
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)

Wandmalerei „Weltgericht“ der Geburtskirche von Bagnot (1484)

Fresken aus Saint Martin in Nohant-Vic (Mitte 12. Jh.)
LETZTER BEITRAG
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)
Viele besuchen Goslar (Harz), um im Rathaus die Malereien des frühneuzeitlichen Huldigungssaals zu sehen – und stehen dann vor einer verschlossenen Glastür, durch die man nur Teile der Malereien verzerrt und ohne das räumliche Erleben

MS M. 1043. 2r: Burckhardt-Wildt-Apokalypse (1280-1295)
Die Burckhardt-Wildt-Apokalypse umfasste einst einen Illustrationszyklus zum Offenbarungstext neben dem Kommentar von Berengaudus in Latein und Französisch. Diese Apokalypseausgabe ist heute nur als Fragment erhalten. Vermutlich entstand sie in England oder Lothringen zwischen den Jahren 1280 und 1290. Das Manuskript gelangte später in die Hände des Schweizer Kunstsammlers Peter Birmann

Maria Immaculata aus Saint Michel in Montaner (um 1520)
Die römisch-katholische Kirche mit dem Namen Saint Michel in Montaner, einer kleinen Gemeinde im Département Pyrénées-Atlantiques, ist ein imposantes Bauwerk. Ihr einstiger Wohlstand resultiert aus den Beziehungen zur nahegelegenen Burganlage und den hier Station machenden Pilgern auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Schon von weitem sieht man den typischen

MS B.10.2: Apokalypsehandschrift (um 1310)
Die Miniaturen der Westminster-Handschrift MS B. 10.2 des Cambridger Trinity Colleges (fol. 36v, 37r und 37v) sind von großer Schönheit und stehen außerhalb der gängigen Bildtradition der englischen Apokalypsen zu diesem Thema. Das gilt auch für die bevorzugten Farben Rosa und Türkis. Das wird besonders auf fol. 37v deutlich. Die

MS R.16.2: Trinity-Apokalypse (um 1255-1260)
Die Trinity-Apokalypse gilt als Meisterwerk der hochmittelalterlichen Illustrationskunst und verdient besondere Beachtung. Auch sie fällt in den Zeitraum der wenigen Jahre von 1255 bis 1260, der in England eine schier unglaubliche Vielfalt von Illustrationen der Apokalypse hervorbringen ließ. Diese Handschrift bietet dem Leser eine gekürzte Apokalypse mit Extrakten eines Kommentars

Dublin-Apokalypse MS 64 (1250-1300)
Die Dublin-Apokalypse der Trinity College Library TCD MS 64 (früher MA K. 4.31) wird ihrer Qualität wegen durchweg gelobt, zu Recht. Sie ist ein eigenständiges Werk, das kaum auf andere zeitgenössische Apokalypseausgaben aus England oder Frankreich Bezug nimmt. Sicherlich liegt das daran, dass hier Illustratoren am Werke waren, die

Nicolai Greschny (1912-1985): Saint Pierre et Saint Paul in Aston (1961)
Ein Fresko mit dem Himmlischen Jerusalem befindet sich auch in Saint Pierre et Saint Paul, einer römisch-katholischen Kirche im Ort Aston. Aston ist ein Dorf in den Pyrenäen, im Département Ariège in der Region Okzitanien. Das dortige Fresko stellte Nicolai Greschny (1912-1985) im Jahr 1961 fertig, nachdem er schon kurz

Nicolai Greschny (1912-1985): Fresko aus Sainte-Anne in Châtel-Guyon (1956)
In den 1950er Jahren war Nicolai Greschny (1912-1985) ein gefeierter Künstler, der in Frankreich viele römisch-katholische Kirchen ausgemalt hat. Darunter fällt auch die Wallfahrtskirche Sainte-Anne in Châtel-Guyon, einer Gemeinde nördlich von Clermont-Ferrand in der Auvergne. Die Arbeiten gingen während eines extrem kalten Winters, der dem Künstler schwer zu schaffen machte,

Pierre Cuypers (1827-1921): Ehemalige Deckenmalerei der Amsterdamer Vondelkerk (1880)
Der Bau und die Innengestaltung der römisch-katholischen Amsterdamer Vondelkerk war eine Arbeit des niederländischen Architekten, Kunst- und Kunsthandwerksunternehmers Pierre Cuypers (1827-1921) aus Roermond, einer der führenden Künstler des Historismus. Die Grundsteinlegung war 1872, die endgültige Fertigstellung fiel in das Jahr 1880. Die achteckige Vierung des Sternengewölbes auf blauer Grundierung zeigte,

Fresken der Dorfkirche von Mørkøv (1460-1480)
Mørkøv, südlich von Holbæk, ist eine Kirchspielgemeinde auf der Insel Sjælland in Süddänemark. Diese Insel ist geradezu gesegnet mit mittelalterlichen Freskenmalereien – zahlreiche zeigen biblische Motive, allein ein Dutzend das Himmlische Jerusalem. Im Gegensatz zu künstlerischen Höhepunkten wie in Svaerdborg oder Bringstrup ist die spätgotische Kalkmalerei in Mørkøv, wie überhaupt

Wandmalerei aus der Vank-Kathedrale in Isfahan (um 1660)
Im Stadtteil Dschulfa der heute iranischen Stadt Isfahan befindet sich die armenisch-apostolische Vank-Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert. Die hier aufgemalten Wandfresken aus der Zeit um 1660 hatten Vorbildcharakter für viele orthodoxe Kirchen in der iranisch-irakischen Region, von denen sich jedoch nur wenige erhalten haben. Das Fresko „Himmel und Hölle“ gehört

