
Ikone „Die Versammlung der Engel“ (16. Jh.)


Mikhail Vasilevich Nesterov: „Der Erlöser auf dem Thron“ (1905)
LETZTER BEITRAG
Ikone „Die Versammlung der Engel“ (16. Jh.)
Diese Temperamalerei auf goldenem Hintergrund hat den Titel „Die Versammlung der Engel“ und wird der russischen Schule der Ikonenmalerei zugerechnet. Sie zeigt eine Art himmlische Liturgie, bei der Engel und Heilige um Christus auf seinem

Rudolf Yelin (1902-1991): Petruskirche in Gablenberg (1951)
Die Petruskirche befindet sich hoch oben auf dem Gablenberg über Stuttgart. Richard Iwan hatte sie für den damals aufstrebenden großbürgerlichen Stadtteil zwischen 1900 bis 1902 erbaut, außen im neogotischen Stil, im Inneren bereits mit Anklängen an den Jugendstil. Die drei Bahnen der ursprünglichen Altarfenster mit ihren geometrischen Mustern und figürlichen

Paul Weigmann (1923-2009): St. Katharina in Wissen-Schönstein (1964)
Zur Grundausstattung der römisch-katholischen Kirche St. Katharina in Schönstein bei Wissen am Rand des Westerwalds (noch Rheinland-Pfalz) gehören auch die horizontalen Lichtbänder, die sich an beiden Seiten des Kirchenschiffs in zehn Meter Höhe entlangziehen. Mit der Ausführung beauftragte man Paul Weigmann (1923-2009), der für die Kirche auch die Kapellenfenster und

Rudolf Yelin (1902-1991): Plochinger Friedhofskapelle (1950)
Die Auferstehung Christi ist verständlicherweise ein passendes Bildmotiv für Friedhofskirchen, gleiches gilt für das Himmlische Jerusalem, denn dort versprachen sich viele Gläubige nicht nur ihre eigene Auferstehung, sondern auch ein Wiedersehen mit (genehmen) Familienmitgliedern und Freunden. Die Friedhofskapelle von Plochingen, einer Neckarstadt im Einzugsgebiet von Stuttgart, zeigt beide Motive vereint.

Rudolf Yelin (1902-1991): Deckenmalerei in Stuttgart-Möhringen (1949)
Nachdem Rudolf Yelin das Himmlische Jerusalem als Bildmotiv bereits 1929 in Backnang auf einem Kirchenfenster zeigte, dauerte es einige Zeit, bis sich der Künstler wieder damit beschäftige bzw. beschäftigen konnte. In den 1930er Jahre wurde nur wenig in den Kirchenbau investiert, und im Zweiten Weltkrieg kam die Bautätigkeit so gut

Heinz Lilienthal (1927-2006): Evangelische Maria-Magdalena-Kirche zu Thedinghausen (1988)
Die evangelische Maria-Magdalena-Kirche zu Thedinghausen im Landkreis Verden (Aller) besitzt im Chorbereich ein dreiteiliges Fenster aus dem Jahr 1988. Die Backsteinkirche hat sich zwar ihre neogotische äußere Gestalt erhalten, doch die komplette Innenausstattung ging im Zweiten Weltkrieg verloren, allein eine Glocke überlebte. Eine Generation lebte mit einer einfachen Notverglasung, Mitte

Heinz Lilienthal (1927-2006): Evangelische Auferstehungskirche von Weddinghofen und die Anstaltskirche „Zum Guten Hirten“ in Celle (1977)
Im Jahr 1977 wurde die evangelische Auferstehungskirche zusammen mit dem Gemeindehaus in Weddinghofen erbaut, einem Ortsteil von Bergkamen im nördlichen Ruhrgebiet. Der Name der Kirche soll dazu angeregt haben, den Ort der Auferstehung, das Himmlische Jerusalem, im Kircheninneren bildlich zu thematisieren. Anders als bei katholischen Bauten, wo der Ambo oder

Heinz Lilienthal (1927-2006): Evangelische Felicianuskirche in Kirchweyhe (1967)
Eine eindrucksvolle apokalyptische Schau bieten die drei Chorfenster der evangelischen Felicianuskirche in Kirchweyhe, einem Ortsteil von Weyhe im Landkreis Diepholz, geschaffen im Jahr 1967. Zustande gekommen waren sie auf Wunsch eines Pastors, der zuvor in Gröpelingen als Vikar gearbeitet und dort die Fenster kennen und schätzen gelernt hatte.Schon um 1250

José Camarón y Bonanat (1731-1803): Ölmalerei und Studien der Maria Immaculata (um 1775)
José Camarón Bonanat (auch Bononat, 1731-1803) war ein Zeichner, Maler und Kupferstecher aus Segorbe, Spanien. Seinen ersten Kunstunterricht erhielt er von verschiedenen Familienmitgliedern, bis er bei dem Dominikanermönch und Maler Miguel Posadas in die Lehre ging. In den 1750er Jahren nahm er an Ausstellungen der neugegründeten Kunstakademie Santa Bárbara in

David Hetland (1947-2006): Trinity Lutheran Church in Jamestown (1996)
Für die Trinity Lutheran Church in Jamestown (US-Bundesstaat North Dakota) gestaltete David J. Hetland (1947-2006) zu Beginn des Jahres 1996 sieben Fenster, die noch im gleichen Jahr eingebaut und feierlich eingeweiht wurden. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Manufaktur Michael Orchard in Fargo. Das letzte der Fenster besitzt die Inschrift:

