kommune Bjerringbro, der sich ebenfalls auf Jütland befindet). Der Sahl-Altar zählt zu den besten sakralen Kunstwerken des Mittelalters in ganz

Romanischer Elfenbeinschrein (um 780)
Dieses Himmelstor gehört zu einer Elfenbeinarbeit, die das Jüngste Gericht zeigt (Gesamtgröße 13 x 8 Zentimeter). Das Kunstwerk der Romanik wird immer wieder als ältestes Beispiel dieses Motivs in der bildlichen Darstellung genannt. Es stammt wohl aus Süddeutschland oder Norditalien, wird aber heute in England, im Londoner Victoria and Albert

Dieter Läpple (1938-2019): Jerusalemsleuchter der Nikolaikirche in Heilbronn (1983)
Der Radleuchter im gotischen Chorbogen des Altarbereichs der evangelischen Nikolaikirche in Heilbronn ist ein 1983 geschaffenes Werk des Heilbronner Bildhauers und Kunsterziehers Dieter Läpple (1938-2019). Von 1958 bis 1963 hat Läpple ein Studium der Bildhauerei an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Prof. Rudolf Daudert (1903-1988) absolviert

Johannes W. M. Kepser (geb. 1935): Radleuchter aus Sankt Albertus Magnus in Langen (1985)
Einen ganz besonderen Jerusalemsleuchter gibt es in Hessen. In der Stadt Langen bei Darmstadt befindet sich die römisch-katholische Pfarrkirche Sankt Albertus Magnus, die zum Bistum Mainz gehört. Die Kirche wurde in den Jahren 1983 bis 1985 nach Plänen des Architekten und Kunsthistorikers Johannes W. M. Kepser (geb. 1935) aus Dreieich

Ludwig Becker (1855-1940): Radleuchter aus Sankt Elisabeth in Bonn (um 1908)
In der Vierung der Stadtpfarrkirche Sankt Elisabeth in Bonn schwebt ein Radleuchter, der staufischen Vorbildern nachempfunden ist und etwa an den Barbarossaleuchter im Aachener Dom erinnert. Der Bonner Radleuchter gehört zur ursprünglichen Ausstattung der römisch-katholischen Kirche und ist dort um das Jahr 1908 entstanden, um den Neubau zu erhellen. Vor

Johann Georg Gsteu (1927-2013): Tabernakel der Pfarrkirche Oberbaumgarten in Wien (1965)
Die Wiener römisch-katholische Pfarrkirche Oberbaumgarten (auch Seelsorgezentrum am Baumgartner Spitz genannt), ist den vier Evangelisten Johannes, Lukas, Matthäus und Markus geweiht. Ein Höhepunkt der Erstausstattung, die heute wie der gesamte Bau als Beispiel für den Brutalismus-Baustil bereits unter Denkmalschutz steht, ist ein Tabernakel aus transparentem Polyester. Das Kunstwerk wurde damals

Benito de Hita y Castillo (1714-1784): Tabernakel aus Santa Maria de la Asunción in Aracena (1760-1800)
Der Tabernakel mit den Mariensymbolen stammt aus dem Umkreis des Meisters Benito de Hita y Castillo (1714-1784). Es sieht aus wie aus Stein gehauen, es handelt sich aber um eine Schnitzerei aus Eichenholz. Vermutlich hat ihn einer seiner Schüler im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts für die Kirche Santa Maria

Hildegard Bienen (1925-1990): Tabernakel aus Christ-König in Mülheim an der Ruhr (1971)
Man kann sagen, dass das Himmlische Jerusalem im Schaffen von Hildegard Bienen (1925-1990) ein zentrales Motiv, vielleicht sogar das Hauptmotiv der Künstlerin gewesen war. Auch auf zwei Tabernakeln hat sie dieses Motiv eingearbeitet, zur gleichen Zeit für das Altenheim in Essen-Rüttenscheid und kurz zuvor diesen Tabernakel im Jahre 1971. Er

Emil Peters (1912-1999): St. Friedrich in Gütersloh-Friedrichsdorf (1938)
In Friedrichsdorf, einem Ortsteil von Gütersloh, befindet sich die römisch-katholische Kirche St. Friedrich. Diese besitzt Glasmalereien aus dem Jahr 1938. Zu dieser Zeit wurden nur sehr wenige Glasfenster eingebaut, zum einen gab es kaum Kirchenneubauten, zum anderen wurde die Wirtschaft

Sepp Hürten (1928-2018): Tabernakel aus St. Martinus in Bedburg-Kaster (1975)
Der Kölner Bildhauer Sepp Hürten (1928-2018), bekannt und geschätzt für seine Arbeiten angelehnt an die Romanik, hat in seinem späteren Schaffen mehrere Tabernakel angefertigt (so etwa mit dem Jerusalemsmotiv in St. Adelheid in Müllekoven). Man findet sie alle in römisch-katholischen

Unbekannt: Berufsschule St. Hildegard in Münster (1958)
Das römisch-katholische Kolleg St. Hildegard, kurz Hildegardisschule, wurde nach 1945 um einen Kirchenraum erweitert, der an Größe und Ausstattung viele Ortskirchen im Münsterland übertroffen hat. Die Schule befand sich damals noch in Trägerschaft von der Ordensgemeinschaft der Vorsehungsschwestern. 1958 waren

Egon Stratmann (1936-2024): St. Dionysius aus Altenbeken-Buke (1994)
Das Lamm im Himmlischen Jerusalem ist das Thema einer hochwertigen Buntglasmalerei, die man in der Kirche St. Dionysius in Altenbeken-Buke entdecken kann. Sie schmückt dort ein Rundfenster im Chorbereich direkt über dem Altar. An dieser Stelle sollte durch eine Neuverglasung

Sammelband F.98 Nr. 784 der Russischen Staatsbibliothek zu Moskau (18. Jh.)
Unter der Signatur F.98 Nr. 784 der Sammlung handgeschriebener Bücher von E. E. Egorova in der Russischen Staatsbibliothek zu Moskau findet man eine komplexe Zusammenstellung verschiedener Werke. Darin enthalten sind Worte über das zweite Kommen von Mönch Palladius, das Teilwerk

Franz Pauli (1927-1970): Ehemalige Kirche Christ König in Oberhausen (1963)
Die einstige römisch-katholische Kirche Christ König in Buschhausen, einem Ortsteil von Oberhausen, besitzt seit 1963 ein kleines Neues Jerusalem als Teil von verschiedenen Szenen aus der Johannesoffenbarung. Diese ziehen sich als gläsernes Lichtband in sieben Meter Höhe um den Altarraum,
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






