LETZTER BEITRAG

Glasmalerei aus der Kathedrale von Sens (1205-1215)

Die römisch-katholische Kathedrale von Sens in Burgund ist einer der ersten sakralen Großbauten der Gotik, was nicht nur für die Fassade, sondern auch die Glasmalereien im inneren gilt. Der gesamte Raum ist mit hochwertigen Malereien

Mehr lesen

Adolf Valentin Saile (1905-1994): Chorfenster der evangelischen Kirche in Meidelstetten (1951) und Chorfenster der Johanneskirche in Sersheim (1958)

Adolf Valentin Saile (1905-1994) zählt in Württemberg zu den wichtigsten Glasmalern der Nachkriegszeit, wie Rudolf Yelin (1902-1991) und Wolf-Dieter Kohler (1928-1985). In allen Kombinationen arbeiteten diese drei Künstler am Thema des Neuen Jerusalem: für einen jeweiligen Auftrag zu zweit, dann auch alleine oder sogar zu dritt. Vor allem mit Yelin

Mehr lesen

Joseph Jaekel (1907-1985): Jerusalemsleuchter aus der evangelischen Kirche in Walldorff (um 1965)

Die Waldenserkirche in Walldorf, südlich von Frankfurt in Südhessen, ist ein denkmalgeschütztes, historisches Gotteshaus, das 1699 von französischen Glaubensflüchtlingen gegründet und im Jahr 1805, als die Gemeinde zur größten deutschen Waldensergemeinde herangewachsen war, neu erbaut wurde. Durch Bahnanschluss, Industrialisierung und durch die Nähe zu Frankfurt/Main wuchs die Gemeinde weiter, so

Mehr lesen

Weltgericht aus der Stadtkirche Haiger (1485-1490)

In der Region des Lahn-Dill-Kreises (Mittelhessen) haben sich mehr mittelalterliche Wandmalereien als in anderen Regionen Deutschlands erhalten: Die Gegend ist dünn besiedelt, wenig Industrie, Kriegshandlungen und Fliegerangriffe gab es während des Zweiten Weltkriegs kaum. Einen besonders reichhaltigen Bestand von Malereien besitzt die evangelische Stadtkirche in Haiger, die in ihren ältesten

Mehr lesen

Johann Martin Heigl (um 1730-1774): Deckenfresko der Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Forstinning (um 1768)

Die Darstellung der Symbole der Lauretanischen Litanei innerhalb von Kirchen findet sich vornehmlich an Glasfenstern im Seitenschiff, seltener als Wandmalerei, etwa in der Apsis. Doch gerade in Bayern findet man für Wandmalereien Beispiele, etwa in Altenmarkt, Ulbering oder Forstinning in Oberbayern.Die heutige Pfarrkirche Maria Heimsuchung in Forstinning steht auf romanischem

Mehr lesen

Ikonentyp „Brennender Dornbusch“ (ab 16. Jh.)

Es gibt eine spezielle Gruppe von Ikonen, bei der zwei Rauten einen achtstrahligen Stern bilden. In der zentralen Raute sind drei Personen zu finden: Eine übergroße Marienfigur, Christus als Kind von ihren Händen getragen, und nochmals Christus als Weltenherrscher auf dem Arm Mariens. Christus als Weltenherrscher beherrscht hier nicht etwa

Mehr lesen

Jörg Stocker (um 1461, verst. nach 1527): Weltgericht aus Oberstadion (um 1485)

Die römisch-katholische Kirche St. Martinus in Oberstadion (Schwaben) ist auch ein Kunstmuseum für mittelalterliche Malerei und Bildschnitzerei der Ulmer Schule – immer wieder reisen Studenten der Kunstgeschichte von den Universitäten Ulm oder Stuttgart an, um die Kunstwerke im originalen Umfeld erleben zu können. Beinahe wäre alles ganz anders gekommen. Spätestens

Mehr lesen

Christa Wanke (1937-2017): Parament aus der Friedenskirche von Hemau (1965)

In Hemau (Oberpfalz) wurde, soweit bekannt, die Thematik des Neuen Jerusalem in den 1960er Jahren erstmals präsent und in künstlerischen Arbeiten umgesetzt. Ende der 1960er Jahre hat der einheimische Kunstmaler Leo Katzmeier sowohl für die Außenfassade als auch den Rathaussaal Wandfresken geschaffen, die dann Anfang der 1970er Jahre ausgeführt wurden.