David Hetland (1947-2006): First Lutheran Church in Fergus Falls, Minnesota (1990)
Der Narthex der First Lutheran Church in Fergus Falls im US-Bundesstaat Minnesota wurde im Jahr 1990 mit Buntglasfenstern ausgestattet. Diese wurden von David J. Hetland (1947-2006) entworfen und von der Fachfirma Lightbenders Glass Studio in Fargo (North Dakota) hergestellt. Es hat den Titel „The Great Commission“ („Der große Auftrag“) und

Anonymer Künstler: Malerei der „Maria Immaculata“ aus der Kathedrale La Purisima in Macas (1924)
Diese Maria Immaculata mit einer Darstellung der „Puerta del cielo“ mittig links sowie der „Cividad de Dios“ rechts unten befindet sich original in der Kathedrale La Purisima in der ecuadorianischen Stadt Macas. Der heutige Bau ist von 1993, beherbergt aber ein Marienbildnis, das eine lange Vorgeschichte mitbringt. Es geht auf

Paul Reding (geb. 1939): Taufbeckenschmuck aus St. Marien in Waltrop (2000)
Die römisch-katholische Marienkirche in Waltrop, erbaut in den frühen 1930er Jahren, hatte viele Jahre nur eine spärliche Ausstattung, der einzige Schmuck in dem großen Raum waren zunächst lediglich die Buntglasfenster, von denen übrigens eines das Himmlische Jerusalem zum Thema hat. Der Priester Franz Josef Durkowiak begann Anfang der 1990er Jahre,

Franz Pauli (1927-1970): Kirche „Zum verklärten Christus“ in Bad Driburg (1968)
Nach Vorgängerfassungen in Neu St. Alban in Köln (1958), in St. Martin in Meinerzhagen (1966) und in St. Georg in Duisburg-Hamborn (1966) wurde das Motiv kurz darauf ein viertes und letztes Mal verwendet, diesmal als farblose Fassung. Die lediglich weißen opaken Scheiben sollen die Lichtwirkung des kleinen Fensters steigern und

Franz Pauli (1927-1970): St. Martin in Meinerzhagen (1966)
Ein großes, quadratisches Jerusalem-Fenster befindet sich im rechten Teil des Chorraumes der römisch-katholischen St. Martinskirche in Meinerzhagen (Sauerland). Diese wurde 1966 nach dem Vorbild der Wallfahrtskirche Notre Dame du Haut von Le Corbusier im französischen Ronchamp erbaut (dort ohne Darstellung des Neuen Jerusalem). Im Gegensatz zu ihrem Vorbild hat diese

Franz Pauli (1927-1970): St. Georg in Duisburg-Hamborn (1966)
Eine in Form und Farbe ähnliche Arbeit wie das gleichzeitig entstandene Fenster in Meinerzhagen (1966) befindet sich in der ehemaligen römisch-katholischen Kirche St. Georg in Hamborn, einem nördlichen Stadtteil von Duisburg (Ruhrgebiet). Die Mitte der 1960er Jahre erbaute Kirche hat inzwischen ihre Funktion als Gottesdienstort verloren, jetzt (2022) wird sie

Russische Wandteppiche „Amerika“ (1745-1747 bzw. um 1750)
Der Wandteppich „Amerika“ gehört zu der vierteiligen Serie „Kontinente der Welt“. Die 305 x 211 Zentimeter große Arbeit besteht aus Wolle und Seide. Hergestellt wurde sie in der kaiserlichen Gobelin-Manufaktur von Sankt Petersburg, über den Zeitraum von drei Jahren hinweg

Jacques Pecnard (1922-2012): Gemälde „La Jérusalem céleste“ (um 1990)
Jacques Pecnard (1922-2012) war in erster Linie Gebrauchsgrafiker für Pariser Verlage wie Hachette, Flammarion, die Sammlung Rouge et Or, die Éditions Larousse, für die Tageszeitung France-Soir und Zeitschriften wie Elle und Femina. Daneben illustrierte er große Werke der Weltliteratur, mit

Gottfried Zawadzki (1922-2016): Buntglasfenster aus der evangelischen Kirche von Dresden-Langebrück (1984)
Gottfried Zawadzki (1922-2016) war ein führender Glasmaler in der DDR, über 500 Glasbildfenster, Betonglasgestaltungen und Wandbilder gehen auf ihn zurück, überwiegend in Osteuropa. In diesem reichhaltigen Schaffen fand auch das Himmlische Jerusalem seinen Platz, etwa bei der Liebfrauenkirche in Bautzen

Italienischer Meister: Madonnenbild der Lieben Frau von Łukawiec (um 1620)
Überregional bekannt ist eine Madonnenmalerei, die das bauliche und spirituelle Zentrum der Kirche von Łukawiec (Karpatenvorland) ausmacht. Dort befindet sich das Bildnis Liebe Frau von Łukawiec (polnisch: Matka Boża Łukawiecka), früher Unsere Liebe Frau von Tartaków, auch bekannt als Unsere

Fabian Möller (geb. um 1600, gest. nach 1635): Chorschmuck der Marienbasilika Krakau (1635)
Die Marienkirche oder auch Marienbasilika ist der bedeutendste Sakralbau Krakaus, weltbekannt wegen des Hochaltars von Veit Stoß. Ein Jahrhundert nach seinem Einbau wurde der Chorbereich mit aufwendigen Schnitzereien erneut aufgewertet, zunächst mit einem Baldachingestühl zu beiden Seiten des Chorraums. Es wurde

Augustinerkloster von Krakau-Kazimierz: Wandfresko der Maria Immaculata (um 1550)
Zahlreiche Mönchsorden waren im mittelalterlichen Krakau präsent, in der Innenstadt haben sich mehrere Kreuzgänge von Klöstern erhalten, die alle mehr oder weniger künstlerisch ausgestaltet waren. Eine Darstellung der Maria Immaculata hat sich jedoch allein im Kreuzgang des Augustinerklosters erhalten, im
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.



