
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)

Wandmalerei „Weltgericht“ der Geburtskirche von Bagnot (1484)

Fresken aus Saint Martin in Nohant-Vic (Mitte 12. Jh.)
LETZTER BEITRAG
Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)
Viele besuchen Goslar (Harz), um im Rathaus die Malereien des frühneuzeitlichen Huldigungssaals zu sehen – und stehen dann vor einer verschlossenen Glastür, durch die man nur Teile der Malereien verzerrt und ohne das räumliche Erleben

Heinz Hindorf (1909-1990): Fenster der Kirchen in Geinsheim (1966) und Kocherbach (1967)
Heinz Hindorf (1909-1990) arbeitete 1966/67 an zwei Glasfenstern, die das Lamm im Neuen Jerusalem ähnlich zeigen. Es sind Fenster für zwei römisch-katholische Kirchen, die sich beide in Hessen in der Nähe von Darmstadt befinden.Die erste Arbeit führte Hindorf im Jahr 1966 aus, für die katholische Kirche zu Geinsheim bei Trebur.

Himmelspforte aus dem Franziskanerkonvent in Guadalupe, Mexiko (um 1790)
Die römisch-katholische Klosterkirche des ehemaligen Franziskanerkonvents in Guadalupe in der zentralmexikanischen Stadt Zacatecas ist heute Teil des „Instituto Nacional de Antropología e Historia Museo de Guadalupe“. Im profanierten Kirchenschiff dieses archäologischen Museums befinden sich Wandmalereien, die man auf das späte 18. Jahrhundert datiert. Diese Malereien werden nach unten durch einen

Cloisters-Apokalypse MS Cloister 68 (um 1320) und Kopien MS Add. 17333 (1320-1330), MS Latin 14410 (um 1325) und MS 77 (um 1360)
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurden in England nochmals vermehrt Apokalypsehandschriften angefertigt. Ein bekanntes Beispiel ist die Cloisters-Apocalypse oder Cloisters-Apokalypse, die unter normannischen Stileinflüssen entstanden ist. Es haben sich mehrere Varianten erhalten, von denen keine mit Sicherheit als die älteste Fassung gelten kann. Heute werden die Kopien von den führenden

Maria Immaculata aus der Basilika N. S. della Misericordia in Savona (um 1598)
Die Basilika Nostra Signora della Misericordia befindet sich in Savona in Ligurien. Der römisch-katholische Gottesbau entwickelte sich im 16. Jahrhundert aufgrund von mehreren Marienerscheinungen zu einer bedeutenden Wallfahrtsstätte für den romanischen Sprach- und Kulturraum. Schon vorher waren hier mehrere Maria-Immaculata-Darstellungen in Öl entstanden, einmal von einem unbekannten Meister bereits um

Anonyme Darstellungen der Maria Immaculata (19. Jh.)
Gibt es aus dem 16. Jahrhundert oder auch 18. Jahrhundert noch zahlreiche Darstellungen von Himmelspforten, deren Künstler wir namentlich nicht kennen, so gilt das nicht für das 19. Jahrhundert. Insgesamt blieben nur wenige Arbeiten übrig, bei denen auch durch Vergleiche, Untersuchung des Originals und nach Befragung von Wissenschaftlern und Museen

Tomàs Artigues: Himmelspforte aus der Kapelle Sant Pau in València (1721)
Das städtische Schulinstitut Lluís Vives in der spanischen Stadt València beherbergt die barock umgebaute Kapelle Sant Pau mit einem barocken Hochaltar aus dem Jahr 1721. An diesem Werk waren der Architekt d’Andrés Robles, der Maler Tomàs Artigues und der Stukkateur Josep Alepuz gemeinsam beteiligt. Über das Leben und Werk von

Spanische Maria-Immaculata-Darstellung aus Mallorca (1580)
Der erzbischöfliche Palast von Palma de Mallorca beherbergt in seinem Sakralmuseum das Ölgemälde „Asunción de la Inmaculada“ (zu deutsch etwa: „Mariä Himmelfahrt“). Auf der Insel ist es heute die älteste Fassung dieses Motivs. Es wurde von einem unbekannten Meister im Jahre 1580 in manieristischer Malweise gefertigt, mit rötlich farbenen Symbolen

John W. Barber (1798-1885): Zweiwegebilder aus den USA (1. Hälfte 19. Jh.)
Gleichzeitig zu europäisch geprägten Beispielen des Zweiwegebildes bildete sich im urbanen Milieu der USA auch eine mehr und mehr eigenständige Interpretation des Zweiwege-Motivs heraus, zunächst in Pennsylvanien. John W. Barber (1798-1885) in New Haven war daran maßgeblich beteiligt. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte er sein eigenes Zweiwegebild als scharfe Kritik

Melchor Pérez de Holguín (1660-1732): Weltgericht mit Himmelspforte (1708)
Melchor Perez Holguin (1660-1732) war zu seiner Zeit einer der bekanntesten Barockmaler Südamerikas. Im Jahr 1708 vollendete er ein imposantes Weltgerichts-Gemälde für die römisch-katholische Kirche San Lorenzo in Potosi, einem kulturellen und religiösem Zentrum des Vizekönigreichs Peru. Das gut erhaltene Gemälde ist von hoher Qualität und Originalität. So findet man