Fresko der Erzengel-Michael-Kathedrale in Moskau (1652-1666)
Im Zeitraum von 1652 bis zum Jahr 1666 wurde die Erzengel-Michael-Kathedrale des Moskauer Kremls innen und außen neu bemalt. Beteiligt waren einheimische russische Meister aus Jaroslawl, Kostroma oder aus Weliki Nowgorod, aber auch Ikonenmaler der zarenhofeigenen Rüstkammer. Ergänzt wurden die Innenfresken durch weitere Fassadenmalereien über dem westlichen Eingangsportal, die das

Wandfresko der Kirche St. Martin in Čerín (um 1410)
Čerín (deutsch: Tscherin) ist ein entlegenes Walddorf in der zentralen Slowakei unweit der Stadt Zvolen. Die dortige mittelalterliche Wehrkirche, der wichtigste und älteste Bau der Siedlung, ist bei Fachleuten für seine Wandmalereien bekannt und geschätzt. Es ist eine Malerei nach der Dreifaltigkeitskirche in Rákoš (um 1380), aber noch vor der

Weltgericht in der Alten Kirche von Hyby (um 1500)
Auf die Zeit um 1500 ist das Weltgericht in der „Hyby gamla kyrka“ datiert, einer kleinen Kapelle in der schwedischen Region Skåne mit ihren zahlreichen Fresken aus dem Mittelalter. Links schließt der Heilige Petrus in einem prächtigen und farbigen Gewand die Tür zu einem burgähnlichen Gebäude auf, welches im unteren

Per Vigeland (1904-1968): Capella Johannea in Oslo (1932)
Per Vigeland (1904-1968) war ein norwegischer Maler und Glaskünstler, der in Oslo, Paris und Florenz studiert hatte. Im Jahr 1932 stattet er die Capella Johannea der protestantischen Majorstuenkirche in Oslo mit umfangreichen Freskenmalereien aus. Vorgegeben waren ihm verschiedene Motive aus dem Buch der Offenbarung. Inspiriert zu seiner eigenen Fassung wurde

Arsenal MS 5214: Anglonormannische Apokalypseschrift (14. Jh.)
Diese Schrift, die man in der Französischen Nationalbibliothek (Paris) unter der Signatur Arsenal MS 5214 findet, ist in Westfrankreich während des 14. Jahrhunderts entstanden. Den Text der Apokalypse hat man in Anglonormannisch verfasst, was darauf hindeutet, dass dieses Exemplar für Adelskreise angefertigt wurde. Unter insgesamt 69 Miniaturen ist das Himmlische

Frans Griesenbrock (1916-2010): St. Joseph in Witten-Annen (1971)
Die römisch-katholische St. Josephskirche in Annen (zu Witten gehörig, südöstliches Ruhrgebiet) ließ 1970/71 die Kirchenfenster im Längs- und im Querschiff neu gestalten, darunter dort das Fenster „Das Lamm im Himmlischen Jerusalem“ einbauen. Es ist eine Arbeit in der sog. Splitterornamentik

Hubert Elsässer (1934-2009): Raumgestaltungen in der Kirche der Kreuzauffindung in Grafenrheinfeld (1991)
Der Bildhauer Hubert Elsässer (1934-2009) hat seine Jerusalem-Rauminstallation aus dem Würzburger Dom in abgewandelter Form wiederholt. Im Jahr 1991 kam es zu einer monumentalen Installation anlässlich der Renovierung, Umgestaltung und Modernisierung der römisch-katholischen Kirche Kreuzauffindung in Grafenrheinfeld (Unterfranken) in der

Robert Wehrlin (1903-1964): Französisch-reformierte Kirche in Elsau (1960)
Robert Wehrlin (1903-1964), ein expressionistischer Glaskünstler und vor allem Maler aus Winterthur, beschäftigte sich gegen Ende seines Schaffens erneut mit dem Himmlischen Jerusalem, nachdem er bereits in seiner Heimatstadt ein entsprechendes Glasfenster in den 1950er Jahren für die französisch-reformierte Kirche

Meister der Blumenornamentik: Altargemälde aus dem Augustinerchorherrenstift St. Florian (um 1480)
In Oberösterreich hat sich ein Werk erhalten, welches dem Meister der Blumenornamentik zugewiesen wird. Es ist das „Jüngste Gericht“ aus dem Augustinerchorherrenstift St. Florian und befindet sich dort in der „Gotischen Galerie“, den ehemaligen Audienzgemächern der Äbte. Die Tafelmalerei dürfte

Claus Wallner (1926-1979): Evangelische Christuskirche zu Recklinghausen (1959)
Die „Anbetung des Lammes im Himmlischen Jerusalem“ schuf Claus Wallner (1926-1979) im Jahr 1959 als Fenster auf der Empore in Antikglas, Blei und Schwarzlot. Man findet die siebenbahnige Glaswand in der evangelischen Christuskirche in Recklinghausen (Ruhrgebiet). Unter jedem der zwölf

Melchior Steidl (um 1665-1727): Kirche „Maria, Zuflucht der Sünder“ in Altenmarkt (um 1720)
Die römisch-katholische Frauenkapelle in Altenmarkt (Niederbayern) wurde 1640 noch während des Dreißigjährigen Kriegs zum Dank für die Errettung aus der „Schwedennot“ erbaut; die Kirche „Maria, Zuflucht der Sünder“ sollte das zum Ausdruck bringen. Die in ihr angebrachten Votivbilder und Votivtafeln
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.



