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Juan P. Morlette Ruíz (1713-1770): Himmelspforte (um 1750)

Juan Patricio Morlette Ruíz (1713-1770) war ein mexikanischer Künstler, der sich vor allem für seine Castabilder einen Namen machte. Auf diesen großformatigen Bildern sind systematisch Nachkommen von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen aufgeführt. Wie viele seiner Kollegen im kolonialen Neuspanien war Ruíz Mitglied der Mitte des 18. Jahrhunderts gegründeten Akademie für Malerei und konnte dadurch an adelige Auftraggeber bis nach Europa gelangen. Innerhalb seines vielfältigen Schaffens entstanden Meisterwerke wie „Cristo flagelado y consolado por los Siete Arcángeles“ aus dem Nationalen Kunstmuseum vom Mexiko-Stadt, „La Glorificación de la Sangre de Cristo“ im Besitzt der Compañia de Jesús von Mexiko-Stadt oder der Schmerzens-Retabel im Museo de las Intervenciones in Churubusco. Ein Maria-Immaculatabild in Öl steht diesen Malereien in der Qualität in nichts nach. Juan P. Morlette Ruíz fertigte es um das Jahr 1750 an, als er auf dem Höhepunkt seiner beruflichen Tätigkeit stand. Es zeigt oben rechts eine breite Himmelspforte, die auf einer Wolke thront. Sie ist im barocken Dekor gehalten; ihr heller Goldton habt sich kaum vom umgebenden Licht ab, eher wird sie überstrahlt von der Helligkeit, die von der Marienfigur links ausgeht. Das Ölgemälde wurde sicherlich einst für eine katholisches Kirche oder ein Kloster erstellt. Heute gehört es zu einer Privatsammlung, die es dankenswerterweise bei der mexikanischen Kulturstiftung Banamex in Kommission gegeben hat. Es reiht sich ein in andere Werke, die das Himmlische Jerusalem zum Thema haben, von Meistern wie Manuel de Echave, Maestro de San Ildefonso oder Miguel González, neben zahlreichen Ölgemälden der Maria Immaculata, von der der Maler namentlich nicht bekannt ist. Glücklicherweise ist dies im vorliegenden Beispiel anders.

 

tags: Banamex, Mexiko, Maria Immaculata, Barock, Rokoko, Neuspanien
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