LETZTER BEITRAG

Glasmalerei aus der Kathedrale von Sens (1205-1215)

Die römisch-katholische Kathedrale von Sens in Burgund ist einer der ersten sakralen Großbauten der Gotik, was nicht nur für die Fassade, sondern auch die Glasmalereien im inneren gilt. Der gesamte Raum ist mit hochwertigen Malereien

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Eric Thomas, Amy Burch: Bibelillustration (1994)

Diese Wolkenstadt wurde von Amy Burch und Eric Thomas aus London gemeinsam entworfen. Sie ist weit verbreitet durch die populären Ausgaben von „The Illustrated Children’s Bible“ bzw. „Illustrierte Bibel für Kinder“, die beide im Jahr 1994 erschienen sind. Insbesondere das erstgenannte Buch war mit 37 Auflagen bis zum Jahr 2005

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Alan Parry (geb. 1940): Pilgrims‘ Progress, Ausgabe 1987

1985 brachte Marshall Morgan in Zusammenarbeit mit Channel 5 und Yorshire Television limited eine neue Ausgabe von Pilgrim’s Progress für Jugendliche heraus, die den Titel „Dangerous Journey“ erhielt. Ausgestattet wurde die Ausgabe mit Illustrationen von Alan Parry aus Worcestershire, der Kunst an der Hornsey Art School und an der Willesden

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Anonymer Illustrator: „The Bible for Children“ (1969)

Die kolorierte Zeichnung lässt wegen ihres klaren Aufbaus und vor allem in der Mauergestaltung an Kupferstiche der Frühen Neuzeit denken. Die im Inneren gezeigte Fantasiestadt, die sich aus antikisierten Bauwerken addiert, ist dagegen ein Produkt des 20. Jahrhunderts. Man findet diese Abbildung auf Seite 304 des Jugendbuches „The Bible for

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Herbert Hendrie (1887-1946): Doppelfenster der Gemeindekirche von Kippen (1930)

Der norddeutsch klingende Ort Kippen befindet sich keineswegs in Schleswig-Holstein, sondern in Schottland zwischen Gargunnock und Fintry. Die anglikanische Parochialkirche wird gelegentlich zu den schönsten Kirchen dieser Konfession in Schottland gezählt, nicht zuletzt wegen der fünfzehn Buntglasfenster aus dem Jahr 1930. Sie wurden von einem bedeutenden Glasfenstermeister des 20. Jahrhunderts

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Jacob Adolf Holzer (1858-1938): Central Congregational in Providence (1907)

Der in die USA ausgewanderte Schweizer Jacob Adolf Holzer (1858-1938) führte zahlreiche Glasfenster in seiner neuen Heimat aus, er war dort ein Vertreter des Art Deco und Jugendstils. Seine vielleicht anspruchsvollste Arbeit, angelehnt an Louis Comfort Tiffanys Fenster aus dem Everson Museum Syracuse (1903) und die Brown-Memorial-Church in Baltimore (1905),

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Louis Comfort Tiffany (1848-1933): Fenster aus der ehemaligen May Memorial Unitarian Universalist Church in Syracuse (1903)

Louis Comfort Tiffany (1848-1933) ist einer der bedeutendsten Glasmaler seiner Epoche gewesen – vielleicht ist dieser sein Beitrag zum Himmlischen Jerusalem die wichtigste Glasmalerei in dieser Dokumentation. Was zeichnet einen „großen“ Meister aus? Ich würde sagen, von einem wirklich großen Meister haben wir nicht nur herausragende Einzelwerke, sondern ein großer

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Deckenmalerei aus der Kirche Madonna del Perello in Algua (1899)

In dem kleinen, entlegenen Dorf Algua (400 ständige, 200 temporäre Bewohner) bei Bergamo (Lombardei) befindet sich die römisch-katholische Kirche Madonna del Perello aus dem 13. Jahrhundert. Das dortige Sanktuarium ist Maria geweiht; es steht an der Stelle, an der der Überlieferung zufolge die Madonna einem Bauern aus Sambusita (mehrfach) erschien

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Francisco Solano (1743-1818): „Das Jüngste Gericht“ (um 1770)

„El Juicio Final“, also zu Deutsch „Das Jüngste Gericht“, ist ein Ölgemälde des brasilianischen Malers und Franziskanermönchs Francisco Solano (1743-1818), inspiriert von einem Gemälde von Pascual Pérez, genannt „El Mixtequito“. „El Juicio Final“ befindet sich in der römisch-katholischen Kirche San Pedro in Cholula (Barrio de Jesús Tlatempa) im mexikanischen Puebla.Schwungvoll,

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MS Harley 1527: Bible moralisée (um 1250)

Teile dieser Bible moralisée aus der Zeit um 1250 werden in der Londoner British Library aufbewahrt, unter der Signatur MS Harley 1527. Es sind genau die Blätter, die auch die Johannesoffenbarung illustrieren. Die übrigen, fehlenden Teile vor allem zum Alten Testament befinden sich in anderen Bibliotheken, in Oxford und in

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Ambrogio Monaco: Hellenistische Weltgerichtsikone (um 1675)