Rimolet: Kupferstich zu „Pilgrim’s Progress“ (1792)
Der nicht weiter bekannte Künstler „Rimolet“, vermutlich das Pseudonym eines Illustrators aus England, schuf einen Kupferstich zu dem Werk „Pilgrim’s Progress“ des Schriftstellers und Predigers John Bunyan aus dem 17. Jahrhundert. Es wurde in dem Verlag Wright & Co in Bristol herausgebracht, und zwar im Jahre 1792 als Einzelblatt. Ähnlichkeiten

José García Hidalgo (1646-1719): Himmelspforte aus dem Prado (1680)
Diese Himmelspforte gehört zu einem Ölgemälde des spanischen Nationalmuseums Prado (Madrid), welches als Dauerleihgabe an das Museum in Zamora der Region Kastilien-León gegangen ist. Es ist eine Malerei von José García Hidalgo (1646-1719), entstanden um 1680. Thema, wie so oft, ist auch hier die Maria Immaculata mit ihren Symbolen in

MS Add 35166: Englische Apokalypse (um 1260)
Diese um 1260 in Westminster entstandene lateinische Apokalypse samt Kommentar aus dem British Museum (MS Add 35166) zeigt das Himmlische Jerusalem der Reihe zunächst als belagerte Burg (fol. 27r). Unter der Burg wird das Binden von Satan für tausend Jahre eingeschlossen ist (daher kommt der Begriff „Tausendjähriges Reich“, der heute

Ignacio de Ríes (um 1612 – um 1661): Gemälde der Maria Immaculata (1640)
Im sechsten Hauptsaal des Museums der Schönen Künste zu Sevilla (Andalusien), dem Museo de Bellas Artes de Sevilla, befindet sich eine 203 x 158 Zentimeter große Maria-Immaculata-Darstellung des Malers Ignacio de Ries (um 1612 – um 1661). Ries war ein flämischer Meister, der in Sevilla ab 1636 bis zu seinem

Balthasar Christoph Wust (1630-1706): Lutherbibel (1664)
Eine neu künstlerisch gestaltete Lutherbibel erschien in Wittenberg 1664 unter dem traditionellen Titel „Biblia, Das ist Die gantze heil. Schrifft Alten und Neuen Testaments Deutsch“. Herausgebracht wurde das Werk von dem Verleger Balthasar Christoph Wust (1630-1706). Darin enthalten ist ein kleiner Kupferstich der Maße 80 x 35 Millimeter, der zwischen

Peter Gilbert (Petrus Gilberti): Historienbibel (1400-1425)
Bei dem Manuskript MS Royal 15. D. III aus der British Library handelt es sich um eine frühe Ausgabe der Historienbibel (Bible Historiale) von Guyart des Moulins (geb. 1251), der die lateinische Bibel 1294 ins Französische übertragen hatte. Die mit insgesamt 102 Säulenminiaturen ausgestattete Handschrift in vier Bänden stammt aus

Heidemarie Scheuer (später Leder): Jerusalems-Fenster aus Maria Königin in Sinspelt (1993)
Sinspelt ist ein kleiner Ort mitten in der Eifel, neben einer Schnapsbrennerei ist das bedeutendste Gebäude die römisch-katholische Kapelle Maria Königin. Erbaut wurde sie als Filialkirche von Mettendorf im Jahr 1959. In den 1980er Jahren wurde dieses Fenster eingebaut, doch

„Worte der Wiederkunft“ aus Russland (19. Jh.)
Innerhalb der Sammlung handgeschriebener Bücher von E. E. Egorova in der Russischen Staatsbibliothek zu Moskau befindet sich unter der Signatur F.98 Nr. 663 eine Sammlung zur Parusie. Es sind hauptsächlich Auslegungen der Apokalypse von so unterschiedlichen Autoren wie Papst (und

Helmut Heinrichs (1927-2016): Johanneskirche in Elberfeld (1963)
Die evangelische Johanneskirche ist eine der Notkirchen des bekannten Architekten Otto Bartning (1883-1959) von 1949. Man findet sie auf einem Berghang über Wuppertal-Elberfeld an einem Park in einem von Einfamilienhäusern und Villen geprägten Stadtteil. Die Beleuchtung sichert ein umlaufendes Lichtband,

Paul Gerhardt (1912-1975): Kreuzkapelle in Iserlohn-Letmathe-Stübbeken (1961)
Stübbeken ist ein Ortsteil von Letmathe, welches wiederum ein Stadtteil von Iserlohn ist. Der Ortsteil im Grünen wuchs in den Nachkriegsjahren an und erhielt die evangelische Kreuzkapelle. Diese ist nur dem Namen nach eine Kapelle, sondern vielmehr eine vollwertige Kirche,

Daan Wildschut (1913-1995): Betonfenster aus St. Anna in Heerlen (1953)
Die Pfarrkirche Heilige Mutter Anna (auch H. Moeder Annakerk, Sint-Annakerk, also St. Anna) ist eine römisch-katholische Kirche im Stadtteil Bekkerveld der niederländischen Stadt Heerlen. Die Kuppelkirche an Rande eines Parks wurde 1953 nach einem Entwurf von Frits Peutz und Hendrik

Erentrud Trost (1932-2004): St. Hedwig in Steinhagen (1961) und Kopie aus Maria Hilfe der Christen in Hagen (1964)
Zwei motivisch ähnliche Arbeiten entstanden in der ersten Hälfte der 1960er Jahre, in beiden Fällen für römisch-katholische Kirchen in Nordrhein-Westfalen. Eines der Fenster, 1961 eingebaut, befindet sich in der Kirche St. Hedwig in Steinhagen bei Bielefeld, das andere, drei Jahre
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.



