Uta Apolant: Leuchter aus der Christuskirche Hannover (2004)

Ein Gebetsleuchter ist ein Leuchter, der in einer Kapelle oder Nische steht, die dem Gebet oder der Meditation vorbehalten ist. Einen solchen Leuchter findet man in der evangelischen Christuskirche von Hannover. Der Leuchter ging aus einem Wettbewerb hervor, den die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Holzminden (Fachbereich Architektur/Design) veranstaltete. Gewonnen hatte ein Entwurf der Kunstpädagogin Uta Apolant aus Hannover, der dann 2004 ausgeführt wurde. Es ist eine schmiedeeiserne Arbeit, die auf drei Füßen im rechten Winkel steht, wobei zwei Reihen von Glasscheiben als oberes und unteres Band eine horizontale Struktur ergeben. Dabei wurden zwischen diesen Glaselementen genau zwölf offene „Tore“ gesetzt, jeweils sechs auf eine der beiden Seiten. Übrigens wurden die Glaselemente in ihrer Farbe von der Künstlerin an den aus den 1990er Jahren stammenden Kirchenfenstern der Christuskirche angelehnt, was einen harmonischen Gesamteindruck in matten Farbtönen erzeugt. Auch erinnern die Farbscheiben an die Edelsteine, die das Fundament der Stadt Jerusalem ausmachen sollen.

Heute befindet sich der Leuchter hinter dem Taufbecken im Altarraum der Kirche. Er wird im Rahmen der Offenen Kirche im Sommerhalbjahr und auch zu Gottesdiensten, zu Taufen, Trauungen, und zum Ewigkeitssonntag gerne von der Gemeinde oder von Besuchern genutzt. 2014 kam es zu einer kurzfristigen Auslagerung, wobei das Kunstwerk gereinigt wurde und zwei Scheiben repariert wurden. 

Claus Bernet: Jerusalems-Leuchter, Jerusalems-Kerzen und Adventskränze, Norderstedt 2015 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 25).

 

tags: Jerusalemsleuchter, Hannover, Niedersachsen, Moderne, Glas
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