Diese Weltgerichtsikone ist vermutlich um das Jahr 1670 auf der Balkanhalbinsel oder im nördlichen Griechenland im Stil des späten Hellenismus entstanden. Ungewöhnlich für eine Ikone hat sich hier einmal der Maler mit seiner Signatur verewigt: ein orthodoxer Mönch mit Namen Ambrogio Manaco – der Name deutet auf einen Italiener, wo

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Carlo Tora (geb. 1924): „Nelson’s Picture Bible“ (1973)

Eine der populären Kinder- und Jugendbibeln war die „Nelson’s Picture Bible“, die schon im Titel auf reichhaltige Bebilderung verweist, die Carlo Tora (geb. 1924) beigesteuert hat, der auch bekannte Kinder- und Jugendbücher, wie etwa Pinocchio oder Heidi, illustriert hatte.Erstmalig erschien das Werk im Jahr 1973 in Nashville, beim Traditionsverlag Thomas

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US-Bibel (1950er Jahre)

Moderne Bibeln enthalten öfters Illustrationen des Himmlischen Jerusalem. Gerade die 1950er Jahre waren hier eine produktive Zeit, in der vor allem US-amerikanische Druckerzeugnisse von Kirchen gerne mit kräftigen Farbillustrationen versehen wurden. Der künstlerische Wert stand damals im Hintergrund, Effekte, Emotionen und sofortiges Verstehen waren das eigentliche, auch berechtigte Anliegen. Nicht

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Braune Bibelfliesen aus Harlingen und Rotterdam (1800-1825)

Kacheln und Fliesen wurden seit ihrer Erfindung bemalt, die vorherrschenden Farben waren Grün und Blau. Daneben gab es immer wieder lokale Konjunkturen; so war es in Holland im ersten Viertel des 19. Jahrhundert populär, Fliesen mit einheitlicher brauner Färbung zu bemalen. Das nach wie vor populärste Thema waren biblische Szenen,

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Isabel Piczek (1927-2016): Fenster aus St Norbert in Orange (1982)

Das Fenster „Gabriel Blowing His Horn & New Jerusalem of Heaven“ („Gabriel bläst sein Horn“ und „Das Neue Jerusalem des Himmels“) befindet sich in der römisch-katholischen Kirche St Norbert in Orange (Kalifornien). Es wurde dort im Jahr 1982 von Isabel Piczek (1927-2016) entworfen.Isabel Helen Piczek stammte aus Ungarn, floh vor

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Severino (Severo) Baraldi (1930-2023): Kinderbibel (1994)

In Kinderbibeln hat die Apokalypse einen schweren Stand. Überwiegend wird in Kinder- und Jugendbibeln nur eine „passende“ Auswahl von Jesus-Geschichten gebracht, andere Bücher des Neuen Testaments werden meist weggelassen. Wird dann doch einmal die Johannesoffenbarung gebracht, wird oft auf die Illustrierung des Himmlischen Jerusalem verzichtet: zu fantasiereich, zu spekulativ, nicht

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Jean Gerson (1363-1429): „Ars Moriendi“ (1514)

Neben den opulenten Farbsymphonien wie in Stundenbüchern, wo das Neue Jerusalem seine volle Schönheit entfalten konnte, kennt das späte Mittelalter auch das Gegenteil: Extrem einfache, farblose Zeichnungen, die in wenigen Minuten entstanden sind. Dennoch erforderte die Bildkonzeption auch hier Wissen

Anonymes Allerheiligenbild (um 1680)

„Die Herrschaft des Himmels“ ist ein anonymes Allerheiligenbild aus dem späten 17. Jahrhundert, eine Zeichnung auf Basis von grauer Tinte. Wir erkennen zunächst eine Stadtmauer, aber in ungewöhnlicher, unrealistischer Ausführung: Links sieht man erst die Hälfte einer klassizistischen Pforte, dann

Anton Ginther (1655-1725): „Mater Amoris Et Doloris“ (1711)

Zu sehen ist eine Hand, die aus Wolken heraus mit einem Schlüssel ein Schloss einer Pforte öffnet. Die Hand gehört nicht zu Petrus, dem Himmelspförtner, sondern es ist die Hand Gottes, die seit dem frühen Mittelalter mit der Stadt Gottes

Illustration „Verkündet! Verkündet! Verkündet!“ der Zeugen Jehovas (1924)

Die Zeitschrift „The Watchtower“ (vollständig: „The Watchtower Announcing Jehovah’s Kingdom“) ist die zentrale religiöse Zeitschrift der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas. Zählt man die Auflagen in verschiedenen Sprachen zusammen, soll es die auflagenstärkste Zeitschrift der Welt sein. Umso einflussreicher sind die

Armenbibel Codex Palatinus Latinus 871 (um 1425)

Der Codex Palatinus latinus 871 ist eine Bilderhandschrift im Besitz der Biblioteca Apostolica Vaticana. Das Werk ist auch eine frühe Biblia Pauperum, eine Armenbibel, obwohl sich auch Arme im Mittelalter eine solche Bibel keineswegs leisten konnten. Der Begriff ist unglücklich

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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