LETZTER BEITRAG
Heinz Heiber (1928-2003): Altarretabel aus der Königsberger Marienkirche (1960)
Sakrale Werke des Bildhauers Heinz Heiber (1928-2003) findet man nach seinem Umzug nach Nürnberg vermehrt in fränkischen Kirche. Mit klobigen, reduzierten Formen orientiere er sich, ähnlich wie zur gleichen Zeit auch Matthäus Bayer, an der

Delwin Oliver „Del“ Parson (geb. 1948): Gemälde „Stadt Zion“ (1982)
Bei Illustrationen aus dem Umkreis kleinerer Glaubensgemeinschaften ist es mitunter schwierig, die Künstler der betreffenden Illustrationen ausfindig zu machen. Einerseits gab es, anders als bei Auktionskatalogen oder Buchcovern, keine Tradition der Namensnennung, und dann haben die Redaktionen der Zeitschriften und Verlage oftmals nicht das geschulte Personal, etwas Recherche zu einem

Charlotte Heckl-Böhm (geb. 1928): Mischtechnik „Neues Jerusalem“ (1982)
Kunstwerke, auf denen die Stadt des neuen Jerusalem tendenziell abstrakt wiedergegeben wird, kommen oft bei der Darstellung der Häuser zu rechteckigen Blöcken, die Bauklötzchen ähnlich sehen. Die Perlen der Tore werden dann zu einem runden Element, womit die Vielgestaltigkeit letztlich auf die zwei geometrischen Grundformen Kreis und Rechteck runtergebrochen werden.

Alfredo di Prinzio (1939): Freimaurer-Phantasie (1980)
Dieses Kunstwerk strahlt Dynamik, Kraft und Energie aus. Durch den gelbroten Lichtstrahl über dem Kubus wird vor allem die Vertikale betont: Hier geht es um das Streben nach höheren Dingen, um die Gleichwerdung des Menschen mit Engeln. Von den Engeln sind vier an den jeweiligen oberen Ecken des Kubus zu

Louise Jeter Walker (1913-1998): „Das Neue Jerusalem und die Hölle“ (um 1980)
Zu Beginn der 1980er Jahre wurde die Serie „The Great Questions of Life“ („Die großen Fragen des Lebens“) von Louise Jeter Walker (1913-1998) herausgebracht. Walker, eine gebürtige Missionarin, wirkte vor allem als Pastorin einer Pfingstkirche in Peru und missionierte von dort aus vor allem in Peru und später in Kuba.

Barbara Ollesch (1918-2004): Dachfenster des evangelischen Gemeindehauses in Kaiserswerth (um 1975)
In Gebäuden außerhalb von Kirchen findet man selten einmal ein Himmlisches Jerusalem aus Glas; eine Ausnahme ist das evangelische Gemeindehaus und Büro in Kaiserswerth, ein im Grünen gelegener Stadtteil von Düsseldorf. Als 1976 das Gebäude durch den Architekten Konrad Beckmann fertiggestellt und eingeweiht wurde, war im ersten Stock ein größerer

Sieger Köder (1925-2015): Gemälde „Ich sah das neue Jerusalem wie eine Braut“ (1992)
Sieger Köder, geboren 1925, hatte 1946/47 an der Fachschule für Edelmetall in Schwäbisch Gmünd studiert, danach bis 1951 Malerei und Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Später, Mitte der 1960er Jahre, begann er mit vierzig Jahren ein Theologiestudium in Tübingen und trat 1969 ins Priesterseminar Rottenburg ein.

Jochanan Ligtenberg (geb. 1942): Gemälde „Himmlisches Jerusalem“ (um 2000)
Das Bild „Heavenly Jerusalem“ (65 x 50 Zentimeter) des messianischen Juden Jochanan Ligtenberg (geb. 1942) war um 2000 ein beliebtes Jerusalemer Postkartenmotiv christlicher Pilger und Pilgerinnen in Jerusalem. Die Lithographie zeigt eine schwebende Stadt, die von außen wie ein Karton aussieht. Die kahlen Wandflächen sind lediglich von Türmen unterbrochen, die

Peter Sedlaček (1939-2015): Serie „Apokalypse“ (2000)
Die Serie „Apokalypse“ entstand im Jahr 2000 und wurde noch im gleichen Jahr erstmals in Florenz auf einer Einzelausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich dabei um elf Bleistiftzeichnungen, die der surrealistische Maler Peter Sedlaček (1939-2015) geschaffen hat. Sedlaček wurde 1939 in Hamburg geboren, ist dann in Scheeßel aufgewachsen und

Ingrid Moll-Horstmann (geb. 1936): Holzschnitt zum Himmlischen Jerusalem (um 1970)
Ingrid Moll-Horstmann, geboren 1936 in Herne, hat von 1956 bis 1960 an der Hochschule für bildende Künste in Düsseldorf bei Otto Pankok, Robert Pudlich und anderen Kunst studiert. Anschließend unterrichtete sie viele Jahre Graphik an der Universitäts-Gesamthochschule in Paderborn. Daneben entstanden von Moll-Horstmann zahlreiche Holzschnitte – ein Medium, an dem

Marc Eliany (geb. 1948): Gemälde „Neues Jerusalem“ (1963)
Das Gemälde ist Teil einer Serie zu Jerusalem und dem Heiligen. Es wurde von 1962 bis 1963 von Marc Eliany angefertigt, der zu diesem Zeitpunkt gerade nach Jerusalem gezogen war. Das Werk wurde bislang auf Ausstellungen in Kanada und Israel der Öffentlichkeit gezeigt. Es appelliert, nach Ansicht des Künstlers, an

