LETZTER BEITRAG
David Hetland (1947-2006): Kapelle des Riverview Place in Fargo (1987)
Riverview Place in Fargo (Nort Dakota), zu dem auch eine Kapelle für die Seniorenwohnanlage gehört, wurde von den Presentation Sisters gegründet. Die Einrichtung wurde zur Bereitstellung von Wohnraum und Pflege entwickelt und verfügt über eine

Ikonen mit dem Motiv „Aufgesprengte Türflügel“, ab 16. Jh.
Vor dem Jüngsten Gericht ist die Pforte des Himmels geschlossen, nach dem Gericht ist sie offen. In der Ostkirche wird das Gericht von Christus eröffnet, auf Buch- und Wandmalereien erscheint Christus Pantokrator als machtvolle Erscheinung, die kraftvoll das Alte beiseite räumt. So mag möglicherweise die Vorstellung entstanden sein, dass die

Wolfgang E. Fentsch (1925-1968): Weltgericht aus der Erlöserkirche in Lettmecke (1954)
Der Radius der Glasarbeiten von Wolfgang E. Fentsch (1925-1968) ist überschaubar, man findet seine Arbeiten im Umkreis des Sauerlands: Herscheid, Altenhundem, und zwei Mal in Plettenberg. Es handelt sich meist um kleinere, bereits bestehende evangelische Kirchen. Die Fenster sind alle im Laufe der 1950er Jahre entstanden. Fentsch hatte sein Atelier

Werner Peiner (1897-1984): Apokalypsezyklus (1948)
Mit einem Blick erfasst man sogleich, wer bei diesem Gemälde Pate stand: Holzschnitte der Reformationszeit, wie von Lucas Cranach, Hans Holbein, Hans Sebald Beham und natürlich Georg Lemberger. Deren Bibelillustrationen waren, wenn überhaupt, unterschiedlich koloriert, was hier nochmals eine Steigerung erfahren hat. Die rechte Seite hat von unten nach oben

Roswina Hermes (1912-2008): Mosaik der Marienschule im Schönstatt (1978)
In den 1960er Jahren war nicht allein genügend Geld vorhanden für ordentliche Schulbauten, sondern man hatte sogar noch Sinn und Geld für eine künstlerische Ausgestaltung. Bei Schulen hatte sie freilich auch die Aufgabe, auf den Nachwuchs einzuwirken. Daher findet man dieses Werk unübersehbar über dem Haupteingang einer konfessionellen Schule im

Harry MacLean (1908-1994): Altkatholische Friedenskirche in Essen (1963)
Der Heidelberger Glaskünstler Harry MacLean (1908-1994) hatte 1951 bis 1959 zehn Fenster zu Themen aus der Offenbarung des Johannes für eine Kirche in Baden-Baden entworfen. Diese Spitalkirche gehörte den Altkatholiken. Kurz darauf kam es wieder zum Ausbau einer großen Innenstadtkirche Seitens der Altkatholiken: die Friedenskirche in der Altstadt von Essen

Jakob Schwarzkopf (1926-2001): Kirche Heilige Dreifaltigkeit in Kausen (1995)
Jakob Schwarzkopf (1926-2001), der in den 1950er Jahren die Stadt Jerusalem in abstrakten Formen als Pforte andeutete (Noithausen, 1956), hat sich über Jahrzehnte immer mehr der Figürlichkeit geöffnet. Ein beeindruckendes Beispiel findet man im Siegerland, im Ort Kausen (Rheinland-Pfalz), in der dortigen römisch-katholischen Kirche Hl. Dreifaltigkeit. Die Kirche hat noch,

Hermann Pohl (1917-1998): Türgriff in der Marktkirche von Eschwege (um 1990)
Eigentlich liegt es nahe, den Griff einer Kirchentür mit dem Motiv des Himmlischen Jerusalem auszustatten: Hier betritt man, zumindest nach römisch-katholischer Lehre, den Raum göttlicher Präsenz, und es gibt eine Interpretation, die die irdische Kirche als Vorwegnahme des späteren Himmlischen Jerusalem betrachtet. Zwar kennen wir zahlreiche Beispiele, bei dem das

Paul Weigmann (1923-2009): St. Barbara in Ippendorf (1963)
Der mächtige, neogotische Chorbereich von St. Barbara wird ganz von seinen Buntglasfenstern dominiert. Die römisch-katholische Kirche befindet sich in Ippendorf, einem Ortsteil von Bonn. In mehreren Etappen hat der Paul Weigmann (1923-2009), später zusammen mit seiner Mitarbeiterin Marie-Theres Werner (geb. 1942), die Fenster der Kirche neu gestaltet. Was sich auf

Hermann Gottfried (1929-2015): Evangelische Kirche St. Bartholomäus in Wahlscheid (1963)
Die Arbeiten von Hermann Gottfried (1929-2015) zum Himmlischen Jerusalem standen unter keinem guten Stern: Die Chorwand von St. Johannes in Gladbeck mit einer malerischen Interpretation Gottfrieds (1977) wurde abgerissen, das Deckengemälde in Herkenrath (1977) ist nicht im ursprünglichen Zustand überliefert, die Fenster in St. Ewaldi in Duisburg-Laar (1962) beschädigt und

Vermutl. Mies van Oppenraaij (1910-1998): Ehemaliges Ursulinenkloster in Venray (1951)
Das Gemeentehuis von Venray ist das neue Rathaus der Stadt, das seinen Sitz in einem ehemaligen Kloster und Internat der Ursulinen genommen hat. Das Architektenbüro Common Affairs leitete von 2008 bis 2012 einen vielbeachteten Umbau: Die ehemalige Kapelle ist jetzt ein moderner Multifunktionssaal. Die originalen Buntglasfenster, die bereits seit Jahren

