Suche
Close this search box.

Nicolai Greschny (1912-1985): Saint Pierre et Saint Paul in Aston (1961)

Ein Fresko mit dem Himmlischen Jerusalem befindet sich auch in Saint Pierre et Saint Paul, eine römisch-katholische Kirche im Ort Aston. Aston ist ein Dor in den Pyrenäen, im Département Ariège in der Region Okzitanien. Das dortige Fresko stellte Nicolai Greschny (1912-1985) 1961 fertig, der schon kurz zuvor in einer anderen Kirche in Chatel Guyon das Himmlische Jerusalem als Stadt dargestellt hat. Vor einem gewaltigen Stadttor begrüßt Christus die klugen Jungfrauen links, während rechts die törichten Jungfrauen zu sehen sind. Dieses symbolische Motiv wird des öfteren in einem apokalyptischen Kontext mit der himmlischen Stadt gezeigt.
Die beiden Tortürme reichen fast vom Boden bis an den Scheitel des Mauersegments. Im oberen Bereich sind die pyramidalen Dächer durch ein Seil in Form einer Girlande miteinander verbunden. Darunter findet sich erst ein Dreiecksgiebel, wiederum darunter ein Treppengiebel, unter dem Christus steht. Die Pforte hat auch eine Basis, die zu Füßen als Segment nach vorne klappt und die Proportion des gesamten Mauersegments im kleinen wiederholt. Neben den beiden Haupttürmen zieht sich links eine schräge Stadtmauer nach hinten, rechts dagegen ist sie rund.
Durch Tauben auf der Mauerkrone und dem Lebensbaum ist Jerusalem als Friedensstadt gekennzeichnet. Direkt unter dieser Malerei befindet sich eine weitere Malerei von Greschny. Dort steht das Pendant zum friedlichen Jerusalem, die Antistadt Rom (Babylon), vor der Andreas mit dem Kopf nach unten gekreuzigt wird.

Gilbert Assémat: Les fresques de Nicolai Greschny, Nouan-le-Fuzelier 1992.
Jacques Ducos: Les fresques de Nicolai Greschny, Aspet 2001.
Claus Bernet: Große Künstler, großartige Kunst, Norderstedt 2020 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 48).

 

tags: Pyrenäen, Okzitanien, Frankreich, Stadttor, Torszene, Taube, Babel
Share:
error: