LETZTER BEITRAG

Glasmalerei aus der Kathedrale von Sens (1205-1215)

Die römisch-katholische Kathedrale von Sens in Burgund ist einer der ersten sakralen Großbauten der Gotik, was nicht nur für die Fassade, sondern auch die Glasmalereien im inneren gilt. Der gesamte Raum ist mit hochwertigen Malereien

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Spätgotische Wandmalereien in der Kirche von Hald (1500-1520)

Dänemark ist bekannt für seinen wertvollen Bestand mittelalterlicher Kalkmalereien, die zudem oftmals noch im Originalzustand vorzufinden sind. Auch trifft auch auf die im Kern romanische Kirche von Hald in Midtjylland zu, etwa zehn Kilometer nordöstlich der Stadt Randers gelegen. Der Chorbogen und das Chorgewölbe der heute protestantischen Kirche sind mit

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Weltgericht aus der Marienkirche zu Waase (um 1470)

Auch die Insel Rügen in Vorpommern hat ihr Himmlisches Jerusalem, dazu noch ein besonders altes. Es handelt sich um ein mittelalterliches Fresko in der Kirche St. Marien auf der Rügeninsel Ummanz im Ort Waase, der einzigen Kirche der nördlichen Insel. Besucher kommen gewöhnlich wegen des spätgotischen Wandelretabels, doch auch die

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Simon Steffen: Deckenmalerei der Kirche in Nentershausen (1706)

Das nordöstliche Hessen ist reich an barocken Holzmalereien, die oftmals einen imaginären Himmel darstellen, mit Wolken und Engeln, so vorzufinden in den Kirchen von Mitterode, Wichmannshausen, Richelsdorf, Heinebach, Weiteroda, Ronshausen, Ausbach, Mansbach, Bodes oder Odensachsen. Allein in Nentershausen (bei Sontra) spielt in diesen Himmelswelten auch das Himmlische Jerusalem eine hervorgehobene

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Eva Limberg (1919-2013): Altarmosaik der Auferstehungskirche in Diekholzen (1962)

Die Bildhauerin Eva Limberg (1919-2013) war Ende der 1960er Jahre mit Schmuckkreuzen bekannter geworden. Solche Kreuze, die das Lamm im Himmlischen Jerusalem zeigen, wurden damals von der Markuskirche in Groß-Hesepe (Emsland) oder der Thomaskirche in Heidelberg-Rohrbach (Baden) angeschafft. Ein weiteres Himmlisches Jerusalem gestaltete die Künstlerin kurz danach für eine evangelische

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Artur Becker: Fensterwand von Sankt Katharina in Großenhain (um 1965)

In der DDR gab es einige wenige Kirchenneubauten oder Umbauten, die gegen erhebliche staatliche Widerstände und mit Kompromissen schließlich doch umgesetzt werden konnten. Nicht selten wurde die Stadt des Himmlischen Jerusalem als Bildmotiv gewählt – zu Zeiten der Materialknappheit und des Behelfsbaus erschien die goldene Idealstadt besonders erstrebenswert. In Großenhain

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Erhardt Klonk (1898-1984): Evangelische Medarduskirche in Bendorf (1956)

Die Medarduskirche in Bendorf (Rheinland-Pfalz, Mittelrhein) besteht aus einem modernen evangelischen Bereich und der älteren, bis ins hohe Mittelalter zurückreichenden Kirche St. Medardus, die von den Katholiken genutzt wird. Eine „ökumenische Pforte“ verbindet beide Kirchenbauten. Im evangelischen Bauteil schuf Erhardt Klonk (1898-1984) im Jahr 1956 drei geometrische, graufarbige Chorfenster, während

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Esben Hanefelt Kristensen: Triptychon der Kirche von Hadsund (1998)

Esben Hanefelt Kristensen (geboren 1952) aus Aalborg (Dänemark) entwickelte einen eigenständigen, unverwechselbaren Stil seiner Malereien. Dieser zeichnet sich aus vor allem durch sorgfältige Kleinteiligkeit, kräftige Farbwahl und gekonnt naive Darstellungsweise. Seine religiösen Bilder wurden vor allem über Bibeln, auch Kinderbibeln, populär und einem größeren Publikum bekannt. Daneben entstanden aber auch

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Peder (Peter) Lykt: Fresko aus der Kirche Tandslet (1501)

Die spätmittelalterliche Deckenmalerei der Kirche des Dorfes Tandslet, entstanden im Jahr 1501, ist ein Meisterwerk der frühen Renaissance im südlichen Dänemark bzw. dem einstigen Herzogtum Schleswig. Ein opulentes Rankenwerk zieht sich über die vier Kappen über dem Altarbereich, dazwischen immer wieder Blumenbuketts, die am deutlichsten die Renaissance ankündigen. Biblische Motive

