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Tenold Peterson: First Methodist Church in Junction City (1985)

Eines der bedeutendsten Kunstwerke der weltweiten Methodistenkirche befindet sich in der First United Methodist Church in Junction City in Oregon, USA. Es sind sieben Glasfenster im Stil des Art Deco zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie wurden von dem Glaskünstler und Maler Tenold Peterson (geb. 1938) aus Junction City zwischen 1984 und 1985 für das Kirchenschiff entworfen. Dabei wurden noch brauchbare Rahmen aus der alten Methodistenkirche benutzt, die von Dave Davidson und John Nail zuvor restauriert worden waren. Das Fenster „Sunday of Fulfillment“ („Sonntag der Erfüllung“) oder auch „Christ the King“ („Christus König“) wurde von etwa zwanzig Mitgliedern aus der Gemeinde gemeinsam finanziert, wie es in Freikirchen der USA, die ohne Kirchensteuer leben müssen bzw. dürfen, üblich ist. Das zweiteilige Fenster präsentiert im oberen Teil über drei gleichförmigen Rundtoren eine pyramidal ansteigende Stadt in Silber und Gold vor hellgrünem Hintergrund. Die Anordnung erweckt den Eindruck, als dass hier Tore übereinander gesetzt wurden; das Bauwerk ähnelt den Kaskaden eines Brunnens oder Wasserfalls. Ganz oben ist ein Regenbogen, der sich den weichen, breiten Formen der Stadt anpasst. Unten ist das horizontale Edelsteinfundament zu sehen, hier gibt es auch blaue und rote Farbtöne zu entdecken. Diese Stadt ist bewusst von einem zweifachen Quadrat gerahmt, das auf ihre mystische Form verweist. Der untere Teil zeigt den aus der Stadt strömenden Lebensfluss, der die Stadt wie den Kelch einer Blume hält. Auch hier besteht alles aus einem Silberton, hellem Grün und gelben Einsprengseln.

Claus Bernet: Freikirchen, „Sekten“, Denominationen, Norderstedt 2013 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 9).

 

tags: Oregon, USA, Art Deco, Art Nouveau, Silber, Kelch, Brunnen
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