LETZTER BEITRAG

Tympanon des Rottweiler Kapellenturms (um 1340)

Gerichtsszenen auf einem Tympanon hat es selbstverständlich auch in Deutschland gegeben. Ein bekannteres Beispiel aus Süddeutschland ist das Jüngste Gericht eines unbekannten Bildhauers am Kapellenturm aus der Mitte des 14. Jahrhunderts in Rottweil. Dieser Kapellenturm

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Fenster der Maria Immaculata aus St. Martin in Artonne (1890)

Der Legende nach kam der heilige Martin Ende des 4. Jahrhunderts nach Artonne (Auvergne, Departement Puy-de-Dôme), um dort das Grab einer jungfräulichen Märtyrerin zu verehren. Tatsächlich reichen die Anfänge des Baus, bei dem römische Säulen wiederverwendet wurden, bis in das 9. Jahrhundert zurück. Der Chorumgang aus dem 15. Jahrhundert wurde

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Erentrud Trost (1923-2004): Fensterwand aus St. Petrus Canisius in Hagen-Eckesey (1957)

Der Hagener Stadtteil Eckesey blühte nach dem Zweiten Weltkrieg auf, vor allem die Eisenbahn und Fabrikationen der Eisenverarbeitung schufen Arbeitsplätze und sorgten für Zuzug. Der römisch-katholischen Gemeinde war es möglich, auf einem noch freien Grundstück das Zentrum St. Petrus Canisius mit einem Kindergarten, Pfarrhaus, Gemeindesaal und einer Kirche zu errichten,

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Karl Hellwig (1911-1993): Fenster der Johanneskirche in Sodingen (1960)

Karl Hellwig (1911-1993) war ein Glashandwerker, der vornehmlich im Sauerland und im Ruhrgebiet tätig war, ein gutes Dutzend Mal hat er das Neue Jerusalem als Thema aufgegriffen. Stilistisch vertrat er eine geometrische Figürlichkeit, reduzierte die biblischen Geschichten auf motivische Grundaussagen und arbeitete vor allem mit kräftigen Primärfarben, die eine weiße

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Paul Zehnder (1884-1973): Fenster der Schlosskirche von Interlaken (1963)

Die Schlosskirche von Interlaken hat eine bewegte Geschichte: Jahrhunderte war sie zweckentfremdet und diente als Weinkeller und Lagerhaus, erst mit dem zunehmenden Tourismus Mitte des 19. Jahrhunderts rückte sie wieder ins öffentliche Bewusstsein. 1909/11 wurde dann ein neues neugotisches Kirchenschiff nach den Plänen des einheimischen Architekten Adolf Mühlemann errichtet. Zu

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Weltgericht aus St. Jacobi in Stendal (um 1510)

Die Städte der Altmark blühten im späten Mittelalter wirtschaftlich auf, was sich auch in hochwertigen kirchlichen Bauwerken und Ausstattungen niederschlug. Ein Beleg für diese These ist St. Jacobi in Stendal. Die mächtige dreischiffige gotische Hallenkirche wurde im 14. Jahrhundert zu bauen begonnen. Aus der frühen Zeit hat sich ein Weltgericht

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Hans Jakob Güder (1631-1691): Gemeindescheibe von Höchstetten (1669)

Höchstetten ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde im schweizerischen Emmental des Kantons Bern. Im dortigen reformierten Pfarrhaus wird ein Glaskunstwerk aus dem 17. Jahrhundert aufbewahrt. Es handelt sich nicht um ein Glasfenster, sondern um ein lediglich 34 x 23 Zentimeter großes Werk, welches als „Gemeindescheibe“ bezeichnet wird. Geschaffen hat das Kunstwerk,

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Frans Griesenbrock (1916-2010), Richard Süßmuth (1900-1974): Fenster der Kirche St. Ansgar in Flensburg-Mürwik (1957)

St. Ansgar, benannt nach dem „Apostel des Nordens“ ist die römisch-katholische Präsenz in Mürwik, einem nördlichen Stadtteil von Flensburg. Die Kirche ist auf einem Hügel errichtet, von dem Glockenturm kann man bis nach Dänemark sehen. Der Zuzug vieler katholischer Heimatvertriebener und die Stationierung der Marine in Mürwik führten zu diesem

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Frans W. Griesenbrock (1916-2010): St. Marien in Kappeln (1970)

Der Glasmaler Frans Wilhelm Griesenbrock (1916-2010) aus Vaals in Holland hat im Laufe seines langen Schaffens zahlreiche Themen bearbeitet. Eigenartigerweise kam es 1969/70 zu mehreren Glasfenstern für Kirchen, die zwei Besonderheiten eint: Griesenbrock gestaltete auf allen diesen Fenstern auch das Himmlische Jerusalem, und sie alle befinden sich in Deutschland: St.

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Karl Christian Andreae (1823-1904): Weltgerichtsfresko aus der Dorfkirche in Lohmen (1873)

Die von außen eher schlichte Backsteinkirche der Ortschaft Lohmen (Mecklenburg) überrascht innen mit zahlreichen Fresken-Malereien an den Wänden und Decken. Sie verteilen sich auf Bildinseln vor grauem Untergrund, der ansonsten durch üppiges Rankenwerk strukturiert ist, wie man es aus dem späten 15. Jahrhundert und frühen 16. Jahrhundert kennt (etwa Tandslet,

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Jean Ganiere (um 1615-1666): Kupferstich „Refugium Peccatorum“ (um 1650)

Neben hochwertigen Ölmalereien und hochwertigen Kupferstichen akademischer Meister hat es auch immer wieder Arbeiten gegeben, die von der Kunstgeschichte ignoriert wurden, manchmal zu Unrecht, manchmal aber einfach auch aufgrund der grottenschlechten Ausführung. Hier haben wir ein besonders problematisches Beispiel vor

Cars François (1631-1701): Kupferstich „Maria Immaculata“ (1665)

Der Franzose Cars François (1631-1701) ist der „incisore“, also der Kupferstecher dieser einfarbigen Grafik in Ätztechnik. Dieses 30 x 20 Zentimeter großen Exemplar befindet sich im Besitz der katholischen Kirche in Rom. Herausgebracht wurde die Arbeit von Philippus Borde, Laurentius

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

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