LETZTER BEITRAG
Glasmalerei aus der Kathedrale von Sens (1205-1215)
Die römisch-katholische Kathedrale von Sens in Burgund ist einer der ersten sakralen Großbauten der Gotik, was nicht nur für die Fassade, sondern auch die Glasmalereien im inneren gilt. Der gesamte Raum ist mit hochwertigen Malereien

Triptychon der Kirche Sankt Marien in Salzwedel (um 1510)
Auf diesem spätmittelalterlichen Triptychon werden ganz links einige wenige Gerettete in die Himmelspforte geleitet. Die Pforte steht offen, ihre goldene Tür ist nach außen aufgeschlagen. Unter der ebenfalls goldenen Laibung, die wie eine Kordel oder wie geflochten aussieht, steht der Heilige Petrus samt Schlüssel. Über ihm sieht man einige Köpfe

Robert Köck (1924-2016): „Erscheinung des Herrn“ in Heppenheim (1980)
Die Glasfenster der römisch-katholischen Kirche „Erscheinung des Herrn“ in Heppenheim (Bergstraße) sind in der Zeit von 1976 bis 1980 entstanden. Der Künstler war Robert Köck (1924-2016) aus Mainz, der auch als Benediktinermönch Pater Bonifatius Köck der Abtei St. Mauritius in Tholey bekannt war, wo er künstlerisch seine ersten frühen Arbeiten

Jerusalemsfenster im Gemeindezentrum für Zeilsheim und Friedenau-Taunusblick (1963/2011)
Das neue evangelische Gemeindezentrum für Zeilsheim und Friedenau-Taunusblick in Frankfurt am Main wurde im Mai 2011 eingeweiht. In dem Baukomplex befindet sich jetzt ein Glasfenster mit einer Darstellung des Himmlischen Jerusalem, welches aber wesentlich älter als 2011 ist. Es ist eine Arbeit aus dem Jahre 1963 aus der ehemaligen Heimatkirche

Fresko aus der Dorfkirche Möllendorf (15. Jh.)
Eine Dorfkirche mit wenig bekannten, aber durchaus beachtenswerten alten Wandmalereien findet man im Ortsteil Möllendorf, zugehörig zu Goldbeck, einer Gemeinde im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt. Bekannter ist diese Gegend unter ihrer traditionellen Bezeichnung Altmark. Die großflächigen Malereien des östlichen Chorgewölbes über dem Altar stammen aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Die

Alois Plum (1935-2024): St. Fidelis in Darmstadt (1968)
Alois Plum (1935-2024), hatte 1957 gerade sein Studium beendet (u.a. als Meisterschüler bei Georg Meistermann) und in Mainz ein Atelier eröffnet. In seinem frühen Schaffen hat Plum auf einem Fenster einer südhessischen Kirche erstmals ein Himmlisches Jerusalem dargestellt, später sollten noch viele weitere Arbeiten zu diesem Motiv folgen. Das Fenster,

Anonyme Darstellungen der Maria Immaculata aus Lateinamerika (17. Jh.)
Die Gegend von Neuspanien und dem Vizekönigreich Peru hat im 17. Jahrhundert eine große Zahl von Malereien der Maria Immaculata hervorgebracht, der die Bildproduktion dieses Motivs in Europa sogar übertrifft. Wenn von solchen Kunstwerken der Maler bekannt ist, erleichtert dies die Datierung und Einordnung ungemein; in solchen Fällen habe ich

Lorscher Torhalle (1300-1350)
Die Torhalle in Lorsch im südhessischen Kreis Bergstraße ist ein Bau der Karolinger, der später, in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, innen mit gotischen Fresken ausgestattet wurde. Wahrscheinlich wurden sie von einer Mainzer Werkstatt des dortigen Bistums ausgeführt. Anlass war die Aufstockung des Baus unter den Prämonstratensermönchen. Was die

Waltraud Bialonski: Taufschale der evangelischen Kirche von Oestrich-Winkel (2010)
Im Gottesdienst zur Osternacht, am Ostersonntag, dem 4. April 2010, wurden morgens um 5:30 im Kloster Eberbach (Rheingau) die beiden Konfirmandinnen N. Bergmann und L. Wintermantel feierlich getauft. Das Besondere in diesem Jahr war, dass dafür ein für diesen Zweck extra angefertigtes Taufbecken erstmals verwendet wurde. Bei der Aufhebung des

Queen-Mary-Apokalypse (1300-1325)
Die Queen-Mary-Apokalypse enthält den Apokalypsetext mit einem Kommentar und einem Prolog von Gilbert von Poitiers (um 1080 – 1155). Ihr Name rührt daher, dass einer der drei anonymen Illustratoren als „Queen Mary Master“ bezeichnet wurde. Nicht jedoch bei den hiesigen Abbildungen, denn diese stammen von einem anonymen Künstler mit dem

Maestro de San Ildefonso: Tota Pulchra aus der Kathedrale von Tlaxcala in Mexiko (um 1625)
Um das Jahr 1625 schuf der Maestro de San Ildefonso eine Tota Pulchra (auch Maria Immaculata genannt) für den Altar der römisch-katholischen Kathedrale von Tlaxcala in Zentralmexiko. Das 230 x 115 Zentimeter große barocke Ölgemälde zeigt links eine Porta Coeli, als solche durch ein lateinisches Schriftband zu identifizieren. Es handelt

Heinz Hindorf (1909-1990): Fenster der Kirchen in Geinsheim (1966) und Kocherbach (1967)
Heinz Hindorf (1909-1990) arbeitete 1966/67 an zwei Glasfenstern, die das Lamm im Neuen Jerusalem ähnlich zeigen. Es sind Fenster für zwei römisch-katholische Kirchen, die sich beide in Hessen in der Nähe von Darmstadt befinden.Die erste Arbeit führte Hindorf im Jahr 1966 aus, für die katholische Kirche zu Geinsheim bei Trebur.