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Steinerne Immaculata Conceptio bzw. Tota Pulchra aus Blot l’Église (um 1510)

Eine der besterhaltenen steinernen Litaneien findet sich noch heute an seinem Originalstandort im rechten Eingangsbereich der römisch-katholischen Kirche in Blot l’Église, einem Örtchen in der Region Auvergne. Die Litanei wurde in eine steinerne Tafel gemeißelt, die die Funktion hatte, dass Kirchenbesucher hier beim Verlassen nach der Messe noch ein kurzes

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Theo Imboden (1936-2025): Glaswand in Haus Mauritius, Zermatt (1987)

Im Jahr 1987 schuf Theo Imboden (1936-2025), ein Bildhauer, Maler, Glaskünstler und, nach seinem eigenen Verständnis, ein Glasbildhauer aus dem Bergdorf Täsch (Wallis), eine Glaswand im Altarbereich für eine Zermatter Hauskapelle. Sie befindet sich im Erdgeschoss des Hauses Mauritius, einem Alten- und Pflegeheim im Zentrum des Ortes. Pfarrer Imhof, der

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Italienischer Meister: Ölmalerei „Jüngstes Gericht“ (1600-1650)

Darstellungen mit dem Himmlischen Jerusalem, die aus dem Mittelalter oder der Frühen Neuzeit stammen, befinden sich noch zu 85 Prozent am historischen Originalstandort, also in Kirchen, Kathedralen, Klöstern oder Pfarrhäusern. Weitere 13 Prozent werden in Museen oder Sammlungen aufbewahrt, davon wiederum der größere Teil, vor allem was Kupferstiche und Zeichnungen

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Roland Friederichsen (1910-1992): Relieftafel aus St. Theresia vom Kinde Jesu in Oberhausen-Walsumermark

Die Tage der römisch-katholischen Kirche in Oberhausen-Walsumermark (Ruhrgebiet) sind gewissermaßen gezählt, nachdem 2020 der Bischof von Essen die Schließung dieser Kirche in Aussicht gestellt hat. Das überrascht, denn von 1965 bis 2014 hat sich die Zahl der Gemeindemitglieder, entgegengesetzt zum allgemeinen Trend in Deutschland, hier mehr als verdoppelt und noch

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Alain Makaraviez (geb. 1936): Saint-Laurent in Le Puy en Velay (1988)

Das Zentralmassiv im südlichen Frankreich ist nicht gerade für moderne Glasmalereien bekannt; die dortigen Kirchen sind meist alt, gehen ins Mittelalter zurück und haben, da diese Region von den Weltkriegen zerstört blieb, einen historischen Fensterbestand. Von daher war es eine Besonderheit, als sich die Gemeinde der römisch-katholischen Kirche Saint-Laurent in

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Heinz Lilienthal (1927-2006): Glasfenster der Nikolaikirche in Kiel (1986)

Es ist eine Seltenheit, wenn sich eine wissenschaftliche Qualifikationsarbeit ausschließlich mit den Fenstern einer deutschen Kirche beschäftigt. Man denkt dabei vielleicht an die Kaiserdome am Rhein, den Berliner Dom, den Hamburger Michel oder die Münchner Frauenkirche – nicht unbedingt jedoch an die evangelische Nikolaikirche in der Kieler Altstadt. An der

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Girolamo da Santacroce (um 1480-1556): Ölmalerei der Maria Immaculata (1535)

Die in Frankreich sich im späten Mittelalter herausbildende Darstellungsweise der Lauretanischen Litanei verbreitete sich schnell im ganzen katholischen Europa. Ein frühes Beispiel ist eine Malerei auf der Predella des Hauptaltars der Kirche Mariä Verkündigung in Košljun. Košljun ist eine kleine

Gregorio Forstman: Kupferstich einer Marienerscheinung (1660)

Diego Jarava (auch Xarva) del Castillo, ein Verfasser theologischer Schriften der späten Gegenreformation, veröffentlichte im Jahr 1660 „Triunfos gozosos de Maria Sacratissima concebida, santa, pura, limpia y sin mancha de pecado original“, eine enthusiastische Lobeshymne auf Maria, die in Madrid

Anonymer Meister: Maria Immaculata als Kastenbild (um 1620)

Was das Himmlische Jerusalem angeht, ist dieses Malerei eine interessante Fassung, deren Anlage, geschweige denn Aussage, man erst Stück für Stück zu fassen vermag. Im mittleren Bildfeld erscheint eine exzellent ausgearbeitete Madonna im blau-roten Sternengewand, die auf einer Mondsichel schwebt.

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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