Allen Johnson: Zeichnung „Der Himmel: Ein Platz, für uns bereitgehalten“ (um 1950)
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden vor allem in den USA neue Beiträge zum Bildmotiv Himmlisches Jerusalem. Maßgeblich wurde dort die Fassung von Clyde Provonsha aus dem Jahr 1952. Sogleich wurde dieses Werk rezipiert, es erschienen Kopien, Varianten, Interpretationen. Darunter fällt diese Zeichnung eines Illustrators aus der zweiten Reihe, von dem

Paul Maas (geb. 1936): Gemälde „St. Johannes sieht das Himmlische Jerusalem“ (1967)
Würde man nur dieses Bild kennen, käme man ohne Vorkenntnisse vermutlich kaum auf den gezeigten Inhalt oder seinen Titel „St. Jan ziet het hemelse Jeruzalem“ – so steht es auf der Rückseite der Leinwand, wo auch das Datum und der Maler angegeben sind, zusätzlich zu der Signatur auf der Vorderseite

Adventisten: Illustrationen von „Seminars Unlimited“ (1986)
Im Jahr 1986 gab „Seminars Unlimited“ aus Keene (Texas) in den USA 24 kleinere Broschüren heraus, um auf das bevorstehende Weltenende hinzuweisen. Tatsächlich waren die Jahre vor der Jahrtausendwende von einer endzeitlichen Stimmung geprägt, vor allem in freikirchlichen Kreisen der USA im Bible Belt, dem auch Texas zugehört. So eindringlich

Pilgrim’s Progress aus Indonesien, Ausgabe 1994
1994 erschienen in Indonesien elf Comic-Hefte zu John Bunyans Pilgrim’s Progress. Sie wurden mit einfachen schwarz-weißen Zeichnungen eines unbekannten Künstlers ausgestattet. Im ersten Heft mit dem Titel „Perjalanan Seorang Musafir“ zeigt die Seite 19 den Pilger bei der Ankunft an einer Himmelspforte, die wie eine moderne, geschlossene Haustür aussieht, ebenso

Ruth Faye Cantelon (geb. 1943): „John Bunyan’s Immortal Allegory“ (1994)
In der Stadt Bellingham im US-Bundesstaat Washington erschien im Jahr 1994 der Band „John Bunyan’s Immortal Allegory“, zu Deutsch etwa „John Bunyan’s unsterbliche Allegorie“. Es ist eine weitere Ausgabe zu dem Erfolgsroman Pilgrim’s Progress, unter anderem mit neuen schwarz-weißen Zeichnungen von Ruth Faye Cantelon (geb. 1943) aus Bellingham. Sie erinnern

Illustration „Verkündet! Verkündet! Verkündet!“ der Zeugen Jehovas (1924)
Die Zeitschrift „The Watchtower“ (vollständig: „The Watchtower Announcing Jehovah’s Kingdom“) ist die zentrale religiöse Zeitschrift der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas. Zählt man die Auflagen in verschiedenen Sprachen zusammen, soll es die auflagenstärkste Zeitschrift der Welt sein. Umso einflussreicher sind die

Armenbibel Codex Palatinus Latinus 871 (um 1425)
Der Codex Palatinus latinus 871 ist eine Bilderhandschrift im Besitz der Biblioteca Apostolica Vaticana. Das Werk ist auch eine frühe Biblia Pauperum, eine Armenbibel, obwohl sich auch Arme im Mittelalter eine solche Bibel keineswegs leisten konnten. Der Begriff ist unglücklich

Cornelis Galle I, der Ältere (1576-1655): „Regia via Crucis“ (1635)
„Regia via Crucis“ erschien im Jahr 1635. Es ist ein Werk von Benedictus van Haeften (1588-1648), Propst der Benediktinerabtei Affligem (Brabant) und Autor zahlreicher religiöser Werke. In dieser Schrift beförderte er die Gegenreformation, erneuerte das Klosterleben und gründete die belgische

Mario Zampini (1905-1963): „Albo Benedettino“ (1922)
„Albo benedettino, con cenni storici su San Benedetto di Alice De Micheli“ ist ein Kunstband, den Mario Zampini mit schwarzweißen Zeichnungen ausgestattet hat. Der Verlag Bozzo e Coccarello aus Genua startete 1922 eine Auflage von 500 nummerierten Exemplaren. Es geht

Medaille von 1675 in Gedenken an das Jubeljahr (1675)
1675 fand in Rom unter Papst Clemens X. wieder einmal ein Jubeljahr statt. Höhepunkt war der symbolische Hammerschlag an die vermauerte Pforte, deren Niederreißen und eine anschließende erste Jubelmesse im Petersdom. Eine von mehreren Erinnerungsmedaillen, die der Vatikan aus diesem

MS Add 15243: Mittelalterliche Apokalypsehandschrift (um 1360)
Diese mittelalterliche Miniatur zeigt eine Stadt, die als Neues Jerusalem gedeutet wird. Sie besitzt zwölf ähnliche Türme: massive Mauern, oben ein auskragender Zinnenkranz, besetzt jeweils mit einem männlichen Wächter. Es sind mit ihren vergoldeten Heiligenscheinen die zwölf Apostel, deren Gesten
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