Himmelspforte aus dem Franziskanerkonvent in Guadalupe, Mexiko (um 1790)
Die römisch-katholische Klosterkirche des ehemaligen Franziskanerkonvents in Guadalupe in der zentralmexikanischen Stadt Zacatecas ist heute Teil des „Instituto Nacional de Antropología e Historia Museo de Guadalupe“. Im profanierten Kirchenschiff dieses archäologischen Museums befinden sich Wandmalereien, die man auf das späte 18. Jahrhundert datiert. Diese Malereien werden nach unten durch einen

Cloisters-Apokalypse MS Cloister 68 (um 1320) und Kopien MS Add. 17333 (1320-1330), MS Latin 14410 (um 1325) und MS 77 (um 1360)
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurden in England nochmals vermehrt Apokalypsehandschriften angefertigt. Ein bekanntes Beispiel ist die Cloisters-Apocalypse oder Cloisters-Apokalypse, die unter normannischen Stileinflüssen entstanden ist. Es haben sich mehrere Varianten erhalten, von denen keine mit Sicherheit als die älteste Fassung gelten kann. Heute werden die Kopien von den führenden

Maria Immaculata aus der Basilika N. S. della Misericordia in Savona (um 1598)
Die Basilika Nostra Signora della Misericordia befindet sich in Savona in Ligurien. Der römisch-katholische Gottesbau entwickelte sich im 16. Jahrhundert aufgrund von mehreren Marienerscheinungen zu einer bedeutenden Wallfahrtsstätte für den romanischen Sprach- und Kulturraum. Schon vorher waren hier mehrere Maria-Immaculata-Darstellungen in Öl entstanden, einmal von einem unbekannten Meister bereits um

Anonyme Darstellungen der Maria Immaculata (19. Jh.)
Gibt es aus dem 16. Jahrhundert oder auch 18. Jahrhundert noch zahlreiche Darstellungen von Himmelspforten, deren Künstler wir namentlich nicht kennen, so gilt das nicht für das 19. Jahrhundert. Insgesamt blieben nur wenige Arbeiten übrig, bei denen auch durch Vergleiche, Untersuchung des Originals und nach Befragung von Wissenschaftlern und Museen

Radleuchter von Franz Rickert (1904-1991) in der Apostelkirche Bocholt (1963)
Ein Jerusalemsleuchter von Franz Rickert (1904-1991) befindet sich in der evangelischen Apostelkirche zu Bocholt am Niederrhein. Zwölf Engel mit spitzen, nach oben gerichteten Flügeln zieren die zwölf schmalen Tore aus Bronze, die am Reif mit Bergkristallen geschmückt sind. In der

Erhardt Klonk (1898-1984): Wandmosaik der Friedhofskapelle in Helmstedt (1967)
Ruhehallen und Friedhofskapellen sind naturgemäß der Ort, an dem gerne das Himmlische Jerusalem als motivisches Thema gewählt wird, bedeutendere Beispiele finden sich in Duisburg-Marxloh (1955), in Holte (1956) oder in Stommeln. In die Qualität dieser Arbeiten reiht sich ein Mosaik

Maurice de La Pintière (1920-2006): „Le Mandala ou la Jérusalem céleste“ (1984)
Vorstellungen und Bilder des Himmlischen Jerusalem sind immer auch ein Spiegel ihrer Zeit, in der sie entstanden sind. So gibt es neuerdings auch Werke, die von anderen Weltreligionen mit beeinflusst sind. Beispiele sind ein Altargemälde von Nikolaus Bette in Bad

Hans Gerhard Biermann (1933-2023): Retabel aus St. Ursula in Bremen (1968)
Der Altarbereich wird von einem gewaltigen, über drei Meter hohen Monolith dominiert. Er differenziert sich in zwölf Blöcke, die auf einem dreiteiligen Sockel ruhen. Diese sind aus grob behauenem, geriffeltem Muschelkalk in einer einheitlich grauen Färbung, die damals bewusst Beton

Günther Danco (1912-2000): Johanneskirche in Steinbach (1956)
Vor uns haben wir vermutlich die erstmalige Darstellung des Neuen Jerusalem von Günther Danco (1912-2000). Über den Künstler ist noch immer kaum etwas bekannt, eine erstmalige Künstlerbiographie habe ich unten zusammengestellt. Fast ebenso unbekannt wie Danco ist auch die Johanneskirche

Nikolaus Bette und Wilhelm de Graaff (1912-1975): St. Nikolaus in Bestwig-Heringhausen (1966)
Das Fenster befindet sich auf der Orgelempore gegenüber dem Altar. Dabei steht die Sängerempore in ganzer Wandbreite unter dem Glasfenster, der Orgelprospekt wurde an der linken Ecke eingebaut. Es zeigt die Vision des Johannes vom Himmlischen Jerusalem, wie sie ihm
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