Henk Schilling (1928-2005): Mosaik im Gemeindehaus von Oberhausen-Alstaden (um 1955)
Henk Schilling (vollständig Johannes Hendrik Schilling, 1928-2005, geboren in Voorburg, Niederlanden) ist vor allem als Glasmaler hervorgetreten, überwiegend im Ruhrgebiet, etwa in Essen, Oberhausen, Düsseldorf. Dann kennt man ihn in Fachkreisen noch als Gestalter kirchlicher Siegel, die im Urkundenwesen ihre Bedeutung hatten, heute aber durch digitale Signaturen ersetzt sind. So

Otto Lauterbach (1909-1985): St. Peter und Paul in Straelen (1952)
Otto Lauterbach (1909-1985) war ein Glasmaler, der vor allem nach 1945 im Rahmen des Wiederaufbaus bei Kirchenfenstern nachgewiesen ist, fast ausschließlich in Nordrhein-Westfalen, schwerpunktmäßig im Ruhrgebiet. Seine Stärke waren freie Kompositionen und geometrische Muster, er war ein Vertreter der abstrakten Malerei, die er bei seinem Studium an der Kunstgewerbeschule Krefeld

Bottenbroicher Weltgericht (1533)
Weltgerichte auf Glasfenstern muss es im Mittelalter und der Frühen Neuzeit massenweise gegeben haben. Schriftliche Quellen bezeugen dies, und die Beliebtheit dieses Motivs lässt sich noch auf Miniaturen und auf Wandmalereien ablesen. Im Gegensatz dazu haben sich die brüchigen Werke auf Glas nur selten über Jahrhunderte erhalten. Gerade in Deutschland

Erentrud Trost (1923-2004): Klosterkapelle Arenberg (1992)
Arenberg bei Koblenz mit seiner „historischen Landschaftsbilderbibel“ war schon seit langem mit dem Neuen Jerusalem verbunden. Ihr Gründer, Pfarrer Johann Baptist Kraus, ist auch der Gründer des Klosters, für das er eigens Nonnen aus der Schweiz an den Rhein einlud. Im Laufe er Zeit entstand eine immer größer werdende Klosteranlage,

Jakob Schwarzkopf (1926-2001): Apsisfenster in Mariä Heimsuchung, Beurig (1971)
Beurig gehört zu Saarburg (Rheinland-Pfalz), von dem es durch den Saarfluss getrennt ist. Beide Orte sind alt, Beurig wurde 1052 erstmals urkundlich erwähnt und wurde bekannt für die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Marien, auch Mariä Heimsuchung genannt. Diese war 1479 für eine gotische Madonna errichtet worden, wurde mehrfach umgebaut und

Adolf Meister (geb. 1931): Malerei „Auf dem Weg zum himmlischen Jerusalem“ (1992)
Adolf Meister (geb. 1931) gehört zu den malenden Priestern, er nimmt in Dänemark eine ähnliche Funktion ein wie einst Sieger Köder in Württemberg. Im Laufe der Jahre sind mir knapp fünfzig Kunstwerke bekannt geworden, die von Pfarrern gefertigt wurden, davon

Meriam Matthews: Rendering „Das neue Jerusalem“ (um 1992)
Eines der frühen Renderings zum Thema Neues Jerusalem entstand um 1992. Damals waren Renderings eine neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeit, die bereits Elemente der Künstlichen Intelligenz vorweg nahmen. Immer mehr wurden Menschen ohne künstlerische Ausbildung oder ohne Talent in die Lage versetzt,

Gérard Bayle (1923-2000): Gemälde „Das himmlische Jerusalem“ (um 1992)
Über den Maler Gérard Bayle (1923-2000) ist leider nicht viel bekannt geworden. Er war nicht nur Künstler, sondern in erster Linie Kunstlehrer und Museumkurator. So betreute er von 1952 bis 1962 das Museums der Schönen Künste von Cambrai (wo einst

Harry Knox, John Knox: Coverbild zu „Ministry International Journal for Pastors“ (2000)
Die Zeit der Wende vom zweiten in das dritte Jahrtausend war von einer endzeitlichen Stimmung geprägt, die sich in einer Vielzahl von neuen Arbeiten zum Himmlischen Jerusalem Ausdruck verschaffte. Im Vergleich zu den Jahren davor und danach stieg die Produktion

Amanda Crossland: Zeichnung „Neues Jerusalem“ (um 2000)
Die Filzstift-Farbzeichnung „New Jerusalem“ war eine Auftragsarbeit von Amanda Crossland für das Internetportal der internationalen Organisation „Bibleview“ mit Sitz in Christchurch, New Zealand. Irgendetwas Konkretes konnte ich über die Verfasserin dieser Zeichnung nicht herausfinden, die Mitarbeiter wechseln oft und inzwischen

Laverna Pattersons (geb. 1955): Grafik „Neues Jerusalem“ (2000)
Das Kunstwerk zählt zu den frühen digitalen Arbeiten zum Thema Himmlisches Jerusalem. Es basiert auf dem Gif-Format und wurde mit Paint-Brush erstellt. Laverna Patterson (geb. 1955) hat es im Jahr 2000 kreiert, für die US-amerikanische Missionsgesellschaft „Teaching Hearts“, die mit
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.




