LETZTER BEITRAG
Heinz Heiber (1928-2003): Altarretabel aus der Königsberger Marienkirche (1960)
Sakrale Werke des Bildhauers Heinz Heiber (1928-2003) findet man nach seinem Umzug nach Nürnberg vermehrt in fränkischen Kirche. Mit klobigen, reduzierten Formen orientiere er sich, ähnlich wie zur gleichen Zeit auch Matthäus Bayer, an der

Jerusalems-Radleuchter aus der Walburgiskerk Zutphen (1395)
Der wichtigste Jerusalems-Radleuchter der Niederlande hängt in der Walburgiskerk von Zutphen (Provinz Gelderland, Niederlande); er inspirierte später Joseph Cuypers zu seinem Leuchter in der Urbanuskerk in Nes aan de Amstel. Weltweit ist der Leuchter aus der Walburgiskerk der Viertälteste, der sich aus dem Mittelalter erhalten hat. Datiert wird er in

Manfred Espeter (1930-1992): Eingangsfenster von St. Franziskus in Reckenfeld (1970)
Die Bauernschaft Reckenfeld bei Greven im westlichen Niedersachsen besitzt eine für den Ort ungewöhnlich große Kirche mit dem Namen St. Franziskus. Das katholische Bauwerk setzt sich aus zwei Teilen zusammen: aus der 1936 errichteten zweischiffigen Staffelhalle mit einem breiten Fassadenturm zur Hauptstraße am Vorplatz sowie einer 1974 ergänzten Sakristei aus

Georg K. Rohde (1874-1959): Jesus-Christus-Kirche in Bad Rothenfelde (1928)
Georg Karl Ernst Rohde (1874-1959) war ein norddeutscher Glasmaler, der seit 1906 in Bremen eine Werkstatt führte. Zuvor hatte er eine Lehre als Maler gemacht, dann die Kunstgewerbeschule in Oldenburg besucht, schließlich eine Gesellenzeit bei dem Kirchenmaler Lauterbach in Hannover verbrachte. Die Glasmalerei mit den notwendigen technischen Fertigkeiten brachte er sich

Marc de Klijn (geb. 1939): Gemälde in der Kirche „Open Hof“ in Kampen (1994)
Die protestantische Kirche „Open Hof“ in Kampen (Provinz Overijssel, Niederlande) ist tatsächlich rund um die Uhr geöffnet. Nächtliche Gäste müssen allerdings kurz warten, bevor sie eingelassen werden. Eine weitere Besonderheit dieser Kirche ist, dass hier eine Flüchtlingsfamilie Kirchenasyl gefunden hat, die über Monate nicht die Räumlichkeiten verlassen haben, um nicht

Renate Strasser (1924-2012): Schmuckmosaik aus der Martin-Luther-Kirche in Bentheim (um 1970)
Die Bielefelder Künstlerin Renate Strasser (1924-2012) ist vor allem als Glasgestalterin hervorgetreten, dort kennt man auch zwei Werke mit dem Neuen Jerusalem, nämlich einmal in der Kirche Zum Heiligen Kreuz in Berlin (1973) und in der Hamburger Zionskirche (1987). Vor diesen Werken, Anfang der 1970er Jahre, hat die Künstlerin das

Alois Plum (1935-2024): Chorfenster aus St. Philippus und Jakobus in Herdecke (1985)
Alois Plum ist als Glaskünstler auch im Ruhrgebiet durchaus präsent, das belegen seine Glasfenster in Kirchen von Duisburg oder Essen. Einmal auch kann man von Plum eine Darstellung des Neuen Jerusalem im südöstlichen Ruhrgebiet finden, nämlich in der Kirche St. Philippus und Jakobus in Herdecke im Ennepe-Ruhr-Kreis. 1861 wurde der

Alois Plum (1935-2024): Fensterbahn aus der Kirche „St. Jakobus und Bruder Konrad“ in Frankfurt-Harheim (1986)
In der römisch-katholische Pfarrgemeinde mit dem Namen St. Jakobus und Bruder Konrad in Harheim, ein nördlicher Stadtteil von Frankfurt am Main, wurden im Jahr 1986 sechs neue Buntglasfenster eingebaut. Das geschah in Kooperation mit der Glasmanufaktur Wilhelm Derix in Taunusstein, einem der weltweit führenden Betriebe auf dem Gebiet der Glaskunst.

Hildegard Bienen (1925-1990): Kirche St. Johannes Bosco in Lohfelden (1978)
Auf einer Anhöhe von Lohfelden südlich von Kassel glaubt man fast bereits das Himmlische Jerusalem vor sich zu haben, so kann die gewaltige Anlage von Kirche, Gemeindehaus und freistehendem Turm beeindrucken. Das umso mehr, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es hier nicht um die Versorgung einer Großstadt, sondern um eine

Alois Plum (1935-2024): Verglasung von Herz-Jesu in Kassel-Niederzwehren (1984)
Alois Plum, ein Glaskünstler aus Mainz, hat zu Beginn der 1980er Jahre bis in 1990er Jahre eine Serie von ähnlichen Glasmalereien des Himmlischen Jerusalem geschaffen. Bei dieser wird die Stadt als rotgelber Lichtkreis dargestellt, mittels großer, ineinander greifender Bahnen. Diese Lichtkreise findet man in der Christuskirche in Neunkirchen (1984), in

