LETZTER BEITRAG
Glasmalerei aus der Kathedrale von Sens (1205-1215)
Die römisch-katholische Kathedrale von Sens in Burgund ist einer der ersten sakralen Großbauten der Gotik, was nicht nur für die Fassade, sondern auch die Glasmalereien im inneren gilt. Der gesamte Raum ist mit hochwertigen Malereien

Peder (Peter) Lykt: Fresken der Kirche in Nordborg (um 1500)
Die mittelalterliche Kirche von Nordborg (Insel Alsen, Nordschleswig, Dänemark) geht circa auf das Jahr 1250 zurück. Die heutige Südkapelle aus dieser Zeit wurde um 1500 mit Freskenmalereien ausgestattet, unmittelbar nachdem man zuvor drei Gewölbe in das Kirchenschiff eingebaut hatte. 1686 kam die Nordkapelle hinzu, die 1700 um eine Grabkammer für

Domenico Pedrinelli: Dreiwegebild (um 1875)
Domenico Pedrinelli war ein italienischer Lithograph, Gebrauchsgrafiker und Kupferstecher, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts mit einigen Arbeiten in Mailand nachgewiesen ist. Einige seiner Stiche haben sich in der Adalberto-Sartori-Drucksammlung in Mantua erhalten. Neben biblischen Szenen (Durchzug durch das Rote Meer; Verkauf der Brüder durch Joseph) kennen wir von

Yaroslav Dobrynine, Galina Dobrynine: Fresken aus dem Kloster St. Antoinius der Große in Saint-Laurent-en-Royans (1993-1997)
Nach der politischen Wende in Osteuropa 1989 wanderten vermehrt auch orthodoxe Priester, Mönche und Gläubige in den Westen, so dass dort neue Gemeinden entstanden, die zum Teil neue Kirchengebäude und liturgisches Gerät benötigten. Zwischen 1993 und 1997 wurde das Kloster St. Antoine le Grand in der Gemeinde Saint-Laurent-en-Royans im Vercors,

Andreas Felger (geb. 1935): Reliefplatte und Buntglasfenster der Versöhnungskirche in Schorndorf (1990)
Durch das Wirtschaftswachstum und den Zuzug aus dem Großraum Stuttgart wuchs das südliche Schorndorf in den 1970er und 1980er Jahren rasant an. Die dortige evangelische Kirchengemeinde, die schon mehrfach einen Neubau bezogen hatte, entschloss sich ab 1986 durch Initiative von Pfarrer Konrad Dieterich zu einer weiteren Vergrößerung. Durch die Architekten

Weltgericht aus der Dorfkirche von Kühren (1430)
Anders als im Oldenburger Land, in Kärnten oder in Jütland haben sich in Sachsen wesentlich weniger mittelalterliche Fresken mit einem Weltgericht erhalten. Um so wichtiger sind die nach zwei Weltkriegen, Purifikationen und Kommunismus verbliebenen Beispiele. Mittelalterliche Malereien finden sich hier, wenn überhaupt, in Burganlagen oder in Kirchen auf dem Land,

Walter Loosli (1932-2015): Reformierte Kirche von Kappelen (1999)
Walter Loosli (1932-2015) aus Köniz bei Bern wurden Ende des zweiten Jahrtausends die Fenstergestaltungen der reformierten Kirche von Kappelen-Werdt (Kanton Bern) angetragen. Im Sommer 1999 hat der Künstler seine Vorstellungen der Gemeinde präsentieren: Acht Entwürfe auf Papier wurden den Fenstern vorgehängt, diskutiert und schließlich angenommen. Nach nur weiteren drei Monaten

Russische Wandteppiche „Amerika“ (1745-1747 bzw. um 1750)
Der Wandteppich „Amerika“ gehört zu der vierteiligen Serie „Kontinente der Welt“. Die 305 x 211 Zentimeter große Arbeit besteht aus Wolle und Seide. Hergestellt wurde sie in der kaiserlichen Gobelin-Manufaktur von Sankt Petersburg, über den Zeitraum von drei Jahren hinweg von 1745 bis 1747. Vorbild dieses Kunstwerks soll eine ähnliche

Jacques Pecnard (1922-2012): Gemälde „La Jérusalem céleste“ (um 1990)
Jacques Pecnard (1922-2012) war in erster Linie Gebrauchsgrafiker für Pariser Verlage wie Hachette, Flammarion, die Sammlung Rouge et Or, die Éditions Larousse, für die Tageszeitung France-Soir und Zeitschriften wie Elle und Femina. Daneben illustrierte er große Werke der Weltliteratur, mit denen er sich auch inhaltlich intensiv auseinandersetzte – Pecnard war

Gottfried Zawadzki (1922-2016): Buntglasfenster aus der evangelischen Kirche von Dresden-Langebrück (1984)
Gottfried Zawadzki (1922-2016) war ein führender Glasmaler in der DDR, über 500 Glasbildfenster, Betonglasgestaltungen und Wandbilder gehen auf ihn zurück, überwiegend in Osteuropa. In diesem reichhaltigen Schaffen fand auch das Himmlische Jerusalem seinen Platz, etwa bei der Liebfrauenkirche in Bautzen (um 1970) oder bei der Kirche St. Peter und Paul

Italienischer Meister: Madonnenbild der Lieben Frau von Łukawiec (um 1620)
Überregional bekannt ist eine Madonnenmalerei, die das bauliche und spirituelle Zentrum der Kirche von Łukawiec (Karpatenvorland) ausmacht. Dort befindet sich das Bildnis Liebe Frau von Łukawiec (polnisch: Matka Boża Łukawiecka), früher Unsere Liebe Frau von Tartaków, auch bekannt als Unsere Liebe Frau voller Gnaden (polnisch: Matka Boża Łaskawa). Diese römisch-katholische

Fabian Möller (geb. um 1600, gest. nach 1635): Chorschmuck der Marienbasilika Krakau (1635)
Die Marienkirche oder auch Marienbasilika ist der bedeutendste Sakralbau Krakaus, weltbekannt wegen des Hochaltars von Veit Stoß. Ein Jahrhundert nach seinem Einbau wurde der Chorbereich mit aufwendigen Schnitzereien erneut aufgewertet, zunächst mit einem Baldachingestühl zu beiden Seiten des Chorraums. Es wurde 1586 angefertigt und dann 1635 um gestreckte Rückenlehnen ergänzt, die

Augustinerkloster von Krakau-Kazimierz: Wandfresko der Maria Immaculata (um 1550)
Zahlreiche Mönchsorden waren im mittelalterlichen Krakau präsent, in der Innenstadt haben sich mehrere Kreuzgänge von Klöstern erhalten, die alle mehr oder weniger künstlerisch ausgestaltet waren. Eine Darstellung der Maria Immaculata hat sich jedoch allein im Kreuzgang des Augustinerklosters erhalten, im Krakauer Stadtviertel Kazimierz, das über Jahrhunderte eigene Stadtrechte besaß. Der

Christian Süssenbach und Christoph Kolitschky: Deckenmalerei aus der Friedenskirche zu Schweidnitz (1695/96)
Eine freie Weiterentwicklung der Jerusalemsdarstellung aus der Merianbibel findet sich in der evangelischen Friedenskirche Heilige Dreifaltigkeit. Diese befindet sich im polnischen Schweidnitz (Świdnica), etwa 50 Kilometer südlich von Breslau (Schlesien), in einer ansonsten überwiegend römisch-katholischen Umgebung. Der Name der Kirche, Friedenskirche, mag dazu angeregt haben, das Motiv des Himmlischen Jerusalem

Freek Aalbers (geb. 1960), Alice Aalbers: Altarfenster in Nijkerk (2007)
Nijkerk ist eine Kleinstadt der niederländischen Provinz Gelderland. Die dortige reformierte Gemeinde „de Levensbron“ eröffnete im Jahr 1983 einen Neubau, auf dem Gelände Jan Steenhof am südlichen Rand der Stadt. Das Gebäude wurde bereits 2007 geschlossen und umfassend renoviert; die Mitglieder besuchten in dieser Zeit die reformierte Kreuzkirche in der

Fritz Heidingsfeld (1907-1972): Fenster der Erlöserkirche in Deiningen (1961)
Der Künstler Fritz Heidingsfeld (1907-1972), heute überwiegend vergessen und ohne weitere Bedeutung, war seinerzeit ein vielversprechendes Talent, hatte er doch unter Max Liebermann und Otto Dix studiert. Geschult in der neuen Sachlichkeit spezialisierte sich Heidingsfeld bald auf Landschaftsmalerei und Stillleben; in den 1930er Jahren war er in Danzig damit ein

Matías Jimeno: Ölmalerei der Maria Immaculata (um 1625)
Die Malerei, selbst nicht signiert, wurde von Experten dem spanischen Maler Matías Jimeno (auch Ximeno) zugewiesen. Viel ist über Jimeno/Ximeno bislang nicht bekannt: Matías Jimeno war ein Schüler von Vincente Carducho und wirkte als kastilischer Maler um die Mitte des

Bethune-Breviarium (um 1500)
Im Spätmittelalter kam das Motiv der Lauretanischen Litanei zunächst als Miniatur auf. Um 1500 fand das Werk Eingang in Druckausgaben, was wiederum die Voraussetzung bot für die weite Verbreitung dieses Motivs als Ölmalerei im 16. und 17. Jahrhundert. Danach stand

Hildegard Bienen (1925-1990): Chorfenster in St. Viktor in Birten (1968)
Die römisch-katholische Kirche zeichnet ein Phänomen aus, das bislang kaum einmal positiv herausgestellt wurde: Nach 1945 brachte sie große Sakralkünstlerinnen hervor, in Deutschland namentlich drei: Erentrud Trost, Else Hildegard Bircks und Hildegard Bienen (Reihenfolge ohne Wertung). Überspitzt könnte man sage:

Hermann Gottfried (1929-2015): Glasmalerei aus der Marienkirche in Niederdorfelden (1984)
1984 wurde in Niederdorfelden (Mittelhessen) eine Marienkirche erbaut, die mit vollem Namen „St. Maria – Hilfe der Christen“ heißt. Der für den Ort überraschend große Bau ist von außen wie innen mit Backstein verblendet. An verschiedenen Stellen des polygonalen Grundrisses

Jakob Lederlein (1560-1600): „Naometria“ (1596) und „Nova Naometria“ (1604)
In der Frühen Neuzeit gibt es einen überschaubaren, aber hochinteressanten Kreis von Gelehrten, die sich mit der Apokalyptik, der Mathematik und der Naometria (der Tempelvermessungskunde) beschäftigten – nicht allein aus theologischer Perspektive, sondern auch aus naturwissenschaftlicher Sicht, oder dem, was

Jean-Marc Cybart (1944-2019): Freimaurer-Karte (1985)
Jean-Marc Cybart (1944-2019) war ein Autor und Grafiker aus Niort in Frankreich. 1967 hatte er die humanistische Zeitschrift Americana gegründet. 2017 gab er zusammen mit S. Van Khache einen Bildband heraus, der Katzen und Freimaurertum miteinander in Beziehung brachte. Doch
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






