LETZTER BEITRAG
Marc de Klijn (geb. 1939): Gemälde in der Kirche „Open Hof“ in Kampen (1994)
Die protestantische Kirche „Open Hof“ in Kampen (Provinz Overijssel, Niederlande) ist tatsächlich rund um die Uhr geöffnet. Nächtliche Gäste müssen allerdings kurz warten, bevor sie eingelassen werden. Eine weitere Besonderheit dieser Kirche ist, dass hier

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Kirche St. Laurentius von Neckarweihingen (1979)
Der Glasmaler Wolf-Dieter Kohler (1928-1985) erfand sich am Ende seiner Karriere neu, um 1980 änderte sich sein Stil merklich: Die Zeichnungen werden weicher, die Figuren blicken freundlicher, die abstrakten, expressiven Anteile (Zacken und Strahlen aller Art) sind deutlich zurückgenommen und die Fenster wirken harmonischer, ausgewogener. Hat Kohler schon von Beginn

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Kirche St. Jakobi von Itzehoe (1978)
Wolf-Dieter Kohler (1928-1985) war ein Glasmaler, der hauptsächlich in den Grenzen seiner Landesgrenze, in seinem Fall Württemberg, tätig gewesen war. Das war zu seiner Zeit der Normalfall: Die evangelischen Landeskirchen hatten jeweils „ihre“ Künstler, die überwiegend in ihrem Gebiet tätig wurden: so etwa für Kurhessen-Waldeck Erhardt Klonk, für Hannover Heinz

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Andreaskirche von Aach (1976)
Im Ort Aach bei Freudenstadt im Schwarzwald befindet sich die Andreaskirche. 1897 erbaut stand 1976 eine Renovierung an, bei der hochwertigere Buntglasfenster eingebaut werden konnten. Dafür gewann man den Stuttgarter Glasmaler Wolf-Dieter Kohler (1928-1985), der hier eine seiner letzten Darstellungen des Himmlischen Jerusalem schuf. Gleichzeitig es eines seiner unbekannteren Werke;

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Kirche von Zell (1975)
Im deutschsprachigen Raum gibt es etwa zwanzig Orte mit dem Namen Zell, derjenige in Württemberg wird auch als Zell bei Esslingen oder auch als Zell am Neckar bezeichnet. Seine evangelische Kirche besitzt nicht nur ein Parament mit dem Himmlischen Jerusalem, sondern auch ein Glasfenster mit diesem Motiv.Mitte der 1970er Jahre

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Januariuskirche von Oßweil (1975)
Januariuskirchen gibt es wenige. Der lateinische Name klingt irgendwie heidnisch und lässt an den Gott Janus denken. Er bezieht sich jedoch auf einen Märtyrer und Bischof von Neapel aus dem 3. Jahrhundert nach Christus. In Oßweil, einem Ortsteil von Ludwigsburg bei Stuttgart, wurde nach der Reformation dieser Name der spätgotischen

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Bartholomäuskirche Nordheim (1973)
Die zwölf Tore des Himmlischen Jerusalem hat Wolf-Dieter Kohler (1928-1985), ein Glaskünstler aus Stuttgart, in württembergischen Kirchen schon oftmals dargestellt. Zu Beginn der 1970er Jahre lassen sich neue Tendenzen festmachen, für die ein Fenster der evangelischen Bartholomäuskirche in Nordheim am Rand des Kraichgaus unterhalb von Heilbronn steht. Die Tore sind

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Martinskirche in Söhnstetten (1971)
Oftmals befinden sich im Altarbereich kleinerer Kirchen Württembergs ein oder drei Fenster – nicht in der Martinskirche in Söhnstetten auf der Schwäbischen Alb, einer neoromanischen Kirche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bei einem Doppelfenster bieten sich Gegenüberstellungen an wie Altes und Neues Testament, Lebensbeginn und Lebensende oder Tag und

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Georgskirche in Willsbach (1970)
Drei Jahre nach seinem Fenster für die Philipp-Matthäus-Hahn-Kirche in Onstmettingen entwarf Wolf-Dieter Kohler (1928-1985) eine ähnliche Konzeption für die Georgskirche in Willsbach im Landkreis Heilbronn. Beide Bauwerke gehören der evangelischen Landeskirche Württembergs. Handelte es sich in Onstmettingen um ein Rundfenster im Kirchenschiff, so war es in Willsbach eine dreiteilige Fensterbahn

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Philipp-Matthäus-Hahn-Kirche in Onstmettingen (1967)
Die Philipp-Matthäus-Hahn-Kirche in Onstmettingen (Albstadt, Schwäbische Alb) war die langjährige Wirkungsstätte von Philipp Matthäus Hahn (1739-1790). Dieser war Pfarrer und auch Ingenieur. Als solcher hat er zahlreiche Erfindungen getätigt, an erster Stelle die Neigungswaage. Hahn, heute vergessen, galt vergangenen Generationen als idealer pietistischer Hausvater, fleißig wie fromm zugleich. Die heutige

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Münsterkirche in Klosterreichenbach (1968)
Die heute evangelische Münsterkirche im Schwarzwaldort Klosterreichenbach ist eine Benediktiner-Klosterkirche, die von Hirsau aus im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Bei Wolf-Dieter Kohler (1928-1985) war die zeitliche Abfolge umgekehrt: Er schuf erst ein Fenster mit dem Himmlischen Jerusalem für die Münsterkirche in Klosterreichenbach, und zwei Jahre darauf ein ähnliches Fenster in