Mehr lesen

Günter Lang (geb. 1941): Jerusalemstele auf dem Friedhof von Wolfsegg (1989)

Günter Lang, geboren 1941 in Eichstätt, führte dort viele Jahre ein Atelier für Steinmetzarbeiten, in dem bis 2008 auch Werke in Bronze, Glas und Holz entstanden sind. Schwerpunkt war zunächst die christliche Sepukralkunst; der Homepage des Künstlers ist zu entnehmen: „Intensive Auseinandersetzungen mit der Theologie haben ihn zu einem einmaligen

Mehr lesen

Glasmalereien aus St. Ulrich in Wilchenreuth (1911)

Im Ort Wilchenreuth bei Neustadt an der Waldnaab (Oberpfalz) haben die evangelische wie die römisch-katholische Kirche den Namen Ulrich. Bei beiden Kirchenbauten wurden im Bauschmuck das Himmlische Jerusalem thematisiert. Die ältere evangelische Kirche besitzt bedeutende Wandmalereien aus der Romanik, die katholische Kirche hochwertige Glasarbeiten zwischen spätem Historismus und frühem Jugendstil.

Mehr lesen

Susanne Praun: Bronze-Relief für eine Münchener Kirchenglocke (1958)

In der römisch-katholischen Gemeinde St. Johannes in Diesenbach, einem Gemeindeteil des Marktes Regenstauf in der Oberpfalz, haben sich zwei Reliefplatten erhalten. Heute hängen die beiden Platten im Pfarrbüro und werden zwischen anderen Kunstwerken leicht übersehen. Eine hat den Titel „Königin des Friedens“, was sich auf Maria bezieht, die andere hat

Mehr lesen

Eva Limberg (1919-2013): Schmuckkreuz der Salemskirche in Tarmstedt (1969)

Anfang der 1960er Jahre hatte Eva Limberg (1919-2013) das Altarmosaik für die evangelische Kirche in Diekholzen geschaffen: Zwölf Tore, die (ohne Stadtmauern) um das Lamm in der Mitte frei im Raum schweben. 1967 wurde ein ganz ähnlicher Entwurf für die evangelische Kirche in Tarmstedt eingereicht, ein ländlicher Ort unweit von

Mehr lesen

Altarparament der Kirche St. Nikolaus in Marktleuthen (1992)

Der fränkische Raum wartet mit einer beträchtlichen Anzahl von hochwertigen Paramenten auf, vor allem gilt dies für die evangelischen Kirchen. St. Nikolaus in Marktleuthen (Oberfranken, Fichtelgebirge) ist ein Beispiel dafür. Hier war es in den 1990er Jahren Tradition, dass die Konfirmanden-Jahrgänge die Paramente spendeten. Kleinere Paramente konnten von einem Jahrgang

Mehr lesen

Weltgericht aus der Kirche von Pfäffikon (1484)

Mitten in der Schweiz findet sich der Ort Pfäffikon zwei Mal: Einmal südlich des Zürichsees im Kanton Schwyz und nördlich des Zürichsees im Kanton Zürich. Dieses letztgenannte Pfäffikon hatte vermutlich im 7. Jahrhundert schon eine merowingisch-karolingische Kapelle, aus der um

Weltgericht aus dem Rathaus zu Goslar (um 1470)

Viele besuchen Goslar (Harz), um im Rathaus die Malereien des frühneuzeitlichen Huldigungssaals zu sehen – und stehen dann vor einer verschlossenen Glastür, durch die man nur Teile der Malereien verzerrt und ohne das räumliche Erleben erkennen kann. Den Versammlungssaal einige

Wandmalerei „Weltgericht“ der Geburtskirche von Bagnot (1484)

Die Kirche von Bagnot, die später den Namen Geburtskirche (Église de la Nativité) bekam, wurde, so wird vermutet, durch Initiative des Herzogs von Burgund erbaut, der hier ein Jagdhaus unterhielt. Das würde auch die großflächigen Wandmalereien erklären, die sich die

Fresken aus Saint Martin in Nohant-Vic (Mitte 12. Jh.)

Dem Priester J. B. Périgaud verdanken wir die Entdeckung romanischer Fresken in dem Ort Vic und auch ihre frühe Erforschung. Périgaud kommt auch das Verdienst zu, dem Bau, der zu seiner Zeit als Scheune landwirtschaftlich genutzt wurde, wieder seiner ursprünglichen

Über mich

Dr. Claus Bernet

Um etwa 1990 begann ich, mich mit dem Thema Jerusalem zu beschäftigen. Die Stadt habe ich mehrfach bereist und Bücher zu diesem Thema verfasst; erwähnen sollte man vielleicht die Reihe „Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem“, den Band „Perlen des Neuen Jerusalem“ und meine Dissertation „Gebaute Apokalypse“. Zahlreiche Aufsätze erschienen immer wieder in Fachzeitschriften (Das Münster, Textilkunst International, Zeitschrift für Sepulkralkultur, u.v. a.). Mit meiner wissenschaftlichen Dokumentation von Jerusalems-Kunstwerken konnten bereits Ausstellungen und Museumskataloge unterstützt sowie Gemeinden bei der Anschaffung von geeigneten Kunstwerken beraten werden. Regelmäßig gebe ich auch Bildvorträge zu diesem Thema. Grundlage der Publikationen und der Bildvorträge sind meine fotografische Sammlung von inzwischen 6.000 Aufnahmen von Glasfenstern, Fresken, Mosaiken und anderen Kunstwerken.

error: