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Cornelis van Noorde (1731-1795): Der schmale Weg (1767)

Zu sehen sind zwei Kupferstiche, die im Original mit noch zwei weiteren Stichen auf einem Blatt gemeinsam vereint sind. Beide Male ist in der Ferne die Silhouette des Himmlischen Jerusalem eingearbeitet. Der bekannte niederländische Maler Cornelis van Noorde (1731-1795) schuf diese Grafiken im Jahre 1767, heute gehören sie der Kpferstich-Sammlung des Reichsmuseums Amsterdam. Die erste Arbeit zeigt den schmalen, gewundenen Weg nach oben in den Himmel. Auf einem Plateau wird ein Wanderer mit einem Fernrohr von den Allegorien Glauben (mit dem Attribut des Ankers) und Zuversicht (mit dem Attribut des Ankers) bedrängt, doch den mühsamen Weg durch das Tal in Richtung des gegenüberliegenden Berges mit dem Himmlischen Jerusalem einzuschlagen. Einige andere Wanderer befinden sich bereits auf diesem Weg, wobei einer eigenartiger Weise von einem Todesengel mit einer Sense begleitet wird. Alles ist auf die Stadt auf dem Hügel hin ausgerichtet, von der es wie von einem Leuchtturm in das ganze Bild ausstrahlt.

 


Die sich auf dem Originalblatt direkt darunter befindende Zeichnung ist ganz ähnlich angelegt. Diesmal geht es um eine weibliche Person, die gleich von vier Personen bedrängt wird: Christus und eine Glaubensallegorie raten ihr zu, den frommen Weg einzuschlagen, Personifizierungen von Welt und Eitelkeit raten ab. Der vor ihr liegende Pfad befindet sich diesmal auf der rechten Seite. Noch ist er unbeschritten; noch haben sich keine Frauen auf den Weg in die himmlische Stadt gemacht.

Bert Sliggers: Cornelis van Noorde (1731-1795), een veelzijdige Haarlemse kunstenaar, Haarlem 2011.
Claus Bernet, Ingeborg Schmidt: Das Zweiwegebild, Norderstedt 2014 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 22).

 

tags: Kreuz, Fernrohr, Zweiwegebild, Niederlande, Reichsmuseum Amsterdam, Kupferstich
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