Weltgericht aus St. Petri Thronfeier und St. Bartholomäus in Weisbach (um 1470)
Den Ort Weisbach gibt es in Deutschland drei Mal. Hier geht es um die unterfränkische Ansiedlung aus dem 13. Jahrhundert in der Rhön. Der Name der dortigen römisch-katholischen Kirche setzt sich aus zwei Aposteln zusammen und ist in dieser Kombination weltweit einmalig: „St. Petri Thronfeier und St. Bartholomäus“ – aus

Hermann Wirth (1900-1973): Wandmalerei aus St. Franz-Xaver in Arzell (1948)
Sakralkunst aus den 1930er Jahren ist in Deutschland immer schwerer zu finden, für das Bildmotiv des Neuen Jerusalem gilt das im Besonderen. In der ersten Hälfte der 1930er Jahre verhinderten ökonomische Zwänge die Bautätigkeit, in der zweiten Hälfte politische Erschwernisse. Zusätzlich hat der Krieg und die der Purifizierungswahn der 1960er

Else Hildegard Bircks (1903-1994): Vorraum der Kirche St. Hubertus in Oberrode (1964)
Im Frühjahr 1964 kam es zur Verglasung der neu errichteten Kirche St. Hubertus in Oberrode bei Fulda. Das dortige Bistum beauftragte Else Hildegard Bircks (1903-1994) mit der Gestaltung eines Vorraums zur eigentlichen Kirche. In ihrem Schaffen war es die erste Auseinandersetzung mit dem Motiv des Himmlischen Jerusalem, noch wenige Monate

David Hetland (1947-2006): Kapelle des Riverview Place in Fargo (1987)
Riverview Place in Fargo (Nort Dakota), zu dem auch eine Kapelle für die Seniorenwohnanlage gehört, wurde von den Presentation Sisters gegründet. Die Einrichtung wurde zur Bereitstellung von Wohnraum und Pflege entwickelt und verfügt über eine Kapelle als Teil ihres Dienstes. Die Gemeinschaft selbst wurde Ende der 1980er Jahre gegründet. 1985

David Hetland (1947-2006): Bethlehem Lutheran Church in Fergus Falls (1993)
Dieses Fenster war ein Auftragswerk einer US-amerikanischen protestantischen Gemeinde aus dem Jahr 1993. Es gibt einen Klappentext auf einer Grußkarte, der die Fensterkunst auf dem Cover zeigt, übersetzt lauten die Zeilen: „Auf dem Umschlag ist die Darstellung eines Buntglasfensters zu sehen, das für den Eingang der Bethlehem Lutheran Church in

David Hetland (1947-2006): Seitenfenster der Lutheran Church of the Cross (2000-2001)
Die lutherische Kreuzkirche (LCC) in West Fargo, North Dakota, wurde ab 1982 erbaut, die Gemeinde war kurz zuvor 1981 offiziell gegründet worden. Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen die Einweihung des ökumenischen Glockenturms im Jahr 1987 und des Cross Way Centers im Jahr 1991. Erst dann kam es zum Einbau hochwertiger

J. Schmidt: Deckenmalerei der Marienkapelle Waibstadt (1884)
Waibstadt ist eine Kleinststadt mit gerade einmal 5000 Einwohnern im Rhein-Neckar-Kreis. Der Ort hat mit einer Kapelle ein bedeutendes Marienheiligtum, das bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Das Kreuzrippengewölbe wurde 1884 nach Plänen des Architekten Otto Ehrmann aus rotem Sandstein

Unbekannter Meister: Martinskirche in Erlangen (1928)
Ältere Glasfenster sind in Deutschlands Kirchen rar, noch mehr gilt dies für Darstellungen des Himmlischen Jerusalem, und noch einmal mehr gilt dies für evangelische Kirchen, wo das Motiv weniger präsent war als in katholischen Kirchen mit ihren Himmelpforten und Gottesstädten

Epitaph des Johann Stahel aus St. Georg in Nördlingen (1632)
St. Georg in Nördlingen (Schwaben) ist mehr als eine gewöhnliche evangelische Stadtkirche, sondern auch ein informelles Museum der Renaissance-Sakralkunst. Die Wände sind gespickt mit Malereien und Schnitzereien des 17. Jahrhunderts. Im hinteren Bereich, an der südwestlichen Seite, ist ein Epitaph

Joseph Cuypers (1861-1949): Jerusalemsleuchter aus St. Urban in Amstelveen (1889)
Was in Frankreich Eugène Viollet-le-Duc und in Deutschland Karl Friedrich Schinkel für den Historismus waren, repräsentiert in den Niederlanden Joseph Cuypers (1861-1949). Diese Persönlichkeiten waren Praktiker und Theoretiker; in ihrem künstlerischen Schaffen war Religion ein zentraler Referenzpunkt, ohne den man

Wilhelm Schiller: Hoffnungsfenster von St. Markus in Nürnberg-Gibitzenhof (1965)
Wie die meisten Kirchen Nürnbergs hat auch die evangelische Kirche St. Markus im Stadtteil Gibitzenhof im Zweiten Weltkrieg ihren gesamten Bestand an historischen Buntglasfenstern verloren. Nach der Beseitigung der schweren Zerstörungen vom 19. Oktober 1944 und der neuen Kircheneinweihung 1952

Ingrid Seddig (1926-2008): Altarkreuz der Lutherkirche Fellbach (1971)
In der evangelischen Lutherkirche in Fellbach bei Stuttgart befindet sich bereits ein Schalldeckel aus dem späten 17. Jahrhundert, dem einige Tore des Himmlischen Jerusalem aufgesetzt sind. Zu dieser Arbeit der Spätrenaissance kam viele Generationen später ein weiteres Kunstwerk, welches das
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