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985), Rudolf Yelin (1902-1991): evangelische Martinskirche in Kornwestheim (1968)
Im Jahr 1968 kam es wieder einmal zu einer Zusammenarbeit der drei württembergischen Meister der Glasmalerei, Wolf-Dieter Kohler (1928-1985), Rudolf Yelin (1902-1991) und Adolf Saile (1905-1994). Auf dem entsprechenden Fenster ist unten eingeschrieben, dass Yelin den Entwurf und Saile die Ausführung geleistet hätten, so dass man sich fragt, was der

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Dorfkirche von Fornsbach (1967)
Das Dorf Fornsbach gehört zur der Stadt Murrhardt im Rems-Murr-Kreis. Nach dem Krieg wurde dort 1949 die evangelische Kirche neu errichtet, zum Teil auf dem ehemaligen Standort und in den einstigen Proportionen wie der zerstörte Vorgängerbau. Der erste Wiederaufbau war einfach und zweckdienlich, Kunst spielte an der Fassade wie in

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): Johanneskirche in Münchingen (1967)
Im Jahr 1968 fand am Erntedankfest die Einweihung der neuen Chorfenster statt, die Wolf-Dieter Kohler (1928-1985) aus Stuttgart für die evangelische Johanneskirche in Münchingen, eine Stadt nördlich von Stuttgart gelegen, ein Jahr zuvor entworfen hat. Angefertigt wurde die Glasarbeit dann von Siegfried Gaiser in Stuttgart. Der Patron der Kirche, Johannes,

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Christuskirche in Maisenbach (1967)
Die Bauunterlagen belegen: Schon vor Grundsteinlegung der evangelische Christuskirche in Maisenbach (nördlicher Schwarzwald) stand fest, dass in diesem Kirchenneubau die Tore des Himmlischen Jerusalem als Glasfenster eingesetzt werden sollten. Die ganze Architektur des Neubaus ist daraufhin ausgerichtet. Zunächst war Adolf Saile dafür vorgesehen, der aber aus unbekannten Gründen seine Mitarbeit

Wolf-Dieter Kohler (1928-1985): evangelische Kirche von Glems (1967)
Auf diesem schmalen Rundbogenfenster windet sich eine lange Reihe von Menschen von unten nach oben. Dargestellt ist die Menschheitsgeschichte nach der Bibel. Es beginnt mit der Vertreibung aus dem Paradies und endet zunächst an einer Krippe. Von hier, also der Geburt Christi, gibt es eine Brücke nach oben zum Himmlischen

Willee WTH Regensburger: Altar-Installation des Klinikums Schön in Neustadt (1995)
Die kleine Hauskapelle des Schön-Klinikums in Neustadt in Holstein wurde zeitgleich mit dem Klinikneubau von 1993 bis 1995 gebaut. Es ist eine der ganz wenigen Krankenhäuser, die sich noch in privater Trägerschaft einer Familie, hier der Familie Schön, befinden. Seit

Bernhard Kraus (1867-1935): Historismus-Fensterzyklus aus St. Blasius in Balve (um 1890)
St. Blasius ist die römisch-katholische Hauptkirche in Balve, eine Stadt am Rande des Sauerlands. In den ältesten Teilen geht der Bau an diesem Ort bis ins 12. Jahrhundert zurück, die heutige Erscheinung entstand maßgeblich 1910, als ein Erweiterungsbau nach dem

Alexandre Cingria (1879-1945): Rundfenster aus Notre-Dame de l’Assomption in Echarlens (1926)
Betrachtet man dieses Rundfenster, gewinnt man anhand der Farben und geschwungen Formen den Eindruck, ein Kunstwerk der 1970er Jahre vor sich zu haben. Tatsächlich ist diese Arbeit zwei Generationen zuvor in den 1920er Jahren entstanden, für eine reformierte Kirche in

Fenster der Maria Immaculata aus St. Marin in Artonne (1890)
Der Legende nach kam der heilige Martin Ende des 4. Jahrhunderts nach Artonne (Auvergne, Departement Puy-de-Dôme), um dort das Grab einer jungfräulichen Märtyrerin zu verehren. Tatsächlich reichen die Anfänge des Baus, bei dem römische Säulen wiederverwendet wurden, bis in das

Erentrud Trost (1923-2004): Fensterwand aus St. Petrus Canisius in Hagen-Eckesey (1957)
Der Hagener Stadtteil Eckesey blühte nach dem Zweiten Weltkrieg auf, vor allem die Eisenbahn und Fabrikationen der Eisenverarbeitung schufen Arbeitsplätze und sorgten für Zuzug. Der römisch-katholische Gemeinde war es möglich, auf einem noch freien Grundstück das Zentrum St. Petrus Canisius

Georges-Albert Jourdin (gest. 1920): Fenster der Kirche Notre-Dame-des-Grâces in Grand-Lancy (1913)
Grand-Lancy, ein Stadtteil von Lancy, gehört zum Kanton Genf und ist mit der Stadt eng verwachsen. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts expandierte die Stadt im Zuge von Industrialisierung und Urbanisierung. Infolge von Spannungen des Kulturkampfs verlor die katholische Pfarrei ihr
Über mich
Dr. Claus Bernet
Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.






